• Zitat

    Hallo!

    dass sie dich angeknurrt hat, heißt einfach, dass sie es nicht wollte, dass du sie hoch nimmst. ihr war es unangenehm. dass sie dich angeknurrt hat, war schon die 2. warnstufe. zuerst zeigen die hunde beschwichtigungszeichen, damit zeigen sie, dass sie etwas nicht möchten und um uns eben zu beschwichtigen. du hast ihre grenzen verletzt, die hat sie einfach verteidigt und dies durch knurren gezeigt. wenn ihr ein gutes team werden wollt, musst du in zukunft darauf achten, dass du ihre grenzen akzeptierst. wenn ein mensch deine grenzen missachtet, er etwas macht, was du nicht wolltest, hättest du ihm eine ohrfeige gegeben. das kann man in etwa mit dem knurren vergleichen.
    knurren ist nichts schlimmes, im gegenteil. das ist gut, wenn er es macht. dadurch kommuniziert er mit uns. würdest du das knurren bestrafen, lernt er, dass er nicht knurren darf und beißt dann u.u. gleich zu.


    das ist die letzte konsequenz, wenn man nicht aufs knurren eingeht.

    Wenn der Hund sein Herrchen/Frauchen anknurrt, dann sollte man das zumindest nicht unkommentierrt lassen. Der Hund muss ja nicht gleich bestraft werden. Man darf aber als Hundehalter und Chef mit einem deutlichen "NEIN" dennoch kundtun, dass das Knurren nicht erwünscht ist. Der Hund muss ja seine Grenzen kennelernen. Wie soll er die kennenlernen, wenn man ihm in so einer Situation das Knurren durchgehen lässt? Das könnte dazu führen, dass der Hund auch in anderen Situationen knurrt, weil er ja gelernt hat, dass er damit durchkommt. Die Steigerung dessen wäre dann irgendwann evtl noch zwicken, sofern Frauchen/Herrchen nicht auf das Knurren reagiert. Daraus kann sich eine ganz blöde Spirale entwickeln.

    Bei anderen Hunden, darf er gern Knurren, wenn ihm was nicht passt. Aber das auch nur in einem bestimmten Rahmen.
    Zu aggressiven und pöpelnden Hunden gibts ja hier genug Threads. Was meinst du wieso diese Hunde sich so entwickelt haben? Weil die Halter zu viel haben durchgehen lassen.

    Im Übrigen stimme ich den Vorrednern zu, dass du, ines65, besser die Ratschläge deiner Nachbarschaft ignorierst.
    Da wird vermutlich noch größtenteils mit total veralteten Methoden gearbeitet. Man muss einen Hund nicht auf den Rücken werfen, á la Cesar Milan, um ihn zu maßregeln. Ein strenges "NEIN" reicht meistens schon.

  • Luna77
    Bandit darf knurren, denn er darf mit mir kommunizieren.
    Ich bin sogar froh darüber.

    Er hat es schlichtweg nicht nötig, weil hier keine Situationen entstehen, wo das nötig wäre,

    aber ich sehe keine Veranlassung das zu verbieten.

  • Hm, ich denke schon, dass ein Knurren im Normalfall darauf hindeutet, dass etwas nicht stimmt. Ich würde dann versuchen, das Problem zu lösen, aber als normale Kommunikation würde ich das nicht wollen.

  • Zitat

    Wenn der Hund sein Herrchen/Frauchen anknurrt, dann sollte man das zumindest nicht unkommentierrt lassen. Der Hund muss ja nicht gleich bestraft werden. Man darf aber als Hundehalter und Chef mit einem deutlichen "NEIN" dennoch kundtun, dass das Knurren nicht erwünscht ist. Der Hund muss ja seine Grenzen kennelernen. Wie soll er die kennenlernen, wenn man ihm in so einer Situation das Knurren durchgehen lässt? Das könnte dazu führen, dass der Hund auch in anderen Situationen knurrt, weil er ja gelernt hat, dass er damit durchkommt. Die Steigerung dessen wäre dann irgendwann evtl noch zwicken, sofern Frauchen/Herrchen nicht auf das Knurren reagiert. Daraus kann sich eine ganz blöde Spirale entwickeln.

    Bei anderen Hunden, darf er gern Knurren, wenn ihm was nicht passt. Aber das auch nur in einem bestimmten Rahmen.
    Zu aggressiven und pöpelnden Hunden gibts ja hier genug Threads. Was meinst du wieso diese Hunde sich so entwickelt haben? Weil die Halter zu viel haben durchgehen lassen.

    Im Übrigen stimme ich den Vorrednern zu, dass du, ines65, besser die Ratschläge deiner Nachbarschaft ignorierst.
    Da wird vermutlich noch größtenteils mit total veralteten Methoden gearbeitet. Man muss einen Hund nicht auf den Rücken werfen, á la Cesar Milan, um ihn zu maßregeln. Ein strenges "NEIN" reicht meistens schon.

    Oh nein hilfe, er könnte anfangen zu knurren... Was bitte ist an nem "du lass das mal" in Hundesprache so grausam? Verbietet man den Partnern auch, sowas zu sagen, wenn ihnen was missfällt? Oder den Kindern?
    Katzen schlagen mit den Krallen und Fauchen, legt man die jetzt auch auf die Seite, weil sie was nicht wollen?
    Ne, da wird das akzeptiert, warum also nicht beim Hund?
    Wenn du ihn anherrscht, weil er knurrt, wird er beim nächsten Mal nicht knurren, sondern gleich schnappen.

  • Zitat

    aber als normale Kommunikation würde ich das nicht wollen.

    Dann sollte man sich aber keinen Hund holen. Welche Möglichkeiten hat ein Hund denn sonst sein Mißfallen auszudrücken auf der kommunikativen Ebene? Das ist nunmal die Kommunikationsform.

    Nun wird ein Hund nicht bei allem und jedem knurren, wenn dem so ist muss man da natürlich schauen was ist schiefgelaufen aber wenn ein Hund einem mal sagt "hey hier läuft was schief", dann ist das doch kein Beinbruch, mir würde nicht einfallen dem Hund das zu verbieten.

  • Viel zu häufig wird das Knurren selbst als zu veränderndes Übel in den Fokus gestellt. Dabei ist das Knurren - wie schon beschrieben - doch nur ein Kommunikationsangebot, das eine Eskalation des "Konfliktes" verhindern soll.
    Wichtiger wäre es sich die Auslöser anzuschauen und ggf. zu bearbeiten. Wenn der Hund in einer situation bereits knurrt, ist es in dem Moment mMn zu spät für irgendwelche Interventionen; dann ist - finde ich - eher deeskalieren angesagt. Für die Zukunft trainieren kann man dann, wenn der Hund wieder entspannt ist...

  • Einfacher gesagt: Ein Hund müsste nicht knurren, wenn wir Menschen nicht schlichtweg zu dämlich wären seine Körpersprache richtig zu deuten. Was das angeht, sind wir aber allesamt absolut schlecht, und deshalb muss sich der Hund auf eine Weise ausdrücken, nämlich verbal, die wir dummen Anti-Körpersprachler auch verstehen...

  • Nur mal so als Gedankengang:
    Ein Hund kommuniziert mit knurren, und gibt so seinen Missfallen wieder.
    Soweit stimme ich euch zu.
    Aber ein Hund gibt vor dem Knurren noch ganz andere Signale um sein Missfallen kund zu tun.
    Das Knurren ist erst die vorletzte Stufe in der "Hundesprache".
    Wer erst das Knurren eines Hundes deuten kann, der hat die vorangegangene Signale nicht verstanden, oder übersehen.

    Mein Hund knurrt auch mal, wie wohl jeder Hund. AAAber die Situation, in der er knurrt entscheidet bei mir über ein Verbot, oder über einfaches Beobachten und möglicherweise knurren lassen.
    Kommt ein fremder Hund zu nahe, und mein Hund mag das nicht, dann darf und soll sie knurren.
    Will oder muss ich aber meinen Hund hochnehmen, dann muss sie sich das gefallen lassen, auch wenns ihr nicht gefällt. Ein knurren in der Situation kann beim nächsten Mal zur nächsten Stufe, nämlich das Beißen führen, wenn man dem Hund nicht klar macht, das knurren grad unangebracht ist.
    Ich darf ihr genauso sagen, dass ich das nicht gut finde. Nicht mehr und nicht weniger.

  • Luna77: Aber wenn Du Deinem Hund einfach nur das Knurren verbietest, dann überspringt er diese Stufe eben beim nächsten Mal und beisst gleich zu. Es geht vielmehr darum, konflikthafte Situationen so zu trainieren, dass der Hund sich zukünftig nicht bedroht fühlt ; sprich nicht "knurren" braucht!


    Und zu den dämlichen Menschen: Nunja....meine Hunde knurren sich untereinander auch schon mal an....und die müssten ihrer eigenen Körpersprache ja nun mächtig sein....insofern ist sicher nicht immer die Dämlichkeit der Menschen DER Grund, der Hunde zum Knurren nötigt.....Wenngleich dies sicher nicht immer auszuschliessen ist... ;)

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