Wie bringt man Hund Platz bei, wenn andere Hunde da sind?

  • Hallo zusammen,
    nachdem unser junger gerade in der Pubertät ist und wir viel zu tun haben, würden wir ihm gerne das Platz noch intensiver beibringen :D
    Draußen kann er das, wenn er es will (Oder ich es mit der Schleppleine durchsetze) perfekt ins Platz gehen, auch wenn Autos oder Radfahrer/Jogger, ... vorbei kommen. Auch in der Innenstadt legt er sich in der Menschenmegnge auf Befehl hin.
    Ich würde das gerne auch schaffen, wenn ein anderer Hund vorbei läuft oder in der Nähe ist.
    Leider bin ich da im Moment total ausgeblendet. Ich weiß, man soll die Ablenkung langsam steigern. Mir fällt aber im Moment kein Zwischenschritt mehr ein ;)
    Wenn wir draußen spazieren gehen (im Moment, weil er seit dem Beinheben gerne mal Kommandos ignoriert, nur an der Schleppleine), spielen wir mit seinem Tau (ziehen), er darf dem tennisball gelegentlich hinterherjagen und er sucht sehr oft den Tennisball auf Befehl (indem ich ihn einfach irgendow hinwerfe, wenn er mal nicht guckt - und da ist er echt ausdauernd).
    Sobald aber ein anderer Hund auf der Bildfläche auftaucht, bin ich draußen vergessen. An der kurzen Leine in der Stadt hält es sich in Grenzen, weil er gelernt hat (und sich auch meistens dran hält), dass er nicht ziehen darf.
    Unser Hund ist eigentlich gut sozialisiert, darf aber im Moment nicht mit anderen Hunden spielen. Früher konnte man weiterlaufen und er ist irgendwann nachgekommen, wenn er gesehen hat, dass man weg geht. Letztens ist es aber passiert (ich schiebe das auch auf die Pubertät), dass er mit den anderen Leuten ewig weit mitgelaufen ist. Ich habe mir gedacht, er kommt schon wieder und mich versteckt ("Oh schock, wo ist er denn hin"). Er kam einmal kurz zurück, nachdem er mich aber nicht direkt gesehen hat, ist er wieder ab. Bis ich ihn dann ganz laut aus ca. 500 m Entfernung abgerufen habe (und er gekommen ist - da war ich echt stolz, dass das immerhin klappt :D). Deswegen mache ich ihn im Moment nicht von der Schleppleine ab, er soll lernen, dass er auf uns achten muss.
    An der Schleppleine will ich ihn aber nicht spielen lassen (Oder hat da jemand Erfahrungen mit und würde sagen, man kann das ruhig machen?).

    Um zur eigentlichen Frage zurückzukommen (Die Anmerkungen helfen vielleicht bei der Antwort): Wie schaffe ich, dass er auch bei der Anwesenheit anderer Hunde auf mich hört? Er reagiert nicht mal auf Leckerchen, die er sonst immer total liebt - selbst wenn man sie ihm direkt vor die Schanuze hält (Und Hunger hat er, denn er wird erst nach dem Spaziergang gefüttert).

    In der Junghundestunde wird immer erstmal gespielt und danach hört er dann auch und kommt wieder. Draußen hört er nach einem kurzen Beschnuppern in aller Regel auch. Aber auch in der Junghundestunde kann man ihm vor dem ersten Spielen keinen Befehl geben o.ä. Da hat er nur noch Augen für die anderen Hunde.

    Das schwierige ist also, dass er auf den Befehl hört, bevor er Kontakt mit dem anderen Hund aufnehmen durfte.

    Danke für Eure Hilfe :D

  • Du könntest dich auf ihn legen, ihn niederprügeln oder ihn kleinbrüllen. Oder aber: Du könntest ihn auch einfach mal ein bisschen junger Hund sein lassen, der halt auch mal nicht hört und lustig durch die Welt springt und seine "Kindheit" genießt. So lange er nur "Kontakt aufnimmt" und Du ihn da, wo er weglaufen könnte/wo gefahr ist, sicherst, ist doch alles in Butter.

    Bessere Kontrolle und Durchsetzung werden ein Thema sein, dass dich in den nächsten Monaten noch genug beschäftigen wird. Also relax dich mal.

  • Ähm jaaa... total sinnvoller Beitrag storyboard :roll:

    Es gibt durchaus noch andere Möglichkeiten...

    Schlag doch mal vor, dass in der Junghundestunde erstmal 5-10min Aufmerksamkeitstraining gemacht wird und DANN erst gespielt wird. Sollte so auch eigentlich der Normalfall sein :???:

    An der Schleppleine spielen ist möglich und auch machbar (macht meine auch regelmässig), jedoch schon gefährlich. Darf man nicht "einfach so" mal machen, sondern min. 1 Hund sollte auf Befehl hin sofort das spielen einstellen, wenns notwendig wird.

    Zum Thema Platz:

    Sobald ihr andere Hunde seht (am besten du vor ihm) muss er sich hinlegen. Auch wenn man mal ne halbe Stunde auf die Ausführung des Befehls warten kann :sleep:
    Dann einfach durch Ritualisierung festigen. Immer, wirklich immer wenn ihr einen anderen Hund seht muss sich deiner erst hinlegen - Blickkontakt aufnehmen und dann entscheidest DU ob ihr weiter geht, er spielen darf oder er liegen bleiben muss.
    Langer Weg, aber die Hunde lernen meistens schneller als man denkt.
    Ruhig und gelassen bleiben, auch wenns mal wieder länger dauert ;)

  • Zitat

    Ähm jaaa... total sinnvoller Beitrag storyboard :roll:

    Nicht weniger sinnvoll als dein Beitrag, in dem Du irgendwelchen Unsinn im Zusammenhang mit der Sichtung eines anderen Hundes konditionieren willst. Je natürlich das Zusammentreffen der Hunde ist, desto weniger Probleme gibt es jetzt und auch später. Und gerade Schäferhunde neigen sowieso dazu, eher unverträglich zu sein, da würde ich ihm nicht noch beibringen, dass die Sichtung eines anderen Hundes etwas besonderes ist, was besondere Rituale und gesteigerte Aufmerksamkeit erfordert.

    Besserer Gehorsam wird auch nicht in Junghundegruppen gelernt, in denen der Hund toben darf. Dazu sollte der TS lieber in einen Hundesportverein und dort gezielt und konzentriert mit dem Hund Unterordnung trainieren.

    Hinlegen bei Sichtung eines anderen Hundes... is klar. :irre:

  • Hallo,
    an der SL zu spielen, finde ich persönlich zu gefährlich; nicht nur für Deinen sondern auch für die anderen Hunde. Sie können sich in der Leine verfangen und sich verletzen.

    Dein Hund ist noch sehr jung und Kommandos durchzusetzen, wenn andere Hunde da sind, ist schwer und wird nur dann funktionieren, wenn das Kommando ohne Ablenkung 100%ig sitzt.

    Vielleicht sehe ich es falsch, aber das Platzkommando zu geben, wenn ein fremder Hund auf Deinen Hund zu kommt, finde ich nicht so gut; bei uns gibt es in diesen Situationen nur ein Sitzkommando.

  • Zitat

    So lange er nur "Kontakt aufnimmt" und Du ihn da, wo er weglaufen könnte/wo gefahr ist, sicherst, ist doch alles in Butter.

    Mmh, die Idee ist ja nun nicht so pralle. Vom Prinzip her kann ich's ja verstehen, aber wieso bedenken die Leute nicht das es für den Herrn Jungspund von der TS auch mal gehörig nach hinten losgehen kann "nur mal Kontakt aufzunhemen" wenn er z. Bsp. an einen leinenagressiven Hund gerät ?

    Mal ganz abgesehen davon das sich der Mensch mit dem leinenagressiven Hund auch bedanken wird. ;)

    Wir haben als unsere in dem Alter waren und sie losgeschossen sind, eben weil da ein "super mega toller interessanter anderer Hund" war und sie auf den Rückruf nicht mehr reagiert haben die Leine(n) hinter unseren hergepfeffert. Wir haben sie nie getroffen, war auch nicht das Ziel, aber sie besannen sich dann grundsätzlich und kamen zurück. Oft haben wir es dann so gehandhabt das wir, nachdem sie zurück gekommen sind, mit dem Besitzer des anderen Hundes gesprochen haben und sie dann quasi als Belohnung mit dem Hund spielen durften, bzw. mal hingehen und "Hallo" sagen durften. Zumindest sofern dies mit dem anderen Hund möglich war.

    Denn einmal ist uns das passiert bei nem Staff den wir damals nicht kannten, der immer angeleint lief und der Besitzer meinte nur zum Glück hätten wir sie zurück gerufen bekommen denn der Staff hätte ganz kurzen Prozess gemacht wären sie in seine Reichweite gekommen. Daher finde ich man darf seinen Hund niemals, egal wie alt er ist, zu unbekannten Hunden einfach hinlaufen lassen.

    Natürlich ist niemand perfekt und es kann mal vorkommen, das ist wohl jedem schon mal passiert, nur sollte man's nicht einfach drauf ankommen lassen, denn es kann sein das dein Hund den kürzeren zieht und dann ist das geheule groß.

  • Zitat

    Nicht weniger sinnvoll als dein Beitrag, in dem Du irgendwelchen Unsinn im Zusammenhang mit der Sichtung eines anderen Hundes konditionieren willst. Je natürlich das Zusammentreffen der Hunde ist, desto weniger Probleme gibt es jetzt und auch später. Und gerade Schäferhunde neigen sowieso dazu, eher unverträglich zu sein, da würde ich ihm nicht noch beibringen, dass die Sichtung eines anderen Hundes etwas besonderes ist, was besondere Rituale und gesteigerte Aufmerksamkeit erfordert.

    Besserer Gehorsam wird auch nicht in Junghundegruppen gelernt, in denen der Hund toben darf. Dazu sollte der TS lieber in einen Hundesportverein und dort gezielt und konzentriert mit dem Hund Unterordnung trainieren.

    Hinlegen bei Sichtung eines anderen Hundes... is klar. :irre:

    Also ich habe auf die Frage der TS reagiert. Sie fragte wie man es erreichen kann, dass hab ich ihr erklärt.
    Ob ICH es so Handhaben würde ist ne andere Geschichte und das Schäferhunde generell unverträglich sind ist ja auch mal tooootal Vorurteilsfrei :hust:
    Und man kann einen Hund also nur im Verein richtig und gut trainieren? ACHSOOOOO |)

  • Zitat

    Mmh, die Idee ist ja nun nicht so pralle. Vom Prinzip her kann ich's ja verstehen, aber wieso bedenken die Leute nicht das es für den Herrn Jungspund von der TS auch mal gehörig nach hinten losgehen kann "nur mal Kontakt aufzunhemen" wenn er z. Bsp. an einen leinenagressiven Hund gerät ?

    Mal ganz abgesehen davon das sich der Mensch mit dem leinenagressiven Hund auch bedanken wird. ;)

    Gut, Du malst hier jetzt natürlich wieder das Extremszenario an die Wand. Da verweise ich mal auf einen Kommentar von Clarissa v. Reinhardt, die auf die Nachfrage, ob ein Hund nicht immer hundertprozentig zurück kommen müsste, weil er doch evtl. auf die nahe gelegene Schnellstraße rennen könnte: "Welcher Idiot lässt seinen Hund an einer Schnellstraße ohne Leine laufen?".

    Aber, ernsthaft: Das Problem beschäftigt mich grundsätzlich auch bzw. es ist nicht lange her, dass ich vor ähnlichen Entscheidungen stand und immer noch stehe. Mein Schäfer ist jetzt ein Jahr alt.

    Grundsätzlich sollte die Annäherung so natürlich wie möglich sein. Was allein schon bei meinem an manchen Tagen ein Problem darstellt, weil er gerne mal "los sprintet" und plärrt. Da hilft nur: Rückruf üben, Rückruf üben, Rückruf üben und immer wieder Impulskontrolle. Mittlerweile hab ich meinen so weit, dass ich ihn in 9,5 von 10 Fällen aus dem schon begonnenen Sprint zu mir rufen kann. Wenn ich eine Hund an der Leine sehe, rufe ich ihn zeitig zu mir und lasse ihn (in Entfernung, nicht direkt da, wo der Hund vorbei gehen wird!) absitzen. Dann gibt es gar keinen Kontakt.

    Was den TS angeht bzw. das "sausen lassen": Dazu gibt es sicher auch in seinem Umfeld Hundewiesen/Hundemeilen wo es kaum einen Hund an der Leine gibt.

  • Zitat


    Also ich habe auf die Frage der TS reagiert. Sie fragte wie man es erreichen kann, dass hab ich ihr erklärt.
    Ob ICH es so Handhaben würde ist ne andere Geschichte und das Schäferhunde generell unverträglich sind ist ja auch mal tooootal Vorurteilsfrei :hust:
    Und man kann einen Hund also nur im Verein richtig und gut trainieren? ACHSOOOOO |)

    Na, da ist aber mal wieder jemand persönlich berührt, mh?

    Ich schrieb, dass Schäferhunde eher dazu neigen, unverträglich zu sein. Und das hab ich mir nicht aus den Fingern gezogen, wie Du das mit deinem Tipp offenbar getan hast, sondern sehe und höre das in meinem Umfeld (selbst einen im Haus, mehrere sehr gute Hundetrainer, Hundeschule, Hundeplatz im Verein).

    In einem Hundesportverein wird konzentriert an der Sache gearbeitet. Das es da einen immensen Unterschied zur Hundeschule mit Spiel- & Krabbelgruppe gibt, sollte selbst dir einleuchten.

    Und jetzt hör auf zu sticheln, wenn Du keinen Beitrag mehr zu leisten hast. Den bisherigen mit der unnatürlichen Annäherungsweise kann man ja auch getrost in die Tonne kloppen.

  • Also ist absitzen lassen was komplett anderes als den Hund ins Platz zu schicken?
    Du wirst ihn ja immer Sitz machen lassen bei einem angeleinten Hund, somit kommts auch da zu ner Ritualisierung und wir sind bei der gleichen Konditionierung wie oben. Nur Sitz statt Platz...

    Echt genial :gott: :headbash:

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