Wie bringt man Hund Platz bei, wenn andere Hunde da sind?

  • Ist ja wie im Kindergarten hier...


    Zum Thema: Ich würde erst mal üben, einfach ganz selbstverständlich mit anderen zusammen zu laufen, beide/alle Hunde an der Leine, ohne Kontakt. Der Hund muss erst mal lernen, dass andere Hunde in der Nähe sein können, ohne dass irgendwas passiert. Da ist er wohl "Spielgruppen-geschädigt".

    am besten einfach jemanden unterwegs treffen, zügig gemeinsam weitergehen, sich wieder trennen. Dann ein längeres Stück zusammen gehen. Dann mit mehr Hunden. Aber immer völlig selbstverständlich weitergehen. Kein Theater um den Hund. Immer schön zügig laufen, nicht stehenbleiben, wissen, wo man hinwill.

    Wenn das klappt, auch mal stehenbleiben, einen fuß auf die Leine, sich ein paar Takte unterhalten, die Hunde immer noch keinen Kontakt.

    Spielen mit andern NUR wenn man vorher in ruhe und ohne Getue ein Stück gehen konnte. Wenn die Hunde abgemacht werden, WEITERGEHEN, nicht rumstehen und zugucken. einfach gemeinsam laufen.

    Voraussetzung: Der Hund ist grundsätzlich, wenn ohne Ablenkung, leinenführig. Das heisst für mich: er läuft an der lockeren Leine, ohne zu ziehen und ohne die Seite zu wechseln. Das vorher gründlich üben. Und auch die Übung mit dem Fuss auf der Leine sollte er vorher schon kennen.

    So würde ich es machen.

  • Zitat

    Tschuldigung, Satzzeichen retten Leben :D
    BTT ist Back to Topic


    Ah, okay. Also, was bei unserem Schäfer auch ganz gut geklappt hat, waren Gegenreize. Allerdings nicht als "Methode", sondern eher als Abbruch bzw. alternatives Programm.

  • Zitat

    Mmh, die Idee ist ja nun nicht so pralle. Vom Prinzip her kann ich's ja verstehen, aber wieso bedenken die Leute nicht das es für den Herrn Jungspund von der TS auch mal gehörig nach hinten losgehen kann "nur mal Kontakt aufzunhemen" wenn er z. Bsp. an einen leinenagressiven Hund gerät ?

    Mal ganz abgesehen davon das sich der Mensch mit dem leinenagressiven Hund auch bedanken wird. ;)

    Wir haben als unsere in dem Alter waren und sie losgeschossen sind, eben weil da ein "super mega toller interessanter anderer Hund" war und sie auf den Rückruf nicht mehr reagiert haben die Leine(n) hinter unseren hergepfeffert. Wir haben sie nie getroffen, war auch nicht das Ziel, aber sie besannen sich dann grundsätzlich und kamen zurück. Oft haben wir es dann so gehandhabt das wir, nachdem sie zurück gekommen sind, mit dem Besitzer des anderen Hundes gesprochen haben und sie dann quasi als Belohnung mit dem Hund spielen durften, bzw. mal hingehen und "Hallo" sagen durften. Zumindest sofern dies mit dem anderen Hund möglich war.

    Denn einmal ist uns das passiert bei nem Staff den wir damals nicht kannten, der immer angeleint lief und der Besitzer meinte nur zum Glück hätten wir sie zurück gerufen bekommen denn der Staff hätte ganz kurzen Prozess gemacht wären sie in seine Reichweite gekommen. Daher finde ich man darf seinen Hund niemals, egal wie alt er ist, zu unbekannten Hunden einfach hinlaufen lassen.

    Natürlich ist niemand perfekt und es kann mal vorkommen, das ist wohl jedem schon mal passiert, nur sollte man's nicht einfach drauf ankommen lassen, denn es kann sein das dein Hund den kürzeren zieht und dann ist das geheule groß.

    Hey Tamaris :-),

    bei Milo ist das derzeit auch ein großes Problem ihn abzurufen, wenn er einen anderen Hund sieht. Meist (weil ich ja weiter schauen kann als er) sehe ich andere Hunde schon vor ihm, rufe ihn zu mir und leg ihn an die Leine. Ich möchte dass er lernt nicht wie ein Geistesgestörter auf andere Hunde zuzurennen. Er macht sich besonders einen Spaß daraus, wenn die anderen Hunde angeleint sind, Spielaufforderung und Necken ohne Ende. Alles Pfeifen und Rufen, vergeblich..... das nervt natürlich den ein oder anderen Hundehalter, abgesehen von den Hunden, die halt keinen Bock auf Spielen haben, oder nicht richtig können, weil sie an der Leine sind, was ja seine Gründe haben wird...

    Ich sehe die Schwierigkeit darin: Wenn ich ihn nun nur an der Leine habe, wird er den Abruf bei Sichtung eines anderen Hundes nur schwer lernen, denn ICH habe ihn ja unter Kontrolle an der Leine. Ich gebe Kommando sitz, er setzt sich, Kommando "Ruhig" damit er zB mit dem Piensen aufhört. Erst wenn er sich beruhigt hat und ich mit dem anderen Hundebesitzer gesprochen habe, lass ich ihn von der Leine und lasse ihn noch einen kurzen Moment neben mir "bleib" machen. (oh Gott das hört sich ja voll nach Dressur an, haha) Soweit klappt das. Aber wenn ich ihn nun immer erst an die Leine nehme, meinst Du, er checkt das dann irgendwann auch ohne Leine? Wir machen das nun schon seit Wochen an der Leine und es funzt, aber immer wenn ein Hund von mir unbemerkt auftaucht und Milo ihn als erstes sieht.......vorbei...... Vielleicht probiere ich das wirklich mal mit der Leine hinterherwerfen......mal sehen, ob ihn das beeindruckt.....

    Hast evtl noch eine Alternative? Oder sonst einen Ratschlag?

    Vielen Dank und Grüße,

    Frollein

  • Zitat

    Ja das geht auch ohne Leine, erst auf kurze Distanz, dann auf grössere.

    Wie kontrollierst du ihn denn sonst im Freilauf ? Wie brichst du Verhalten ab?


    Hey :-,
    ein kurzer Pfiff bedeutet "es geht weiter", wenn er zB mal etwas hinter mir liegt oder im Gebüsch verschwindet. Ein langer Pfiff, auf größere Distanz, ein "Hiiiiier" auf kürzerer Distanz, wenn ich möchte, dass er zu mir kommt. Noch bekommt er bei jedem Mal Kommen Lob und Leckerli. Also das Leckerli ist höchstwahrscheinlich der wirkliche Grund des Kommens. Funkt wie gesagt immer, solange keine anderen Hunde da sind, die auf ihn reagieren. Sind sie desinteressiert, dann checkt er das und kommt nach Pfiff auch zu mir.
    Ich war jetzt schon ein paarmal in der Situation, dass er eben nicht hörte wenn er einen anderen Hund gesehen hat.....ich pfeife ihn zurück, er dreht sich kurz um, ich lobe ihn für seine Aufmerksamkeit mit "fein" und annimiere mit "hier" und den Griff in den Futterbeutel. Aber, nö.....

    Generell wird ein Fehlverhalten mit einem "Kscht" getadelt. Das versteht er einwandfrei. Ich könnte auch versuchen ihn mit einem Kscht zu tadeln, sobald er den Ansatz macht loszufetzen.....was meinst?

    Grüße,

    Frollein

  • Verstehe was du meinst, ja es geht viel um Einschätzen der Situation deinerseits.

    Wenn ich das Gefühl habe Bandit könnte sich vom anderen Hund zu sehr angezogen fühlen, dann bleibt er eben so nah bei mir, dass ich ihn unter Kontrolle behalte, ist er zu abgelenkt, kommt er an die Leine.

    Du kannst ihn natürlich korrigieren, wenn er darauf reagiert. Ich mach das auch, der Blick zum anderen wird korrigiert, wenn ich weiter will.

    Das was du beschreibst ist völlig normal und ich würde je nach situation entscheiden.

    Ich finde eine gewisse Flexibilität wichtig. Ich fühl mich auch nicht immer gleich, und dementsprechend entscheide ich was zu tun ist.

  • "Wie bringe ich Jill ins Platz, wenn andere Hunde da sind?"

    :idea: Ich stelle Omma ein Bein :lachtot:

    So...jetzt ham hoffentlich viele herzlich gelacht...

    Ich überlege aber gerade tatsächlich wie ich das bei Jungspund-Jill gehandhabt habe...

    Ich habe mich einfach interessanter gemacht, denke ich....

    An der Leine wollte ich keine Spielereien und hin und wieder musste ich ein ernstes Wörtchen mit Jill reden...und dann hatte ich ja noch das "Superwort".

    Also: Dein Hund weiß was Sitz und Platz bedeutet, richtig?

    Wenn deiner Hunde so liebt...dann habe ich eine Idee:

    In der Junghundgruppe: Alle leinen ihren Hund ab, nur du nicht. Dein Hund muss an der Leine bleiben....dann gehst du mit ihm von der Gruppe weg (dein Hund will ja mit den anderen Hunden spielen) und zwar so lange bis du die Aufmerksamkeit deines Hundes bei dir hast, dann Kommando Platz => Aufmerksamkeit bei dir => Dann ableinen und spielen lassen...und das würde ich ganz, ganz, ganz oft wiederholen bis es sitzt.
    Je öfter du übst, desto besser sollte es aus einer größeren Entfernung klappen...dann erhöhst du den Schwiergkeitsgrad indem du immer näher rangehst und dir die Aufmerksamkeit wiederholst.

    Bei Jill bekomme ich die Aufmerksamkeit zum einen durch "Leckerlie!!" (darauf habe ich sie konditioniert: "Leckerlie!" => Leckerlie ins Maul; nach ein paar Wiederholungen passierte "Leckerlie!" => Wo Frauchen?????? Gib schon her => Leckerlie...dann gab es nur noch ab und zu ein Leckerlie und tata ich habe ein Superwort :D (außer beim Jagen...da war alles Wurscht...auch die Wurscht)

    Hin und wieder habe ich auch mit Strafe gearbeitet (der Schlüssel des Grauens und Leinenrucken)

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