Überforderung!
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Hallo liebes Forum,
ich habe mich gerade erst angemeldet, bisher war ich nur stille Mitleserin die bei ihren ständigen Google-Suchen immer wieder auf dieses Forum stieß.
Wir haben seit 4 Wochen ein nun fast 16 Wochen altes JRT Mädchen bei uns, die wir wohl aus schlechter Haltung, wenn nicht sogar von einem Vermehrer gekauft haben. Wie das so ist, dann hat man das kleine Fellknäuel auf dem Arm und nimmt es lieber mit, anstatt es seinem Schicksal zu überlassen.
Im Großen und Ganzen habe ich Nele sehr in mein Herz geschlossen, wie das so ist als Hundemensch, allerdings bringt sie mich die meiste Zeit einfach zum Verzweifeln. Ich weiß, sie ist ein junger Spund, der vieles noch lernen muss, ich bin auch mehr mit mir selbst überfordert, weil ich mir nicht zu helfen weiß.
Ich schildere einfach mal, wie das hier so aussieht.
- Nele schläft nachts durch, tagsüber jedoch gar nicht, außer ich stecke sie in die Box. Dort geht sie aber auch selten allein rein um zu schlafen.
- Sie ist meist völlig überdreht und fasst jeglichen Kontakt als Aufforderung zum Spielen auf
- Ich übe mit ihr die Grundkommandos (Sitz, Platz, Bleib, Hier, auf Kommando fressen, nicht vom Boden fressen, etc.) immer 5-10x am Tag, natürlich nicht alles auf einmal
- Draußen darf sie frei laufen, wir gehen einmal am Tag eine Stunde raus, zum Spielen, Spazieren und Üben, sie hört wunderbar auf "Hier", läuft allerdings nicht ständig bei Fuß
- Sie bekommt ihr Spielzeug/Kausachen, wenn wir es wollen, bzw. dann wenn sie anfängt an Möbeln o.ä. zu kauen (Zahnwechsel ist in vollem Gang)
- Mein größtes Problem ist, dass sie mich zuhause scheinbar nicht respektiert. Sie fängt an zu zwicken und steigert sich in ein Beißen, es fängt mit den Händen an und endet an meinen Haaren oder dem Gesicht. Auf "Nein", "Aua" oder quietschen reagiert kaum bis gar nicht. Generell hört sie nicht auf unser Abbruchsignal "Nein" für Verbotenes. Mein Freund kriegt sie runter, wenn er sich über sie beugt und sie anbrummelt, bei mir bewirkt das nur noch mehr Action ihrerseits.
- Sie kommt einfach nicht zur Ruhe, nehme ich ihr das Spielzeug weg, fängt sich an Fäden in der Decke zu ziehen, oder in meine Hände und Füße zu beißen, oder oder oder.Ich bin sehr schnell mit der Situation überfordert, aber nicht wegen ihr, sondern weil ich mir selbst nicht zu helfen weiß und unwirsch und hektisch werde, was der Situation natürlich nicht zuträglich ist.
Wir sind jetzt an dem Punkt angekommen, einen Trainer zu suchen, der zu uns kommt und die Situation "analysieren" soll, allerdings bin ich mir nicht sicher. Vieles davon ist welpentypisches Verhalten dessen bin ich mir bewusst, aber ich habe das Gefühl sie respektiert die Grenzen nicht.
Ich hoffe jemand kann mir ein paar Tipps geben, sorry für diese ewig langen Ausführungen.
Viele Grüße,
Lotte - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Hallo
Ich rede mal nicht um den heißen Brei:
Wenn dir das Spiel zu wild wird, geh einfach weg und ignoriere sie. Wenn sie immer noch nicht aufhört, setzt du dich beispielweise auf das Sofa und drehst ihr den Rücken zu. Irgendwann ist sie gelangweilt und hört auf. Zu dem Zeitpunkt darfst du wieder spielen oder ihr Zuwendung geben. (Erst wenn sie ruhig ist)
Probiers aus
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Hallo Lotte,
vielelicht ist das einfach zu viel Programm für die Hündin?
Ich habe meine Maus auch in etwa diesem Alter übernommen, da sind wir zwar auch einmal am tag eine Stunde draußen geblieben. Allerdings musste sie da nur 10 Minuten bei mir zur Wiese laufen, wo sie dann mit vielen anderen Hunden gespielt hat und ich nichts von ihr erwartete habe. Und dann die 10 Minuten zurück.Auch übst du schon sehr viele Kommandos auf einmal - selbst wenn die Übungseinheiten auseinander liegen. Vielleicht ist das alles zusammen für eure Hündin (bei der ihr ja nicht genau wisst, was sie in den ersten Wochen kennenlernen durfte und was sie alles noch ganz neu lernen muss während es für andere Hunde in ihrem Alter schon ganz normaler Alltag ist) etwas viel.
Habrt ihr mal versucht, das nprogramm extrem einzuschränken für zwei, drei Tage? Also nur einen wichtigen Befehl üben (zB den Abruf, den stelle ich mir bei einem mutigen Terrier sehr wichtig vor) und aus den Spaziergängen eher Spazier-Stände zu machen (also ihr lauft nicht weit und dort kann dann die Hündin in ihrem Tempo ein wenig machen, was sie will, ohne viel Input von eurer Seite)?Wäre vielleicht einen Versuch wert, vielleicht kommt sie damit besser klar.
Und wichtig: Sich selbst keinen großen Druck machen - wenn sie etwas länger für Grundkommandos braucht, dann ist das eben so. Schließlich liegen noch Jahre vor euch. -
Bringe ihr Ruhe bei, indem du sie langsam an die Box gewöhnst (offene Tür + Kausachen) und sie nicht einfach reinsteckst.
Zu derbes Spiel sofort abbrechen.
Und einmal am Tag eine Stunde rausgehen mit Spielen und Üben ist zu viel auf einmal. Da ist es klar, dass sie danach nicht wieder runterfährt. Also lieber immer mal kleine Einheiten. -
Hi,
was hindert Dich daran, Dir einen Trainer zu suchen, wenn Du Dir unsicher bist, ob das alles so "richtig" ist?
Ob nun normales Welpenverhalten oder unnormales Welpenverhalten: Geh doch mal in eine HuSchu/ Welpen- bzw. eher Junghundegruppe und schau Dir das an. Es geht ja auch darum, dass Du etwas lernst und Fragen direkt vor Ort stellen kannst.Liebe Grüße
Kerstin -
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Hallo und willkommen,
was Du beschreibst klingt tatsächlich nach typischem Welpenverhalten und v.a. nach typischem Terrierverhalten. Was macht Deine Hündin denn, wenn Du sie in so einem übertriebenen Spiel, das mit Beißen und hochdrehen einhergeht, einfach nimmst und z.B. an Deine Beine oder Füße drückst. Also nicht grob sondern ruhig und sanft aber bestimmt. Ich denke sie wird erst mal zappeln und dann irgendwann runter kommen.
Sie kann sich nicht mehr fei bewegen und Du hältst sie, bis die Körperspannung weniger wird, Atmung langsamer u das ganze Tier entspannt. Ich mache das mit meiner Hündin wenn sie extrem aufgeregt o gestresst ist und es hilft ihr meinen Körper zu spüren, die Fixierung gibt ihr Sicherheit und sie entspannt. Anfangs hat sie sich dagegen gestemmt, da diese Haltung ungewohnt ist und sie ein Typ Hund ist der selbstständig arbeiten musste und mutig sein sollte. Die Verantwortung abzugeben fiel ihr erstmal nicht leicht, aber sie hat ganz schnell gemerkt, dass es ihr gut tut. Jetzt bietet sie dieses Verhalten von selbst an.
Ich meine kein grobes nieder drücken und schon gar keinen Wurf auf den Rücken oder so ein Humbuk. Es geht um ein ruhiges bestimmtest Festhalten. Dabei sagst Du kein Wort und lässt sie frei wenn sie ruhig ist, bzw. streichelst sie wenn sie ruhig ist. Der Welpe muss lernen abschalten zu können und aufzuhören, wenn ihr das nicht möchtet. Ein einschüchterndes Brummen kann zwar kurz helfen aber lieber würde ich ihr beibringen, dass Ruhe der Weg zum Ziel ist. Dann würde ich später wieder ein Spiel beginnen und aufhören bevor sie hochdreht. Das merkt man ja eigentlich recht schnell.
Ignorieren hilft natürlich auch. Dann würde ich aber tatsächlich in diesem Moment aufstehen, weggehen und den Hund stehen lassen. Nicht angucken, nicht reden, nicht schimpfen. Sie wird lernen, wenn sie grob wirst ist das Spiel sofort vorbei.
Ruhige Momente üben würde ich trotzdem. Wenn sie Junghund wird auch Frusttoleranz und Impulskontrolle. Die Kommandos auch lieber pro Woche ein Kommando und das dann an verschiedenen Orten üben (Hund lernt ortsgebunden), bis es halbwegs sicher sitzt. Euer größter Trick wird sein, dem Hund Ausgeglichenheit und Entspannung beibringen. Ihr habt einen JRT, das ist ein Hund, der Regeln immer wieder in Frage stellen wird und zum Hochdrehen neigt. Ich empfehle den Hund nicht zu einem Balljunkie zu machen und ihr eher das Wiederstehen bei Bewegungsreizen spielerisch beibringen (hat noch etwas Zeit). Das wird euch im Alltag eine Menge helfen. Was ihr jetzt schon mal machen könnt anstatt Spiele bei denen sie einen Flip kriegen könnte sind Suchspiele mit Futter.
Vertsteckt Leckerlies in der Wohnung, erst leicht und schickt sie mit such in die Suche. Helft ihr am Anfang dabei damit sie versteht worum es geht, das sie ihre Nase benutzen soll und steigert dann ganz langsam je nach ihrem Erfolgszustand. Erst darf sie sehen wo ihr die Sachen versteckt, dann nur noch ein bisschen, dann nicht mehr. Wichtig ist dabei, dass sie lernt das ihr im Team arbeiten. Sie sucht, aber wenn sie partout nicht weiter kommt, bekommt sie eure Unterstützung. Das stärkt die Bindung, fordert Konzentration und macht ganz doll müde.
Sie ist noch ein echter Knirps also alles in kleinen Dosen und eher zu wenig also zu viel. Macht ganz viel mit Ruhe und Toben kann sie dann mit den Kumpels auf der Wiese.
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Huhu,

also ich versuche mal deine Fragen nach meiner Ansicht zu beantworten. Ist natürlich nicht maßgebend, aber ich kam so immer gut klar.
- Nele schläft nachts durch, tagsüber jedoch gar nicht, außer ich stecke sie in die Box. Dort geht sie aber auch selten allein rein um zu schlafen.
Ich bekomme etwas Bauchschmerzen, wenn der Hund nicht freiwillig in die Box geht. Das kann man sehr schnell schlecht Verknüpft werden. Ähnlich der Situation, wenn ein Hund in einen Raum gesperrt wird, wenn er Mist macht. Ich würde sie mit Leckerlis langsam an die Box gewöhnen und wirklich nur zu machen, wenn sie das auch ab kann und es trainiert wurde. Vor allem sollte sie aber freiwillig hinein gehen.
- Ich übe mit ihr die Grundkommandos (Sitz, Platz, Bleib, Hier, auf Kommando fressen, nicht vom Boden fressen, etc.) immer 5-10x am Tag, natürlich nicht alles auf einmal
Für 16 Wochen sind das schon eine Menge Befehle, wenn man bedenkt, dass sie knappe 4 Wochen bei euch ist. Die ersten Tage bzw. die erste Woche ist meist zum "ankommen". Bleiben 2,5-3 über. Dann baut sich die Bindung langsam auf, der Hund lernt seinen Namen und sein Körbchen kennen und man kann das "hier" oder "komm" üben. Dabei noch das Sitz vielleicht (das ist ja meist das was am schnellsten gelernt wird). Jetzt sind wir vielleicht in der 3. Woche und man macht kleine Spielchen wo der Hund dann dann lernt, dass er nichts Fressen soll was irgendwo rum liegt (das "nein" wird konditioniert). Er lernt aber überwiegend die Welt kennen und findet sowieso alles spannend. Also fängt die Erkundungszeit an, die man MIT Welpe GEMEINSAM durchlebt. Für mich war das das Tollste an der ganzen Zeit. Erst jetzt würde ich das Training steigern. Langsam.
- Draußen darf sie frei laufen, wir gehen einmal am Tag eine Stunde raus, zum Spielen, Spazieren und Üben, sie hört wunderbar auf "Hier", läuft allerdings nicht ständig bei Fuß
Erstmal finde ich die Stunde Spaziergang am Stück für 16 Wochen zu viel. Vor allem dann, wenn dabei noch das volle Programm abgezogen wird. Ich nehme mal an, dass ihr außer dieser einen Stunde noch andere Gassirunden macht ..? Wie lange sind die und wie sehen die aus?
Bei der großen Runde (die würde ich erstmal auf maximal 30 Minuten schrauben) würde ich den Hund einfach Hund sein lassen. Natürlich kann man, wenn es sich anbietet, mal kurz den Grundgehorsam abrufen, aber an sich würde ich sie machen lassen. Geht ihr zu einer Spielstunde o.ä.? Hat sie Kontakt zu Artgenossen?
- Sie bekommt ihr Spielzeug/Kausachen, wenn wir es wollen, bzw. dann wenn sie anfängt an Möbeln o.ä. zu kauen (Zahnwechsel ist in vollem Gang)
Hiermit beantwortest Du für mich schon deine nächste Frage schon fast automatisch:
- Mein größtes Problem ist, dass sie mich zuhause scheinbar nicht respektiert.
Wenn ihr mit etwas Positiven darauf reagiert, wenn SIE etwas macht (einfordert), ist das für mich ganz logisch. Es ist ein kleiner Welpe, aber sie ist ja nicht doof.
Kaut sie an Möbeln, hat sie gelernt, dass sie etwas dafür bekommt. Das also sofort unterbinden. Wenn sie demnächst irgendwo rum kaut, wird sie von dort weggeholt, erhält ein mahnendes "nein" oder "aus" und wird auf ihren Platz geschickt. Erst wenn sie dort und ruhig ist, darf gelobt werden. DANN ist die Bestätigung angebracht. Aber nicht, wenn sie noch ihre kleinen Zähnchen in den Schrank vergraben hat. 
Auf "Nein", "Aua" oder quietschen reagiert kaum bis gar nicht. Generell hört sie nicht auf unser Abbruchsignal "Nein" für Verbotenes.
Ihr müsst ihr klar machen, was das "Aua" für euch heißt. Also wird sie ab sofort ignoriert, wenn sie zu feste beißt und euch das zu bunt wird. Gehe aus der Situation, oder noch besser: schicke sie weg. Sie muss merken und lernen, dass sie sich doof benimmt und ihr dann absolut nichts mit ihr zu tun haben wollt. So wird sie nach und nach ausprobieren und sich selbst kontrollieren. Sie darf einfach keine Möglichkeit bekommen, nach einem "Aua" oder "Nein" oder sonst was eurerseits, nochmal an eure Hand zu kommen. Das wäre wieder eine Bestätigung und in meinen Augen wird so schon fast konditioniert, dass sie nach einem "Aua" nochmal kräftig schnappen soll. Sie muss also Verknüpfen, dass mit einem "Aua" das Spiel abgebrochen wird. Da hilft nur Konsequenz.
- Sie kommt einfach nicht zur Ruhe, nehme ich ihr das Spielzeug weg, fängt sich an Fäden in der Decke zu ziehen, oder in meine Hände und Füße zu beißen, oder oder oder.
Ein Welpe sollte so 16-18 Stunden schlafen - zumindest kenne ich das so. Andere reden von 20 oder gar 22 Stunden, was ich aber zu viel finde. Auf wie viele Stunden kommt ihr?
Für mich klingt das fast etwas übermüdet?
Wenn den ganzen Tag Action ist und immer einer herum wuselt, hat sie vielleicht auch nicht gelernt, dass mal irgendwann wirklich RUHE ist ..?Mein Freund kriegt sie runter, wenn er sich über sie beugt und sie anbrummelt, bei mir bewirkt das nur noch mehr Action ihrerseits.
Dem stehe ich kritisch gegenüber. Gut, ich habe Arnold auch mal so gebremst, aber das kann auch schnell nach hinten los gehen. Nämlich dann, wenn der Hund einem gegenüber gar keinen Respekt zeigt, wie das für mich in deinem Fall klingt.
Ich bin sehr schnell mit der Situation überfordert, aber nicht wegen ihr, sondern weil ich mir selbst nicht zu helfen weiß und unwirsch und hektisch werde, was der Situation natürlich nicht zuträglich ist.
Das überträgt sich natürlich auf die Kleine. Wenn Du merkst, dass es gerade keinen Sinn mehr macht, sich irgendwie mit ihr zu befassen, dann gehe aus der Situation, trinke einen Tee, oder Kaffee oder was auch immer und versuche es dann noch einmal. So lernt sie auch gleich noch etwas dabei. Erziehung sollte Spaß machen - für beide Seiten. Die erste Zeit ist natürlich anstrengend und viele verzweifeln da mal leicht (das kenne ich auch zu gut). Aber auch Du wirst da durch kommen und hinterher nur müde drüber lächeln.

Ein Trainer bzw. ein Welpen/Junghundekurs wäre für euch wohl der richtige Rat. So lernt ihr, was welpentypisch ist und wie ihr damit umzugehen habt.
Durch halten - alles wird gut.
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Hallo ihr Lieben,
erstmal vielen vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
Ich versuche mal noch etwas Klarheit reinzubringen, wollte meinen ersten Beitrag nicht zu lang machen.
In der Gestaltung des Tages (inkl. 30-60 Min. "Spaziergang") haben wir uns an den Sonntagen orientiert, an denen wir bisher zweimal in der Welpenstunde waren und nach denen Nele immer platt war, den ganzen Tag.
Ich habe häufiger gelesen, dass man den Welpen nicht unter- aber auch nicht überfordern soll, aber bei ihr ist dieser Grat echt schmal. Und ich weiß wirklich nicht, wann es eventuell zu viel und wann zu wenig ist, weil ihr aufgedrehtes Verhalten immer gleich ist.An die Box wurde und wird sie gewöhnt, sie bekommt ihr fressen darin, wir verstecken Leckerlis, im Spiel wird sie mit einbezogen und wenn sie auf dem Schoß einschläft, legen wir sie hinein und sie bleibt auch drin. Wenn wir mal Besuch haben (zum Beispiel an Silvester), und es wird ihr zuviel, geht sie rein und schläft. Ist sie in der Box beschäftigt, machen wir die Tür mal zu und wieder auf. Wenn sie aufdreht lotsen wir sie rein, machen die Türe zu und dann legt sie sich meist auch ohne Murren hin und schläft.
Die Befehle hat sie soweit größtenteils sogar drauf, es ist ja auch nicht so, dass ich ihr auf Teufel komm raus alles sofort beibringen will. Wir haben das in Wochen aufgeteilt nach dem Buch "Welpen-Erziehung" von Katharina Schlegl-Kofler.
Die täglichen längeren Spaziergänge sehen folgendermaßen aus: Wir fahren auf ein Feld in der Nähe oder gehen hier direkt bei uns in den Park. Sie kann freilaufen und trifft auf dem Feld auch auf andere Hunde, denen sie jedoch zögerlich gegenübertritt. Ansonsten spielen wir meistens etwas mit dem Ball und lassen sie sich ansonsten frei bewegen, wenn sie sich hinsetzt und/oder offensichtlich geschafft ist beenden wir den Spaziergang. Sollte Sie mal irgendwo schnuppern und wir laufen weiter kommt sie entweder sofort von selbst zu uns gelaufen oder wir üben zwischenzeitlich das Abrufen mit "Hier" was auch super funktioniert.
Heute war ich mit ihr im Park und da sie nicht sonderlich Lust hatte zu laufen, haben wir ein wenig Suchspiel mit Leckerlis (5x) gemacht und sind dann wieder nach Hause gegangen.
Heute ist ein super Bespiel. Nachdem ich mit ihr wieder in die Wohnung kam, war sie auf 180. Die Beißerei ergibt sich ja nicht nur aus dem Spiel sondern auch, wenn ich ihr etwas untersagen will, und sie bspw. von der Tischkante schiebe. Wenn ich sie wie vorgeschlagen beruhigen möchte, beißt sie ununterbrochen.
Nehme ich ihr das Spielzeug weg, sucht sie sich irgendwas anderes womit sie Klamauk machen kann, ein Nein und wegnehmen interessiert sie dabei überhaupt nicht. Sie rennt ununterbrochen durch die Wohnung auf der Suche nach was auch immer man zwischen die Beißerchen nehmen kann.
Ich habe ihr eben ihr Fressen gegeben und nun liegt sie auf meinem Schoß und schläft... Endlich...Sie kommt tagsüber auf vllt 5-7 Stunden Schlaf, wenns hochkommt. Ich weiß, dass das zu wenig ist, aber ohne Sie in die Box oder auf meinen Schoß zu setzen, wird sie nicht ruhig.
Ich habe irgendwie das Gefühl wir müssten nochmal von vorn anfangen. Zunächst glaube ich, sollten wir sie an IHREN Platz gewöhnen, in unserem Fall die Box. Wie konditioniere ich das "Auf deinen Platz"? Dann fehlt definitiv das "Nein", oder macht es Sinn da jetzt noch einen anderen Begriff/Laut/Signal einzuführen, da man "Nein" ja auch so häufig benutzt? Wie kann ich ihr ein wirksames "Nein" o.ä. verklickern?
Ich denke ich werde die nächsten Tage, das Programm zurückfahren und versuchen einige Tipps umzusetzen:
- die große Runde dann nur noch 20-25 Minuten und ohne große Überei etc.
- bei zu wildem Spiel mit mir, Spiel abbrechen, notfalls den Raum verlassen/ignorierenWie gesagt die größten Fragezeichen bei mir/uns sind, wie wir sie dazu kriegen mal von selbst abzuschalten, weil ich auch kein Fan von der Idee bin, sie immer in ihre Box "sperren" zu müssen und wie sie lernt, ein Nein/Verbot zu akzeptieren.
Ich danke euch wirklich von ganzem Herzen für die Hilfe!!!

Viele liebe Grüße!
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Zitat
Hallo ihr Lieben,
In der Gestaltung des Tages (inkl. 30-60 Min. "Spaziergang") haben wir uns an den Sonntagen orientiert, an denen wir bisher zweimal in der Welpenstunde waren und nach denen Nele immer platt war, den ganzen Tag.
Ich habe häufiger gelesen, dass man den Welpen nicht unter- aber auch nicht überfordern soll, aber bei ihr ist dieser Grat echt schmal. Und ich weiß wirklich nicht, wann es eventuell zu viel und wann zu wenig ist, weil ihr aufgedrehtes Verhalten immer gleich ist.Hallo,
Dein Welpe ist völlig normal!!
Du musst bedenken, dass sie vor kurzem noch ihre Geschwister zum Toben hatte, das vermisst sie natürlich.
Wie Du oben selbst geschrieben hast, ist sie "platt", wenn sie in der Welpenstunde war und spielen konnte.Ich habe gerade gestern dazu 3 lange Beiträge geschrieben.
Vielleicht magst Du mal lesen, es haben ja alle Welpenbesitzer die gleichen Probleme.Die Vorschläge, Welpen in eine Box zu tun oder auf den Platz zu schicken, finde ich etwas....naja. In dem Alter bleiben sie nicht auf ihrem Platz.
Hier auf Seite 3 findest Du die Beiträge.
https://www.dogforum.de/welpe-beisst-a…t160069-20.html -
Zitat
- bei zu wildem Spiel mit mir, Spiel abbrechen, notfalls den Raum verlassen/ignorieren
Am besten nicht nur notfalls ignorieren, weil wenn du ihr dann noch Beachtung schenkst, sie knuddelst oder sonstiges, dann verknüpft sie zu wildes Spielen mit Knuddeln. Lass sie erstmal runterfahren und mach alle Türen zu, damit sie nicht abhauen und überdrehen kann.
Du schaffst das schon, ich hab hier auch einen kleinen (teils anstrengenden) Wauz sitzen
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