• " Nele schläft nachts durch, tagsüber jedoch gar nicht, außer ich stecke sie in die Box. Dort geht sie aber auch selten allein rein um zu schlafen."


    Bist du dir da sicher das sie ihre Box mag?!

  • Zitat

    Ich habe häufiger gelesen, dass man den Welpen nicht unter- aber auch nicht überfordern soll, aber bei ihr ist dieser Grat echt schmal. Und ich weiß wirklich nicht, wann es eventuell zu viel und wann zu wenig ist, weil ihr aufgedrehtes Verhalten immer gleich ist.

    So schmal ist der Grat gar nicht. Ihr bewegt Euch derzeit eben dauerhaft in der roten Zone der Überbeschäftigung. Es dauert mehrere Wochen bis ein Hund sich davon erholt hat.

    Ich habe derzeit einen 5 Monate alten Border Collie. Der kann noch kein Sitz, Platz hat er noch nicht mal ansatzweise was von gehört. Spaziergänge sind zu 80% Rumgelatsche mit schnuppern. Da gibt es mal ein Abbruchsignal, wenn es anfällt und wir üben, dass er auf den Wegen bleibt. Und ab und zu seinen Namen. Rückruf übe ich so alle zwei bis drei Tage. Hetzen üben wir nie. Dafür übe ich dauernd, dass er sich ruhig verhält. An der Leine, wenn ich ihn anbinde, Zuhause, im Auto, wenn wir vor dem Supermarkt stehen, wenn wir in der einsamen Pampa stehen, wenn Leute um uns stehen mit oder ohne Hund. Und er ist ruhig.

    Spaziergänge haben höchstens mal eine Länge von einer halben Stunde, zwei Mal täglich. Wenn der Tag vorher aufregend war (Hundeschule z.B.), dann gibt es manchmal nur einen und nur rumhängen und nichts tun.

    Abgesehen von der mentalen Überlastung ruinierst Du mit soviel Programm übrigens auch die Knochen. Der Körper beginnt früher als vorgesehen das Knochengerüst zu verfestigen, was dann in einigen Jahren (wenn Du es längst vergessen hast) zu schmerzhaften Arthrosen führt.

    Viele Grüße
    Corinna

    Viele Grüße
    Corinna

  • Zitat

    Hetzen üben wir nie. Dafür übe ich dauernd, dass er sich ruhig verhält. An der Leine, wenn ich ihn anbinde, Zuhause, im Auto, wenn wir vor dem Supermarkt stehen, wenn wir in der einsamen Pampa stehen, wenn Leute um uns stehen mit oder ohne Hund. Und er ist ruhig.

    Viele Grüße
    Corinna

    Super, dass Du das auch noch mal aufgreifst. Ich hatte es auch geschrieben, aber war unsicher ob es wirklich aufegenommen wurde. Die Ruhe lernen ist wirklich soooooooooooooooooo immens wichtig bei so einem Hund. Ich habe es etwas zu wenig geübt, habe aber den Welpen drinnen gar nicht aufgedreht und hauptsächlich hat sie geschlafen. Trotzdem hätte ich noch gezielter Ruhe üben müssen. Das tue ich noch heute, eben weil ich es früher etwas zu wenig bewusst geübt habe.

    Vielleicht klingt das komisch für einen Hundeanfänger, aber es ist für Hunde die zum Arbeiten gemacht wurden u zum Hochdrehen neigen wirklich die grundlegendste Lektion in ihrem Hundeleben. Nimm es Dir zu Herzen!

  • Hallo,

    ich war einige Zeit nicht mehr hier im Forum unterwegs, aber wollte mich doch mal melden und erzählen, wie es uns mit Nele ergeht, oder ihr mit uns :D

    Wir haben das ganze Programm zurückgeschraubt und es läuft gut. Sie hat gelernt und lernt immer noch, dass es Zeiten gibt, in denen sie den Schnabel zu halten hat und wir merken, dass sie das auch selbst genießt und sich nun auch mal von allein hinlegt und schläft/relaxt, wenn sie merkt, dass sich niemand mit ihr beschäftigt.
    Außerdem beschränken wir uns mehr auf Kopfspiele als auf körperliches Spielen. Ich verstecke Leckerlies und lasse sie suchen, oder sie bekommt ihren Kong oder ein "Intelligenzspielzeug", meistens jedoch beschäftigt sie sich mit Knabberzeug bis sie müde ist, sei es nun eine Möhre oder ihr Kauknochen.

    Unser Programm sieht nun so aus: morgens (gg. 6:30) kurz vor die Tür, dann fressen und nochmal schlafen; dann stehe ich gegen 9 auf, dann nochmal kurz raus, wieder rein und ab an den Kauknochen und wieder schlafen; wenn sie dann wach wird, gehen wir meist hier in den Park und üben die Dinge vom Samstag aus der Hundeschule (immer nur die eine Sache, die wir in der Hundeschule gemacht haben), lassen sie aber auch freilaufen und mit anderen Hunden spielen, das Ganze dauert so 20-30 Minuten, dann gehen wir wieder rein, sie bekommt eine Möhre o.ä. und schläft dann wieder. Gegen 2 gibt es die Mittagsration an fressen usw.

    Also alles ist recht ruhig und spiegelt sich auch in ihrem Verhalten wieder. Wenn ich merke sie wird quirlig, setze ich auch wieder weniger auf körperliche Zerrspiele sondern eher auf eine Übung wie Platz, Steh oder Bleib, aber natürlich alles in Maßen.

    Also es klappt und das ist auch auf viele eurer Tipps und Erfahrungen zurückzuführen. Vielen, vielen Dank dafür!

    Liebe Grüße,
    Lotte.

  • Klasse!

    Das hört sich super an und man freut sich immer dann später noch mal etwas von der Entwicklung zu hören! Und toll, dass Du so schnell den Dreh rausbekommen hast, was gut für Hund und Dich ist! Weiter so!

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