Hunde verkleiden, Mäntel anziehen - Sinn oder Unsinn?
-
-
Zitat
Ja aber da sind wir uns doch alle total einig, dass wir es alle nicht gut finden, wenn Hunde zur Menschlichen Beglückung Schleifchen Schühchen Nagelllack Kleider Pyjamas und sonstigen Schnickschnack DAUERHAFT tragen!!!
Oder etwa nicht?
Ich hätte das auch gedacht, aber es gibt ja offenbar auch Gegenmeinungen, die überflüssig angezogene und gefärbte Hunde süß finden und sich nicht daran stören, wenn der Hund seine Ablehnung zeigt, weil er nicht knurrt, schnappt oder sonstwie wehrt. Und ich finde halt, die Dauer ist relativ egal. Ich setze mein Tier nicht zu meiner Belustigung einer negativen Situation aus, genauso wenig wie meinen Mann oder Kinder.
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
hast du hier Hunde verkleiden, Mäntel anziehen - Sinn oder Unsinn? schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
-
Es passt gerade so schön hier rein:
Mein Opihund braucht eigentlich bei nasskaltem Wetter einen Mantel, er friert und das nicht zu knapp. Früher war ihm solch ein Wetter völlig egal.
Es ist also sinnvoll ihm einen Mantel anzuziehen, saublöde nur, dass er es hasst. Er ist damit total unglücklich und somit hat man eine schöne Zwickmühle.
Zwinge ich den Hund, weil ich es ja gut meine und ich finde, er muss den Mantel tragen? Oder lasse ich ihn ohne gehen und er friert, ist aber zufrieden?Soo simpel ist die Frage an sich gar nicht zu beantworten, finde ich, denn selbst wenn es sinnvoll ist, ist es nicht immer gut für den Hund.
Opi und ich haben einen Kompromiss gefunden, mit dem wir beide leben können.

-
Zitat
Ich hätte das auch gedacht, aber es gibt ja offenbar auch Gegenmeinungen, die überflüssig angezogene und gefärbte Hunde süß finden und sich nicht daran stören, wenn der Hund seine Ablehnung zeigt, weil er nicht knurrt, schnappt oder sonstwie wehrt. Und ich finde halt, die Dauer ist relativ egal. Ich setze mein Tier nicht zu meiner Belustigung einer negativen Situation aus, genauso wenig wie meinen Mann oder Kinder.
Oooder man bringt es ihm anständig und für ihn mit Freude bei - so dass es für ihn nicht negativ ist. Ich meine, ich schränke ja Pimpfi auch so ein, dass sie keine Sch... frisst oder Enten jagt, obwohl das ja zum Hundisein gehört. Das ist für sie auch negativ - ich kann es aber positiv umdrehen.
Für mich ist nicht der Punkt, ob z.B. Ohrenpopeln oder ihr in den Fang fassen negativ ist, sondern, ob ich es positiv belegen konnte, so dass es nicht mehr negativ ist. Weisst wie ich meine?Nochmal zm Pudel: ich probiere auch gerade den Puppyclip für mein Pimpfi aus. Sie hat wesentlich längeres Fell als sonst - ist ja auch Winter und so braucht sie hier kein Mäntelsche - aber ich mag die Optik dieser Pudelfrisur und das ist mein Geschmack - mache es also zu meiner Belustigung. Weil die Ohren und der Pony so lang sind, trägt sie Zöpfchen, weil sie sich sonst die Haare frisst und damit die Ohren belüftet sind und... nicht zu vergessen, weil es mir gefällt.
Wenn ich ihr Zöpfchen mache, pennt sie ein. Sie mag es, wenn man an ihr rumpopelt, ist für sie eine Art Fellpflege-Schmusestunde. Ich glaube, weil ich als Pudelbesitzer so viel an meiner rummachen muss, ist unsere Bindung besonders gut. Trotzdem würde ich sie nicht färben - das geht für mich zu weit.
-
Zitat
Egal, typische Dogforum diskussion. Wir werden uns nicht mal auf Grunddefinitionen einigen können (z.B. was ist 'artgerecht' und wie sieht das aus?) und ich habe keine Lust ständig inkorrekt zitiert zu werden, deshalb sage ich hier mal 'Tschüss'.

Schade...kikt1 ist ja schon weg. Aber ich finde gerade das Hervorgehobene sehr wichtig.
Denn JA! Wir werden uns nie einigen können was artgerecht ist...gibt es dafür überhaupt eine Grunddefinition von den Hunde-Spezialisten?
Woher soll der Mensch jemals wissen können was "artgerecht" ist? Wo soll man da anfangen und wo aufhören?
Zumal es so viele Hunderassen gibt...man müsste in der heutigen Zeit sogar von "rassegerecht" sprechen.Ich stimme agil voll zu: Wir Menschen rechtfertigen oft unser Handeln indem wir mit dem Finger auf andere zeigen und sagen: aber der macht es ja noch schlechter.
Ich würde mir wünschen, dass einige Kritik auch einfach mal stehen lassen könnten, einfach mal nachdenken und über seine eigenen Handlungen zweifeln anstatt sofort in die Defensive oder noch schilmmer in die Offensive zu gehen.
Ich fasse mal für mich zusammen:
- Faschings-, Halloweens-, Frisör/Styling-, Verpackungs-, Mützen-Kostüme: Unsinn, kann aber nett anzuschauen
sein
- K9-Geschirre, Mäntel, Decken: Semiunsinn (je nach Ursache)Eine Situation aus Jills Leben: Als Jill die Milchleisten-OP hatte (im Januar), hat sie ein XXL-T-Shirt anbekommen um die Nähte unter dem Bauch sauberzuhalten. Klar sah sie mit dem T-Shirt knuffig aus. Jill ist es auch wirklich total wumpe, ob sie ein Kleidungsstück trägt oder nicht.
Aber sicherlich jeder dritte, hat die Nase gerümpft und einige meinten sogar laut zu ihrem Bekannten: "Schau mal, schon wieder so eine, die ihren Hund verkleidet."Das ist sehr schade....ich fänd es schön, wenn man erst denkt und dann spottet

-
Falbala
Wenn man es schafft, egal welchen Blödsinn für einen Hund positiv zu belegen, ist es ja in Ordnung. Eben alles, solange der Hund sich wohl fühlt oder eben aus gesundheitlichen Gründen 'durch muss'.
Meine Katzen mögen auch keine Trichter, und mein Kater hat nach seiner Zehenamputation tagelang sooooo gehumpelt (wenn man OFFEN hinsah), und trotzdem musste der Verband dranbleiben (ich hatte mir extra rotes Klebeband gewünscht, weil's an seinem Fell schicker aussah als das blaue....).Es spricht nichts dagegen, den Look seines Hundes zu mögen, wenn frisieren/Fellarbeit sowieso nötig ist, wie eben beim Pudel. Aber ANGENEHM für den HUND muss es sein. Wenn deine Lütte beim Flechten einpennt, ist es doch gar kein Problem.
Ich kann Ingajills Definition fast vollständig zustimmen:
Zitat
- Faschings-, Halloweens-, Frisör/Styling-, Verpackungs-, Mützen-Kostüme: Unsinn, kann aber nett anzuschauen
sein wenn es dem Hund wirklich nichts ausmacht und er es nicht nur 'erträgt'
- K9-Geschirre, Mäntel, Decken: Semiunsinn (je nach Ursache)Ach, und was das Enten jagen und Kot fressen angeht - natürlich schränkt das ein Tier in gewisser Weise ein, aber wir sind halt nicht allein auf dem Planeten, und diese Verbote haben ja einen Sinn, nämlich die Rechte der Enten und das Vermeiden von Krankheiten. Also eine andere Baustelle, wie ich finde.
-
-
Zitat
Ich kann Ingajills Definition fast vollständig zustimmen:Den Zusatz finde ich sehr gut

Ich denke, der Zusatz ist auch gerade das Problem (das mit dem "nichts ausmachen").. :
Das reden sich viele Menschen bestimmt schön und andere reden es sich wiederum schlecht.Hier im DF wollen alle das beste für ihr Tier (behaupte ich jetzt einfach mal voll dreist).....und manche sind halt kritischer als andere.
Siehe (ich weiß gar nicht mehr wie das Mitglied hieß....Gedächtnis wie ein Sieb) den Weihnachtsthread...wo ich einfach nur eine nette Idee starten wollte und als erstes wurde gepuntert, dass da nichts tolles dran sei....darum ging es mir in dem Moment aber gar nicht. Omma lag halt süß da: Mütze auf´m Kopp und Adventskranz hin, KNIPS...war es das beste für Jill? Nein...das beste für Jill wäre es gewesen, Leckerli rin in Mund und schlafen lassen (behaupte ich nach langjähriger Erfahrung mit meinem Hund)
Böse Zungen könnten sagen: Mein Hund hat sich an meinen ganzen Firlefanz einfach so gewöhnt...sie lässt es halt über sich ergehen

Fazit: Man kann sich mit Worten alles passend reden

-
Ich gehe da ja sogar noch einen Schritt weiter: Ich finde es nicht schlimm, mit dem Hund auch mal die Dinge zu tun, die im ersten Moment nicht superbegeistert angenommen werden. Maja hat ziemlich viel Kappes mit mir durchgemacht, nicht alles fand sie immer toll, an manchem hat sie Gefallen gefunden, manches hat sie "ertragen" gelernt. Das hat mir und ihr das Leben sehr viel einfacher gemacht, als es dann mal um Dinge ging, die sein mussten und die sie beim besten Willen nicht mochte. Der Trichter nach der OP. Der Verband nach der Ballenverletzung. Das Lätzchen beim zerkratzten Hals. Die Schuhe an allen vier Pfoten bei den Allergieschüben. Bei solchen Sachen fragt das Leben nicht, wie sich der Hund gerade damit fühlt, da muss es einfach sein.
Und ich ganz persönlich bin der MEinung, dass es dann besser ist, einen Hund zu haben, der solche Aktionen kennt und zu akzeptieren gelernt hat, als dann unter Dauerstress zu stehen und zu versuchen, das alles loszuwerden, weil das ja so unangenehm ist. Majas Leben ist definitiv entspannter als das der Hunde, die dann absolute Panik schieben, weil sie das ja nicht kennen und es ihnen Angst macht.
Das Leben ist kein Ponyhof. Ich kann nicht immer alles, was nicht toll ist, von meinem Hund fernhalten. Aber ich kann ihn dahingehend trainieren, dass er solche Momente meistern kann (egal ob das blöde Menschen, aggressive Hunde oder eben ein angezogener Trichter sind).
-
Zitat
Das Leben ist kein Ponyhof. Ich kann nicht immer alles, was nicht toll ist, von meinem Hund fernhalten. Aber ich kann ihn dahingehend trainieren, dass er solche Momente meistern kann (egal ob das blöde Menschen, aggressive Hunde oder eben ein angezogener Trichter sind).
Das stimmt....wobei sich beim Trichter auch die Geister scheiden, oder?
Da gibt es richtige Hasstiraden auf Leute, die einen Trichter bei ihrem Hund nehmen......da wird man auch mal als Tierquäler beschimpft
-
Zitat
Das stimmt....wobei sich beim Trichter auch die Geister scheiden, oder?
Da gibt es richtige Hasstiraden auf Leute, die einen Trichter bei ihrem Hund nehmen......da wird man auch mal als Tierquäler beschimpft
Och, bei dem Stress, den so mancher Hund angesichts eines Trichters hat, ist das sicherlich nicht ganz ohne. Aber da manche Hunde sich durch Bodies etc. jetzt nicht unbedingt davon abhalten lassen, ihre Bauchwunde wieder aufzuknuspern, hat man mitunter ja auch nicht wirklich eine Wahl.
Bei Maja fällt es definitiv nicht unter Tierquälerei. Die trägt Trichter und sonstiges mit einer Selbstverständlichkeit, die auch mich ab und an echt verwundert. Das ist im Regelfall eine kurze Phase der Gewöhnung (im Regelfall 5-10 Minuten) und dann hab ich denselben Hund wie immer. Eben weil sie es kennt, dass Frauchen sich schonmal so einen Schmarrn einfallen lässt, der einen evtl. stört, aber nicht umbringt und weil sie gelernt hat, auch damit umzugehen.
-
Ich finde es erstaunlich, wie sehr sich offenbar bei manchen Hunden die Akzeptanz etwas zu "tragen" -ob nun Mantel, Trichter oder sonstiger Kram- im Alter ändert bzw. ändern kann.
Unser Opi ist da mittlerweile richtig stressanfällig geworden. Früher war dem alles einfach nur egal, wenn es dafür ein Leckerlie gab, war sowieso alles toll.
Insofern habe ich mir früher nie Gedanken darum gemacht. Medizinisch Notwendiges, wie Trichter und co. wurden eh einfach gemacht, man hat da ja nunmal tatsächlich keine Wahl...und ein bissel lustiger Kram ist zwar nicht notwendig, aber wenn Hund "mitmacht" sehe ich da kein Problem....es gibt ja schließlich auch "Spaßvögelhunde", die für jeden Gag zu haben sind.Ebenso erstaunlich finde ich, wie unterschiedlich die Toleranzgrenzen geworden sind: Trichter, die ja echt viel blöder sind, als ein gut sitzender Mantel, sind ihm -zumindest noch- eher egal...er freut sich nicht, ist aber okay.
Ein Mantel: "Aaaaaah, sie will mich umbringen!"Seniorenhunde sind schon manchmal seltsam, oder?!
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!