Züchter oder nicht, ganz egal!!

  • Bei unserem Bub:
    Medizinisches
    HD-Untersuchung: 120€
    HD-Auswertung beim Gutachter:45€
    PRA & Katarakt: 50€
    gesamt 205€

    Mitgliedschaft im zuchtverband: 50€ / Jahr
    ZTP:20€
    Fahrt dahin: 100€
    eintrag in die Ahnentafel:40€
    Gesamt 210€

    So nun ist der Bub ein Rüde der zur Zucht zugelassen ist aber mehr auch nicht. 425€ bis hier her

    Jede Ausstellung um den Rüden bekannt zu machen kostet dann Meldegebühren. Pro Ausstellung 45-75€ dazu 100€ Benzin im Durchschnitt. Eine Saison die Großen Ausstellungen mitnehmen reicht nicht int Champion zu werden also sagen wir mal 3 Jahre durchziehen vom Welpen an also vielleicht 20 Ausstellung Minimum sind wir bei 3000€ ohne Übernachtungen. Aber da ja ZTP mit 15 Monaten mal nur 1,5 Jahre somit 1500€ Aufnahme im Deckrüdenregister jährlich 40€.

    Vor dem Deckakt dann nochmal beim TA durchchecken das sich das Mädel auch nix einfängt 60€...

    Eventuelle weite Gentests die nicht vorgeschrieben sind aber sinnvoll sind wie VwD oder NE dazu vielleicht noch nen Farbgetest. Da sind wie nochmal bei 250€ mehr

    Achja und so ein Pudel der ausgestellt wird braucht Pflege. Auch wenn man es selber macht 50€ kommen da im Monat auch wenn man es runterrechnet zusammen Somit 600€ im Jahr, ZTP mit 15 Monaten also bis dahin nur 750€

    Ok also
    für das ganze Formelle 425€
    Ausstellerei ohne Übernachtung 1540€
    TAcheck 60€
    Gentests 250€
    Pflege 750€

    also gute 3000€ und dann stellt sich die Frage wie oft ein normaler Rüde denn überhaupt deckt...

  • Meine beiden Hunde habe ich auch von privat, und sie haben keine Papiere.
    Ich habe beide Male nicht unbedingt einen Welpen gesucht, trotzdem bekam ich sie recht jung (mit 14 Wochen und knapp 5 Monaten).
    Na ja, ich habe wohl Glück gehabt. Beide Hunde sind kerngesund, und das bei Rassen, die gerne mal als "Qualzucht" bezeichnet werden (Mops und EB).
    Es mag Glücksache sein, dass es gut ausging, aber ich bin sooo froh, genau diese beiden Hundeseelen an meiner Seite zu haben. Aufgrund meiner bislang nur positiven Erfahrungen würde ich, denke ich, wieder einen Hund von privat übernehmen, gerne auch aus dem TS.

  • Zitat

    ... und dann stellt sich die Frage wie oft ein normaler Rüde denn überhaupt deckt...


    Darf ich ma (weil ich mit/von sowas aber auch ma gar keine Ahnung habe) fragen, was denn da so an "Deckungsgeld/Deckprämie" (Oder wie auch immer das genant wird. :smile: ) fällig wird?

  • Kommt auf die Rasse und da dann noch auf den Rüden an. Geht von 300€- 1800€ und auch noch mehr bei ganz besonderen Exemplaren.

  • @ Muttsche:

    Der Hund ist klasse, ich hätt auch 200 Euro mehr gezahlt, keine Frage! =)

    @ the rest: ABER ich stelle einfach infrage, ob ein Modehund wirklich bis zu 1600 Tacken kosten muss, grad weil die immer genannten Kosten ja sooooo hoch sind (wer weiss das schon wirklich ausser einem Züchter selbst, vllt gibts da auch Preisabsprachen?)


    Und bei uns grad deshalb, weil diese Kosten entfallen sind und die Wurfstärke im 2stelligen Bereich lag. Kann sich ja jeder selbst ausrechen.
    Hinterher ist man immer schlauer. Und wenn ich mich verarscht fühle, ist das einfach mein Empfinden, trotzdem geb ich den Hund nicht wieder her, Geld hin oder her.
    Aber hier gleich Häme auszugiessen, nur weil man eine andere Meinung vertritt, finde ich doch echt :ugly: .

  • Ob es natürlich billiger ist den eigenen Rüden zu nehmen wage ich zu bezweifeln. Bis man den impft, entwurmt und ein Jahr durchfüttert (was bei einem GR ja auch nicht zu verachten ist) könnte man auch zu einem anderen fahren ;)

    Speziell zum GR kann ich mich nicht äußern, aber bei den Terriern hat man - so alles gut geht, keine Komplikationen auftreten - eine durchschnittliche Wurfstärke von 5 Welpen. Zudem oft weite Wege für den richtigen Rüden, da macht man nicht den großen Reibach...

  • Das Kernproblem des Vermehrens ist durchaus liegt durchaus tiefer, als du annimmst, sonst hättest du diesen Thread nicht gestartet.

    Es geht keineswegs darum, dass Mischlinge oder Rassehunde, ohne Ahnentafel, weniger wert sind, als Hunde vom Züchter!
    Jeder Hund ist gleich liebenswert.

    Die sinnlose Produktion von Hunden zieht große Kreise, viel Leid mit sich.
    Schau auf die verschiedenen HP's einiger Tierheime, dort sitzen am meisten Mischlinge oder Rassehunde ohne Ahnentafel.
    Warum ist das so?
    Hast du dich das einmal gefragt?

    Abgesehen von gesundheitlichen Aspekten, wie z.B. HD, ED und anderen Krankheiten, geht es auch um die Wesensfestigkeit, Elterntiere dürfen z.B. keine Aggressionen, große Unsicherheiten, Ängstlichkeit zeigen.

    Wie gehen Vermehrer vor?
    Sie nehmen eine Hündin, lassen diese in der Regel von einem x-beliebigen Rüden decken, ohne zu wissen, ob einer von beiden vielleicht schwere HD oder andere Erbkrankheiten hat, ob es unter den Vorfahren Aggressions - oder Angstverhalten gab usw.
    Dann wiederum werden paradoxe Rassen verpaart, menschenfreundliche und gegenüber fremden Menschen zurückhaltende Rassen, es werden Hüte - und Jagdhunde verpaart, was schwerwiegende Folgen auf die Charaktereigenschaften haben kann.

    Viele Vermehrer haben keine Ahnung, wie man Welpen richtig aufzieht, sie auf die ersten Umweltreize vorbereitet...
    Oft haben diese Welpen nur einen Stall, die Garage, den Garten oder eine Holzhütte kennengelernt, jedoch nie einen Staubsauger, fremde Menschen, Autos, einen Regenschirm oder Sonstiges.
    All diese Versäumnisse können dem Hund das Leben schwer machen, da einige Hunde Versäumtes nie nachholen können und ein Leben lang gegenüber bestimmten Dingen Meideverhalten zeigen.
    Ebenso gibt es paradoxen Charaktereigenschaften, die bis zu Aggressionsverhalten führen können.

    Oft ist der Mensch mit solchen Verhaltensweisen überfordert.

    Viele Vermehrer versuchen ihre Welpen schnellstmöglich an den Mann zu bringen, ohne nachzufragen, wie die Lebensumstände der zukünftigen Welpenbesitzer überhaupt aussehen.
    Ein Anruf, eine Mail genügt, der Kunde kann kommen, das Geld auf den Tisch legen und den Welpen mitnehmen.
    Nicht selten sind solche Welpen schon komplett verwurmt, Durchfall erkrankt und ungeimpft abgegeben worden, manchmal vor der vollendeten achten Lebenswoche.

    Niemand kann nachweisen, wie oft, in welchen Zeitabständen die Hündin belegt wurde und werfen musste.
    Genau an diesem Punkt gibt es auch viel Leid.
    Jeder Wurf = Geldquelle

    Viele Welpenkäufer neigen zu Spontankäufen von günstigen Welpen, man schaut sich die Kleinanzeigen diverser Internet-Portale an, fährt los und holt einen, ach so süßen Welpen...
    Viele gehen nach Aussehen, beschäftigen sich kaum mit Rasseeigenschaften, Hundeerziehung, Welpenverhalten.
    Zu Hause kommen dann Fragen auf, "mein Welpe beißt und schnappt, pinkelt ins Haus und hört nicht auf "nein"....
    Der Vermehrer hilft den Welpenbesitzern sehr oft nicht in der Anfangsphase, steht nicht für Fragen und Hilfe den Neulingen zur Seite, sie fragen dann verzweifelt in Foren nach.
    Da kann man noch froh sein, dass sie wenigstens dann fragen und sich Infos einholen.

    Einige lassen es erst so laufen, bis die Probleme ernster werden und sie dann überfordert sind...
    Der einst so süße Welpe, der damals nur ins Haus gepinkelt hat, zeigt plötzlich Jagd - oder Angstverhalten, pöbelt Passanten an, ist schwer an HD erkrankt, oder, oder, oder....

    Nein, soooo hatte man sich das aber nicht vorgestellt.
    Was man billig und schnell erworben hat, einem nur noch zur Last liegt, nervt und Unmengen Geld kostet (Tierarzt, Hundetrainer...), wird auch schnell wieder abgegeben.
    Schau z.B. bei Ebay in die Kleinanzeigen oder in die Tierheime, lies dir die Abgabegründe durch und woher diese Hunde ursprünglich kommen.

    Es gibt 1000de Schicksale von Vermehrerhunden, allein schon hier im Forum könnte man ein Buch darüber schreiben.

    Was ist anders beim seriösen Züchter?
    Unabhängig von einer recht strengen Zuchtordnung, die Sinn macht:
    Er sorgt für eine gute Prägung der Welpen, zieht sie nicht in einsamen Ställen, Garagen oder Gartenhütten auf, er bereitet sie ein wenig auf das Leben vor.
    Er gibt niemals einem potenziellen Welpenkäufer eine Zusage per Anruf, per Mail oder SMS.
    Jeder mögliche Käufer sollte vorstellig werden.
    Ein guter Züchter möchte etwas über die Lebensumstände der zuküntigen Hundebesitzer wissen, verschafft sich einen persönlichen Gesamteindruck.
    Hat derjenige überhaupt Zeit für einen Hund?
    Er klärt über die Rasseeigenschaften auf.
    Er steht mit Rat und Tat dem Käufer bei Fragen zum Welpen zur Seite, ist Ansprechpartner über die Abgabe hinaus.
    Viele würden den Hund auch u.U. wieder zurücknehmen, wenn es zur Abgabe kommen müsste.

    Die meisten Vermehrer interessiert das alles herzlich wenig, klar gibt es auch nette Vermehrer, die sich Mühe mit den Welpen geben, aber die gesundheitlichen Voraussetzungen können sie in keinster Weise erfüllen, da sie nichts über die Ahnen wissen.

    Da die Tierheime voll genug sind, daher sollte man Vermehrer nicht unterstützen.
    Es liegt zu viel im Argen.

  • Zitat

    @ Muttsche:

    Der Hund ist klasse, ich hätt auch 200 Euro mehr gezahlt, keine Frage! =)

    @ the rest: ABER ich stelle einfach infrage, ob ein Modehund wirklich bis zu 1600 Tacken kosten muss, grad weil die immer genannten Kosten ja sooooo hoch sind (wer weiss das schon wirklich ausser einem Züchter selbst, vllt gibts da auch Preisabsprachen?)


    Und bei uns grad deshalb, weil diese Kosten entfallen sind und die Wurfstärke im 2stelligen Bereich lag. Kann sich ja jeder selbst ausrechen.
    Hinterher ist man immer schlauer. Und wenn ich mich verarscht fühle, ist das einfach mein Empfinden, trotzdem geb ich den Hund nicht wieder her, Geld hin oder her.
    Aber hier gleich Häme auszugiessen, nur weil man eine andere Meinung vertritt, finde ich doch echt :ugly: .

    Du sprichst davon das du dich verarscht fühlst weil der Züchter die 300-1800 Euro Decktaxe nicht bezahlt hat, aber du vergisst das ein Deckrüde im eigenen Haus eben auch kostet.
    Lockenwolf hats sehr gut aufgelistet, dein Züchter hat also nichts gespart bei deinem Wurf.

    Und selbst wenn, legen wir das doch mal um. Rechnen wir mit 10 Welpen und einer Decktaxe von 1000 Euro.
    Bedeutet das du dich hier in einem Forum darüber beschwerst das du 100 Euro zuviel bezahlt hast.
    Dazu sag ich mal nix...
    (Wobei, wenn du dein Auto bei nem anderen Händler billiger siehst, beschwerst du dich da auch? Und wie kannst du einerseits behaupten das du dich verarscht fühlst und gleichzeitig sagen das du auch 200 Euro mehr bezahlt hättest?)

    Modehund? Naja, wenn du nunmal dein Herz an eine Moderasse gehängt hast war dir doch auch klar das du die "Modepreise" bezahlen musst.
    Ich selber habe keine Moderasse und habe 1500 Euro bezahlt. Und das war günstig, denn da mein Rüde nur 1 Hoden hat wurde er natürlich günstiger verkauft. Als "vollständiger" Welpe hätte er 2000 Euro gekostet.
    Yep. Und wie gesagt, keine Moderasse. Gut, ich habe bei einem der größten Züchter gekauft, aber selbst bei einer kleinen "Anfangszucht" liegt der Mindestpreis schon bei 1500 Euro.

    Preisabsprachen gibt es so nicht, es gibt Vereine die intern eine gewisse Obergrenze haben, aber das ist nichts festes. Wenn Züchter A seine Welpen für 500 Euro verkauft ist das genauso okay wie wenn Züchter B für seine Welpen 1000 Euro verlangt. Will ich keine 1000 zahlen muss ich eben nen anderen Züchter suchen.

    Die Auflistung die hier verlinkt wurde ist natürlich nicht allgemeingültig, manche Rassen sind aufwendiger und teurer in der Zucht als andere.
    Und das Herzblut das jeder Züchter in den Wurf steckt, die Zeit die es kostet einen Wurf vernünftig aufzuziehen, die steht da nicht drin. Aber ich bin der Meinung das es das sollte. Die Nachtwachen, das Zufüttern alle 2 Stunden wenn die Mutterhündin es nicht alleine schafft, die Zeit und Kraft die das ständige Saubermachen kostet. Das alles sollte auch in dieser Liste stehen, mit dem Stundenlohn einer Putzfrau.
    Aber das steht da nicht, aus dem einfachen Grund das sich dann niemand mehr einen Welpen leisten könnte!
    Das ist alles Zeit und Herzblut die der Züchter und seine ganze Familie aus Liebe zum Hund investiert.

    Wir sind Hin und zurück 7 Stunden gefahren, 1mal nur zum Angucken, 1 weiteres mal zum Abholen. Sollte ich nun dem Züchter den Benzinpreis in Rechnung stellen? Abziehen vom Kaufpreis?
    Käme mir niemals in den Sinn, ebensowenig wie zu sagen "Ich fühle mich verarscht, denn bei Züchter A hätte ich nen vollständigen Welpen für 1500 Euro bekommen!" Ist doch unsere eigene Entscheidung zu kaufen wo wir wollen und das mit allen Konsequenzen.
    Ich wollte einen Welpen von einem der besten Züchter. Und mein Arren ist jeden Cent wert, er ist genauso wie ein Miniatur Bullterrier sein soll, ein Abbild des Rassestandards und ein Sonnenschein.
    Wesensmäßig schlägt er nach seiner Mutter, optisch kommt er nach seinem Vater. Und das weiß ich weil ich eben einen seriösen Züchter gewählt habe, an den ich mich mit jeder Frage wenden kann und der mir schon beim ersten Anschauen sehr viel über seine Hündin und die Rasse allgemein erzählt hat. Diese Infos aus erster Hand allein sind schon Gold wert! Soviel Wissen findet man in keinem Buch, egal wieviele man liest. Und auch diese Tipps und Informationen sind Service, sozusagen im Preis enthalten.

  • Diese pauschaldenken ist furchteinflössend.

    Habe nur den Starttext gelesen - auwei....

    Ich hatte auch Pech, hatte laaange geplant, mich mit der Rasse auseinandergesetzt. Mein Hund war krank, das ist die Natur, meine Güte das gibt es halt!

    Trotzdem nehme ich - wenn ein Welpe - einen vom Züchter. Aber als Erste Wahl doch lieber Tierschutz :) Das habe ich nämlich dazugelernt. Ich gebe denen ein Zuhause, die es schon länger gibt.

  • Erschreckend wie hier manche Hunde ganz schnell nur noch als Ware betrachtet werden......
    200 Euro hin oder her... wird bei der nächsten Tierarztrechnung auch verhandelt? Überlegt, ob ne erlösende Spritze günstiger kommt als ne rettende OP?

    Ja, überspitzt gesagt, aber es hat echt den Anschein....

    Die Preise seriöser Züchter sind gerechtfertigt. Wer diese nicht akzeptieren will wird nicht gezwungen, dort zu kaufen. Wer eine "Moderasse" will, der muss damit leben - oder eben nicht. Es geht doch um Lebewesen, oder nicht?
    Und wenn ich mir einen Hund nicht leisten kann, dann sollte man sich den Traum ganz abschminken. TA-Kosten übersteigen den Preis um ein vielfaches......


    Wir sind für unseren Welpen auch weit gefahren, drei mal. Nicht, um dem Züchter hinterher die Kosten in Rechnung zu stellen, sondern weil der kleine Wurm uns das WERT war.

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