Züchter oder nicht, ganz egal!!

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    wo der importierte Hund Angst vor Herrchen hat und offenbar auch vom Kind gestresst ist.
    Sowas hätte man bei einem Vorbesuch doch gemerkt, nehme ich an.


    Jep, da gebe ich Dir Recht!
    Bei uns müßte sich der "Neue" allerdings in eine Gruppe einsortieren und das kann man nicht in einem TH "simulieren".
    Als die Lütte dazugekommen ist, hatte ich die Große natürlich auch mit ins TH genommen um ihre Reaktion zu sehen. Diese war aber absolut nicht repräsentativ: Denn aus dem Auto ausgestiegen, erkannt, daß es sich um ein TH handelt und sofort wieder ins Auto zurückgewollt, kein Interesse an irgendwas gezeigt.
    Als das kleine Tier zu Hause "angeliefert" wurde war die Reaktion eine ganz andere.

  • Zitat


    :???: Oder sind rüberholen und herbrigen zwei grundverschiedene Tätigkeiten?

    DinaSPR,für mich sind das Unterschiede.

    Tammy ist mein erster selbstgekaufter Hund. Ich wollte einen Hund aus dem TH und mir war das damals nicht klar das die auch Hunde aus dem Ausland hierherholen und vermittelt werden.Ich habe naiverweise gedacht, das alle Hunde im TH aus irgendwelchen Familien kommen oder beschlagnahmt wurden oder sowas und wusste über die Auslandssituation nur wenig. Mein Herz war verloren und im Grunde war es mir auch wurscht wo der Hund herkam.

    Heute sehe ich das alles kritischer und das es sowas wie Inetbestellungen gibt weiß ich erst seit diesen Bekannten. Die haben sich an eine Orga gewannt und haben den Hund der noch im Ausland im Th saß nur anhand eines Fotos "bestellt".

    Mit Tammy konnte ich wenigstens noch spazieren gehen und mich dort ne Weile bei ihr aufhalten.

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    Mit Tammy konnte ich wenigstens noch spazieren gehen und mich dort ne Weile bei ihr aufhalten.


    Klar, aber in unserer Situation würde ich damit nur ausloten können wie mein Verhältnis zu dem Hund ist - kritischer ist es wenn er sich zu Hause einsortieren muß. Da kann man täglich über monate stundenlang mit dem "Neuen" zusammengewesen sein, wenn die Chemie zu Hasue absolut nicht paßt dann wird da auch nix draus.

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    Klar, aber in unserer Situation würde ich damit nur ausloten können wie mein Verhältnis zu dem Hund ist - kritischer ist es wenn er sich zu Hause einsortieren muß. Da kann man täglich über monate stundenlang mit dem "Neuen" zusammengewesen sein, wenn die Chemie zu Hasue absolut nicht paßt dann wird da auch nix draus.

    Ich zitier mich nochmal selbst:

    Zitat

    Ja, das stimmt schon - komplett ausschließen kann man's nicht. Das 'Nicht-Zurechtkommen' kann ja auch bei einem Welpen eintreten, den man schon mit ein paar Tagen beim Züchter kennen gelernt hat.

    Und das Risiko geh ich halt bei jeder Mehrhundehaltung ein.

  • Die Frage, um die es sich da immer im Kern dreht ist doch, welchen Weg man jemandem kategorisch empfehlen kann, der keine Ahnung hat. Denn hat er Ahnung, kann er alleine laufen, sich angucken wo genau ein Welpe herkommt und vernünftig entscheiden. Wenn er das nicht kann, dann kann man guten Gewissens nur eingetragene Züchter oder örtliche(!) seriöse Tierschutzorgas empfehlen. Alles andere ist mit "Ausfall"-risiko verbunden.

    Zu einem Ups-Wurf kann man jemanden ohne nennenswerte Ahnung nicht lassen, weil auch Ups-Welpen sind süß und Ups-Wurf-Produzenten nicht doof. Er/sie kann also auch vor Ort vermutlich nicht beurteilen, ob die Ups-Wurf-Geschichte hinkt oder nicht. Und noch ein Haken bei Ups-Würfen: Wie oft passiert sowas erfahrenen Hundlern? Imho quasi nicht. Das passiert unerfahrenen Hundebesitzern. Und die "sozialisieren" jetzt Welpen... zusammen mit einer darin ebenfalls unerfahrenen Hündin .. ein idealer Einstand sieht anders aus.

    Zu einem "Liebhaber-Züchter" oder auch freundlichem Vermehrer kann man auch nicht raten, denn auch hier fehlt einfach die Ahnung zu unterscheiden, ist es wirklich ein Mensch der Ahnung hat, was er da tut aber aus irgendwelchen Gründen in keinem Verband ist oder sein kann (Stichwort Rasmo und Co., AHHs und dergleichen) oder einfach ein ignoranter Mensch der meint, wenn zwei Hunde süß sind, dann werden die bestimmt auch gesunde Welpen machen.

    Was bleibt sind eingetragene Züchter und der Tierschutz. Züchter erklären sich von selbst - die haben Ahnung von Verpaarungen, von ihrer Rasse und Co. plus es handelt sich um handfeste Kaufverträge mit entsprechenden Regressansprüchen durch die Käufer. Schon deshalb werden eingetragene Züchter sich hüten, Mumpitz zu produzieren.

    Und es bleibt der Tierschutz. Aber auch da muss man inzwischen erst einmal unterscheiden können zwischen seriös und unseriös und grade die unfassbare Masse an "Hilfe, haben Ersthund aus dem Ausland und der hat unser Kaninchen gefressen/das Kind gebissen/haut ständig ab" macht ja mehr als deutlich, dass man unterm Strich schlicht vom Auslandstierschutz ohne z.B. Betreuung durch ein deutsches Tierheim abraten muss. Also führt der Weg dort dann immer zum örtlichen Tierheim oder wahlweise zu bekannten in Deutschland ansässigen Tierschutzvereinen wie den ganzen Rasse-in-Not-Vereinen und Co.

    So sachlich sehe ich das. Zudem das "Tut mir leid, von uns kriegen sie keinen Hund" eines seriösen Züchters oder auch des ein oder anderen Tierheims sicherlich eine Selektion bewirkt, die für die Hunde eine gute Sache sind. Der Vermehrer sagt natürlich nicht Nein ...

  • Und HD-/ED-Röntgen, Augenuntersuchungen etc. auch noch, gell? Ich hab jetzt grad mal zwei Ausstellungen, eine zur Probe (sieht er aus wie er aussehen soll oder sofort Daumen runter / Gewöhnung an die Situation etc.) für 164 €... drei werd ich noch müssen, zzgl. Arbeitsprüfung, die in Frankreich abgenommen wird, Gesundheitszeugs etc. etc....

    (ich mußte mal das Zitat von S. 8 rausholen -- Ihr seid ja schon viel weiter hier, wollte das aber noch kommentieren..)

  • Zitat


    Zudem das "Tut mir leid, von uns kriegen sie keinen Hund" eines seriösen Züchters oder auch des ein oder anderen Tierheims sicherlich eine Selektion bewirkt, die für die Hunde eine gute Sache sind.

    Definitv nicht richtig, dann dürfte ich auch keine Hunde halten. Single, voll berufstätig
    und lediglich Mietwohnung=völlig ungeeignet einen Hund zu halten. So unser hiesiges
    Tierheim. So kam damals mein erster Hund von einem "Unsere-Hündin-soll-einmal-
    Welpen-haben" Züchter. Heute wäre ich da skeptischer, erwies sich damals aber als
    Wahrheit, die Hündin hatte nur einmal Welpen.

  • Es gibt immer mal Fehler, auch bei TH, aber bei uns hat sich auch schon gezeigt, dass sich schlechte Bauchgefühle bei der Vermittlung oft bewahrheiten und der Hund dann schnell wiedergekommen ist. Deshalb sind viele TH eben doppelt u dreifach vorsichtig - vielleicht dann an manchen Stellen zu sehr.
    Aber - ich hab das schon mal geschrieben - ich fühle mich verpflichtet, den Hunden ein perfektes Zuhause zu suchen, und nicht dazu, den Menschen einen Hund zu besorgen. Das geht nicht gegen dich, dich kenne ich ja gar nicht, aber wenn ich bei einem Interessenten das Gefühl hätte, dass er/sie die nötigen Kriterien im Bezug auf unsere Hunde nicht erfüllt, würde ich das auch so sagen.

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