Daemon ist eingezogen & nun kommen auch die ersten Fragen :)

  • Zitat

    Wie machen es denn andere, die arbeiten gehen ?

    Das habe ich mich auch schon oft gefragt. Wie machen das Leute, die arbeiten gehen müssen?
    Wir haben die Maus jetzt zwei Wochen und wäre ich nicht eh zuhause, da nur mein Mann arbeitet, habe ich mich schon oft gefragt, wie die Wohnung aussehen würde, wäre ich nach zwei oder höchstens vier Wochen (vielleicht auch noch zwei länger wenn man zu zweit ist und die beiden getrennt nacheinander Urlaub nehmen) wieder den ganzen Tag oder auch nur ein paar Stunden unterwegs. Momentan kann ich sie ja kaum die fünf Minuten zum trainieren alleine lassen ohne das sie Blödsinn im Kopf hat.

    Auf die Antworten bin ich gespannt. :D

    Aber warum besorgst du dir nicht ein Babyphon oder eine App fürs Handy oder eine Webcam oder oder oder um zu gucken was da so ab geht wenn du nicht da bist? ;)

  • Das bringt mir ja auch nichts, wenn ich an der Uni bin. Kann schlecht aus dem Hörsaal rennen. Und selbst wenn, ist es eh zu spät, bis ich wieder da bin. ;)
    Ich versuche das mit Humor zu nehmen. Kurz bevor Daemon kam, hat die ganze Familie "Marley und ich" geschaut und wenn ich an den Film denke, weiß ich wieder, dass es mich doch weitaus schlimmer hätte treffen können. ;)
    Außerdem kann man schnell wieder darüber lachen und solche Bilder als Erinnerung zu haben, ist doch Gold wert. :) Ich denke, da werden wir später noch sehr viel lachen, wenn wir sie anschauen und uns an diese Zeit zurück erinnern.

    Zum allein lassen:
    ich habe es so "trainiert", dass ich mit Daemon auf den Flur gegangen bin, wenn ich bemerkt habe, dass er müde wird. Dort habe ich mich neben seine Decke gesetzt und wenn er sich hingelegt hat, habe ich gewartet, bis er einschläft. Dann bin ich leise davongeschlichen und habe die Stubentür nur einen winzigen Spalt offen gelassen, sodass er hereinkommen konnte, wenn er wach wurde. Das ganze Spielchen ging ein paar Mal, dann brauchte ich mich schon gar nicht mehr daneben zu setzen und zu warten, bis er schläft. Stattdessen habe ich ihn auf den Flur gebracht, die Stubentür ganz zu gemacht und dann wieder einen Spalt geöffnet, als er schlief. So war er beim Schlafen immer schon mal 1-2h "allein".
    Nach einem oder zwei Tagen ist er dann schon ab und zu allein raus auf den Flur, wenn er müde war.
    Danach habe ich es gesteigert und habe ihn auch mal allein gelassen, wenn ich zum Bäcker (5-10 Min) gegangen bin oder zum Essen (20-40 Min) etc. (beim Duschen usw. sowieso).
    Naja.. und so hat sich das entwickelt. ^^

    Aber wie man sieht, hat diese Methode auch seinen Preis und ist noch nicht in allen Situationen ganz ausgereift. :D
    Bei mir könnte es aber auch daran liegen, dass Daemon im Prinzip drei "Zuhause" kennengelernt hat (Wohnung vom Studium, Wohnung von Freundin und Haus von Eltern) und sich nur bei meiner Freundin richtig daheim fühlt, wo er auch bisher kaum Unfug angestellt hat. So kommt es mir zumindest vor. Die Situation wird sich zum Glück ab nächsten Monat ändern, aber momentan geht es nicht anders. Andererseits ist es auch gar nicht so schlecht. Er lernt viele Geräusche, Menschen und Tiere kennen, das Leben auf dem Land und in der Stadt..
    Seine Geschwister versuchen hinter Autos und Motorrädern herzulaufen, quasi ein Vorbote vom Autos hüten (?). Damit hat Daemon gar keine Probleme. Bei den vielen Autos, die jeden Tag an uns vorbeirauschen, reizt ihn das gar nicht.

  • Daemon ist mittlerweile 17 Wochen alt, wächst und gedeiht prächtig.

    Aus aktuellem Anlass beschäftige ich mich gerade wieder mit negativer Verstärkung und Bestrafung.
    Eins vorweg- es geht mir nicht darum, den Hund Gewalt anzutun, um ihn sein Fehlverhalten aufzuzeigen, nur habe ich schon viel gelesen und für mein Problem noch keine wirkliche Lösung gefunden.

    Das Problem ist folgendes: in den letzten Tagen war es häufiger der Fall, dass Daemon beim Freilauf bewusst nicht auf mich hörte. Das kann man sich so vorstellen: Er läuft und ich sehe eine Situation kommen, die ich vermeiden will und will ihn zurückrufen (z.B. einen Passanten, den er nicht anspringen soll, oder ein Auto, das auf dem Hof parken will - er hat es aber noch nicht wahrgenommen, sodass es interessanter wäre o.Ä.). Daraufhin rufe ich ihn, er dreht sich rum und schaut mich an, hört aber nicht auf den Befehl, sondern bleibt dort stehen. Es ist also noch nicht unbedingt so, dass er sich etwas anderem widmet, nein- er kommt einfach nicht. Das ist aber nur selten so. In der Regel lässt er sich super abrufen.
    Heute hatte ich zum Beispiel den Fall, dass ich einen Freund verabschiedet habe, er ihm kurz darauf hinterher rannte in Richtung Straße und dann aber an seinem Bein stehen /sitzen blieb. Ich rief ihn, er schaute mich an, aber nichts.. Keine Bewegung, die Aufmerksamkeit trotzdem ganz auf mich gerichtet. Weder freudiges Rufen mit der "wenn-du-jetzt-kommst-gibts-auch-eine-feine-Belohnung-Pose", noch ernstes Rufen mit erhobenem Finger, halfen. Ich weiß nicht, warum er in diesen Situationen nicht hört. Wir hatten das schon mal ganz gut im Griff, dass andere Leute ihn gar nicht mehr interessierten. In der Stadt macht ja jeder zweite irgendwelche Locklaute, wenn man mit einem Welpen vorbeiläuft. Daher habe ich auf dem Campus öfter abends mal trainiert, dass er sich auf mich fixiert und auch keinen anderen Leuten hinterherläuft, bzw. selbst wenn er es macht, abrufbar bleibt. (Der Campus ist wie gemacht dafür- abends ist nicht mehr so viel los und die jungen Leute freuen sich in der Regel über den Kleinen und finden es nicht schlimm, wenn er sie doch mal anspringt.) Das klappt auch, wie gesagt, super für sein Alter, aber jetzt das.

    Nun stelle ich mir die Frage: Was macht man in solch einer Situation? Man muss ihm ja irgendwie verdeutlichen, dass das so nicht geht. Gerade wenn es wirklich mal zu Gefahrensituationen kommt, ist das schon enorm wichtig.
    Jetzt kann ich ihn ja schlecht durch ignorieren "strafen", wenn ich auf ihn zulaufen, ihn am Halsband oder an der Leine nehmen, wieder bis zur zurück holen und anschließend zwei Etagen hochtragen muss. Schimpfen beeindruckt ihn ja in dieser Situation auch nicht wirklich. Klar werde ich in nächster Zeit wieder vermehrt die Abrufbarkeit trainieren, wenn wir draußen sind - am besten mit Klicker. Es sei auch nochmal gesagt, dass ich nichts von Gewalt halte, aber an einer Lösung ist mir schon gelegen. Wie würdet ihr in diesen Situationen vorgehen, bzw. wie handhabt ihr es? Und jaaa, ich weiß, dass es er noch klein ist. ;)

    Daemon hat jetzt übrigens seinen eigenen Fotothread: https://www.dogforum.de/daemons-erster…ad-t161172.html

  • Zitat

    Daemon ist mittlerweile 17 Wochen alt,

    Aus aktuellem Anlass beschäftige ich mich gerade wieder mit negativer Verstärkung und Bestrafung.


    Das Problem ist folgendes: in den letzten Tagen war es häufiger der Fall, dass Daemon beim Freilauf bewusst nicht auf mich hörte. Er läuft und ich sehe eine Situation kommen, die ich vermeiden will und will ihn zurückrufen (z.B. einen Passanten, den er nicht anspringen soll, oder ein Auto, das auf dem Hof parken will - er hat es aber noch nicht wahrgenommen, sodass es interessanter wäre o.Ä.). Daraufhin rufe ich ihn, er dreht sich rum und schaut mich an, hört aber nicht auf den Befehl, sondern bleibt dort stehen. Es ist also noch nicht unbedingt so, dass er sich etwas anderem widmet, nein- er kommt einfach nicht. Das ist aber nur selten so. In der Regel lässt er sich super abrufen.
    Heute hatte ich zum Beispiel den Fall, dass ich einen Freund verabschiedet habe, er ihm kurz darauf hinterher rannte in Richtung Straße und dann aber an seinem Bein stehen /sitzen blieb. Ich rief ihn, er schaute mich an, aber nichts.. Weder freudiges Rufen mit der "wenn-du-jetzt-kommst-gibts-auch-eine-feine-Belohnung-Pose", noch ernstes Rufen mit erhobenem Finger, halfen. Ich weiß nicht, warum er in diesen Situationen nicht hört. wenn er es macht, abrufbar bleibt. (Der Campus ist wie gemacht dafür- abends ist nicht mehr so viel los und die

    Nun stelle ich mir die Frage: Was macht man in solch einer Situation? Man muss ihm ja irgendwie verdeutlichen, dass das so nicht geht. Gerade wenn es wirklich mal zu Gefahrensituationen kommt, ist das schon enorm wichtig.
    Jetzt kann ich ihn ja schlecht durch ignorieren "strafen", wenn ich auf ihn zulaufen, ihn am Halsband oder an der Leine nehmen, wieder bis zur zurück holen und anschließend zwei Etagen hochtragen muss. Schimpfen beeindruckt ihn ja in dieser Situation auch nicht wirklich

    Da brauchst du dich nicht aus "aktuellem Anlass" mit negativer Verstärkung und Strafe auseinanderzusetzen.
    Dein Junghund weiß nicht, dass er sich in Gefahr begibt und dass er Passanten nicht anspringen soll.
    Wann und wofür willst du ihn bestrafen?
    Du musst vorausschauend handeln, das heißt, nimm ihn an die Leine, wenn Gefahr droht und wenn du weißt, er könnte Passanten anspringen.
    Sätze wie ""wenn-du-jetzt-kommst-gibts-auch-eine-feine-Belohnung-Pose", mit erhobenem Finger, versteht er nicht, wie denn auch?
    Es ist ein Hund und kein Mensch.
    Er gehorcht in diesen Situationen nicht, weil er es mit 17 Wochen noch nicht leisten kann, Kadavergehorsam zu zeigen, abgesehen davon, kann dir so etwas noch 15 Jahre lang hin und wieder passieren, dann ist der Hund in solchen Situationen einfach an anderen Dingen mehr interessiert, sprich höher motiviert, als zu dir zu kommen.
    Dafür hat der Mensch Leinen erfunden, um den Hund zu sichern, bevor er ins Auto rennt oder Leute anspringt.
    Gefahrensituationen, wie Straßenverkehr, kann ein Hund nicht einschätzen.

    Wenn du mit ihm schimpfst, wenn du ihn wieder eingefangen hast oder er sogar zu dir gekommen ist, verbindet er das auf keinen Fall mit dem, was vorab geschehen ist, sondern er lernt, wenn du auf ihn zukommst, ihn abholst oder er zu dir kommt, dass du schimpfst.
    "Schimpfen" = negative Verknüpfung mit dir > Hund wird in Zukunft eine Rückkehr, Abholung, das Anleinen als negativ empfinden, was nicht Ziel einer Mensch-Hund-Beziehung und Ziel des Rückrufs sein sollte.

    Finde dich damit ab, dass es niemals einen 100%igen Gehorsam beim Rückruf geben wird, es kann immer wieder zu Situationen kommen, in denen es dir nicht gelingen wird, den Hund zu motivieren, zu dir zu kommen.
    Mit 17 Wochen kann er das, was du erwartest, sowieso noch nicht schaffen.
    Das musst du üben, üben, üben, die Ablenkung sollte in dem Alter noch nicht so groß sein.

    Mit Bestrafung erreichst du nur das Gegenteil.
    Sichere deinen Kleinen rechtzeitig, wenn du weißt, in welchen Situationen er nicht abrufbar ist.

    Eine spätere Bestrafung verbindet er immer mit dem, was er gerade in diesem Augenblick macht und nicht mit dem, was ein paar Sekunden bis zu Minuten vorher geschah - du kannst ihm nicht, wie einem Menschen, erklären, wofür die Strafe gilt.

    Viele Grüße!

  • Zitat


    Da brauchst du dich nicht aus "aktuellem Anlass" mit negativer Verstärkung und Strafe auseinanderzusetzen.


    Damit meinte ich nicht, dass ich die ganze Zeit überlege, was ich dem Hund "antue", sondern wie ich adäquat reagiere, ohne dass es sonderlich unangenehm für den Hund ist und er trotzdem seine Lehre daraus zieht. Und um eine für beide Parteien angemessen und möglichst schonende Methode zu finden, belese ich mich eben zu diesem Thema.

    Zitat


    Dein Junghund weiß nicht, dass er sich in Gefahr begibt und dass er Passanten nicht anspringen soll.
    Wann und wofür willst du ihn bestrafen?


    Auch das ist mir bewusst. Dafür soll er auch nicht bestraft werden. Das kann man ja üben. Es ging um die Situation, wenn er aufmerksam ist und mich augenscheinlich anblickt,aber trotzdem nicht hört.

    Zitat


    Du musst vorausschauend handeln, das heißt, nimm ihn an die Leine, wenn Gefahr droht und wenn du weißt, er könnte Passanten anspringen.

    Bisher konnte ich "Gefahrensituationen" auch immer rechtzeitig unterbinden, indem ich ihn eben frühzeitig gerufen habe und wenn er nicht kam, ich zu ihm gegangen bin und ihn angeleint habe. Außer gestern vll, aber da konnte der besagte Freund rechtzeitig eingreifen.

    Zitat


    Sätze wie ""wenn-du-jetzt-kommst-gibts-auch-eine-feine-Belohnung-Pose", mit erhobenem Finger, versteht er nicht, wie denn auch?
    Es ist ein Hund und kein Mensch.


    Nein, die Sätze sage ich auch nicht zu ihm. Es geht hier um Mimik, Gestik und Tonfall. Kern dieses Aussage war, dass weder freudiges erwarten noch ernster Tonfall ihn in diesem Moment motivieren konnte.

    Zitat


    Er gehorcht in diesen Situationen nicht, weil er es mit 17 Wochen noch nicht leisten kann, Kadavergehorsam zu zeigen, abgesehen davon, kann dir so etwas noch 15 Jahre lang hin und wieder passieren, dann ist der Hund in solchen Situationen einfach an anderen Dingen mehr interessiert, sprich höher motiviert, als zu dir zu kommen.
    Dafür hat der Mensch Leinen erfunden, um den Hund zu sichern, bevor er ins Auto rennt oder Leute anspringt.
    Gefahrensituationen, wie Straßenverkehr, kann ein Hund nicht einschätzen.


    Ich habe doch schon geschrieben, dass ich mir bewusst bin, dass es ein Welpe ist :fear:

    Zitat


    Wenn du mit ihm schimpfst, wenn du ihn wieder eingefangen hast oder er sogar zu dir gekommen ist, verbindet er das auf keinen Fall mit dem, was vorab geschehen ist, sondern er lernt, wenn du auf ihn zukommst, ihn abholst oder er zu dir kommt, dass du schimpfst.
    "Schimpfen" = negative Verknüpfung mit dir > Hund wird in Zukunft eine Rückkehr, Abholung, das Anleinen als negativ empfinden, was nicht Ziel einer Mensch-Hund-Beziehung und Ziel des Rückrufs sein sollte.

    Finde dich damit ab, dass es niemals einen 100%igen Gehorsam beim Rückruf geben wird, es kann immer wieder zu Situationen kommen, in denen es dir nicht gelingen wird, den Hund zu motivieren, zu dir zu kommen.
    Mit 17 Wochen kann er das, was du erwartest, sowieso noch nicht schaffen.
    Das musst du üben, üben, üben, die Ablenkung sollte in dem Alter noch nicht so groß sein.

    Mit Bestrafung erreichst du nur das Gegenteil.
    Sichere deinen Kleinen rechtzeitig, wenn du weißt, in welchen Situationen er nicht abrufbar ist.

    Eine spätere Bestrafung verbindet er immer mit dem, was er gerade in diesem Augenblick macht und nicht mit dem, was ein paar Sekunden bis zu Minuten vorher geschah - du kannst ihm nicht, wie einem Menschen, erklären, wofür die Strafe gilt.

    Du musst mir auch nicht erklären wann man mit dem Hund schimpft und wann er es wie verknüpft.

    Mir kommt es so vor, als ob Welpenbesitzer hier grundsätzlich erstmal für dumm verkauft werden. Von diesem theoretischen wissen habe ich durch zahlreiche Bücher, das Durchforsten diverser Internetseiten und dem Wissen anderer Hundebesitzer denke ich genug und bin auch nicht auf den Kopf gefallen. Ebenfalls ist mein Welpe ist für mich kein Erstkontakt mit der Hundewelt.
    Außerdem bin ich niemand, der seinen Welpen überfordert und schon mit 17 Wochen den perfekten Hund erwartet. Auch mit dem Begriff "Strafe" meine ich keine drastischen Maßnahmen.

    Mir geht es hier eben lediglich darum, wie man in solchen Situationen am angemessensten und effektivsten mit dem Hund umgehen kann, sodass er idealerweise auch daraus lernt. Denn was er nicht lernen soll ist- wenn ich nicht zu Herrchen kommen will, kommt er eben zu mir...

    Aber irgendwie kann da immer niemand eine Antwort drauf geben. In der Theorie ist es ja immer ganz einfach erklärt....

    Bitte fasse das nicht böse oder persönlich auf, aber oftmals bekommt man hier von vermeindlichen Moralaposteln eine über den Deckel, weil Aussagen fehl- oder überinterpretiert wurden, doch tatsächlich geholfen ist einem niemanden. Ich gebe mir schon Mühe, meine Aussagen möglichst präzise und ausführlich zu gestalten, damit nicht viel fehlinterpretiert wird und man möglichst genau antworten kann. Scheinbar erreiche ich damit aber eher das Gegenteil. So ein böses Herrchen, wie viele das hier rauslesen, bin ich gar nicht. Ich möchte nur konsequent sein und suche hier eher nach Erfahrungsberichten , wie was am einfachsten und effektivsten funktioniert.

    PS: Bitte nicht denken, dass ich belehrungsresistent bin, aber solche Moralpredigten enthalten für mich kein neues Wissen und helfen mir auch nicht weiter, da sie keine wirkliche Antwort auf meine Frage sind.

  • Warum fühlst Du Dich denn gleich so angegriffen :???:
    Ich fand die antwort nicht so "böse".

    Ich kann Dir auch nicht das neuste vom neuen erzählen, aber ich würde an deiner Stelle mit einer Schlepp arbeiten, und auch den Rückruf "perfektionieren" (so weit man das kann, ... es wird sicher immer mal wieder sowas oder ähliches auftreten ;) )

  • Dann verstehe ich deine Fragen nicht, denn auf Seite 3 wurden sie schon von "LilaElvis" beantwortet, ich dachte, du hättest es noch nicht ganz verstanden, da du im Prinzip das Gleiche noch einmal gefragt hast.

    Oder was ist noch unklar?

    Dir war wohl nicht ganz klar, dass im Nachhinein für den nicht erfolgten Rückruf keine Sanktion, keine Maßregelung getroffen werden kann und somit kannst du deinem Hund später nicht verständlich machen, was er falsch gemacht hat.
    Es gibt keine Methode dazu.
    Außer am Rückruf zu arbeiten, wie mehrfach erläutert wurde oder im Fall der Fälle, den Hund wortlos abzuholen und anzuleinen, daraus lernt er aber nichts für die Zukunft.

    In Situationen, in denen dein Hund noch nicht zu 99% zurückkommt, muss er an der Leine bleiben.
    Das wird es voraussichtlich 15 Jahre in verschiedenen Lebenslagen so sein, in ein paar Monaten noch schlimmer als jetzt mit 17 Wochen. :D
    Noch befindet ihr euch in der "Kindergartenphase", die bald in die juvenile Phase übergeht, da beginnst du wahrscheinlich wieder von vorne und musst dich noch mehr zum Kasper machen, als jetzt.
    100% wird es kaum geben, rennendes Wild, läufige Hündinnen und andere Motivationen werden dich noch öfter zur Verzweiflung bringen, da ist ein 17 Wochen junger Hund noch harmlos. :D

    Frage jetzt beantwortet?

  • Zitat

    Mir geht es hier eben lediglich darum, wie man in solchen Situationen am angemessensten und effektivsten mit dem Hund umgehen kann, sodass er idealerweise auch daraus lernt. Denn was er nicht lernen soll ist- wenn ich nicht zu Herrchen kommen will, kommt er eben zu mir...

    Nur ein Kommando geben, wenn man zu 99% sicher sein kann, dass der Hund es auch ausführt. Ansonsten bleibt der Hund an der Leine.
    Hat man ein Kommando gegeben und der Hund befolgt es nicht, passiert gar nix. Hund einsammeln und gut ist. Es gibt weder Strafe noch Lob.

  • Zitat

    Warum fühlst Du Dich denn gleich so angegriffen :???:
    Ich fand die antwort nicht so "böse".

    Ich kann Dir auch nicht das neuste vom neuen erzählen, aber ich würde an deiner Stelle mit einer Schlepp arbeiten, und auch den Rückruf "perfektionieren" (so weit man das kann, ... es wird sicher immer mal wieder sowas oder ähliches auftreten ;) )

    Ich fühle mich nicht angegriffen, nur missverstanden. ^^ Ist ja auch nicht das erste Mal, deshalb habe ich vll. etwas überreagiert. Sorry ;)

    Klar passiert das immer mal wieder, dessen bin ich mir bewusst. Aber ich möchte eben gerade jetzt, wo er noch so klein ist, möglichst versuchen ohne Leine zu arbeiten und so mit ihm Kommandos sowie die Abrufbarkeit zu trainieren. Der Erfolg scheint zu zeigen,dass ich das gar nicht so verkehrt mache, denn mir wurde schon von vielen anderen Hundebesitzern gesagt, dass er für sein Alter ja schon super hört. Aber man will eben immer weiter verbessern. Das für mich frustrierende ist ja, dass der Hund immer super spurt, wenn andere Leute da sind, z.B. Freunde zu besuch oder andere Studenten auf dem Campus. Das ist für ihn ja alles super spannend und neu, dennoch ist er da konzentrierter und hört besser, als wenn ich irgendwo bin, wo vergleichsweise weniger los ist und er nicht durch andere Menschen oder Tiere abgelenkt wird, beispielsweise wenn wir abends vorm Schlafengehen nochmal eine kleine Runde drehen. Da ist ja draußen gar nichts mehr los. Gestern war es ja auch so, dass mein Kumpel zwei Stunden bei mir war und wir was für die Uni gemacht haben. Da war der für Daemon sicher nicht mehr ganz so interessant, als er gegangen ist. Er hat ja schließlich auch gleich mich angeschaut, als ich ihn gerufen habe, sich also auf mich konzentriert, nur den anschließenden Befehl missachtet.

    Zitat

    Dir war wohl nicht ganz klar, dass im Nachhinein für den nicht erfolgten Rückruf keine Sanktion, keine Maßregelung getroffen werden kann und somit kannst du deinem Hund später nicht verständlich machen, was er falsch gemacht hat.
    Es gibt keine Methode dazu.
    Außer am Rückruf zu arbeiten, wie mehrfach erläutert wurde oder im Fall der Fälle, den Hund wortlos abzuholen und anzuleinen, daraus lernt er aber nichts für die Zukunft.


    Das Anleinen ist ja in diesem Moment schon eine Bestrafung, von daher widersprichst Du Dir im Prinzip selbst (Leine mit etwas Negativem in Verbindung bringen), wenn ich mich nicht irre?
    Natürlich ist eine Maßregelung im Nachhinein nicht angebracht. Das "Schimpfen" war eher ein bestimmtes "Hörst Du wohl" in Verbindung mit dem "Komm her" und war beendet, als ich beim Hund ankam und ihn kommentarlos am Halsband genommen und zurückgeführt habe.

    Hier hätte ich allerdings noch eine Frage: Wenn ich daraufhin mit dem Hund rein gehe, beim hochtragen nicht weiter beachte und ihn auch in der Wohnung erstmal ein paar Minuten ignoriere- ist das richtig oder falsch?
    Mir kommt es so vor, als ob er schon mitbekommt- Jetzt lief was falsch, da geht es gleich rein und deshalb wird auch erstmal nicht gespielt und gestreichelt. Oder bilde ich mir das ein? In Hundeblicke kann man immer soviel hineininterpretieren...

    Zitat

    In Situationen, in denen dein Hund noch nicht zu 99% zurückkommt, muss er an der Leine bleiben.
    Das wird es voraussichtlich 15 Jahre in verschiedenen Lebenslagen so sein, in ein paar Monaten noch schlimmer als jetzt mit 17 Wochen.
    Noch befindet ihr euch in der "Kindergartenphase", die bald in die juvenile Phase übergeht, da beginnst du wahrscheinlich wieder von vorne und musst dich noch mehr zum Kasper machen, als jetzt.
    100% wird es kaum geben, rennendes Wild, läufige Hündinnen und andere Motivationen werden dich noch öfter zur Verzweiflung bringen, da ist ein 17 Wochen junger Hund noch harmlos.

    Eben darum möchte ich jetzt schon die richtigen Maßnahmen ergreifen. Wenn das in der Rüpelphase öfter passiert, besteht nun eben doch die Gefahr, dass er lernt: wenn ich nicht zu Herrchen komme, kommt der eben zu mir. ;) Und sein wir mal ganz ehrlich- es wird oft genug passieren und natürlich außgerechnet dann, wenn er nicht an der Leine ist. :lol:

  • Soooo, ich möchte mich hier auch mal wieder zu Wort melden.

    Damon ist jetzt 6 Monate alt und bringt schon gute 20kg auf die Waage.

    Mittlerweile hat sich bei uns alles gut eingependelt, Daemon hört jetzt (meistens) auch verlässlich auf mich und ich kann ihn bei Spaziergängen noch fast immer sorglos ohne Leine laufen lassen. Selbst, wenn andere Hunde unseren Weg kreuzen oder er gerade mit anderen spielt, bleibt er fast immer abrufbar. Klar, 100%ig klappt das noch nicht, aber ich bin echt zufrieden.

    Langsam kommt er aber in die Pubertät.Er ist gestern das erste Mal aus dem Garten ausgebüchst. Glücklicherweise haben wir es rechtzeitig mitbekommen, sodass ich ihn gleich wieder zurückholen konnte. Heute habe ich dann erstmal potenzielle Schlupflöcher beseitigt. :D

    Die neuesten Fotos gibt es hier im Thread: https://www.dogforum.de/daemons-erster…t161172-20.html


    Eine Frage hätte ich aber mal wieder. Diesmal handelt es sich aber nicht um Erziehungssachen.
    Ich habe gestern in einem anderen Threat gelesen, dass jemand mit einem 9 Monate alten Junghund geschrieben hat, dass er/sie gespannt ist, wie sich das Fell des Hundes noch weiter entwickelt.

    Wie lange verändert sich das Fell denn noch maßgeblich in Farbe, Länge, Dicke, Glätte? Ich dachte bisher, dass das mit Ende der Wachstumsphase nach etwas über einem Jahr abgeschlossen wäre und sich dann nur noch altersbedingt leicht verändert?

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