Freilauf, lässt sich nicht anleinen

  • Hachja... und dabei dachte ich, ich hätte das alles so toll aufgebaut mit dem ewig vorbereiteten Freilauf an der Schleppleine. :hust:

    Ich bin mit meiner 10 Monate alten Chihuahua Hündin täglich 1-1,5 Stunden auf einem Feld hier in der Nähe.
    Dort kann sie rennen, mit mir toben, schnüffeln gehen, etc..
    Da sie draußen eher unsicher war habe ich mich unheimlich über ihre Fortschritte gefreut - sie ist mittlerweile viel selbstsicherer.

    Leider etwas zu sehr anscheinend. :roll:

    Sie kommt sofort, wenn ich sie rufe.
    Sie lässt sich sogar vom Vögel hetzen abrufen.
    Wenn sie vor läuft dreht sie sich alle paar Meter um und schaut, ob ich noch da bin.

    Ich rufe sie auch ab und zu heran, es gibt ein Leckerlie und sie kann weiter rennen.

    Nuuur wenn ich den Karabiner der Leine in der Hand habe und das Leckerlie in der rechten.... dann fängt es an zu arbeiten in dem kleinen Hundekopf. "Soll ich... oder nicht?"

    Gestern war sie schon nicht sehr begeistert vom Anleinen.
    Heute wollte sie nicht mehr heran kommen, um sich anleinen zu lassen. :ops:

    Ich bin dann schnellen Schrittes in die umgekehrte Richtung gegangen und sie ist mir nach einigen Sekunden des "Staunens" auch hinterher gerannt.

    Dann habe ich die Leine aus der Hand gelegt und sie hat sich heran getraut, um mit spitzen Zähnchen das Leckerlie zu holen.
    Das habe ich dann fest gehalten, damit sie nicht mit Leckerlie abhaut und sie angeleint.

    So geht das natürlich nicht.

    Habt ihr irgendwelche guten Tipps für mich?

    Mir fällt nur noch ein, sie heran zu rufen und das Leckerlie erst zu geben, nachdem ich sie kurz fest gehalten habe.
    Die Schleppleine will ich eigentlich vermeiden.

  • Sie hat vermutlich verknüpft Anleinen = Ende Spass. Was hast du jeweils nach dem anleinen gemacht? Einfach gegangen mit angeleintem Hund, oder noch etwas gespielt und getobt? Ich habe im Welpenalter viel nach dem anleinen mit dem Hund noch gezergelt oder bin gerannt, usw.

  • Genau, zum einen kannst du das Anleinen positiver für sie machen, nämlich wie Najira schreibt, dann noch mal Spaß haben.

    Wenn ich den Hund abrufe, muss er vorsitzen. Dann erst bekommt er sein Leckerlie. Wenn der Hund nämlich schon mal sitzt, braucht er länger, um wieder abzuzischen. Letzteres darf er auch erst nach Freigabe. Ich habe dann also genug Zeit anzuleinen, bzw. in bestimmten Situationen ihn direkt am Geschirr zu sichern, und für ihn besteht erst mal kein Unterschied im Abruf. Das kommt erst, wenn er sitzt ;). Dass das mit einem 10 Monate alten Hund noch nicht klappt, ist klar, da musst du natürlich üben. Aber event. wäre es auch für dich ein mögliches Ziel, worauf du hinarbeiten willst. Das zu üben geht ja nebenbei, wenn man eh Rückruftraining macht.

  • Danke euch für die Antworten. =)

    Zitat

    Was hast du jeweils nach dem anleinen gemacht?

    Die ersten Male einfach Leine dran und gegangen.
    War natürlich ein Fehler. Erst nach dem dritten Freilauf kam mir in den Sinn, noch ein wenig an der Leine mit ihr zu rennen als Belohnung. Aber sie hatte schon Leine=Spielende verknüpft.

    Beim nächsten Freilauf bekommt sie eine Führleine aus Nylon ans Geschirr.
    Die ist nicht so schwer und hinderlich wie die normale Schleppleine.
    Dann kann ich das Vorsitzen, respektive beim Anleinen bei mir bleiben mit ihr üben und "unauffällig" mit einem Fuß auf die Leine treten - und sie kann nicht einfach davon zischen.

    Zitat

    Dass das mit einem 10 Monate alten Hund noch nicht klappt, ist klar, da musst du natürlich üben. Aber event. wäre es auch für dich ein mögliches Ziel, worauf du hinarbeiten willst. Das zu üben geht ja nebenbei, wenn man eh Rückruftraining macht.

    Das mit dem Vorsitzen ist eine super Idee.
    Ich ärgere mich, dass ich da nicht selbst drauf gekommen bin.
    Wir haben ja auch schon Sitz und Bleib auf Entfernung geübt - wenn ich das nur weiter und sicher ausgebaut hätte hätten wir nun nicht dieses hausgemachte Problem. Aber gut, das ist jetzt unser nächstes Projekt. :ops:

  • Lein sie zwischendurch immer wieder an, belohn sie, lein sie sofort wieder ab und laß sie laufen - so lange, bis sie die ganze Aktion eher mit einem netten, vielleicht sogar abkassierträchtigen Treffen zwischendurch als mit abruptem Spaßende verknüpft - Weitermachen-Lassen ist ohnehin oft eine viel effektivere Belohnung als alle Leckerchen zusammen.

  • Zitat

    Lein sie zwischendurch immer wieder an, belohn sie, lein sie sofort wieder ab und laß sie laufen - so lange, bis sie die ganze Aktion eher mit einem netten, vielleicht sogar abkassierträchtigen Treffen zwischendurch als mit abruptem Spaßende verknüpft

    Danke für die Antwort.
    Ja, das ist ein guter Weg. Nur muss ich sie erstmal wieder freiwillig ran bekommen zum Anleinen. :D

  • Ich würde 2 Sachen ändern, denn ansonsten scheint es ja super zu laufen.

    Leckerchen: Nie Leckerchen abholen und wegrennen lassen. Wenn du mit Leckerchen arbeitest, dann locke nicht mit Leckerchen sondern belohne. D.h. die Hand geht erst in die Tasche, wenn dein Hund wirklich bei dir ist. Wenn er bei dir ist, läßt du ihn an deine Futterhand andoggen :D und fütterst ihn "lange", d.h. lass ihn am Lecker knabbern, lutschen, gibt 2-3 kleine oder nimm eine Futtertube und lass ihn lange dran nuckeln. Er soll dicht und länger bei dir sein.

    Anleinen: Wie auch schon geschrieben wurde, anleinen, ein paar Meter gehen und wieder ableinen, abrufen und wenn er kommt eine Spieleinheit (z.B. ein Rennspiel) und dann kann er weiter frei laufen, dann später wieder mal abrufen, anleinen, ein paar Meter gehen und wieder ableinen, dann wieder ranrufen, mit Lecker belohnen, weitergehen ohne ihn anzuleinen.

  • Meine dürfen auch erst auf Lauf los,
    mit Finn hat ich selbige Probleme, da bin ich Idiot (haha) im sogar einmal hinterher.
    Danach dacht ich nur so ????
    Wie blöd von mir.

    Anfangs hatte er ne minischnur am Geschirr da hab ich ihn festgehalten ohne das er es gemerkt hat. Aber das wegrennen hat sich mit dem Alter auch Iwann gegeben.
    Wir haben das bei Peanut mit dem Kommando "Leine" gelernt.


    ..vom Handy getippt

  • Ich würde auch nochmal die Prozedur des Anleinens selbst hinterfragen. Es gibt Hunde, die reagieren bereits auf die Annäherung der Hand, die die Leine hält, mit Ausweichen, auch ein selbstgemachtes Problem. Hund kommt immer zum Hilfsmittel, nicht umgekehrt. Also Hund kommt zur Leine, zur Tablette, zur Spritze, zur Bürste, zur Krallenschere, ich gehe nicht damit auf den Hund zu (wenns nicht sein muss). Wir haben Retrieverleinen, da lernen die Hunde, selbst ihren Kopf durchzustecken, ich habe ihnen die Leinen anfangs nie übergestreift. Alternativ beim Karabiner würde ich dem Hund eben beibringen, zum Karabiner zu kommen, jedenfalls bewegt sich die Hand, die den Karabiner hält, keinen Millimeter auf den Hund zu, und die Hand kommt natürlich auch nicht von oben.

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