An der Leine sicherer?

  • Zitat

    DAS ist bei mir oberstes Gebot für die Leine ! Leine bedeutet Sicherheit, abgeben können ... wenn man es richtig aufbaut.


    leine bedeutet bei uns auch sicherheit ... unsere leine ist nur geborgenheit und sicherheit, bei mir wird z.b. mit leine nie korrigiert nur sanft (stehen bleiben) ...

    wenn meine im dunkeln im wald vor was angst hat rufe ich sie her und leine sie an, dann wird sie sicherer ... ich denke einfach die leine muss positiv belegt sein
    VG

  • Ich habe auch nochmal mit einer Freundin über deinen Vorschlag gesprochen Frank und ich finde ihn ja nach wie vor ziemlich gut, aber noch ist das ein Schritt zu viel - ich habe heute gemerkt, als wir im Wald waren, dass er gut ausgeglichen war - und dann kamen wir zum Sportplatz und allein diese weite Fläche machte ihn so fahrig, dass er mit Übersprungshandlungen - Schnee fressen bis zum Kotzen - anfing. Und es blieb dabei, weil die Leine noch dran war. Ohne Leine hätte das anders ausgesehen...

  • Laß die Leine doch einfach mal ohne "schlechtes Gewissen" eine Zeitlang dran und beobachte, ob der Hund nicht generell ruhiger, ansprechbarer und sicherer wird.

    So ähnlich ist es mir nämlich mit meiner Blinden gegangen: die war immer ein raketenschneller Freiläufer, verlor dann innerhalb eines Monats das Augenlicht und war damit erstmal das Muster eines unsicheren Hundes. Die hat mir enorm eindrucksvoll gezeigt, wie sehr Leine in manchen Momenten für einen Hund nicht Zwang, sondern Sicherheit bedeutet: sie bettelte im Zweifelsfall regelrecht ums Angeleintwerden, indem sie mir ängstlich am Bein hochkletterte - und sofort ruhig und konzentriert weiterging, sobald der Haken dran war.

    Da habe ich dann das erste Mal wirklich verstanden, wieviel Sicherheit dieses spürbare Band geben kann. Mit dieser Hilfe sind wir auch in den Freiläufer-Status zurückgekommen: erst Leinensicherheit, wann immer der Hund wollte, dann kurze freie Intervalle, die der Hund selbst beenden konnte, in dem er wieder um Führung "bat", sobald er müde und unkonzentriert wurde - und nach einer Zeit waren wieder völlig freilauffit.

    Auch wenn das ein Extrembeispiel ist: bei einem so nervösen Hund würde ich es wohl ähnlich machen: erstmal Sicherheit, so viel er eben möchte, bis er generell auf einen ruhigeren Level kommt (eben, weil er sicher ist!), und dann langsam wieder ableinen.

  • Es fällt nur schwer, weil er dann eben nicht rennen kann, aber gut dass darf er wiederrum vorm Rad bzw. vorm Bauchgurt ausleben... (sollten wir mal wieder dazu kommen). *sfz*
    Und gerade jetzt mit dem ganzen Schnee ist er ja nochmal überdrehter, da bleibt die Leine echt besser dran.

  • Es hieße ja ohnehin nicht, daß er nie mehr rennen kann.

    Ich würde einfach mal versuchen, ob er nicht vielleicht generell runterkommt, wenn er sich an der Leine vor all den Außenreizen "geborgener" fühlt. Und wenn das klappt, den Freilauf dosiert wieder einführen - vielleicht schafft ihr es so, diese "Leine ab heißt Überkippen"-Reaktion langsam abzubauen?

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