Epilepsie..Angst vor weiterer Diagnose...

  • ich werde mit meiner HausTÄwegen der Lumbalpunktion auch noch mal sprechen..sowas birgt ja immer auch Risiken..? heute hat ers prima überstanden...
    Der höhere Hirndruck wird nur vermutet.. zum Zeitpunkt der Untersuchung war er wohl normal..sonst hätte sie ja gar nicht versucht zu punktieren... Wie wird denn ein Hirndruck beim Hund gemessen..?
    Ich glaub ich muss noch viel lernen...;-)
    An der Gehirnanomalie kann man eh nichts ändern.. es ist für mich nur die Frage..ob es für die Diagnostik noch wichtig wäre,....
    Tja hätte ich ihn damals auch komplett versichern lassen..ich dachte darüber nach.. hab mich der hohen Beiträge wegen nur für die OP-Versicherung entschieden...jetzt hab ich den Salat..;.-)

  • kurzes Update..
    Punktion lasse ich nicht machen.. mein inneres Bauchgefühl sagt mir ich soll es lassen..Und ich hab im Laufe meines Lebens gelernt (lernen müssen) daß ich besser darauf höre wenn ich eindeutig ein schlechtes Gefühl bei etwas habe...
    Mittlerweile bekommt er 2 x 50 mg Luminal - Höchstdosis.. Bisher kommen die Anfälle weiterhin - sogar im dichteren Abstand - der letzte nach nur 1 Woche..Allerdings waren es jetzt 2 x keine Serienanfälle mehr wie die Anfälle davor..sondern immer nur 1 und max. 1,5 min. lang.

    Ich warte jetzt noch ca. 4 Wochen - dann bekommt er ein Add-On dazu (Kaliumbromid oder Leve). Die Hoffnung stirbt zuletzt daß ich die Anfälle doch noch irgendwie reduzieren kann.

  • Ich habe mich lange nicht gemeldet..
    Mein kleinr Schatz ist tot und ich bin sehr traurig.
    Seine Anfälle steigerten sich in den letzten Monaten ständig und ich war häufig in dem Epilepsie-Forum im Netz unterwegs. Er bekam Luminal und Dibro BE - leider schlug nichts bei ihm an.
    Letzten Samstag hatte er abends 4 Anfälle hintereinander - auch das Notfallmedikament Diazepam half nichts. Danach war er 4 Std. völlig desorientiert, lief gegen Wände und Türen - bis ich ihn um 1/2 1 in seine Box sperrte damit er endlich zur Ruhe kommen musste - ich konnte selbst auch einfach nicht mehr. Diese stand neben meinem Bett und ich hatte oben die Hand drinne. Irgendwann schlief er ein - ich nicht, hörte ihn schwer atmen.
    Vorher rief ich noch in der Tierklinik an, welche meinte er solle nochmals Luminal bekommebn,d iese Desorientiertheit wöäre "normal" nach so heftigen Anfällen - mehr können sie dort auch nicht tun und es wäre nciht nötig vorbeizukommen.

    Um 3 Uhr hörte ich ihn noch atmen - dann ging ich auf Toilette und als ich wiederkam war er tot.
    Er fehtl mir so sehr - vor allem nachts - da lag er immer dicht an mich gekuschelt im Bett.
    Maggy nimmt es gelassen - sie scheint regelrecht froh zu sein daß nun hier Ruhe einkehrt.
    Auch ich merke daß nun eine große Anspannung von mir abfällt, er stand ja in letzter Zeit unter Dauerstrom - ständige Unruhe, Fiepen, Bellen - kam gar nicht mehr zur Ruhe.
    Trotzdem..es tut so weh...

  • Es tut mir wahnsinnig leid, auch wie gnadenlos brutal die Epilepsie zuschlagen kann und es muss einfach grauenhaft sein, seinen Hund dann auch noch tot vorzufinden!!

    Mach's gut kleiner Mann! Du hast den Kampf gegen diese grausame Krankheit verloren, doch erwartet dich nun, hinter der RBB, ein unbeschwertes Leben!

    Liebe Marion, ich drücke dich und gleichzeitig kann ich auch verstehen, das nun eine bestimmte Belastung abgefallen ist aber es wurde auch eine schmerzhafte Lücke ins Herzen gerissen.
    Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit!! :solace:

    LG Sabine

  • @ Brehmion

    Mein Mitgefühl !!!

    Kann dir voll nachempfinden, da ich ähnliches erlebt habe.

    Mein Rüde hatte gute 5 Jahre Epilepsie. Er bekam die selben Medikamente wie bei euch - allerdings haben sie bei ihm sehr gut gewirkt.
    Anfangs nur Luminal, im letzten Sommer (als wieder Anfälle auftraten) zusätzliche Dibro-BE. Diazepam kenn ich ebenfalls - aber das braucht locker bis zu 2 Stunden, bis es wirkt :sad2:

    Wie gesagt - es ging ihm echt super - bis ..... ja bis ....
    Herbst 2012 konnte er kaum mehr alleine aufstehen. Treppen steigen unmöglich. Hab dann nach einigen Tagen Überlegung die Tabletten vollkommen abgesetzt. Anfälle hatte das keine zur Folge. Trotzdem war es da schon zu spät - wie ich jetzt weiß.

    Er erholte sich innerhalb ca 3 Wochen wieder so gut, dass er sogar die Treppen hochgerannt ist.
    Die Muskelschwäche war Nebenwirkung der Medikamente.
    Dann, ca. Februar dies Jahr, ging es ihm wieder schlechter. Futter wurde kaum angerührt, ausser ich kochte ihm daraus eine Suppe (sein Trockenfutter gemischt mit Haferflocken). TA meinte wenn er das frißt wär's ok.
    Getrunken hatte er in der ganzen Zeit sehr viel.
    Hatte dann wieder mehr Hoffnung, da TA nicht vom einschläfern sprach. Meinte, das wird wieder - er müsse nur langsam zu Kräften kommen.
    Dann ging alles ganz schnell:
    23.03.13 - Samstag abends war mir aufgefallen, dass er sehr *eingefallen* aussah. Er wollte den ganzen Sonntag nichts essen, nicht aufstehen. Also war klar --> Montag früh direkt zum TA!!
    Soweit kam es nicht mehr.
    Sonntag auf Montag - 25.03.13 .... ich muß um 4 Uhr aufstehen zur Arbeit. Kurz vorher hörte ich ihn, wie er rumlief und getrunken hat. Als ich dann ins WZ kam lag er vorm Sofa. Ok dacht ich mir, is ja nicht ungewöhnlich. Wenig später kam ich aus dem Bad. Er schaute mich irgendwie seltsam an, lag aber noch immer an der Stelle.
    Also wollte ich ihm aufstehen helfen. Da kam der Schreck! Die Beine waren eiskalt !!!
    Hund gepackt, auf seine Decke und mit der 2. zugedeckt. Dachte im Schock echt, ihm wär's nur kalt.
    Sekunden später ging der Kopf zu Boden. Er atmete noch einige Minuten. Ruhig, kein krampfen oder sonstige zB Schmerzanzeichen. Dann war alles vorbei und ich saß neben meinem -jetzt toten- Hund.
    Genau 5 Minuten, bevor ich zur Arbeit los sollte .......

    Er bekam offensichtlich durch die Medikamente einen extrem schnellwachsenden und bösartigen Tumor im Magen-Darmbereich, den man vor jetzt fast 1 Jahr nicht gesehen hatte. Das Röntgenbild war da noch perfekt.

    Was ich dir damit sagen will ..... @ Brehmion .....
    Es tut verflixt weh!!!! Selbst jetzt beim schreiben laufen wieder Tränen ....
    Aber sei dankbar, dass du so etwas nicht miterleben musst.
    Monatelang gut, dann 3 Tage mies, dann wieder alles gut ..... selbst TA war der festen Überzeugung, dass er nur eine vorübergehende Schwäche hat, da zB im Blut/Urin auch nichts gefunden wurde.


    Ich persönlich hatte nach wenigen Tagen den Wunsch, wieder einen Hund zu haben.
    Ja extrem kurze Zeit später schon. Kann dir sagen - wahnsinnig schlechtes Gewissen gegenüber dem erst verstorbenen Tier!!!
    Hab es aber nicht ausgehalten, und mir doch wieder ein Tier geholt. Konnte die leere Wohnung nicht ertragen, und lebe lieber mit schlechten Gewissen und vielen Gedanken an meinen *Bär*


    Ganz liebe Grüße und viel Kraft für die nächste Zeit !!!

    Cindy

  • Ach Cindy das klingt schrecklich.
    Mein Murphy ist genau dann gegangen als ich kurz nicht im Zimmer war - und er war noch nichtmal 4 Jahre alt.
    Diese schreckliche Krankheit verursacht soviel Leid.
    Was du über diese lange Zeit mitmachen musstest war ja noch schlimmer -
    Ichmuss jetzt erstmal zur Ruhe kommen und Maggy auch - ob es dann einen neuen Zweithund geben wird wird die Zeit zeigen. Momentan kann ich das noch nicht. Murphy hatte ich das erste mal im Arm als er 4 Wochen war und mit 8 Wochen ist er bei uns eingezogen. Er hat mir über die Trennung/Scheidung hinweggeholfen und war immr für mich da - wenn er auch zuletzt sehr sehr anstrengend war.
    Gerade kündige ich seine Haftpflicht und die Hundesteuer und melde ihn bei Tasso ab - diese schmerzhaften Dinge werden jetzt erledigt - wenn dann nächste Woche die Urne da ist ist er wieder hier..und wenn ich irgendwann einmal in einem Friedwald beerdigt werde soll die Asche meinr Tiere mit - er ist jetzt nur schon voran gegangen über die REgenbogenbrücke.

  • Zur Ruhe kommen - bin ich nach gut 2 Monaten noch nicht wie man an meinen Tränen sieht.
    Dafür gabs zuviel Hoffnung die letzten 3 Monate seines Lebens - vorher war alles so perfekt - trotz Krankheit.

    Ja das Thema Abmeldungen. Mit der schwerste Weg !!

    Ich kenn dich nicht - aber laß dich fest umarmen und drücken !!!


    ganz liebe Grüße

    Cindy

  • Hallo Ihr "Zwei",

    ...es tut mir so leid, ich bin in Gedanken bei Euch- und habe schreckliche Angst, das irgendwann ähnlich erleben zu müssen....

    Ihr habt Eure Lieben buchstäblich bis zum letzten Atemzug begleitet.....und dass man selber irgendwann mit seiner Kraft am Ende ist, das kann ich so gut verstehen ( es ging mir nach einer Serie von 6Anfällen in 24Std. im Januar mit meinem Hund nicht anders...).

    Ich wünsche Euch beiden viel Kraft auf dem Weg, der jeweils zu Euch passt.......und ich genieße ganz bewusst jeden Tag ohne "Anfall" meines Hundes.

    Mitfühlende Grüße von Barbara mit Morris und Lenny

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