"Aus Spaß wird ganz schnell Ernst!" Oder nicht?
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Ich höre immer wieder, dass "so ein Spiel auch ganz schnell kippen kann". Passiert das wirklich so oft?
Erstmal muss man ja unterscheiden, was "Rumalbern" und was "Kräftemessen" ist: Beim Kräftemessen mit fremden Hunden ist die Luft hier meist nach ein paar Augenblicken Hatz raus und jeder der Hunde macht danach wieder sein Ding. Falls sich die Hunde sehr unsympathisch sind, kann es beim Kräftemessen aber tatsächlich mal Gezicke und Drohgebärden geben.
Beim Rumalbern schaukeln sich zwei gut miteinander bekannte Kandidaten gegenseitig hoch, scheuchen und schubsen sich, grunzen und hopsen aufeinander und umeinander herum. Einer davon ist meiner - ist ja klar.
Keiner fletscht, keiner knurrt – aber zwei wilde, halbwegs gleichgroße Hunde rempeln und knapsen sich. Beide sind dabei einigermaßen ansprechbar, wenn auch in dieser Situation vielleicht nicht gleich beim ersten Rufen.Wie groß ist denn eigentlich das Risiko, dass aus so einem "Spiel unter Freunden" nicht einfach nur Ernst, sondern "blutiger Ernst" wird?
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Das kann man so pauschal nicht beantworten.
Kommt immer auf die Situation an.
Unser Charly hatte einen besten Freund Bobby.
Charly war 2 Ja und Bobby 4 Ja alt. Die kannten sich lange. Nie was passiert. Im Wald, wie immer, beide am schnüffeln, und urplötzlich knallts, und zwar so heftig, das wir zum TA mußten, und Charly das halbe Augenlid abgerissen hat und mehrere Löcher im Gesicht und Ohren.
Warum die sich so gebissen haben, weiß ich bis heute nicht, nur, das Charly seitdem fremde Rüden haßt.
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Es war ein Rumalbern zwischen sich seit 5 Jahren kennenden Hunden und das Risiko war sicher nicht sooooo groß, das es kippen könnte. Wenn da nicht der Apfel hinter dem Zaun gewesen wäre, den die Goldi-Dame entdeckt hatte und für sich beanspruchte
Leider kam sie aber nicht dran, da das Objekt der Begierde sich hinter dem Zaun befand und somit für alle unerreichbar war.
Aber nun zeigten die Freunde auch Interesse an dem Apfel und das ging ja nun mal gar nicht. Das ging gar nicht, dass ein Hunde-Freund eventuell schneller sein könnte......
Das blöde an der Situation war, das niemand an den Apfel kam, aber jeder dachte, er könnte der Gewinner sein und das Ding für sich ergattern. So kippte das ehemals harmlose Spiel sehr schnell und die langjährige Hundefreundschaft war plötzlich so was von vergessen.
Die sonst äußerst friedliche und durch nichts aus der Ruhe zu bringende Goldi-Dame lief angesichts des Apfels zu Hochform auf und biss ihrem Freund zwei wunderschöne Löcher in die Vorderbeine, die vom TA versorgt werden mussten.Ich würde immer damit rechnen, dass aus einem Spiel unter Freunden ruck zuck Ernst wird. Meist merkt man es rechtzeitig, manchmal aber auch nicht.
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Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung nicht berichten, dass es zwischen bekannten Hunden schnell mal blutiger Ernst wird. Hab ich so noch nie erlebt.
Hunde sind von Natur aus eher konfliktscheu. Wenn was nicht passt wird erst mal vorgewarnt. Mein Hund lässt sich von seinen Hundekumpels auch deutlich mehr gefallen als von fremden Hunden. Die wissen wie die sich zu nehmen haben.
Bei fremden Hunden kann es in der Tat schnell knallen. Oft auch weil die Vorzeichen von den Besitzern nicht gelesen werden können. Dann heißt es der Hund hat ohne Grund und ohne Vorwarnung gebissen.
Auch lassen sich fremde Hunde nicht so viel durchgehen wie bekannte Hunde, die sich mögen. -
Aus einem Spiel wurde bei unseren besten Hundefreunden noch nie ernst. Wenn zum Spiel unter bekannten Hunden ein fremder dazu kommt, ist allerdings erstmal Vorsicht geboten. Aber darum geht es hier ja nicht

Bis auf eine Situation..
Wir waren an einem See und hatten etwas Verpflegung dabei (8 Schokocroissants
) und zwar in einer Tüte. Unser damaliger Lab und sein bester Kumpel (ebenfalls Lab) tollten wie gewohnt zusammen rum bis einer über unsere Decke rannte und so die Tüte Croissants aufwülte. Unsere Freundin versuchte noch die Tüte Schokocroissants zu schnappen, aber ein Lab riecht so etwas binnen kürzester Zeit. Beide stürzten sich auf die Tüte und zerrissen diese in der Hand unserer Freundin, daraufhin flogen die 8 Schokocroissants im hohen Bogen durch die Luft und aufeinmal knallte es zwischen den Geier-Labbis, sodass wir dazwischen gehen mussten. -
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Zitat
Ich kann aus meiner persönlichen Erfahrung nicht berichten, dass es zwischen bekannten Hunden schnell mal blutiger Ernst wird. Hab ich so noch nie erlebt.
Hunde sind von Natur aus eher konfliktscheu. Wenn was nicht passt wird erst mal vorgewarnt. Mein Hund lässt sich von seinen Hundekumpels auch deutlich mehr gefallen als von fremden Hunden. Die wissen wie die sich zu nehmen haben.
Bei fremden Hunden kann es in der Tat schnell knallen. Oft auch weil die Vorzeichen von den Besitzern nicht gelesen werden können. Dann heißt es der Hund hat ohne Grund und ohne Vorwarnung gebissen.
Auch lassen sich fremde Hunde nicht so viel durchgehen wie bekannte Hunde, die sich mögen.
Von schnell mal sprach auch keiner.
Ich hab Erfahrung genug, um zu meine Hunde zu lesen.
Aber, es kam zu dieser Situation aus heiterem Himmel, und das ging so schnell, das konnte keiner ahnen. -
"aus heiterem Himmel" passiert unter Hunden gar nicht.
Schnell.. ja.. aber es ist ja nicht so, dass Hunde lustig vor sich hin spielen und plötzlich auf Fingerschnipp in einer Prügelei stecken.
Diese Kippen lässt sich gut bei jungen Rüden beobachten, da kann so ein Kräftemessen mal kurz in einer lautstarken Auseinandersetzung enden aber dafür sind es ja auch Halbstarke.. in der Regel passiert dabei nicht viel.
Wie hier schon beschrieben wurde, sind Hunde ja von Natus aus nicht darauf erpicht sich zu Prügeln, von daher lassen sich ernsthafte körperliche Auseinandersetzungen relativ schnell im Vorfeld erkennen, wenn man weiß worauf man achten muss. Dann kann man schon eingreifen, bevor tatsächlich etwas passiert.
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Bei uns ist es in der Gruppe schon passiert. Es passiert nicht oft, aber wenns passiert gehts rasend schnell.
Bei uns waren es immer Mädel untereinander. Es ging dabei erstaunlicherweise nicht um irgendwelche Spielobjekte sondern um die Rudelführung.Ich halte das Risiko für nicht besonders gross - Voraussetzung ist dabei allerdings, dass jeder HH seine Hunde im Auge hat, die Situation richtig beurteilt und eingreift, bevor ein kritischer Punkt erreicht ist an dem es zu kippen droht. Diesen Moment erkennen allerdings viele nicht.
LG Birgit
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Dass "aus heiterem Himmel" eine ernste Beißerei entsteht hab ich auch noch nie erlebt und auch nicht gehört. Spätestens wenn man nachfragt wird eigentlich immer klar, dass Ressourcen ins Spiel kamen, das eine Situation war, mit der die Hunde so noch nie konfrontiert gewesen sind und es deshalb gekippt ist.
Sieht man ja auch hier an den Beispielen. Ressource kommt ins Spiel - BÄM.
Und weil ich halt nie alle potentiellen Ressourcen überblicken kann (Stöckchen, Tannenzapfen, Apfel, Mauseloch), üben wir hier mit unsren Halbstarken ganz gezielt, wie mit Ressourcen umzugehen ist. Die kriegen brav nebeneinander absitzend ihre Leckerchen und wer zuckt, der kriegt nix. Wir haben von anfang an ganz vorsichtig auch Spielzeug (Einzelteile) mit ins Spiel gebracht, wenn die Energie schon etwas raus war. Klappt mühelos.
Heute sind die eher organisiert in der Hinsicht. Der eine findet und bringt die Maiskolben, der andre klaut sie und versteckt sie. Aber prügeln würden die sich wegen sowas nie.
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Zitat
Ich halte das Risiko für nicht besonders gross - Voraussetzung ist dabei allerdings, dass jeder HH seine Hunde im Auge hat, die Situation richtig beurteilt und eingreift, bevor ein kritischer Punkt erreicht ist an dem es zu kippen droht. Diesen Moment erkennen allerdings viele nicht.
LG Birgit
ja, so seh ich das auch.
meine beiden "grossen" haben ein recht "kumpelhaftes" verhältnis. d.h, in der regel spielen sie recht rüpelhaft, ab und an recht laut und für unsere menschlichen augen auch recht wild und ungestüm miteinander. die kennen sich lang genug und gekippt ist die letzten jahre noch kein spiel.
ein, zweimal wars kurz davor - aber bis jetzt haben wirs noch jedesmal kurz vorher bemerkt und die jungs aus der situation geholt. da gings dann aber auch jedesmal um eine ressource - spieli, was fressbares, ein mädel - das sind dann wirklich oft nur augenblicke, die man zeit hat, um zu reagieren.
mit dem dackeltier gabs da noch nie probleme - der kippt nicht - der rollt höchstens

dennoch dürfen die beiden grossen miteinander toben - cinnemaus hat recht, das risiko, dass es ernsthaft kippt, halte ich bei meinen (!!) hunden für nicht sonderlich gross.
- Vor einem Moment
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