Verhalten von zwei Tierärzten bei unsicherem Hund
-
-
Schon klar, dass du kein Hund bist. :)
Daher war das Wort Rudelführer ja auch in " gesetzt, denn ich denke wir sind uns einig, dass der Hund als Tier keine Demokratie pflegt, oder?
Mit dem Wort Rudelführer ist es wie mit "Dominanz" und "Körperlichkeit". Erstes bedeutet nicht zwangsläufig, dass ich meinem Hund bei jeder Gelegenheit mit allen Mitteln meine Überlegenheit demonstriere und ihm gegenüber als Diktator auftrete und "Körperlichkeit" steht nicht zwangsläufig für Tritte oder Schläge.
Somit soll "Rudelführer" auch nicht bedeuten, dass ich auf allen Vieren über den Boden rutsche um hündisch zu wirken, sondern steht in etwa für das, was du auch beschrieben hast. Ein sicheres und selbstbewusstes Auftreten. Dem Hund einen Rahmen zu lassen, in dem er sich frei bewegen darf ( sowohl psychisch als auch physisch ) und für den Respekt, denn du als Mensch dafür erwarten kannst.
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
Naja, aber warum soll dann ein Hund, der mich als "Rudelführerin" anerkennt, auch noch den TA als "Rudelführer" anerkennen? Und es muss nun mal der TA die Untersuchungen machen und nicht ich....
-
Zitat
Denn ein Hund, der seinem Halter als "Rudelführer" akzeptiert und vertraut, wird keine Unsicherheit zeigen. Diese wäre dann nämlich gar nicht notwendig, weil " der Rudelführer die Situation immer im Griff hat und sich dementsprechend um alles kümmert".
Guck mal uebern Tellerrand... -
Die Sache wäre für mich auch völlig klar. Unser Tierarzt hat sich unserem vorherigen Hund auch mit Leckerchen vorgestellt und er ist sein Leben lang friedlich dahin gedackelt, egal wie unangenehm es war.
Auch bei Sammy (der als ehem. Straßenhund sehr abwartend Fremden gegenüber ist) hat das Leckerchen am Anfang das Eis gebrochen. Wir drücken auch jeder neuen Person, die wir treffen erst mal ein Leckerli in die Hand. Für Sammy sind Leute, die ihm was geben eben auf keinen Fall böse. Das hilft unsicheren Hunden doch. Außerdem muss natürlich der Hundehalter "cool" bleiben, dann ist es meist auch der Hund. -
Periphalos:
Jetzt lehnst du dich aber echt weit aus dem Fenster...
Schonmal mit schwer traumatisierten oder mangelhaft sozialisierten Hunden gearbeitet?
Die schalten in solchen Momenten einfach in den "Überlebensmodus", kriegen nen absoluten Tunnelblick und wollen einfach nur weg, weg, weg...
Du glaubst doch nicht, dass ein Hund in dieser Situation überhaupt noch mitkriegt, dass da ein Besitzer ist, der sich gerade alle Mühe gibt Souveränität auszustrahlen... -
-
Weil ja auch jeder hier so einen Hund hat...

Ich rede ja auch nicht von extremen Härtefällen, soviel sollte doch wohl klar sein. Ich rede von normaler Menschenscheu oder gängiger Unsicherheit, nicht von völlig traumatisierten Hunden..;)
Was genau soll mir dein produktiver Vorschlag denn jetzt vermitteln?
Dass es falsch ist, wenn ich meinen Hund bei unangenehmen oder neuen Situation durch Ruhe und Gelassenheit und einem Hauch von Konsequenz behilflich bin und damit meine Position erfülle, die mein Hund braucht und die er von mir zu erwarten hat?
Oder bist du einer von den Gutmenschen die Hunde lieber als Gleichberechtigte Lebenspartner ansehen?
-
Zitat
Oder bist du einer von den Gutmenschen die Hunde lieber als Gleichberechtigte Lebenspartner ansehen?
Ne, ich bin einer von den Trotteln, die immer noch nen Eddie haben. Kannst gerne in meinen alten Beitraegen wuehlen, mir ist es die Zeit nicht wert, wenn jemand meint, alle Hunde dieser Welt in Schubladen stopfen zu koennen. -
Nope, aber in diesem Fall war es eine Frage von Jansen, die einen Herdenschutzhund-Mischling haben. Und schon die ein oder andere Baustelle mit ihm bewältigen mussten.
Und ich denke, dass sind nochmal ganz andere Kaliber als "gängig unsicher" (was immer das sein soll) oder "normal Menschenscheu" (wobei ich mich auch da frage, was das sein soll).Achja, meine Hunde sind Lebenspartner für mich. Sie teilen meinen Alltag mit mir gemeinsam, sie gehen in der Regel dahin, wo ich bin (es sei denn Hunde sind verboten), sie verbringen mehr Zeit mit mir als meine letzte Partnerin oder meine Freunde oder meine Familie. Sie müssen meine Laune ertragen - genau wie ich ihre ertrage. Sie müssen manchmal Dinge machen, die ihnen nicht passen - genau so wie ich ihnen zu liebe Pansengestank ertrage...
Gleichberechtigt? Nein, eher wie Kinder. Sie bekommen Grenzen innerhalb denen sie sich frei und gleichberechtigt bewegen dürfen. -
Nen Eddie???..ähm.. ja, wie auch immer.
Und was machst du in solchen Fällen? Du handelst ruhig und überlegt.. oder? Von nichts anderem schreibe ich hier die ganze Zeit. Dummerweise ist es üblich, gewisse Dinge aus dem Kontext zu zitieren um somit den Ursprünglichen Hintergrund zu verzerren.
Was die "Kinder" oder Lebenspartner" angeht.
Es ist im Grunde ganz einfach.
Wenn mein Hund sich einen Halbtagsjob sucht und von dem Geld was er verdient, sich sein eigenes Futter kauft und anfängt mit mir darüber in meiner Sprache zu debattieren, dass er moralische und ethische Bedenken in Bezug auf meine Position hat, dann darf er anfangen eigene Entscheidungen in für ihn heiklen Situationen zu treffen.
Bis dahin übernehme ich das.

Mein Hund ist für mich mein Hund, ein intelligentes und hochsoziales Tier mit eigenen Bedürfnissen welches mit mir eine Gemeinschaft bildet.
P.S.
Grundsätzlich aber teile ich deine Meinung, dass ein Hund sich natürlich auch im Rahmen von Regeln und Grenzen frei bewegen kann. Es soll ja nicht so sein, dass ich alles kontrolliere und er quasi nur durch Erlaubnis atmen kann.

Nur Entscheidungen die unsere Gemeinschaft betreffen, die übernehme ich.
Dinge wie.. darf der Hund da vorne an mir ( Mensch ) schnüffeln..gibt es um 19:00 Uhr oder um 19:30 Uhr was zu essen.. oder gar nicht...usw usf
-
Zitat
Und was machst du in solchen Fällen? Du handelst ruhig und überlegt.. oder? Von nichts anderem schreibe ich hier die ganze Zeit. Dummerweise ist es üblich, gewisse Dinge aus dem Kontext zu zitieren um somit den Ursprünglichen Hintergrund zu verzerren.
Da stimm ich dir zu.... denn du hast letztendlich unterstellt, dass wenn ein Hund ein Problem beim TA hat, dass er den HH nicht als "Rudelführer" anerkennt und dies auf eine problematische Hund-HH-Beziehung hinweist! DAS nenne ich mal ne verzerrte Wahrnehmung!
Zitat
Es ist im Grunde ganz einfach.
Wenn mein Hund sich einen Halbtagsjob sucht und von dem Geld was er verdient, sich sein eigenes Futter kauft und anfängt mit mir darüber in meiner Sprache zu debattieren, dass er moralische und ethische Bedenken in Bezug auf meine Position hat, dann darf er anfangen eigene Entscheidungen in für ihn heiklen Situationen zu treffen.Bis dahin übernehme ich das.

Mein Hund ist für mich mein Hund, ein intelligentes und hochsoziales Tier mit eigenen Bedürfnissen welches mit mir eine Gemeinschaft bildet.
Mist, meine Hunde haben beide einen Job, meistens sogar ganztags. Da steh ich ja schon mal auf dünnem Eis!
Und übrigens, nichts anderes habe ich geschrieben! In gewissen Grenzen haben meine Hunde alle mögliche Freiheit!
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!