Verhalten von zwei Tierärzten bei unsicherem Hund
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Offensiv auf unsichere oder drohende Hunde zuzugehen die man nicht kennt (in die Augen schauen, Hand gleich in Richtung Kopf ausstrecken, Schnauzengriff) ist als TA die beste Art sich mal wieder beißen zu lassen wenn man das noch nicht oft genug hatte.

Naja, ein bisschen Selbstvertrauen muss ein TA schon ausstrahlen, wenn ihm beim ersten drohenden Hund die Hände zittern, das ist auch nix. Aber ansonsten muss der mMn dem Hund gegenüber nix beweisen und ihn schon gar nicht erziehen.
Das ist eher ne Sache der Ausstrahlung als wie "dominant" ich mich benehme.Wenn der Hund aus irgendeinem Grund sich halt nicht untersuchen/behandeln lassen will, dann kann man mal ein paar Minuten lang versuchen ihn mit Leckerchen und freundlichem, nicht bedrohlichem Verhalten etwas aus der Reserve zu locken. Wenn das funktioniert - super!
Und zieht das nicht... tja, sorry, aber es ist nicht wirklich die Aufgabe das TA sich den halben Nachmittag Zeit für Probleme zu nehmen, die eigentlich jeder HH selber lösen sollte (Notfalls mit Hilfe vom Trainer, der ist da im Gegensatz zum TA Fachmann für).
Dann nimmt man halt mal wenn es gar nicht anders geht nen Maulkorb oder ne Schlaufe, wenn man das ruhig und ohne großes Brimborium macht ist das für den Hund insgesamt glaube ich weniger aufregend als 15 Min versuchen zu locken und zu bestechen.
Also, ich würde eher zu TA Nummer 2 gehen...
Meine Hündin ist übrigens beim TA auch eher unsicher. Und mich wundert es immer wieder, wie viele TA anscheinend mit dem "GutschiGutschi"-Ansatz gut fahren.
Anscheinend sprechen die meisten Hund überraschenderweise DOCH positiv drauf an von Fremden mit hoher Quitschestimme, die sich über sie beugen und sie anstarren, als erstes gleich ins Gesicht gegrapscht zu werden. Sonst würden das nicht so viele TA immer wieder machen...Meine reagiert am besten, wenn man sie anfangs komplett ignoriert und einfach ein bisschen gucken und schnuppern lässt (in der Zeit wo man halt das Vorgespräch macht). Leckerchen nimmt sie eh nicht von jedem und wenn man zwanghaft versucht sie zu locken wird sie erst recht misstrauisch. Entweder sie kommt von selber oder sie kommt gar nicht.
Wenn dann untersucht/behandelt werden muss, dann heb ich sie selber auf den Tisch und stell mich gleich an ihren Kopf. Den TA hat sie zu erdulden, aber sie will den nicht näher kennenlernen und das ist ok - muss sie auch nicht.
Wenn was am Kopf gemacht werden muss hab ich auch immer eine Hand am Kopf für den "moralischen Halt", Maul aufmachen mach ich auch selber.
Sie ist sicher kein extremer Fall, aber wir sind so bisher ganz gut über die Runden gekommen. - Vor einem Moment
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Zitat
denn du hast letztendlich unterstellt, dass wenn ein Hund ein Problem beim TA hat, dass er den HH nicht als "Rudelführer" anerkennt und dies auf eine problematische Hund-HH-Beziehung hinweist! DAS nenne ich mal ne verzerrte Wahrnehmung!
Offenkundig hast du meinen Beitrag nicht verstanden.
Zitat
Nur mal so am Rande..Die oft genannte Unsicherheit hat doch letztlich gar nichts mit dem Tierarzt zu tun und auch nicht damit, wie dieser mit dem Hund umgeht.
Ohne jetzt jemanden direkt ansprechen oder bewerten zu wollen, stelle ich mir gerade eher die Frage, ob es nicht eine gewisse Diskrepanz in der Hund/Mensch Beziehung gibt, wenn der Hund in diversen Situationen Unsicherheit zeigt.
Denn ein Hund, der seinem Halter als "Rudelführer" akzeptiert und vertraut, wird keine Unsicherheit zeigen. Diese wäre dann nämlich gar nicht notwendig, weil " der Rudelführer die Situation immer im Griff hat und sich dementsprechend um alles kümmert".
.. nur so als Denkanstoß.

Tatsächlich habe ich lediglich einen möglichen Denkanstoß gegeben, der zweifelsohne oftmals die Ursache für eventuelle Probleme ist.
Nicht weil Herrchen oder Frauchen etwa Dumm wie Bohnenstroh ist, sondern weil sie sich einfach viel zu viel Gedanken machen und somit ihre eigene Unsicherheit 1 zu 1 auf den Hund übertragen.
Es gibt doch zahlreiche Beispiele...
Hund XY hat mal eine schlechte Erfahrung bei irgendwas gemacht und Halter XY erinnert sich kontinuierlich daran. Versucht diese Erfahrung zu vermeiden und schiebt Panik, wenn sie sich mal nicht vermeiden lässt.... glaubst du so jemand strahlt die notwendige Sicherheit dann aus?
Denkst du es ist sinnvoll, für immer grüne Mülltonnen zu meiden, weil Hund xY mal im Welpenalter neben besagter Mülltonne stand, diese vom Wind umgekippt wurde und der Hund seither Panik vor grünen Mülltonnen hat?
Wie auch immer du das sehen magst, ich versuche nicht sowas zu vermeiden sondern arbeite überlegt und mit Ruhe daran, dass der Hund eben keine Angst hat. Und wenn das dann eben bedeutet, dass ich den Hund freundlich aber bestimmt an einer grünen Mülltonne vorbeiführen muss, damit er merkt, dass nichts passiert.. ja, dann mache ich das.
Wie auch immer.. es gibt natürlich immer Extremfälle an den man jahrelang Arbeiten muss. Und es gibt auch Fälle, wo es vermutlich keine Lösung gibt.
All das meinte ich aber nicht, sondern mein Denkanstoß bezog sich auf die Leute, die ihre eigene Unsicherheit auf den Hund übertragen und somit nicht die notwendige Ruhe ausstrahlen ( und damit eine Diskrepanz in die Mensch/Hund Beziehung ) bringen.
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Wenn dein Hund eine Aufgabe hat, dann freut mich das. :)
Ich freue mich für jeden Hund, der seiner Rasse entsprechend eingesetzt wird. Ich hab 'nen Mischling, der nichts zu hüten oder zu jagen hat und auch nirgendwo aufpassen muss.. daher hat er auch keinen "Job" sondern bekommt Abwechslung durch Aufgaben, die ich ihm stelle.
Da geht es dann übrigens sehrwohl darum, dass er "Entscheidungen" trifft - nämlich Lösungsansätze zu finden.
Schärft den Geist, lastet ihn aus - Hund ist Glücklich.

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Puh, irgendwie kam ich irgendwann nicht mehr mit bzw. hat sich die Thematik ein wenig verschoben ;-)
Stimmt schon, dass der Herdi anders als der unsichere Goldie neben uns ist. Während der am liebsten in die Ecke geflüchtet wäre, flucht mein Hund lieber laut. Aber es kommt drauf an, wie man mit ihm umgeht bzw. generell mit Herdis. Die mögen es lieber sachte und respektvoll, direkt auf den Kopf tätscheln ist ein absolutes gesellschaftliches NoGo für Herdis. Daher auch die Abneigung gegen TA 1, der viel zu offensiv, laut und körperlich wurde. Wobei hingegen TA 2 den nötigen Respekt entgegenbringt und somit sogar den Hund für sich gewinnen konnte. Als wir im Wartezimmer saßen und er allein die Stimme von TA 2 gehört hat, gingen Ohren hoch und Kopf ganz schief. Als dann die Tür aufging, ging es ihm Galopp mit mir im Eilschritt hinterher in die Praxis. Also, es scheint keine Panik vorm TA zu sein, denn er rennt ja förmlich rein, es geht mehr um die Kommunikation die im ersten Fall dermassen schief lief.
So, mal kurz in die Diskussion geworfen, wobei ich mit dem Beitrag wahrscheinlich schon längst am Thema wieder vorbei bin :grin:
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Oh je...also wenn jemals ein TA einen Schnauzengriff bei Jill gemacht hätte...der hätte keine Kinder mehr zeugen können
....ich finde, dass ist ein no go....ich muss allerdings dazu sagen, dass ich beim TA immer direkt an Jill dran bin, soll heißen: ich bestimme wie mein Hund angefasst wird.Ich finde TA2 aus deiner Version gut...kostet halt Zeit, aber warum nicht mit Leckerchen überreden? Kinder bekommen auch einen Loli, wenn sie brav beim Zahnarzt waren (dann müssen sie ja wieder kommen A)Karies und B)wieder Loli)
...oh nein, Mensch/Hund-Vergleich..sorry..Kein TA der Welt dominiert meinen Hund und damit basta....mein erster Hund hat beim TA gerne mal die Zähne gezeigt, FAZIT: Maulkorb rum, denn da geht es um Personenschutz...so ein Schnauzengriff kann ungeahnte Folgen haben.....
Etwas antiquiert der Gute ( TA1 )

Für mich ganz klar: Leckerchen-Methode!
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Ich habe in Juri ja nun auch einen Hund, der unsicher ist (das ist maßlos untertrieben...). Und da ist es ganz einfach: Alles, was vorne am Kopf stattfindet, mache ich und kein TA! Heißt: Kein TA macht sein Maul auf und kein TA klappt Ohren um o.ä. (muß man bei Stehohren auch nicht). Das tue ich und nur ich! Der TA darf dann reinschauen und gut ist's.
Wenn ein Hund den TA nur nicht mag, dann bin ich vorne mal Maul und halte das oder es kommt ein MK drauf.
Kekse darf man geben, aber einem TA steht es bei meinem Hunden nicht zu erzieherisch einzugreifen oder zu korrigieren. Dazu bin ich selber in der Lage.
Bei Juri hat das mal absolut nichts mit Rudelführer o.ä. zu tun. Es soll in der Tat Hunde geben, die aus dem TS stammen und einfach nur kaputt sind! Und ein Trauma bekommt man auch nicht nicht weg, wenn man dann der Rudelführer ist

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Kekse darf man geben, aber einem TA steht es bei meinem Hunden nicht zu erzieherisch einzugreifen oder zu korrigieren. Dazu bin ich selber in der Lage.

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Ich war mit Cookie, den ich erst 4 Wo habe, erstmalig bei einer TA, sozusagen zum Kennenlernen, ohne dass was war.
Ich wollte einfach, dass sie den Hund sieht, ihn ihr vorstellen, wenn es ihm gut geht, damit sie dann, wenn was ist, das besser beurteilen kann, ob und wie schlecht es ihm geht.Der durfte frei laufen im Behandlungszimmer, alles beschnuppern, in den Regalen stöbern, hat Leckerlis bekommen...und sich danach, wie von mir, alles gefallen/ anfassen lassen.
War super, ich glaube, er geht da gerne noch öfter hin.
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Zitat
Und ein Trauma bekommt man auch nicht nicht weg, wenn man dann der Rudelführer ist

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