Mira hat nur 2 Beine!

  • Hu-Hu ihr Lieben! An einige, die sich angesprochen fühlen möchten: Bitte erst einen Beitrag, der euch sauer aufstößt, nochmals lesen nachdem ihr ruhig durchgeatmet habt und dann antworten.

    Vergesst bitte nicht, dass eure eigenen Erfahrungen zur subjektiven Interpretation eines Beitrages führen und dem Beitrag eine Farbe verleihen, die der Schreibende gar nicht benutzen wollte...

    Lasst den Thread bitte nicht erneut ausarten, Mod Chris hat sich die Mühe gemacht alles zu überprüfen und zu editieren und wir sollten ihr Respekt zollen und uns erwachsen verhalten (ich schreibe das auch im Hinblick auf das was noch kommen kööööönnnnnttttteeeeee)

    Hau, MHS hat gesprochen :hobbyhorse:
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    Zitat

    Ich würde JEDES meiner Tiere einschläfern lassen, wenn ihm ein Leben voller Schmerzen und Last bevorstünde. Es versteht nämlich nicht, warum es ihm nicht gut geht und das es mein Egoismus ist, der ihm keine adäquates Leben gönnt.

    Das ist so ein schweres Thema; wenn ich diese EInstellung hätte, hätte ich Jill schon längst einschläfern lassen müssen (Falbala und ich haben uns bezüglich Omi ja auch die Finger heiß diskutiert).

    Ich bitte nochmal darum zu unterscheiden zwischen Hunden, die krank geboren werden (komplette Extremitäten fehlen, Sinnesleistungen nicht vorhanden, etc pp) und den Hunden, die durch Unfall/Krebs im Laufe ihres Lebens krank wurden.

    "Ein Tier versteht nicht, warum es ihm nicht gut geht" - und was ist so dramatisch daran? Was ist so erschreckend daran, dass ein Tier einfach lebt und nicht nach dem Sinn des Lebens lechzt? Weshalb muss ich ein Tier töten, weil es das "Warum" nicht versteht?

    Und ist es tatsächlich Egoismus, ein Tier am Leben zu halten?
    Was ist egoistisch daran, ein Tier, das frisst, trinkt, spazieren geht, spielt und am Alltag teilnimmt trotz Krankheit, trotz Behinderung eine Chance FÜR das Leben zu geben?

    Ich bleibe vehement dabei, dass mein Hund ein Recht auf Selbstbestimmung hat.
    So lange sie bewusst am Leben teilnimmt, mit Hingabe frisst und im Schlaf träumt, trotz Arthrose noch Katzen ärgern will....so lange hat sie ihre Daseinsberechtigung, trotz Cushing, trotz SDU, trotz Lungenkrebs. Ist es einfach? NEIN!

    Wenn ein Züchter für sich entscheidet, einen Welpen zu töten, weil er behindert ist, hat das für mich nichts mit Verantwortung zu tun, es hat für mich auch nichts mit Gnade zu tun, sondern es ist Berechnung und Logik. Denn es ist logisch, dass ein behinderter Hund nicht dasselbe Leben führen kann wie ein nicht behinderter Hund.

    Und wenn ein zukünftiger Besi für sich entscheidet, dem Leben eine Chance zu geben...warum denn nicht? Wenn ein Züchter einen Hund töten kann, weil es für ihn logisch ist, darf ein anderer einem Hund eine Chance geben, weil es für ihn logisch ist.

    Und Mutter Natur? Mutter Natur ist ganz und gar nicht grausam...Mutter Natur konnte alles immer schön selber regeln. Wir Menschen empfinden Mutter Natur nur als grausam, weil wir eine dermaßene Angst vor Schmerz und Tod haben, dass wir uns erdreisten bei Mutter Natur ordentlich rumzupfuschen.

    So...nu habe ich mal rumgekotzt :D ...aber im netten Sinne ;)

  • Mir tut die TS Leid , und mal wieder gibt es hier super heilige User, die meinen ihre Meinung betrifft den Rest der Welt...Natürlich kennen hier alle den Hund persönlich, und wissen es daher besser!
    Warum wird hier überhaupt noch von einschläfern geredet ? Der Hund hat nun einen Lebenswillen, und solange er schmerzfrei leben kann soll er das doch, ich bin mir sicher das die TS den nötigen Schritt gehen wird sobald es so weit ist.
    Soll jetzt jeder Hund mit HD , Splondy oder Tumor sofort eingeschläfert werden weil er irgendwann mal schmerzen hat?
    Sorry aber das ist einfach erbärmlich und wäre ich neu hier hät ich dem Forum sofort den Rücken gekehrt.

  • Zitat

    "Ein Tier versteht nicht, warum es ihm nicht gut geht" - und was ist so dramatisch daran? Was ist so erschreckend daran, dass ein Tier einfach lebt und nicht nach dem Sinn des Lebens lechzt? Weshalb muss ich ein Tier töten, weil es das "Warum" nicht versteht?

    Sorry, ein Tier in seinem Unwissen unabsehbar lange Schmerzen leiden zu lassen käme für mich nicht in Frage. Ich bin dem Tier, das aus meinem Egoismus auf Gedeih und Verderb an mich gebunden ist, schuldig, daß es ein Leben ohne Qual leben darf. Aber das ist mein moralischer Anspruch an eine Tierhaltung, ich weiß, daß viele Leute diese Sichtweise nicht teilen.

    Hier gibt es natürlich viele Graustufen und Deine Omi-Hündin, die ja wahrscheinlich viele Jahre gesund erlebt hat (ich kenne Eure Geschichte nicht wirklich, entschuldige) , hatte vermutlich eine lange Zeit ein echtes "Hundeleben" im positiven Sinne. Das wird dieser Welpe NIE haben, das sollte man sich beim Über-einen-Kamm-scheren der Lebensgeschichten verschiedener Hunde vielleicht immer mal wieder vor Augen führen.

    Hecuda, weder bin ich "superheilig", noch liegt es mir daran, der TS vor den Kopf zu stossen. Ich denke nur, hier hätte viel früher und anders gehandelt werden sollen.


    LG von Julie

  • Zitat

    Sorry, ein Tier in seinem Unwissen unabsehbar lange Schmerzen leiden zu lassen käme für mich nicht in Frage. Ich bin dem Tier, das aus meinem Egoismus auf Gedeih und Verderb an mich gebunden ist, schuldig, daß es ein Leben ohne Qual leben darf. Aber das ist mein moralischer Anspruch an eine Tierhaltung, ich weiß, daß viele Leute diese Sichtweise nicht teilen.

    Hier gibt es natürlich viele Graustufen und Deine Omi-Hündin, die ja wahrscheinlich viele Jahre gesund erlebt hat (ich kenne Eure Geschichte nicht wirklich, entschuldige) , hatte vermutlich eine lange Zeit ein echtes "Hundeleben" im positiven Sinne. Das wird dieser Welpe NIE haben, das sollte man sich beim Über-einen-Kamm-scheren der Lebensgeschichten verschiedener Hunde vielleicht immer mal wieder vor Augen führen.

    Hecuda, weder bin ich "superheilig", noch liegt es mir daran, der TS vor den Kopf zu stossen. Ich denke nur, hier hätte viel früher und anders gehandelt werden sollen.


    LG von Julie

    Konkret, du würdest den Welpen, der nun noch überhaupt nichts von den evtl. Schmerzen weiß, töten lassen?

  • Ja, ich hätte ihn sofort nach der Geburt einschläfern lassen.
    Umgehend, ohne die geringste Wartezeit.
    Und ich weiß, daß JEDER meiner drei Tierärzte unserer Tierklinik das auch sofort ohne Zögern und mit absolut gleicher Überzeugung gemacht hätte.
    LG von julie

  • Zitat

    Ja, ich hätte ihn sofort nach der Geburt einschläfern lassen.
    Umgehend, ohne die geringste Wartezeit.
    Und ich weiß, daß JEDER meiner drei Tierärzte unserer Tierklinik das auch sofort ohne Zögern und mit absolut gleicher Überzeugung gemacht hätte.
    LG von julie

    Und du hättest dem Welpen nicht noch die unbeschwerte Zeit gelassen, die ihm auf Erden gegeben ist? Wieso? Wieso tötet man ein Tier, dass noch schmerzfrei und lebensfroh ist? Zeiten können sich ändern und dann besteht Handlungsbedarf. Aber warum sofort?

  • Zitat


    Redet ihr so weil ihr gesunde Hunde habt?

    Nein ich rede so weil ich einen Handicap Hund habe !

    Ich tue mich einfach schwer mit dem "hauptsache gerettet"
    Für mich kann nur die Threaderstellerin die Lebensqualität beurteilen und entscheiden was sie bereit ist zu geben....
    Für alle anderen "Beglückwünscher" gilt: was man dem Einen gibt, nimmt man dem Anderen...
    Das versteht man erst wenn man mit seinem Handicap-Hund an der Leine in der Innenstadt per Zufall mit einem langjährigen Obdachlosen ins Gespräch kommt und dieser einen einfach nur interessiert fragt was den so eine Orthese kostet !
    Ganz ehrlich in dem Moment hatte ich das Gefühl das meine Liebe zu meinem Hund "pervers" ist !

    Und ja, ich würde das immer wieder so machen (weil der eigene Hund eben doch was besonderes ist), aber für mich gibt es Grenzen und "Ressourcen" die anderswo besser investiert sind.

  • ingal, ein toller beitrag :gut: :gut: :gut:
    danke dafür.

    ich finde es schwierig aus der ferne zu beurteilen, ob der hund schmerzen hat oder leidet. fakt ist: der knirps ist so geboren worden und weiß gar nicht, wie es wäre vier beine zu haben. er wird sich höchstwahrscheinlich nicht mit seinen kumpels vergleichen und hat anscheinend gelernt, trotz behinderung, zu laufen.

    warum sollte man diesen hund einschläfern?

    weil er eventuell irgendwann mal schmerzen bekommen könnte?

    ich könnte mir vorstellen, dass dieser hund sogar recht problemlos kann, weil sein körper ja nun einmal so auf die welt kam, d.h. er ist fähig von klein auf, muskeln/sehnen und knochen so zu bilden, dass er sich problemlos bewegen kann. warum sollte man einen solchen hund einschläfern?

    für uns ist die vorstellung grausam, so leben zu müssen. der hund hat keine vorstellung davon, wie es anders wäre.

  • jansens:
    Weil ich es für mich deutlich vertetbarer finde, einen noch blinden, nahezu tauben Welpen, der sich seiner Umwelt noch nicht angepasst hat und der schlichtweg die schlechtesten Aussichten hat, sofort einzuschläfern.
    Abzuwarten, OB es überhaupt zu einer Entwicklung kommt, in der der Welpe ein für ihn lebenswertes Leben leben KANN, käme in so einem Fall für mich nicht Frage. Das empfinde ich dem kleinen Dingelchen, daß rein aufgrund meines Willen zu züchten auf die Welt kam, gegenüber als unfair.
    Wann willst Du denn die Entscheidung treffen?
    Wenn der Welpe einen offenen Bauch hat, weil er wochenlang nur robben kann?
    Wenn die noch weichen Knochen der vorhandenen Extremitäten von der falschen Belastung so verbogen sind, daß sich schnellstens Arthrosen entwickeln?
    Wenn die Wirbelsäule nicht mehr mitmacht?
    Wenn beim Röntgen festgestellt wird, daß noch andere Bereiche des Körpers falsch angelegt sind?

    Das alles kommt für mich persönlich nicht in Frage, dem Tier zuliebe.
    Aber wie gesagt, meine ganz persönliche Meinung und für viele vielleicht herzlos.

    Leicht ist es nie, die Entscheidung ist IMMER schwer. Es kommt aber eben vor und lässt einen doch immer wieder wieder zweifeln, ob Rassetierzucht wirklich so ein ausfüllendes Hobby ist.

    LG von Julie

  • Es gibt einfach Menschen, die sehen es entgegen dem Mainstream eben anders - der Mainstream, der da lautet: je länger, je besser.

    Mutter Natur ist weder grausam, noch gut: sie ist einfach. Und vor allem setzt sie ihren "Willen" bedingungslos durch. Ich persönlich empfinde Sterben, wenn es sanft stattfindet, nicht als schlimm. Den Tod empfinde ich schon gar nicht schlimm. Heute will jeder 90 Jahre oder noch älter werden, verfällt dem Gesundheitswahn und es ist ein Tabu geworden, nicht dafür zu sorgen, dass man doch mindestens 130 Jahre alt wird. Hat schon einer von denen beobachtet, wie mit alten Menschen umgesprungen wird? Das "alt" fängt in gewissen Bereichen schon mit 40 J. an. Und das ist nur der Anfang - siehe die zukünftige Alterspyramide. Aber hier bin ich bei hoffnungslosem OT: Wobei, viel von diesem Paradox fliesst glaube ich auch ein in die Bewertung, welches Leben wie lange als lebenswert empfunden wird: wir gehen halt von uns selbst aus.

    Ich glaube, kein einziger hier ist auf so nem Trip: was, der Hund ist nicht vollständig? Also weg damit!

    Was ich schlimm finde, ist die Eventualität, die aus Nicht-Wissen entstehende Möglichkeit, dass mein Tier wegen mir leiden könnte. Und da ich den Tod als nichts Schlimmes empfinde, sehe ich auch das Einschläfern - da eine sanfte Methode - als "besser" an, als solch eine Einschränkung. Besonders zum Zeitpunkt der Geburt des Welpen sehe ich das so - aber ich stehe auch dazu, dass ich es später höchst wahrscheinlich auch so sehen würde - wie wahrscheinlich der Grossteil der Tierärzte auch.

    In meiner Einstellung bin ich "Mutter Natur" näher als dem, was heute so gängig ist. ;)

    Zitat


    Das versteht man erst wenn man mit seinem Handicap-Hund an der Leine in der Innenstadt per Zufall mit einem langjährigen Obdachlosen ins Gespräch kommt und dieser einen einfach nur interessiert fragt was den so eine Orthese kostet !
    Ganz ehrlich in dem Moment hatte ich das Gefühl das meine Liebe zu meinem Hund "pervers" ist !

    Und ja, ich würde das immer wieder so machen (weil der eigene Hund eben doch was besonderes ist), aber für mich gibt es Grenzen und "Ressourcen" die anderswo besser investiert sind.

    Den Gedanken des "pervers" (auch, wenn dem so nicht ist :smile: ) kann ich total nachempfinden.

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