An Hunden vorbeikommen - ohne Stress!

  • Innerstädtische Parkanlagen gibts hier im umkreis von 40 km null.... :muede:
    Mobil bin ich nicht wirklich auf so weite strecken :verzweifelt:
    Ich bin wirklich am berzweifeln.
    Heute bin ich unverhofft, nach einer abbiegung, auf drei hunde getroffen, alle auf einmal, die liefen seelenruhig an uns vorbei, während meiner den arsch machte, ich am liebsten im erdboden versunken wäre. Nix jat geholfen, in meiner verzweiflung hielt ich ihn kurz im schnauzgriff.
    Und dann waren die hunde samt besitzer schon wieder vorbei, aber deren blicke hab ich noch lange gespürt... :verzweifelt:

  • Wann triffst du denn Hunde?
    Du schreibst er hört erst nach den ersten paar Minuten. Also wird da auch bei bekannten Hunden geübt. Er muss ruhig sein, erst dann darf er spielen. (erstmal nur einen Bruchteil, ansehen, kurz sitz machen, hauptsache du findest erstmal etwas zum belohnen und das dann oft. ...)
    Ansonsten außerhalb der Situation üben am Gehorsam, meist klappt es dann auch bei anderen Ablenkungen nicht. Zum Beispiel Futter hinlegen (erst weniger attraktives, dann richtig gutes)und dann in Anwesenheit des Futters üben oder das Lieblingsspielzeug. Oder, wenn er sich immer wie Bolle über die Oma freut. Oberbelohnung ist da immer das hindürfen zum Objekt der Begierde, wenn du es erlaubst und dann eben auch mal nicht. Also das zimmer verlassen, ohne, dass er das Futter bekommt, draußen eine Kleinigkeit verlangen, etwa Sitz oder auch nur ansehen auf einen Befehl hin und dann belohnen.
    Trägt dein Hund ein Geschirr?
    Ich würde auf dem Absatz kehrt machen, wenn er Theater macht und stur geradeausschauen und flott gehen. Dann eben so zackig wieder umdrehen, freudig Fuß verlangen, mit ihm reden und wenn er sich wieder umorientiert, zack wieder die Richtung wechseln. Das schnell Richtung wechseln, auch machen, wenn kein Hund in der Nähe ist. Immer mal wieder wirklich flotten Gehorsam und Aufmerksamkeit verlangen und die dann fürstlich belohnen.
    In jedem Fall üben, üben, üben, viele Dinge finden, die du belohnen kannst und Hunde zum spielen finden. Beides braucht der Hund, dann wird das auch besser und er kann immer sich immer besser beherrschen.

    Viel Glück beim Methode finden!

  • Durch meinen job haz er fast täglich kontakt mit vielen anderen hunden, diese sind aber immer alle ohne leine, im eingezäunten bereich. Dort kann er rennen spielen und toben nach herzenslust. Wie gesagt, dort folgt er auch, ich kann ihn aus dem spiel rufen, ja auch ohne leine lockeres fuß laufen lassen.

    Esist wirklich nur dieses unvorbereitete treffen im alltag an der leine. Ich will doch nur an den hunden vorbei kommen.... :sad2:

  • Ich leide mit dir :verzweifelt: wir kommen auch nicht zivilisiert an anderen vorbei... Ich würde das ja gerne üben, aber scheinbar gibts hier keine fähigen hundeschulen und keine trainingspartner :sad2:


    Also wenn hier jemand aus dernähe mannheim/heidelberg kommt, immer her mit! :lol:

  • Zitat

    In dieser konkreten Situation würd ich einmal tief Luft holen, die Leine kurz nehmen und die Situation zügig über die Bühne bringen. So wie du das gerade beschreibst ist der Hund in dieser Situation doch sowieso nicht lern- und aufnahmefähig und betrachtet durch einen absoluten Tunnelblick den anderen Hund...
    Nein, das allerwichtigste ist erstmal mit einer Distanz zu trainieren, die für den Hund noch aushaltbar ist...und ich hab da schon mit Hunden das Training begonnen da lag diese Distanz anfänglich bei 50 Metern.
    Aber da ist der Hund dann auch aufnahmefähig, da kann ich den Hund in seinem Verhalten auch unterbrechen...


    Genau!
    Da ist sehr, sehr viel Geduld gefragt!
    Auf die schnelle und mit rabiaten Mitteln ist da nichts zu machen!
    Oder man ist gleich so rabiat, das der Hund nur noch gebrochen hinter einem herschleicht!

  • Ich habe bisher vier Möglichkeiten kennengelernt die in solchen Momenten funktionieren.

    1. Zeigen und Benennen
    2. Bogen laufen wenn die Möglichkeit besteht
    3. Ruhe in den Hund bringen indem man ihn festhältst
    4. den Fokus auf was anderes umlenken


    Bei Aira hat die dritte am besten gefruchtet :smile:
    Mir wurde die Methode in der Hundeschule gezeigt und ich habe sie draußen nachdem so viele andere nicht geholfen haben ebenfalls angewendet. Aira war bei Hundesichtung kaum zu halten. Es war kein Aggresionsverhalten sondern Frust darüber das sie nicht hin darf.
    In solchen Momenten war sie weder ansprechbar noch hat sie auf Leckerli reagiert. Selbst Bogen laufen war schwierig den einen damals 26 kg schweren Hund zu bewegen mit einem zu laufen der genau da nicht hin möchte, ist gar nicht so einfach :muede:

    Dann habe ich mich zum Affen gemacht und mit den besten Leckerli vor der Nase gewedelt. Gut einmal genommen und weg war se wieder. Manchmal hat sie sogar überhaupt nicht reagiert. Als würde man gegen eine Wand reden :headbash:
    Leider kamen auf meinen täglichen Spaziergängen bis zu zehn Hunden entgegen.

    Irgendwann nach Frust ohne Ende versuchte ich die Dynamik rauszunehmen und blieb bei Hundebegegnungen stehn. Natürlich nicht direkt auf dem Weg sondern ein Stück daneben.
    Ich habe Aira zwischen die Beine geklemmt und mit den Armen vorne über den Brustkorb festgehalten. Zudem habe ich versucht mich selber zu beruhigen. Einmal tief einatmen und versuchen die Ruhe auf den Hund zu übertrage. Ich weiß sagt sich so einfach :roll:
    Leider ist es so das der Hund nur einen selber wiederspigelt. Ist man selber aufgedreht/ nervös weil man zum Bsp. bestimmte bekannte Verhaltensweisen seines Hundes erwartet, ist es der Hund ebenfalls.
    Wenn Aira sich beruhigt hat durfte sie auch mal zu den anderen Hunden hin.
    Inzwischen ist sie bei Hundebegnungen entspannt. Klar es es gibt bestimmte Hunde( Balljunkies sprich rennende Hunde) bei denen sie immer noch austickt aber nicht mehr in den Maßen wie früher.

    Kira meine andere Hündin war oder ist manchmal immer noch eine kleine Proletin. Große Klappe aber nix dahinter. Bei ihr kann ich mit einem Futterbeutel/ Leckerli und bei großen Hunden Bogen laufen gut entgegenwirken.
    Ich finde an den beiden Bespielen kann man gut erkennen wie unterschiedlich Hunde sich verhalten bzw. auf welche Methode sie am besten reagieren.
    Einfach beobachten.

    Eine gute Möglichkeit sich selber bzw. sein Verhalten zu analysieren und wie es sich auf den Hund auswirkt ist, sich mit der Kamera aufzunehmen. Ich sag euch ihr werdet überrascht sein.
    Wir haben damals in der Hundeschule mehrmals beim Training die Kamera laufen lassen.
    Erst dort wurde mir bewusst welche Körpersprache ich benutze und wie es sich auf Aira auswirkt.
    Ein Bsp. pure Anspannung im Körper, sofort die Lein stramm gezogen und und und.......... :pfeif:

  • Zitat


    Und dann waren die hunde samt besitzer schon wieder vorbei, aber deren blicke hab ich noch lange gespürt... :verzweifelt:


    Das ist das allererste was Dir am Allerwertesten vorbeigehn muss ;)
    Es is doch egal wie die andren Dich angucken. Was denkst wie wir angeschaut werden wenn meine Rottitussi abdreht ^^
    Du musst erstmal die Ruhe weg haben oder Dir eine l.m.a.A.-Einstellung aneignen. Bist Du nervös oder gestresst wenn Du andre Hunde siehst merkt das auch Dein Hund und verhält sich dementsprechend eigentlich schlimmer.

    Bist Du aus Norden, also der Stadt/Dorf/weiß-der-Geier?
    Da kommt Merle110 (Anke) auch her. Eine ganz nette Userin mit 2 Hunden. Emden dürft dann auch net weit sein? *grübel* Da wohnt nämlich nochmal ne Userin LiekeDeeler (Ute). Auch mit 2 Hunden.
    Vllt schreibst Du denen mal ne PN und frägst ob die sich net als Übungsobjekte zur Verfügung stellen wollen?

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