Spürnasen - Mantrailing Laber Thread

  • @MayaMütze

    Wow, daß war eine tolle Leistung. Eine Versteckperson zu finden, ganz ohne Hilfe und den genauen Abgangsort zu kennen ist wirklich schwierig. Toll, daß Maya das geschafft hat.
    Du hast Recht, es ist schon ein besonderes Gefühl seinem Hund komplett vertrauen zu müssen.

    LG

    Franziska mit Till

  • Danke. Ich bin auch sehr stolz auf sie.
    Unser Anfang war recht holprig, denn kurz nach dem Start war ein Garten, in dem direkt am Zaun ein Kanichenstall stand. Nur mit viel Mühe konnte ich Maya dazu bewegen, sich doch auf den Trail zu konzentrieren.
    Wir starteten auch in die richtige Richtung, doch nach 2 Abbiegungen drehte Maya um. Ich nahm an, es sei eine Sackgasse (später realisierte ich, dass wir nur 200 m von unserer VP weg waren).
    Dann sind wir einmal das komplette Baugebiet in die andere Richtung abgelaufen. Als wir wieder an unserem Ausgangspunkt waren, gab es etwas zu trinken und erneut den Geruch und dann zog sie wie eine Wilde in die Richtung. Diesmal auch über ihren vorherigen Wendepunkt hinweg (obwohl sie da kurz zögerte).
    Und dann saß da auch schon unsere VP.

    Es hat so viel Spaß gemacht und war zugleich auch super anstrengend.
    Auch wenn man selbst mitüberlegt, wo die VP sein kann, darf man seinen Hund dadurch nicht beeinflussen.

  • Mal eine Frage an die Trainer unter euch, bzw. Leute mit eigenen Gruppen, aber auch die, die in kommerziellen Trainingsgruppen trailen. Wie stellen sich eure Trainer/ihr selber dazu, wenn Schüler auch privat trailen? Sei es nur mit Familienmitgliedern als VPs, oder mit anderen, die auch trailen (lernen).

    Das Thema wird ja recht kontrovers diskutiert, mir sind schon absolute "Verbote" untergekommen. Überall sonst wird üben gross geschrieben, nur beim trailen nicht, oder bitteschön nur in bezahlten Stunden?

  • Bei uns (Hundeverein) ist das egal, das wäre ja auch noch schöner. Ich Traile im Verein, Privat und ab und an beim bezahlten externen Trainer.

  • Ich bin nicht begeistert, obwohl ich kein Geld nehme... Aber ich bilde Hunde für den Einsatz aus und gerade wenn die Leute meinen etwas in Eigenregie machen zu müssen geht es oft mächtig schief oder es werden Dinge ausprobiert die fatal enden... Ich habe nichts dagegen wenn z.B. Dummyschleppen gemacht werden oder Seminare bei Trainern gebucht werden die ich befürworte, aber mit Trailen in Eigenregie habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Oft weil die Hunde überfordert wurden weil zu oft was gemacht wurde (trainieren ja auch zwei Mal pro Woche) oder aus Unwissenheit zu schwere Trails gelegt wurden. Gerade im Einsatzbereich ist es mMn extrem wichtig kleinste Fehler zu vermeiden.

  • Unsere momentane Trainerin findet es grundsätzlich in Ordnung, gibt auch Tipps wie man das am besten anstellt und fragt aber auch kritisch nach, wenn sie dann beim nächsten Treffen irgendwas bemerkt, was auf einen Fehler beim Üben in Eigenregie zurückzuführen sein könnte.

    Sie gibt aber auch gerne Tipps zu Trainern, bei denen man mal ein Seminar o.ä. Machen könnte, wenn man über den Teller Rand blicken will.
    Sie ist da recht offen.

  • Unsere momentane Trainerin findet es grundsätzlich in Ordnung, gibt auch Tipps wie man das am besten anstellt und fragt aber auch kritisch nach, wenn sie dann beim nächsten Treffen irgendwas bemerkt, was auf einen Fehler beim Üben in Eigenregie zurückzuführen sein könnte.

    Sie gibt aber auch gerne Tipps zu Trainern, bei denen man mal ein Seminar o.ä. Machen könnte, wenn man über den Teller Rand blicken will.
    Sie ist da recht offen.

    Das finde ich absolut super und vorbildlich! Bei fast jedem Sport, sonstiger Tätigkeit gehört üben zwingend dazu, es werden je nach Ehrgeiz/Ziel Hausaufgaben gegeben. Beim Trailen wird es in manchen Kreisen aber als Tabu gesehen - weil man scheinbar den Leuten nicht zutraut, Gelerntes nach Vorgaben zu üben, Motivationstrails zu machen - oder weil man es ihnen nicht beibringen mag, was und wie sie üben sollen? Der Trainer als Hüter des Heiligen Trailgrals, der seinen Schäflein jegliche selbständige Tätigkeit als Sakrileg darstellt? Ketzerischer Gedanke.....

    Ich finde, ein guter Trainer sollte seine Schüler auch instruieren können, was und wie sie üben können - und wann sie es lassen sollten. Klar, wer dreimal wöchentlich im überwachten Training ist, sollte nicht noch extra üben - da haben dann hoffentlich auch kleine Aufgaben ihren Platz. Aber wieso sollte man engagierte Leute, die nach der Grundausbildung nur 14tägig oder unregelmässig ins Training kommen können, entmutigen? Die Bevormundung schmeckt für mich recht ungut nach Kundenbindung.....

    Ja, wenn die irgendwas probieren, können sie Schaden anrichten im Aufbau, völlig richtig. Aber statt alles verbieten könnte man ja auch instruieren, wie man Gelerntes übt, ohne Schaden anzurichten? Die, die sich eh um nix kümmern, werden so oder so tun, wie ihnen lustig ist, und es in einer Verbotskultur lieber verschweigen, als eine Trainingspanne zu beichten.

    Ich frage mich einfach, gibt es in einer anderen Hundesportdisziplin Vergleichbares? Oder selbst bei Arbeitshunden. Da wird doch immer Eigenleistung des HF verlangt, kein Nachsuchehund lernt nur in Kursen oder geleiteten Übungstagen, nur der Trail-HF ist so deppert, dass man ihm keinen noch so bescheidenen Trail ohne Aufsicht zutrauen kann - woran liegt das?

  • Es gibt keine Hundesportart bei der so viele Eventualitäten auftreten können wie beim Trailen... Wenn ich mir überlege wie genau ich Trails plane und was bei der Bebauung und geografischen Gegebenheiten alles zu beachten ist, dann nein, kann ich nicht einfach eine Hausaufgabe geben. Ich habe für Trainings schon Aufgaben gegeben mit sehr genauen Instruktionen weil ich selbst nicht da sein konnte und nachher stellt sich raus dass manches nicht geklappt hat weil man was nicht beachtet hat... Beispiel: motivationstrail ca. 50-70m geradeaus, die Person legt über eine Kreuzung rüber, der HF sieht Kreuzung und will seinen Hund unbewusst dazu bringen die Kreuzung auszuarbeiten... Mir wird dann erzählt alles sei Mist gewesen die sei überall hingerannt nur nicht in die richtige Richtung... Stellte sich halt raus, dass er eben kurz gezögert hat und der Hund aufgrund der Punertät sowieso etwas unsicher war in letzter Zeit.

    Wie gesagt: ich empfehle gerne eine Handvoll Trainer, bei unbekannten Trainern komme ich auch gerne mit und sehe mir das Ganze an, aber regelmäßiges Training alleine ist nicht gewünscht, einfach weil ich mich auf die Hunde verlassen können muss und das Ganze ehrenamtlich mache.

    Genauso dürfen gerne Dummyschleppen gearbeitet werden, dazu rate ich auch an, aber das ist etwas anderes als einen Trail im bebauten Gebiet zu legen.

  • Beispiel: motivationstrail ca. 50-70m geradeaus, die Person legt über eine Kreuzung rüber, der HF sieht Kreuzung und will seinen Hund unbewusst dazu bringen die Kreuzung auszuarbeiten... Mir wird dann erzählt alles sei Mist gewesen die sei überall hingerannt nur nicht in die richtige Richtung... Stellte sich halt raus, dass er eben kurz gezögert hat und der Hund aufgrund der Punertät sowieso etwas unsicher war in letzter Zeit.

    Nun ja, aber ist das nicht genau so ein Beispiel, wie man die Leute besser instruieren könnte? Dass ein Motivationstrail eben nur ums Eck geht, und nicht noch die Ausarbeitung einer Kreuzung beinhaltet? Finde ich jetzt nicht so schwierig....

    Und wenn sie dennoch Sch*** bauen: dann lernen sie hoffentlich daraus? Ich kann doch, grad auch für den Einsatz, nicht nur den Hund im luftleeren Idealraum aufbauen, sondern brauche auch den HF dazu, und muss dessen Entscheidungsvermögen schulen. Und dazu muss der auch mal Fehler machen dürfen? Ich habe jedenfalls aus Fehlern irre viel gelernt, vermutlich mehr, als ich aus überbehüteter unselbständiger Fehlerfreiheit jemals hätte lernen können...

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