ignorieren von unerwünschtem verhalten (wenns nich...
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... um aufmerksamkeit geht, also wenn der hund nich was unerwünschtes macht, nur um aufmerksamkeit zu kriegen.)
mich interessiert, wie ihr dazu steht! dass es mittlerweile viele machen und viele lehren, is mir natürlich aufgefallen, und deshalb möcht ich eure meinungen dazu erfragen. ich gehör zu denen, die gelernt haben, dass das ignorieren von unerwünschtem verhalten nich zum verschwinden dieses verhaltens führt, vereinfacht ausgedrückt. selbst manche verhaltensweisen die nur aufmerksamkeit besorgen sollen würd ich nich ignorieren, kommt natürlich aufs wie und wer an,
aber ich hatte selbst auch noch keinen hund der alle aufmerksamkeit als gut wahrnimmt.
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Seit dem wir Sammy hatten, hab ich gelernt: ignorieren kann als Zustimmung aufgefasst werden, also ist es aus meinem Handlungsschema völlig verschwunden. Es gibt klare Anzeichen für "super, richtig" und genauso klare Anzeichen für "das war gerade Müll".
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Ignorieren sollte man nur dann anwenden, wenn der Hund vorher eine passende Alternative gelernt hat. Denn nur dann kann der Hund sich "eines besseren" besinnen und das erwünschte Verhalten zeigen.
Ignorieren ohne Alternativen zu schaffen führt sonst im besten Fall zur Beibehaltung des aktuellen Verhaltens, da dieses selbstbelohnend ist, oder der Hund denkt sich noch neue Verhaltensweisen dazu aus ;-).
Diese können im zweifelsfall dann gesellschaftsuntauglich oder gar gefährlich sein.Besser ist eine positiv aufgebaute Unterbrechung des Verhaltens.
Beispielsweise durch einen bombensicheren Rückruf oder ein "Schau".
So können gerade selbstbelohnende Verhaltensweisen effektiv unterbrochen werden, bevor sich der Hund reinsteigert. -
Ja, ich mache es in gewissen Situationen, und meine Erfahrungen sind ganz gut. Ich mache es vor allem, wenn der Hund noch nicht so firm ist in dem, was gerade angebracht ist. Beispielsweise wenn ich clickere und den freien Stand will ist Hinsetzen absolut nicht erwünscht - ich ignoriere es. Oder wenn der Hund ausserhalb meiner effektiven Reichweite etwas unerwünschtes tut.
Ignorieren allein bringt unerwünschtes Verhalten aber nicht zum Verschwinden, dazu brauche ich auch die Bestätigung des erwünschten Verhaltens. Nur so hat der Hund auch einen Vergleich der Konsequenzen seines Handelns. Ich ignoriere auch nicht jedes unerwünschte Verhalten: manche breche ich ab über ein Signal, oder ich nehme den Hund da raus, betreibe also Management.
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Ich ignoriere unerwünschtes Verhalten eigentlich so gut wie nie, wenn es um erzieherische Dinge geht. Ich finde es fairer dem Hund ein Alternativverhalten zu zeigen/anzutrainieren oder ihm ganz banal zu vermitteln was das erwüschte Verhalten ist.
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Hätte ich nicht so viel (angestrengt) ignoriert, hätten mein Hund und ich so einige Probleme vermeiden können.
Ich denke es kommt auf den Hundetyp an- und auf die Situation.
Meinem geht es allgemein besser damit ein klares "Nein" zu hören, anstatt nur ignoriert zu werden. -
Ich halte davon auch nicht viel... wenn überhaupt ignoriere ich sowas, wenn es außerhalb meiner Reichweite liegt und ich weiß, dass Maggy einer verbalen Unterbindung aus 10 m Entfernung eh nicht gehorchen würde.
Ich finde es auch kritisch; wenn man seinem Hund nun wochenlang durch Ignorieren "erlaubt", dass er auf's Sofa darf, und dann irgendwann merkt, dass es nichts bringt und ihn doch mal runterschicken will, dann ist der Hund doch nur noch verwirrt. Denke auch, dass Ignorieren vom Hund in manchen Fällen eher als stillschweigende Zustimmung gesehen wird...
wo ich ignoriere ist beim Clickern. Wenn ich Sitz will und sie jammert rum, macht Platz, dann gibt es dafür keine Bestätigung. Aber für mich ist es auch ganz "normal", beim Clickern nur das zu beclickern, was "richtig" ist

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Zitat
Ich finde es auch kritisch; wenn man seinem Hund nun wochenlang durch Ignorieren "erlaubt", dass er auf's Sofa darf, und dann irgendwann merkt, dass es nichts bringt und ihn doch mal runterschicken will, dann ist der Hund doch nur noch verwirrt. Denke auch, dass Ignorieren vom Hund in manchen Fällen eher als stillschweigende Zustimmung gesehen wird...
Naja, ich denke das ist auch eine Situation in der Leute, die "pro Ignorieren" sind da ein Abbruchkommando benutzen würden.
Ignorieren wird vielmehr in solchen Zusammenhängen empfohlen, wie:
um Aufmerksamkeit betteln (zB durch Anspringen o.ä.)
(bei uns v.a.) Fiepen, etc.Damit der Hund lernt: Verhalten X bringt mir nichts.
Auf der Couch wäre das ja nun Quatsch, der Hund macht das ja nicht, weil er was erreichen will, sondern erreicht bereits was, indem er es tut. Er sitzt auf der Couch, mehr will er ja nun nicht. -
Ich selber nutze und sehe Ignoranz nicht als Mittel zur Erziehung.
Am Anfang habe ich es versucht, bin aber zum einen auf das Problem gestoßen, dass Ignoranz eigentlich "Normal Null" darstellt - schließlich ignoriere ich meinen Hund, wenn auch nicht "aktiv" oder bewusst, doch die meiste Zeit des Tages - zum anderen halte ich ihn eigentlich auch für so emphatisch, dass er den Unterschied merkt, ob ich wirklich kein Interesse daran habe, was er tut oder ob ich versuche, so zu tun. Außerdem hat es sich als viel leichter für ihn erwiesen, wenn ich eindeutiges Feedback gebe. Ich versuche so klar ich kann zu kommunizieren, was ich möchte und was nicht. In Momenten, in denen ich ignoriere, hat mein Hund selber die Wahl oder die Möglichkeit, sein Verhalten so zu variieren, dass er dazu Rückmeldung bekommt.Umso mehr ich mich darin konsequent versuche, desto mehr nehme ich auch wahr, dass Fiete, den ich im Gegenzug für sehr ignorant gehalten hatte, das immer aufmerksamer aufnimmt und auch erstaunlich schnell und gut umsetzt. Und, was mir völlig neu ist, beginnt gezielt abzufragen, wie ich was bewerte. Das macht das Miteinander um sehr vieles einfacher.
Das war für mich ein langer Lernprozess, weil ich oft auch Skrupel hatte, negatives Feedback zu geben. Entweder loben oder ignorieren war der Kurs. Doch egal, ob ich einfach freundlich korrigiere oder scharf unterbreche, es scheint bei ihm besser anzukommen, als wenn ich ihn in der Luft hängen lasse. Und ich habe auch das Gefühl, dass es sein Vertrauen in mich gestärkt hat, weil es mich auch einfach viel berechenbarer macht und für ihn schnellere Erfolge bringt. Denn er muss nicht erst ewig herumprobieren, wenn ich im Ansatz schon sage: "Nein, damit wirst du nicht erfolgreich sein" und im besten Falle, so wie es mir möglich ist, anbiete, wie es funktionieren wird. Ohne es emotional zu bewerten.
Keine Ahnung, wie sehr das auf den Menschen übertragbar ist, aber ich möchte ja auch nicht, dass man meine Arbeit oder meine Kommunikation ignoriert. Ich möchte und ich muss wissen, was richtig und was falsch war, um die erfolgsversprechenste Strategie entwickeln zu können, worauf man das auch immer beziehen mag.
Sicherlich kann man das nicht auf jeden Hund und jeden Menschen portieren, das war einfach meine Lernerfahrung.
Liebe Grüße
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Zitat
(bei uns v.a.) Fiepen, etc.Das ist z.B. für mich eine klassische Ignoriersituation. Allerdings auch hier nur bis zu einem bestimmten Punkt. D.h. ich stelle beim fiepen auf Durchzug .. merke ich aber das der Hund sich "einfiept" und sich immer mehr reinsteigert, dann erfolgt ein verbaler Abbruch, um ihn einfach wieder ins hier und jetzt zu befördern.
So habe ich unseren Fiephund von 90% fiepen auf 10% fiepen runtergekriegt.
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