Ohne zu ziehen an der Leine laufen

  • Mein Mann und ich versuchen seit einiger Zeit unserer Huendin das Ziehen an der Leine abzugewoehnen. Wir hatten uns auch zu einem Kurs angemeldet und haben einige Tipps bekommen.
    Was wir nun versuchen ist folgendes:
    Wir gehen so lange mit ihr (an der kurzen Leine), bis sie zu ziehen anfaengt (riecht etwas und will dem nachgehen bzw will einfach schneller laufen als wir). Und dann bleiben wir stehen, bis sie rueckwaerts geht und neben uns steht/sitzt. Erst dann geht es weiter.
    Ihr koennt euch vorstellen wie langsam man hier voran kommt. Roxy zieht naemlich immer! Sie ist auch immer an allem interessiert, muss alles erkunden und erschnueffeln (ist der Springer Spaniel in ihr).
    Laut der Trainerin kann es einige Wochen / Monate dauern, bis sie endlich normal neben uns her laeuft.
    Roxy macht das jetzt auch, dass sie rueckwaerts geht und neben demjenigen steht, der sie fuehrt, aber dann zieht sie gleich wieder.
    Seit 4 Wochen gehen wir mit ihr zwei Mal am Tag und ueben das nicht ziehen, aber es wird nicht besser. Sie ist staendig abgelenkt und zieht in alle Richtungen. Plus sie wiegt 25 Kg und sie ist sehr stark.
    Hat jemand noch eine andere Idee?

  • Hatte ich auch schon gelesen, aber das mit dem "in die andere Richtung laufen" klappt nicht.
    Plus sobald ich langsamer laufe, zieht sie, geh ich schneller, zieht sie auch. Ausser ich renne. Dann rennt sie neben mir her.

  • Wir hatten mir Inka auch ähnliche Probleme. Stehenbleiben/Richtungswechsel hat nicht funktioniert...

    Es klingt jetzt vielleicht merkwürdig, aber versuch mal deine innere Ruhe zu finden. Laufe ganz entspannt und ignoriere deinen Hund,läuft er ohne zu ziehen neben dir her, lobe ihn.
    Einen Versuch ist es Wert, bei uns funktioniert es :smile:

  • Das ist schon sehr mühsam, und je nachdem, wie lange sie mit dem Ziehen schon Erfolg hatte, dauert es halt, bis es sich bessert!
    Im Normalfall wird es erst mal schlimmer, wenn man mit dem Training anfängt, weil sie sich denkt," es hat bisher immer geklappt, muß ich mich etwas mehr anstrengen, dann geht es schon wieder."
    Außerdem muß man ganz konsequent sein, wenn Ihr auch nur 1 oder 2 Schritte hintergeht, bis Ihr stehen bleibt, dann dauert es ewig.
    Also, Leine stramm - sofort stehen bleiben und zwar jedesmal!
    Bei meinem Großen, da habe ich damit angefangen, als er 3 Monate alt war, hat es ganze 3 Tage gedauert.
    Der "Kleine", den mein Mann erst hatte, hat meine Geduld auf eine harte Probe gestellt.
    Als ich ihn übernahm war er schon 2 Jahre alt und hat gezogen wie ein Stier (46 Kg), da hat es schon gute 3 Monate gedauert, nun ist er 4 und ich muß ihn ab und an noch mal an die Leinenführigkeit erinnern.

  • Zitat

    Seit 4 Wochen gehen wir mit ihr zwei Mal am Tag und ueben das nicht ziehen, aber es wird nicht besser. Sie ist staendig abgelenkt und zieht in alle Richtungen. Plus sie wiegt 25 Kg und sie ist sehr stark.
    Hat jemand noch eine andere Idee?

    Da hast du schon die Antwort warum euer Hund nicht versteht was ihr wollt. Soll er echt 4-mal-die-
    Woche und dann bei zwei Spaziergägen nicht ziehen? Die restliche Zeit aber darf er ziehen? Glaub
    mir das versteht kein Hund ;) .
    Wenn dann darf er nie ziehen. Stehenbleiben hat bei meinen auch nie funktioniert, die blieben stehen
    wenn ich stehen blieb, kamen auch zurück. Beim ersten Schritt von mir hingen die wieder in der Leine.
    Richtungswechsel haben sehr gut funktioniert, dabei ist dann das Timing das allerwichtigste. Lasst
    euch das besser zeigen und übt erst unter Anleitung.

  • Zum Thema Leinenführigkeit gibts ja viele Ansätze,
    Und auch hier würde ich mich an dem individuellen Hund orientieren.
    Ein Hund mit einem starke Laufbedürfnis muss vielleicht erstmal ordentlich Freilauf gehabt haben, da ja dieses ständige Stehenbleiben Stress für den Hund ist.
    Evtl ist eine 2 Meter Leine zu kurz.

    Also üb ich unter Umständen erst nach dem Freilauf. Je besser das klappt und je mehr der Hund verstanden hat, was von ihm verlangt ist ( was ich mit dem Stehenbleiben wie ich finde, nicht eindeutig erreiche) , je mehr kann ich auch variieren in den Ansprüchen.

    Ich halte viel von Richtungswechseln und dem richtigen Timing für das Bestätigen.
    ich finde je mehr der Hund im Alltag kapiert hat, wer die Entscheidungen trifft, um so besser klappt das mit der Leinenführigkeit, denn dann hat der Hund mich automatisch im Auge.

  • Meine Erfahrung zeigt, dass das Ziehen an der Leine viel davon abhängig ist,
    was der Hund vom Spaziergang erwartet.
    Wenn er weiss: 'Es geht raus in den Park und dort darf ich toben', dann wird
    er mit dieser Erwartungshaltung schon aus der Tür gehen und dementsprechend ziehen.

    Wenn 'Spaziergang' für ihn aber 'ruhiges, langsames Gehen durch die Strassen
    mit viiiielen Schnüffelpausen', dann wird er wesentlich weniger ziehen.

    Es braucht ein bisschen Zeit und Geduld, bis man diese Erwartungshaltung ändert.

    LG
    Chrissi

  • Zitat

    Es klingt jetzt vielleicht merkwürdig, aber versuch mal deine innere Ruhe zu finden. Laufe ganz entspannt und ignoriere deinen Hund,läuft er ohne zu ziehen neben dir her, lobe ihn.
    Einen Versuch ist es Wert, bei uns funktioniert es :smile:

    Werde ich Morgen frueh gleich ausprobieren. Muesste meinen Mann mitlerweile eh mal zum Yoga oder so schicken. ;) Der ist so verspannt, wenn es um Roxy und ihr Gassi gehen geht. Und ich merk schon, dass ich da auch nicht mehr weit von weg bin.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!