Tauber 4monatiger Aussie-Mix

  • Der Hund ist 4 Monate jung, lass ihn erstmal ankommen und verlange nicht zuviel. Mit der Blindheit würde ich mich noch nicht befassen. Noch ist er nicht blind und das kommt auch schleichend. Vielleicht wird er auch gar nicht blind. Würde auf jeden Fall den Arzt mal konsultieren wie er darauf kommt.
    Das Gehör kannst du gut testen, indem du einfach hinter ihm stehst, wenn er dich mal noch nicht wahrgenommen hat und mit der Zunge schnalzt, bzw. pfeifst.
    Schara hört das Zunge schnalzen hinter ihr nicht, das Pfeifen (hoher Ton) aber schon.

    In den anderen genannten Foren hatte ich mich auch angemeldet, aber wenig Hilfe erfahren, eigentlich gar keine, da dort sehr sehr wenig los ist.

    Mit Vibrationshalsband würde ich noch nicht anfangen, aber da müsstest du mal nachfragen. Ein gutes Vibrationshalsband (wasserfest usw.) kostet allerdings um die 300€. Und du musst die Anleitung von einem geeigneten Trainer lernen. Du kannst da viel falsch machen.

    Ich (aber ist nur meine Meinung) würde den Welpen erstmal Welpe sein lassen, ankommen lassen und genauso verwöhnen wie jeden anderen Welpen auch. In unsicherem Terrain muss er immer angeleint sein, da er Autos etc. wohl nicht hört.

  • Hallo Gaby,
    ja, so habe ich es mir auch gedacht, wir werden die Kleine erst mal ankommen lassen und sie Welpe sein lassen und einfach schauen, wie's läuft - und wenn sie sich ein bisschen eingewöhnt hat, dann werde ich mit ihr in die TK fahren und schauen, was für Untersuchungen sinnvoll sind.
    Gerade vorher habe ich aber erfahren, dass es vielleicht noch eine bessere Stelle für die Kleine gibt bei einer Frau in der Nähe von Leipzig, die seit Jahren Handicaphunde aufnimmt und mit ihnen arbeitet. Es ist mir vollkommen bewusst, dass der Platz bei uns nur Übergangslösung wäre, er ist sicher nicht optimal für die Kleine, und wenn sie gleich auf die perfekte Stelle wechseln kann, wäre es natürlich viel besser - wobei ich mich jetzt eigentlich doch auf die Kleine freue...

  • :respect: für Deinen Einsatz.
    Mensch, der arme Hund. Erst das totale Tohuwabohu und dann alleine in ner Laube. Das muss doch die Hölle.
    Ich bin nicht qualifiziert für TIps in Deinem Fall aber was Sharra sagt - einfach erstmal ankommen lassen - würde ich auch machen. Der Hund hat sicher eine Menge Defizite in seiner Sozialisierung, da gibt es sicher ne Menge nachzuholen.
    Alles gute mit dem Wutz und ich freu mich auf die zukünftigen Bilder! :smile:

  • Das einzige an Hilfsmitteln für einen tauben Hund ist: Schleppleine (bitte mit Geschirr), Leckerlies und eine klare Körpersprache bzw. Signale des Menschen.

    Sonstige Hilfsmittel wie Vibrationshalsband, Laserpointer sind überflüssig und machen einfach nur abhängig.

    Ulexa lief bis zum zweiten Lebensalter zum "Freilauf" nur an der Schleppi oder in eingezäunten (Hundeauslaufplatz) bzw. weitläufigen überschaubaren Geländen (Hundeauslaufgelände) ohne Leine (bei Felder sollte man aufpassen, da der Hund einen nicht hört und nicht sieht!).

    Wir haben zwei ganz normale Hundeschulen besucht, welche sich in einen tauben Hund hineinversetzen konnten und Tipps geben konnten, wenn etwas nicht geklappt hat.

    Zu dem Thema tauber Hund gibt es Bücher:

    Ich persönlich kenne nur das erste Buch und es hat uns gut gefallen und Tipps gegeben.

    Zu den Kindern: Ich würde ihnen nicht erlauben Signale zu geben, denn am Anfang ist der Hund noch zu unsicher und braucht sehr deutliche, teilsweise übertriebene Signale. Das können Kinder bis zu einem gewissen Alter einfach noch nicht ruhig und klar.

    Das erste "herankomm-Signal" war einfach nur auf dem Boden hocken und schon kommen viele junge Hunde zu einem.

    Das erste "richtige" Signal, war Futter in die Hand nehmen und den Hund aus kurzer Distanz mit Schnappbewegungen der Hand zeigen, dass Futter drin ist und beim herankommen belohnen. Inzwischen ist Winken mit dem Arm für lange Distanzen das Signal zum herankommen.

    Zu dem Anfassen beim schlafen: Kinder sollten den Hund generell auf dem Platz in Ruhe lassen, ob wach oder nicht (und bitte auch Abstand halten). Ich persönlich habe Ulexa von Anfang an, auch im Schlaf angefasst und wach gemacht, dass das nie einfach mal unabsichtlich passiert.

    Bei einem mir unbekannten Hund würde ich es wie folgt machen (bitte wenn die Kinder aus dem Haus sind, sonst machen sie das nach): in 2 Meter Abstand abgewand hinhocken, dem wachen Hund ein kleines Plüschtier in den Korb werfen und den Hund ranlocken und belohnen. Das dann auch beim schlafenden Hund machen. So verknüpft er jede Störung mit etwas angenehmen.

  • Deine Tipps kann ich allesamt nur unterschreiben, LasPatitas. Das erste Buch habe ich übrigens auch.

    Wegen dem Wecken.....bei Schara ist es so, dass es reicht wenn ich morgens einmal an ihr vorbei laufe. Dann dauert es keine 20 sek. und sie hat mich gerochen und steht auf. Sie arbeitet da viel über den Geruchssinn.

  • Zitat

    Deine Tipps kann ich allesamt nur unterschreiben, LasPatitas. Das erste Buch habe ich übrigens auch.

    Wegen dem Wecken.....bei Schara ist es so, dass es reicht wenn ich morgens einmal an ihr vorbei laufe. Dann dauert es keine 20 sek. und sie hat mich gerochen und steht auf. Sie arbeitet da viel über den Geruchssinn.

    Ja, das macht Ulexa auch. Außer ihre Nase ist unter ihrer Käsepfote :D


    P.S. Nochmal zu den Büchern, hier ist noch ein gutes Buch:


    Das hier scheint doch nicht so gut zu sein:


    Buch über blinde Hunde:

  • Zitat

    Sonstige Hilfsmittel wie Vibrationshalsband, Laserpointer sind überflüssig und machen einfach nur abhängig.

    Weil?

    Das Arbeiten über Sichtsignale würde ich bei einem Hund, der erblinden wird, nicht ausbauen, sondern gleich so trainieren, wie man es dann auch später tun würde...

  • Zitat

    Weil?

    Das Arbeiten über Sichtsignale würde ich bei einem Hund, der erblinden wird, nicht ausbauen, sondern gleich so trainieren, wie man es dann auch später tun würde...

    Steht denn wirklich fest, ob der Hund erblinden wird?

    Weil Hilfsmittel abhängig machen udn teilweise sinnlos sind (Laserpointer in der prallen Sonne funktioniert z.B. nicht, die Fernbedienung für das Vibra-Halsband muss man immer in der Hand haben, was ist, wenn die Batterien alle sind... usw.).

  • Zitat

    Weil Hilfsmittel abhängig machen udn teilweise sinnlos sind (Laserpointer in der prallen Sonne funktioniert z.B. nicht, die Fernbedienung für das Vibra-Halsband muss man immer in der Hand haben, was ist, wenn die Batterien alle sind... usw.).

    Schleppleine ist kein Hilfsmittel? Mit den Armen winken?

    Ein gutes Vibrationshalsband ist gut funktionstüchtig und bietet dem Hund mehr Freiheit als die Schleppleine. Und, wer es nicht schafft eine Fernbedienung in der Hand zu halten beim Freilauf, der schafft es vermutlich auch nicht eine Schleppleine festzuhalten.

    Mit blinden und tauben Hunden kann man wunderbar über taktile Signale arbeiten.

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