Notfall Rückruf aufbauen

  • Warum erwähnt man es dann überhaupt? Ist doch logisch, dass dann andere wissen wollen, wie man das anstellt.
    Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber bei mir sollte absolut nichts Vorwurfsvolles mitschwingen. Ich arbeite so gut wie nur über positive Verstärkung, aber ich bin durchaus der Meinung, dass es manchmal auch ein bisschen anders aussehen muss (je nach Hund, Situation etc.). Manche Dinge würde ich für mich persönlich nie in Erwägung ziehen - aber so ganz ohne Strafe geht es auch bei mir nicht.

    Schade.

    Wenn man weiß, dass auf gewisse Themen Fragen kommen, die man wegen der erwarteten Reaktion nicht beantworten möchte - dann ist man doch gleich still ... ist mir grad unverständlich.

  • Die Fragen (und damit meine ich nicht deine!) zu diesem Thema sind aber schon immer etwas eigenartig!
    Beschreibe ich, dass ich ein bestimmtes Verhalten positiv bestärke ist für alle klar, was ich da mache, da fragt keiner mehr expliziet nach, ob ich das jetzt mit Futter, Spielzeug oder sonstwie erarbeite...
    Schreibe ich aber, dass ich ein Verhalten durch die Aussicht einer negativen Konsequenz hemme fängt die große Fragerei an...

  • Ich fänd es bspw. absolut spannend in einem eigenen Thread über die Möglichkeiten und Grenzen des Training mit Verhaltenshemmung und Strafreizen zu diskutieren...ich befürchte aber...und hab es ja auch selbst schon erlebt...das in diesem Forum dazu keine sachliche Diskussion möglich ist...

  • Du liest keinen Beitrag richtig (oder verstehst es wirklich nicht) und schreibst provokante Unterstellungen.

    Zitat

    Manche Dinge würde ich für mich persönlich nie in Erwägung ziehen - aber so ganz ohne Strafe geht es auch bei mir nicht.


    Wie sieht denn deine Strafe aus ? Schlägst du deinen Hund, trittst du nach ihm, drehst du ihn auf den Rücken ???

    Ich - nochmal - handle passend zum Hund, zur Situation, im Verhältnis. Das reicht von einem strengen NEIN, über ein erschreckendes Händeklatschen und es kann auch etwas geflogen kommen, wenn ich in dem Moment keine andere Möglichkeit habe.

    Was erwartest du ! Sag das doch mal bitte ! Eine Schnellanleitung, die auf jeden Hund zutrifft ?
    Die gibt es nicht.

    Konkretisier doch mal deine Frage und beantworte obige ... machs besser als meinen "üblen Beitrag" ! ;)

    Gruß, staffy

  • Ich könnte mir vorstellen, dass viele einfach wissen (oder meinen, zu wissen), was mit positiver Verstärkung gemeint ist - Futter, Spiel, lobende Worte, Freilauf o.ä.
    Bei Strafe aber gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten, mit so unterschiedlicher Intensität. Es könnte auch sein, dass viele Leute vielleicht einfach nicht wissen, wie man richtig straft. Bei positiver Verstärkung kann man da nicht so viel falsch machen - schauen, was Hundi am meisten mag, passt. Bei Strafen ist das ganze viel vielschichtiger, wie ich finde. Wann wird eine Strafe als solche wahrgenommen? Wann ist eine Strafe viel zu hart? Wann kann der Hund Strafe und Verhalten verknüpfen? Welche Methoden gibt es in den unterschiedlichen Situationen (Hund bei mir, Hund nicht in Reichweite - wie bei dem Thema hier) etc.

    Für mich völlig verständlich, dass da viele Fragen kommen.
    Natürlich ist es blöd, wenn man dann gleich blöd angemacht wird von allen Seiten "oh, seht her, der macht dies und jenes mit seinem Hund, das geht aber gar nicht" - oder so.
    Und wenn man eben auf das keine Lust hat - seine Methoden von Anfang an für sich behalten.

  • Sleipnir, das fände ich auch super spannend! :gut:

    Zitat

    Wie sieht denn deine Strafe aus ? Schlägst du deinen Hund, trittst du nach ihm, drehst du ihn auf den Rücken ???


    Ja, ich haue sie blutig.
    Spaß, ich möchte meine Methode nicht verraten.

    Von dir hätte ich erwartet, dass du auf die Frage eingehst, wie deine Strafe konkret aussieht. "Auf den Hund angepasst" - was ist das konkret? Dass das keine Standard-Anleitung ist, ist doch vollkommen logisch. Trotzdem finde ich es interessant, zu hören, was zu verschiedenen Hunden passt und dort zum Erfolg führt.

    Aber es ist doch jetzt auch egal ... :smile:

  • Zitat

    Ich - nochmal - handle passend zum Hund, zur Situation, im Verhältnis. Das reicht von einem strengen NEIN, über ein erschreckendes Händeklatschen und es kann auch etwas geflogen kommen, wenn ich in dem Moment keine andere Möglichkeit habe.

    Ein allerletztes Mal und das als User, nicht als Mod:

    Wenn du zu blöd bist zu lesen, oder rein provokant immer wieder dieselbe Frage herunterleierst, dann kann ICH dir auch nicht mehr helfen. Und spar dir ab jetzt jegliche Nachfrage ... ich denke alle ausser dir haben es verstanden !

  • Nein, ich habs auch nicht verstanden und ich finde es krass wie Du hier sprichst ala ... Wenn du zu bloed bist ...

    Gut, du beschreibst dass Gehorsam nicht beim Notfallrueckruf anfaengt, und das Erziehung eben auch mal Maßregeln heisst und da eben jeder seine Methode hat ( wobei ich da Methodendiskussionen auch ok finde)

    Aber wie Du jetzt den Superrueckruf aufgebaut hast ist mir noch schleierhaft , ich meine ich bin ja die Ts und mein Hund ist erst 4 Monate alt - da waehl ich doch jetzt kein neues Kommando auf dessen nichtbefolgen sofort ne Sanktion folgt oder etwa doch ?

    Ich meine wenn dann schilder doch bitte wenigstens richtig wie Du das aufgebaut hast.

    Ich hab die Frage auch im Welpenunterforum geschrieben ...

    Vielleicht bin ich aber auch einfach zu bloed ... ???

  • Zitat

    Gut, du beschreibst dass Gehorsam nicht beim Notfallrueckruf anfaengt, und das Erziehung eben auch mal Maßregeln heisst und da eben jeder seine Methode hat ( wobei ich da Methodendiskussionen auch ok finde)

    Es geht doch nicht um Methoden !
    Es geht darum, daß du Schritt für Schritt aufbaust. Dein Hund muß doch erstmal im direkten Umfeld und mit möglichst wenig Ablenkung verläßlich hören, bevor du die Ablenkung und danach die Entfernung größer wählst.
    Daher mein Vergleich mit dem heruntergefallenen Würstchen. Wenn (falls) dein Hund nicht mal in dieser Situation dein NEIN akzeptiert, brauchst du gar nicht an einen "Notfallrückruf" denken. Der Hund muß ein ernstes Kommando ernst nehmen, dich ernst nehmen und wissen, wann er besser hören sollte.
    Und dies nicht, weil er anschließend brutalstens behandelt wird (was scheinbar für viele die einzige Art von Strafe ist), sondern weil er gelernt hat, daß du Kommandos durchsetzt und ansonsten auch mal "ungemütlich" werden kannst.
    Ich denke bei einem 4 Monate alten Hund gibts täglich Situationen, in denen du dem Kleinen das Leben und so manche Grenzen erklären mußt.

    Gruß, staffy

  • Zitat


    Aber wie Du jetzt den Superrueckruf aufgebaut hast ist mir noch schleierhaft , ich meine ich bin ja die Ts und mein Hund ist erst 4 Monate alt - da waehl ich doch jetzt kein neues Kommando auf dessen nichtbefolgen sofort ne Sanktion folgt oder etwa doch ?

    Man kann doch im heimischen und eventuell langweiligen Garten oder draußen , den Hund an der Schleppe gesichert, zwei unterschiedliche Kommandos auftrainieren.
    Zum einen ein fröhliches "komm hier" gleichbedeutend, komm zu mir dann gibt es was Leckeres oder wir spielen und zum anderen ein "sofort hierher", erst einmal auch mit Locken und Belohnen und wenn Hund das verstanden hat, dass ein "sofort hierher" bedeutet, sofort aufhören mit dem was ich tue und ganz dicht an's Frauchen ran und das so schnell wie möglich, dann trainiert man das gesichert mit Leine, Schleppleine etc. mit steigender Ablenkung. Dann ist es irgendwann soweit, dass der Hund das "sofort hierher" hört, weiß, was er jetzt tun sollte, aber - er schnüffelt lieber zu ende, oder probiert noch schnell das, was gerade vor einem liegt, will mit dem anderen Hund spielen oder was auch immer - und dann gibt es eben kein Leckerchen, sondern eine negative Konsequenz, angepasst an den Hund.

    Bei meiner reichte es ( da sie ja zu dem Zeitpunkt an der Leine ist ), wenn Du schnell einen Schritt auf sie zugehst oder aber ein lautes, nicht mehr freundliches "Nein" ertönt. Andere ziehen den Hund dann an der Leine ran, wodurch zum einen das Verhalten zwangsweise abgebrochen wird und zum anderen der Radius des Hundes eingeschränkt wird. Das sind negative Konsequenzen, die dem Hund deutlich machen sollten, dass Frauchen ungemütlich werden kann, wenn sie nicht hören. Da aber jeder Hund anders ist und jede Situation eben auch, muss man halt selber sehen, was in dem Moment funktioniert.

    Ganz ehrlich, irgendwie scheinen alle ein relativ gutes Bauchgefühl zu haben, wenn es darum geht einen Hund zu belohnen - die nette Stimme, das "fein", das Leckerchen kommt von den meisten automatisch sofort und wird dann auch meist gut verstanden.
    Wenn dann nach negativer Konsequenz gefragt wird, scheinen viele auf einmal kein Bauchgefühl mehr zu haben. Im Endeffekt setzt Ihr es aber vermutlich alle mehr oder weniger bewusst ein.
    Beispiel: der Hund kommt zu mir und will unbedingt spielen, ich habe keine Zeit und ignoriere sie - für sie eine negative Konsequenz. Ebenso, wenn ich sie leicht genervt von mir schiebe oder aber ein "jetzt nicht" motze. Für mich sind das negative Konsequenzen die von Amy recht sicher verstanden werden.

    Amy hat schnell gemerkt, das mein Ton im Normalfall nett klingt, sie dann einen größeren Spielraum beim Gehorchen hat und dass mein Ton ganz anders klingt, wenn es drauf ankommt, dass sie sofort zu gehorchen hat.

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