Prüfungsrichtlinien VS. Altagatauglichkeit

  • hi

    Wir gehen nun seit 3 Wochen wieder in die HuSchu. "Alltagskurs" nennt der sich. Also Dinge die man für den NORMALEN Alltag lernen sollte. Obwohl extra damit geworben wird das es kein BH Prüfungsstandart ist sondern einfach nur Grundkommandos für den Alltag gelehrt werden.

    Ich hab so ein paar Dinge über die ich mich ärger, zb

    der Hund wird links geführt
    find ich total doof, den meine Mama hat mir beigebracht rechts auf/an der Straße zu laufen, und so tut man es auch in Einkaufszentren, auf dem Flohmarkt, auf den Gassiwegen, in der Stadt. Man läuft RECHTS. wenn ich meinen Hund dann aber LINKS führe läuft er immer im Gegenverkehr, er ist näher am entgegenkommenden Hund dran, ich kann ihn nicht so gut "an die Wand" drängen wenn wir mal Platz machen müssen, also ich müsste ihn "ziehen" statt "schieben" ER wird vom Fahrrad überholt, und nicht ich, usw.

    der Hund muss am Fuß sitzen
    total unpraktisch, ich versaue mir IMMER die Hose wenn ich mal Unterwegs bin. Warum reichen da keine 10cm? warum muss er am Bein kleben?

    das soll nun kein Diskussionsthread werden warum diese Dinge so sind wie sie sind, mich würde einfach mal Interessieren was ihr "ändern" musstet und was ihr von euch aus anders machen würdet wenn ihr es dürftet. oder wenn ihr es dürft: was macht ihr anders?

  • Hallo :)

    Warum machst du das denn mit? Wenn man dir keinen überzeugenden Grund nennt, warum der Hund links oder rechts laufen soll (ich finde, der Hund läuft auf der Seite, wo es grad am praktischsten ist) oder warum er am Fuß kleben soll... warum machste das dann? Und dafür bezahlst du auch noch Geld????

    Ich halte eh wenig von solchen 08/15 Schema x- Kursen. Aber ich verstehe gar nicht, WENN man dafür Geld bezahlt, warum man dann nicht auf eine Klärung solcher Fragen besteht.

    Ich brauche viel Unterstützung durch Fachleute und ich buch mir je nach Bedarf und ganz gezielt Einzeltrainingsstunden oder Seminare für genau das, was ich will.
    Ich geh doch auch nicht ins Restaurant und überlasse dem Kellner, was ich esse oder trinke und lass mir dann, wenns nicht geschmeckt hat, noch ne Rechnung präsentieren!

    Wieso machst du das?

    Lieben Gruß

    Kirsten

  • darum ging es mir im Thread ja eigl garnicht.
    Und ich mache mit weil ich ja mit meinem Hund was dazulernen möchte und nicht die Perfektion erreichen will, also machen wir es "aus Zeitvertreib" mal 8 Wochen lang mit. Das Geld ist bereits ausgegeben und bekomme es nicht zurück, also nehme ich da Teil. Zudem hab ich aufgehört mit den Menschen hier zu Diskutiere, kann man nicht, die werden gleich unfreundlich (Eingrund warum ich mich freu das wir hier wegziehen^^)

  • Hmmm, das mit dem auf der linken Seite laufen, ist für mich auch völliger Humbug, genau aus den von dir schon genannten Gründen. Der ursprüngliche Grund dafür ist bei uns "Normal-HH" ja auch gar nicht gegeben. Na ja, ich weiß schon, warum ich bisher auf noch keiner HuSchu war :roll: Wahrscheinlich würde ich mich auch ständig über solch "sinnlose" Sachen aufregen und am Ende das Handtuch schmeißen :/ Obwohl ich glaube, dass es auch gar nicht mehr überall so gelehrt wird, oder ? Eben weil es veraltet ist :???:

  • Zitat

    ich mache mit weil ich ja mit meinem Hund was dazulernen möchte

    Klasse :gut:

    Aber was lernst du denn, wenn man von dir erwartet, dass du etwas mit deinem Hund machst, was dir nicht einleuchtet und was du unpraktisch findest, ohne dass man dir erklärt, warum? Wieso hältst du gerade diesen Trainer, diese Schule und diesen Kurs für geeignet, etwas dazu lernen zu können?

    Ich würde den Trainer darauf ansprechen und mir das erläutern lassen. Und wenn er deine Bedenken nicht ausräumen kann, dann würde ich das eben anders machen als die anderen und so trainieren, wie ich für richtig halte. Wenn du eh dein Geld nicht zurück bekommst, soll er dir eben Dinge beibringen, die du auch für sinnvoll hältst.

    Ein Hundetrainer ist doch in erster Linie dazu da, den Hundehalter auszubilden. Dazu gehören doch Erklärungen und Erläuterungen?

    Ich lern zum Beispiel grad im richtigen Moment angekündigte Bögen zu laufen bei Hundebegegnungen. Dabei ist der Hund logischerweise immer an der reizabgewandten Seite.
    Ich lasse mein Timing für die Verstärkung und die Verstärkerfrequenz überprüfen und lerne daraus...
    Ich lasse mir helfen, die Körpersprache meines Hundes besser zu lesen und so eher zu erkennen, wann ihn ein Umweltreiz wie sehr aufregt.
    Ich lerne, wie viele und wie lange Pausen ich meinem Hund einräumen muss, um Umwelt-Stress abzubauen, ....und wie ich diese Pausen gestalten kann.
    Und etwa 100 Sachen mehr.

    Ich "muss" also jede Menge Dinge ändern. Aber das sind alles Dinge, die ich auch ändern will... weil sie mir einleuchten.

    Lieben Gruß

    Kirsten

  • Das Linksführen kommt laut meiner Trainerin ursprünglich aus dem Militär oder Polizei. Dort wurden die Hunde zum Zwecke der Einheitlichkeit so geführt.
    Zeitweise wurde es auch für Normalohunde an Hundeschulen so gelert.
    Die "modernen" Hundeschulen sind aber mitterweile davon abgekommen, da es im Grunde genommen für einen Normalohund unnötig ist und ein Relikt aus alten Zeiten darstellt.

  • Ich habe den Hund auch da, wo es praktischer ist. Unser Trainer in der HuSchu sieht das aber auch so. Ihm ist es egal, ob der Hund nun rechts oder links, kurz davor, direkt neben oder kurz hinter dem Bein läuft... Auf solchen Kleinkram kommt es im Alltag nicht an. Wenn du das eben nicht machen willst, würde ich mir da auch nicht so reinreden lassen. Der HuSchu kann es ja auch eigentlich auch egal sein, solange du das Geld dafür bezahlst. Ich würde einfach sagen, im Alltag ist es anders praktischer und deshalb will ich das so machen.

    Wenn ich mit dem Hund in den Verein gehe zur BH bzw. Obedience, lernt er dort halt das "richtige Fuß", im Alltag habe ich mein eigenes mit anderem Kommando ;).

  • meine Hunde können rechts von mir laufen und links von mir
    denn wenn kein Bürgersteig da ist, hat meine Mama mir beigebracht, immer auf der Seite des Gegenverkehrs zu laufen, da ich die Autos dort kommen sehe
    also laufen meine Hunde links, damit sie nicht wirklich auf der Straße sind

    dazu gibts keine richtigen Kommandos

    "Fuß" ist dann wirklich das links neben mir laufen nach quasi fast Prüfungsrichtlinien, wobei ich keinen Himmelgucker brauche

    und wenn der Hund im Fuß ist, hat er auch direkt neben mir zu sitzen

    sonst halt nicht

  • hallo
    also,alltagstaugliche dinge sind für mich aber mehr als die frage ob mein hund links o. rechts läuft....
    wir haben unserem beigebracht das er immer an der dem verkehr abgewandten seite läuft.
    dafür gibt es ein "bei mir" o. aber "diese seite" ausserdem fand ich ein "fuß vorweg" pracktisch auf engen wegen(hinter mir seh ich den hund nicht) und habs eingeführt.

    dann haben wir mit sam seit er welpe ist absitzen am bordstein/strassenrand geübt und es geht er weiter wenn wir das sagen.das ist ihm mitlerweile regelrecht in fleisch und blut übergegangen,ich brauch es nicht mehr zu sagen,wird automatisch gemacht.

    es wird nicht gleich durch jede tür gestürmt,sonder fein im sitz gewartet,
    nicht einfach aus dem auto gehopst

    das wort anleinen ist eine klare ansage ..er kommt dann und hält mir den rücken hin damit ich am geschirr anleinen kann.
    warten vor brücken,kleinen bächen/gräben(die sind hier im wald häufig zu überqueren) ,an abhängen ,treppen usw
    das war uns wichtig damit sam uns nicht mal wo runter zieht.
    und wir üben ,rein aus spaß ,auf jedem weg rechts und links wenn wir abbiegen.

    alles so kleinigkeiten die mir den alltag mit hund erleichtern
    das war/ist mir wichtig ,nicht ob der hund fuß läuft und dabei an mir klebt und mir ins gesicht schaut(was eher unpracktisch ist,er soll schauen wo er läuft).
    das ist in meinen augen dressur,aber kein miteinander im alltag.

    lg kirsten

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