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traumatisierter hund

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    und hier schon meine erste, dringende frage:


    nächste woche hole ich white zu mir. white ist ein 10 monate alter labrador-mischling und kommt aus italien. durch eine tierschutzorganisation wurde er zu mir vermittelt. ich freue mich sehr auf meinen schatz.


    white hat sein bisheriges leben in einem tierheim verbracht und wurde als welpe von männern geschlagen. daher ist er sehr scheu und ängstlich und kennt die welt bisher noch kaum. zum glück gewinnt er aber schnell vertrauen. bei der besichtigung hatte er solche angst, dass ich nicht in seine nähe konnte.


    was denkt ihr, kann white einmal ein leben ohne angst führen?


    liebe grüsse
    jolanda

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  • ja...mit sicherheit.
    voraussetzung ist viel viel viel und noch mehr geduld von deiner seite, ihm sicherheit geben und erfahrungen machen lassen, ihn fordern aber nicht überfordern, ihn sicher durch situationen führen und nicht drum herum gehen, ach und noch so vieles mehr.
    du wirst fortschritt erleben und rückschläge einstecken können.
    du mußt mit panikattaken rechnen und diese langsam verringern.
    verhätschel ihn nicht zu sehr....gib ihm sicherheit, aber packe ihn nicht in watte usw
    habe selber so einen kanidaten zuhause...habe fast ein jahr gebraucht um uas ihn wieder einen hund zu machen...mit vielen hochs, aber auch immer wieder mit rückschlägen.


    aber es ist es alle mal wert und ich würde es jederzeit wieder tun, weil mein roy ein mega klasse hund geworden ist!!!


    wünsche dir das gleiche und viel spaß mit dem kleinen.


    mfg

  • Hallo Jolanda,
    schließe mich meinem Vorredner an. Also nur Mut!
    Habe meinen Labrador-Schäfer-Mix mit 5 Monaten aus dritter Hand bekommen, der hatte bis dahin haufenweise Haue bezogen.
    Mit oben geschilderter Taktik ist aus ihm der allerbeste und treueste Freund geworden, den man sich nur vorstellen kann. Er ist jetzt schon 11 und ein wirklicher Opa.
    Ich darf nicht an den Tag denken, wo er nicht mehr sein wird.


    Liebe Grüße

    fides esperantia caritas
    1 Kor 13 13

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  • Hallo Jolanda,


    ich habe ja selbst schon drei Hunde aus dem Tierschutz übernommen und alle drei haben sich total anders entwickelt - aber alle zum Positiven :top:


    Noch ein kleiner Tipp: Mit Blütenessenzen könntest Du ihm die Eingewöhnung erleichtern und auch die Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen, so kann er schneller bei Dir "ankommen".


    Ich wünsche Dir viel Spaß mit Deinem neuen vierbeinigen Lebensgefährten! Meist weiß man schon nach drei Tagen nicht mehr, wie es eigentlich ohne war... :gruebel:


    Gruß Corinna

  • Hallo Jolanda,
    endlich mal ein Forum, in dem nicht alle mit ihrem traumatisierten Hund nach 2 Wochen die tollste Beziehung haben!
    Ich habe seit 4 Wochen eine 1,5 jährige Colli-Mixhündin aus Griechenland. Sie ist so scheu und ängstlich. Sie lief keinen Schritt. Ich mußte sie tragen, in den Garten (damit sie ihr Geschäft machen kann) und wieder ins Haus. Spaziergäng – ausgeschlossen! Sie wird panisch wegen der Leine, wegen dem Futternapf usw.
    Uns helfen die Bachblüten und das Buch "Calming signals". Sie geht jetzt von der Haustür in den Garten, vom Garten aufs Sofa. Und sie frisst jetzt alleine.
    Sie kommt nicht auf mich zu und nimmt keine Leckerli.
    Es kostet viel Kraft! Aber ich freue mich an den kleinsten Schritten.


    Würde mich über einen weiteren Austausch sehr freuen.
    Gruß Susanne

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


    Das hat mir die weitere lange Suche nach dem richtigen Futter erspart: Hier müssen Ihr lediglich wenige Minuten investieren und einige konkrete Fragen zu Ihrem Hund oder Katze beantworten. Anschließend erhaltet Ihr, abgestimmt auf Ihren Liebling, bis zu fünf Futterproben als kostenloses Paket zugeschickt!


    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • susanne


    Ich finde es immer wieder toll, wenn es Menschen gibt, die das alles mit viel Geduld in Angriff nehmen und auch die kleinen Fortschritte sehen! Leider ist das nicht selbstverständlich!


    Weiter so!


    Gruß Corinna

  • Hallo !


    Bin auch sehr zuversichtlich das Du es hinbekommst.
    Mara kommt auch aus dem Tierschutz. Sie kam zu uns da war knapp 4 Monate alt, mit TH und Pflegestellen, gescheitertem Vermittlungsversuch usw. waren wir die 9. (!!!) Stelle für sie. -Und ich hoffe die Letzte.


    Gerade die ersten 2 Monate waren Horror. Viele Rückschläge, kaum Vorwärtskommen. Irgendwann bekamen wir aber mit wie wir sie "locken" konnten und es wurde immer besser.
    Bachblüten kann ich wirklich nur empfehlen. Das hat sie ruhiger gemacht und die Panik ging ein wenig weg.


    Sie ist immernoch ein "Schisser" und lässt sich nur ganz, ganz ungern anfassen. Von Fremden eigentlich gar nicht. Draussen hat sie manchmal noch "Verfolgungswahn" und schaut sich ständig um.


    Aber wir freuen uns über jeden kleinen Erfolg und würden sie, trotz der vielen Mühen, immer wieder nehmen.
    Glaub mir, das wird es Dir wert sein ! Und Du wirst das mit viel, viel Geduld hinbekommen !!!


    Viel Glück, Caro

    Be all you can be

  • Hallo!


    Mich würde interessieren, mit was Ihr Eure Hunde locken konntet.
    Yana nimmt zwar Leckerlis von meiner Hand, aber locken kann ich sie damit nicht. Entweder ich "bringe" sie ihr oder sie verzichtet dankend.


    Zur Zeit machen wir Schritte rückwärts: Yana versteckt sich morgens im Gebüsch, weil sie nicht zu meiner Mutter möchte.
    Da muss sie aber hin, da ich ja berufstätig bin.


    Bin weiterhin für alle Tipps und Tricks dankbar.


    Na Jolanda, hast du schon dein "zitterndes Etwas"?


    Gruß Susanne (im Moment etwas down)

  • Hallo Shirley,
    auch ich habe einen mittlerweile 3 1/2 jährigen Rüden, der die ersten 2 Jahre bei mir sehr ängstlich war. Er hatte ne besch... Welpenzeit. Er wurde im Alter von 4 Monaten übelst geschlagen und dann für 10 Monate in ein franz. Tierheim gesteckt, in dem er auch noch misshandelt wurde.
    In der ersten Zeit lag Sam nur unter meinem Bett und hat nichts und niemanden getraut. Zum pisseln und essen musste ich ihn alleine lassen. Und selbst da hat er lange gebraucht, bis er sich getraut hat.
    Heute ist es so, dass er bei Menschen die er kennt, sich vor freude kaum wieder einbekommt. Er springt an ihnen hoch und ist ein richtiger Lausebengel. :respekt:
    Das konnte nur gelingen, weil ich ihm sehr viel Zeit ließ (fast 2 Jahre) und ihn in seiner Angst nicht bestätigt habe, d.h. ihn nicht versucht habe zu trösten. Das hätte er dann als Bestätigung der Angst verstanden.
    Und es gelang, weil Sam sein Urvertrauen noch nicht ganz verloren hatte (fast nicht zu glauben).
    Ich wünsche dir sehr viel Geduld und vielZeit, aber bitte glaube mir, es lohnt sich!!!
    Wenn Sam heute über ne Wiese flizt und nur "Blödsinn" im Kopf hat, könnte ich heulen vor Freude (tu ich manchmal auch). :biggthumpup:

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