Lauftraining (mit und ohne Hund)

  • Darf ich hier mal so rein fragen, wie ihr das Lauftraining beginnen würdet in meiner Situation?
    Hund: Toller, gut 1 Jahr alt, ausgewachsen, fit und gesund, keine Joggingerfahrung
    Ich: auch schon lange nicht mehr gejoggt, aber sportlich und gute Ausdauer bzw gesamtfitness.

    Ich würde gern mit ihr zusammen mit dem Joggen beginnen. Mein Ziel wäre es, irgendwann auf 30-60minuten in gemäßigtem Tempo zu kommen, das dann 1-2 mal die Woche. Hund soll an der Leine (bauchgurt?) locker neben mir hertraben. Kein Freilauf, keine schnüffelpausen. Ist das überhaupt realistisch und wie baut man das sinnvoll auf?
    Und kann das dann später genau so mein Mann mit ihr machen?

  • Ich persönlich finde 60 Minuten ohne Schnüffeln/Pinkeln nicht so erstrebenswert, wenn ich ehrlich sein soll, wäre mir zu lang.

    Bei mir sind spontane Pausen verboten, aber ich genehmige unterwegs Stops, wo sie passen. Im Training ist das etwa nach 10-15 Minuten, meistens.

    Es gibt Trainingspläne für den Laufstart mit Hund im Netz. Die arbeiten mit der Intervall-Methode. Was auch Sinn macht. Für dich, wegen der Kondition, für den Hund, wegen der Konzentration.

    Welchen Sinn soll das Joggen haben? 1-2 Mal die Woche ist wenig. Da auf 60 Minuten kommen wird sehr lange dauern, wenn du nicht sonst sportlich unterwegs bist. Einen Trainingseffekt kannst du bei 1-2 Mal pro Woche eigentlich auch vernachlässigen...

    Außerdem wirst du dich entweder überfordern, oder so ruhig laufen, das wieder fraglich ist, warum der Hund nicht Schnüffeln darf.

    Fragen über Fragen :ka: :winken:

  • Danke schonmal rinski.

    Mit dem nicht schnüffeln hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Mir gehts um willkürliches, spontanes schnüffeln und dafür stehen bleiben. Gezielte Pausen für den Hund/zum schnüffeln/pinkeln sind natürlich kein Problem.

    Meine Kondition dürfte nicht das Problem sein, ich bin recht sportlich unterwegs und würde 60 Minuten joggen wohl auch „aus dem Stand“ schaffen.
    Langsam aufbauen möchte ich das ganze natürlich dennoch, v.a. damit meine Hündin auch Spaß dran hat und sich langsam dran gewöhnen kann.

    Welchen Sinn? Einfach ein leichtes, lockeres Training und eine kleine Abwechslung zum Gassi gehen. Meine Hündin liebt halt lockeres Traben und das passt gut zu einem gemächlichen Joggingtempo bei mir. 1-2 mal die Woche reicht mir bzw für den Hund, wir haben da ja keine ambitionierten Ziele. Ich möchte einfach mit ihr joggen gehen, uns dabei aber nicht ins kalte Wasser werfen sondern es vernünftig aufbauen.
    Ist das so verständlich?

  • ich würde den Aufbau vom Hund abhängig machen.
    Mit Maggie war das Joggen von Anfang an kein Thema, sie läuft von sich aus einfach neben mir her. Da hab ich dann am Anfang so ca 2km Runden gedreht und die langsam gesteigert. Dauer würde ich da auch je nach Hundekondition wählen. Ich hab sie einfach mitgenommen.

    Bei meinem Beardie sieht es unterschiedlich aus. Teilweise ignoriere ich ihn komplett, dann muss er eben selbst aufholen, wenn er unbedingt einkehren muss. Das kann ich aber bei unseren Wegen und vor allem mit ihm machen. Er geht nicht jagen, macht auch sonst keinen Blödsinn, ist nur eben ein Trödelkopp :P Wenn es zu extrem wird, kommt er an die Leine und muss eben konstant mit mir mitlaufen. Alternativ muss er vor mir laufen und ich schicke ihn weiter, wenn er auf meiner Höhe ist. Das händle ich je nach Tagesform von uns beiden. Bei ihm war der Anfang mit Laufen/Skaten/Fahrrad etc auch relativ einfach, weil es für ihn ein besseres Tempo war und er da deutlich besser an der Leine lief als beim normalen Gassigang.

    Ich laufe auch so ca 1-3mal die Woche, neben dem Badmintontraining schaffe ich einfach nicht mehr, ohne mir meine Knochen zu ruinieren. Aus den anfänglichen 2km wurden mittlerweile schon mal 15km. (das hätten meine Knie am Anfang überhaupt nicht mitgemacht)

  • Ok, ich bin auch bei jedem Laufanfang grob 60min/10km aus dem Stand gelaufen, aber meine Hunde auch, da brauchte ich nie etwas aufbauen ;)
    Ein Trainingsplan mit Lauf/Geh-Intervallen hätte mir ziemlich sicher gründlich den Spaß verdorben.

    Wenn du eh so sportlich unterwegs bist, warum sollte dein Hund das Joggen ausgerechnet nicht packen?

    Ich würde halt darauf achten, daß der Hund nicht gestresst wird, weil du plötzlich keine Freiheiten mehr erlaubst. Einen jungen Hund 30-60 Minuten konstant unter Befehl halten ist unfair.

    Wenn der Hund an der Leine nebenher laufen soll, würde ich(!) mir einen Gurt um den Bauch schnallen, da eine Flexileine einhängen, Hund in's Geschirr und im Wald loslaufen.
    Lange Leine ist doof, weil man beim Joggen schneller darüber fällt als beim Gassi.
    Kurze Leine empfinde ich beim Gassi-joggen als zu eng für den Hund.
    Mit der Flex hat der Hund Freiraum um dich herum und du hast Zeit zu reagieren, wenn Hund zum pinkeln stehen bleibt.

    Auf Schatten und kühle(!) Temperaturen achten, eventuell Wasser für den Hund einpacken.

  • ich bin da genauso. :lol: Lauf/Gehintervalle hab ich nie gemacht. Hätte mich auch nur genervt :headbash:
    Ich musste nur wegen meines Kreuzbandrisses langsam machen und Maggie hat HD, da wollt ich auch nicht zu viel machen. Geschafft hätte sie wohl auch gleich mehr.

  • Rinski, ich habe auch konditionell bei meinem Hund keine Bedenken, wir waren auch gerade in den Bergen viel wandern und ich denke, sie ist recht fit.
    Beim „Aufbau“ geht es mir tatsächlich um das Lernen, wie das Joggen ablaufen soll, Ihre Konzentration, dass sie eben nicht ihr Ding machen kann währenddessen. Genau wie du sagst: ich kann sie nicht direkt 30-60 Minuten unter ein Kommando stellen.
    Daher dachte ich in die Richtung: klare Signale (Laufkleidung, bestimmte Leine, Bauchgurt) und dann in kleinen Laufeinheiten erstmal zeigen, was ich von ihr möchte. Klare Pausen, in denen sie schnüffeln darf. Dann Zeiten langsam steigern.

    Geschirr: da geht erstmal ein normales Anny-x?

  • Wenn sie nicht ziehen soll geht mMn jedes Geschirr. :bussi:

    Wenn es nur um Joggen und nicht um Canicross geht würde ich gar nicht so einen Aufwand darum betreiben, sondern einfach machen. In erster Linie ist das für dich und den Hund Entspannung und Freizeit, da würde ich vom Hund auch nichts anderes wollen, als beim normalen Gassi auch. Also auch nichts großartig aufbauen.

    Du kennst deinen Hund doch gut genug um zu vermeiden, daß du sie überforderst.

  • Ich hab auch mal noch ne Frage an euch :smile:
    Ich möchte später mal in Richtung Geländelauf/Canicross mit Yuna gehen, also dass sie wirklich auch aktiv zieht aber aktuell möchte ich erstmal ihre und meine Kondition aufbauen und sie erstmal locker nebenherlaufen lassen. Bisher bin ich dann einfach immer ohne Leine mit ihr gegangen aber das ist irgendwie nicht sehr zufriedenstellend... Sie hält immer für mehrere Minuten an und muss dann immer ewig sprinten bis sie wieder bei mir ist und ist dadurch natürlich immer sehr schnell erledigt :roll:
    Jetzt würde ich sie gerne an einem Bauchgurt und am Brustgeschirr an die Leine nehmen aber ich habe Angst, dass sie das normale Geschirr später nicht vom Zuggeschirr unterscheiden kann und dann nie mehr wirklich lernt zu ziehen..
    Meint ihr sie kann den Unterschied da nachträglich dann noch lernen? Oder lieber weiterhin ohne Leine gehen?

  • Ich bin sooooo stolz auf mich, war grad 3,1 km laufen :applaus:

    Biete: Unmotivierte Abendlaufhunde
    Suche: Motivierte Abendlaufhunde

    :no:
    Ich finde es abends zu laufen vieeeeeel toller. Gerade heute bei der Kälte und dem Regen über Tag :herzen1: Aber meine Hunde haben abends (starte meistens so 21:15) keinen Bock mehr auf Action :verzweifelt:
    Meint ihr das könnte sich noch etwas geben? :???:
    Ansonsten muss ich mal früher morgens probieren, ob mir das mehr liegt als so 9 Uhr. Hugo bekommt Medis mit Futter immer um Viertel nach 7, dh danach immer 2 Stündchen Pause.
    Oder ich muss man probieren vorher laufen zu gehen. :nicken:

    - edit: Kann ich bei Strava irgendwie einstellen dass man nicht genau die Straßennamen sieht wo ich laufe? :hilfe:

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