viele kleine und mittelschwere Probleme und Fragen... :-/
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Dann mal zur Sache^^
seit 11 Tagen ist nun ein kleiner Welpe bei mir. Er ist jetzt neuneinhalb Wochen alt und mein erster Hund (verzeiht mir deshalb Fragen die euch dumm erscheinen, denn für mich sind sie auch überlebenswichtig
). Er ist ein Mischling: Vater = Labrador, Mutter = Labrador/Beagle MischlingSo nun zu den Problem(ch)en und Fragen (ich nummeriere mal durch, damit man nicht den Überblick verliert):
1. Das größte Problem, dass ich habe ist, dass der Kleine in den letzen Tagen immer (aus meiner Sicht) aggressiver wird.
Ich wohne im ersten Stock im Altbau. Also 2 Treppen bis wir draußen sind, deshalb trage ich ihn natürlich immer (nicht nur die Treppe runter, sondern auch bis zu seinem Löseplatz). Am Anfang war das auch gar kein Problem, doch in den letzten Tagen beißt er mich immer wenn ich ihn oben hab. Kein spielerisches Zwicken, sondern kraftvolles mit Knurren unterlegtes BEISSEN. Zusätzlich zappelt er wie wild. Es tut also teilweise richtig weh. Im Moment halte ich das schon noch aus aber er wird ja von Woche zu Woche größer und auch kräftiger, sodass ich jetzt schon Angst habe, dass er in ein paar Wochen so doll zubeißt oder zappelt, dass ich ihn vor Schreck oder Schmerz fallen lasse. Er weiß noch nicht was NEIN bedeutet, zumindest reagiert er nicht zuverlässig, also bringt das gar nichts. Ich kann ihn ja auch schlecht nach AUA-Schreien ignorieren weil ich ihn herumtrage. Was soll ich also tun? Ich dachte ich könnte es einfach komplett ignorieren, also auch kein AUA und ihn so lang auf dem Arm behalten, bis er ruhig ist und aufhört. Was haltet ihr davon?2. Auch sonst beißt er was das Zeug hält. Selbst meinem Freund der der Meinung war ein Hund muss mal richtig zubeißen können wird es langsam zu heftig. AUA und ignorieren hat bis jetzt nicht geholfen. Habt ihr vielleicht noch andere Ideen?
3. Ich habe das Gefühl er spielt viel zu lang und zu heftig und wird dabei auch aggressiv. Wir spielen erst ganz normal und wenn ich das Gefühl habe er wird müde setze ich mich auf den Boden hole ihn zu mir auf den Schoß und wenn ihm die Augen grade zufallen wollen springt er wie von der Tarantel gestochen auf und jagt durchs Zimmer. Oft kommt er so 2 Stunden lang nicht mehr aus dem Spielen. Auch nach dem Fressen jagt er gerne mal eine viertel Stunde seinen Schwanz und ich hab gehört da besteht die Gefahr der Magendrehung
Wie schaff ich es nun das er zur Ruhe kommt. Ich hab auch schon probiert ihn immer wieder in sein Bett zu legen, aber dann beißt er mich und haut wieder ab. Soll ich es aussitzen und warten bis er die Lust verliert abzuhauen oder doch ganz anders?4. Was mache ich am Besten um zu verhindern, dass er alles anknabbert und zerlegt? Bis jetzt sage ich NEIN und hebe ihn weg. Geerntet habe ich bis jetzt auch nur gebeiße und geknurre. Wenn er zum Beispiel ein Kleidungsstück zwischen die Zähne bekommen hat (keins das ich anhatte^^) musste ich bis jetzt immer kapitulieren und es ihm überlassen bis er dann von allein aufgehört hat damit zu spielen. Bei Spielsachen das gleiche. Muss ich da einfach noch mehr Geduld haben bis sich die ersten Erfolge einstellen oder mache ich es falsch?
5. Wie sollte am besten der Tagesablauf für den kleinen aussehen? Also wie oft und wie lange Schlafen und Spielen und vor allem was und wie spielen? Sollten wir schon Spaziergänge machen, bis jetzt ist er nur bei mir und meinem Freund im Hof/Garten und daheim gewesen? Wie laste ich ihn am besten aus sodass er zwar gut schlafen kann aber nicht körperlich überfordert ist?
Danke im voraus

- Vor einem Moment
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Also - erstmal tief durchatmen

Das ist mehr oder weniger "normaler Welpenwahnsinn"
Klar kann er noch kein "Nein", woher auch? Hast Du ja auch schon richtig interpretiert
Es gibt hier im Forum tolle Themen rund um Beißhemmung und Co. Ich glaub oben im Forum im grünen Balken "allgemeine Themen" anklicken und dann "Knowledge Base" (wenn das jetzt nicht stimmt, suche einfach, irgendwo da oben stehen diese Themen
.Allerdings ganz wichtig: KEINE 2 Stunden am Stück spielen, Euer Kleiner ist dadurch einfach hoffnungslos überdreht (ähnlich wie ein kleines Kind).
Ein Welpe sollte ca. 20 Stunden schlafen/ruhen am Tag!
Am besten Ihr richtet Euch nach der "5-Minuten-Regel" also 5 Minuten Programm pro Lebensmonat. Klar soll man nicht mit der Stoppuhr dastehen, aber so ungefähr macht das schon Sinn diese Regelung einzuhalten. Wenn es halt mal ein Tag mehr wurde (z.B. Welpenstunde) dann am nächsten Tag weniger machen.
Im übrigen würde ich Euch auch zu einer guten Hundeschule raten - mir scheint, als fehlen einige grundlegende Infos rund im Hundeerziehung (nicht bös gemeint, jeder hat mal angefangen!).
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Hallo und willkommen im Forum!
Klingt, als wäre Eure Situation schon ziemlich ernst, aber ihr bekommt hier sicher viele Tipps von denen der dringendste sein wird, euch einen guten Trainer oder eine gute Trainerin zu suchen, die euch vor Ort hilft.
Ich bin sicher, dass ihr alles gut hinbekommen werdet! Trotzdem möchte ich sagen, dass das von dir beschriebene Verhalten gundsätzlich keineswegs normal ist und du vollkommen Recht hast, wenn du dir Sorgen machst!Ich beginn mal mit den einfacheren Fragen ;-)
Für den Tagesablauf ist es im Moment noch viel wichtiger, dass es viele Ruhezeiten und keine Überforderung gibt (auch keine geistige!) - mit neun Wochen ist der Alltag noch so aufregend, dass er mehr als genug Auslastung bringt (wenn du ihn nicht gerade 24h in einen Zwinger steckst
). Ich würde aber nicht zuu lange damit warten, kleine Ausflüge auch raus aus Haus und Hof zu machen, damit er später keine Probleme damit hat.
Außerdem empfehle ich jedem Ersthundehalter (und jedem anderen, der nicht ein Rudel hat) den Besuch einer Hundeschule!
bEim Welpen beginnt man mit einer Welpenspielgruppe, bei der unbedingt auch ältere Hunde dabei sein sollten.Fortsetzung folgt
(Handy kann nicht soviel auf einmal speichern :p) -
Also nach 11 Tagen hatten bisher alle meine Hunde das "Nein" recht gut drauf, denn ich finde es ist eines der wichtigsten Kommandos. Noch vor Sitz und Platz und auch noch vor dem Rückruf. Ich würde daran ganz intensiv arbeiten. Wie am Besten ist hier beschrieben: https://www.dogforum.de/bring-deinem-h…bei-t61351.html
Das er beim Hochheben so ein Theater macht kann mehrere Ursachen haben: Angst (ist auch ein blödes Gefühl), Frust (da ihr ihn mit wegheben von Dingen abhaltet die ihm Spaß machen oder Erleichterung verschaffen, denn Kauen ist auch ein Ventil um Stress abzulassen) oder Schmerzen (wenn ihr ihn vielleicht falsch anhebt). Welches es davon ist, kann man übers Forum schlecht sagen, leider.
Dieses Überdrehte ist ein Zeichen von Frust, Stress etc. Bringt Ruhe rein. Ich weiß nicht genau wie ihr mit ihm spielt, aber lasst es ruhiger angehen.
Mit 9 Wochen lastet sich der Hund alleine schon mit der Umweltwahrnehmung aus. Da brauchst du nicht einen zusätzlichen Stimulus einbringen. Das führt nur zum Überdrehen.
Ausserdem hast du eine sehr hibbelige Mischung da. Labbi und Beagle sind beide sehr aktiv und können schnell überdrehen. Da ist Ruhe noch wichtiger als bei manch anderer Rasse. :)
PS: Will Bilder sehen! *lieb guck*
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Also mal zum Hochheben:
Das mögen viele Hund nicht, deshalb muss man sehr vorsichtig vorgehen.
Erstens sollte man es so angenehm wie möglich machen! Dazu gehört der richtige Griff, der das Gewicht gut verteilt (also z.B. Hand unter den Popo), aber auch, dass man den Hund nicht plötzlich hochhebt, dass man sich dabei nicht über ihn beugt, dass man ihn nicht "zwangsbekuschelt" wenn er mal oben ist usw usw.
Dann sollte man es möglichst mit etwas Positivem verbinden, also zB ein Leckerli geben wenn du ihn hochhebst. -
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Also normal finde ich knurren und beißen bei keinen Hund auch nicht bei einem Welpen.
Auch wenn er kein nein kennt kann er Körpersprache lesen. Mit Hilfe dieser würde ich ihm deutlich machen dass du das nicht duldest. -
Zitat
Also normal finde ich knurren und beißen bei keinen Hund auch nicht bei einem Welpen.
Doch, wenn sie keine Frühsozialisierungsphase hatten und die Abstammung ungewiss oder aus lieblosen Vermehrerhänden stammt, dann gibt es diese Verhaltensauffälligkeiten!
Da diese Rassenmischung bestimmt verfressen ist würde ich das Tragen mit Leckerchen üben und belohnen, ansonsten Ruhe reinbringen - keine Speilerei wenn er dermaßen aufdreht, denn nach müde kommt doof.
Schau wo er gerne liegt (ich würde ihn nicht ins Bett tragen) und den Platz attraktiv unterstützen
( Korb / Decke).
Alles was ihm suspekt ist mit Leckerchen / Geduld unterstützend abbauen!Hier wohnt / wohnte Terrorfussel und ich weiß wovon ich rede!

LG Sabine
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Zitat
Also normal finde ich knurren und beißen bei keinen Hund auch nicht bei einem Welpen.
Das ist ganz normales Verhalten, jedem Hund ist das in die Wiege gelegt. Ein Hund der nicht warnend knurrt bevor
er beißt finde ich eher bedenklich. Die Möglichkeit aggressiv abzuwehren ist absolut komplett ignorieren, also auch kein AUA und ihn so lanormal und zeigen Hunde auch
untereinander. Und es hat nichts mit schlechter Aufzucht oder fehlender Sozialisierung zu tun.Beim Welpen ist es, so wie es sich hier anhört, purer Übermut. Und es ist dann Sache des Besitzers Grenzen zu setzen. Warum er nicht mehr auf den Arm mag kann mehrere Ursachen haben, fraglich ob der TE hier alles
geschrieben hat, auf jeden Fall kann Unsicherheit des Trägers durchaus eine Ursache sein.Zitat
4. Was mache ich am Besten um zu verhindern, dass er alles anknabbert und zerlegt? Bis jetzt sage ich NEIN und hebe ihn weg. Geerntet habe ich bis jetzt auch nur gebeiße und geknurre. Wenn er zum Beispiel ein Kleidungsstück zwischen die Zähne bekommen hat (keins das ich anhatte^^) musste ich bis jetzt immer kapitulieren und es ihm überlassen bis er dann von allein aufgehört hat damit zu spielen. Bei Spielsachen das gleiche. Muss ich da einfach noch mehr Geduld haben bis sich die ersten Erfolge einstellen oder mache ich es falsch?Das ist eigentlich der mehr als bedenklich und vermutlich eine Ursache deiner Probleme, wenn du einem so jungen
Welpen schon nichts entgegezusetzen hast und kapitulierst, wo soll das enden? Ganz ehrlich, das geht gar nicht,
du bringst ihm bei, dass er sich alles erlauben kann und das ist nicht welpengerecht. Ein Welpe braucht klare
Regeln und Anleitungen an denen er sich orientieren kann. -
Wenn dein Hund was im Maul hat, was er nicht haben soll, dann öffne sein Maul und nimm's ihm ab!
Ich weiß, das ist wieder ein Extrembeispiel, aber wenn dein Hund nun einen Fleischstück mit Rasierklingen draußen aufnimmt und dir nicht erlaubt, dir das abzunehmen, na dann Gut' nacht...Falls du nicht weißt, wie du deinem Hund etwas abnehmen kannst:
Dafür brauchst du eigentlich genau zwei Finger, die du dem Hund rechts und links möglichst weit hinten (in etwa dort, wo die Mundöffnung aufhört) in den Mund schiebst. Dann muss er automatisch sein Maul öffnen.Es ist GANZ wichtig, dass DU den Ton vorgibst in dieser Zeit. Wenn er schnappt, strafe ihn - welche Methode du da anwendest ist deine Sache. Ich persönlich nutze eine nicht-hündische und halte Maggy das Maul zu (nicht drücken, nur zuhalten). Lasse ich los und sie schnappt aus Trotz nochmal gleich nach, kriegt sie direkt wieder die Hand ums Maul. Du musst unheimlich konsequent sein, sonst kann das echt gefährlich werden. Ein Hund, der lernt, dass er die Dinge alleine regeln darf bzw. MUSS, weil Herrchen/Frauchen es nicht machen, ist mit dieser Aufgabe für gewöhnlich heillos überfordert. Am Ende resultiert sowas dann meistens in Aggressivität und Tierheim...
Jetzt ist es noch ein Schnappen, das dein Hund zeigt. Wenn er einmal verstanden hat, dass man mit Schnappen seinen Willen durchbekommt, wird das auf jeden Fall verankert (nicht vergessen, Sozialisierungsphase) und dann wird er dieses sehr erfolgreiche und für ihn befriedigende Verhaltensmuster auch weiterhin anwenden. Nur dass es später nicht mehr so ungefährlich ist.
Knurrt er dich außerhalb vom Spiel an, unterbinde das auch dringend. Hier geht es nicht darum, das Knurren an sich zu unterbinden, das ist ja grundsätzlich eine Warnung und ein sehr nützliches Signal "Pass auf, wenn du nicht aufhörst nutz ich meine Zähne". Aber er darf überhaupt nicht erst auf die Idee kommen, DICH zu warnen. Er hat zu akzeptieren, was du machst.
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Hallo!
Ehrlich gesagt, halte ich das hier
ZitatKnurrt er dich außerhalb vom Spiel an, unterbinde das auch dringend. Hier geht es nicht darum, das Knurren an sich zu unterbinden, das ist ja grundsätzlich eine Warnung und ein sehr nützliches Signal "Pass auf, wenn du nicht aufhörst nutz ich meine Zähne". Aber er darf überhaupt nicht erst auf die Idee kommen, DICH zu warnen. Er hat zu akzeptieren, was du machst.
für sehr gewagt!
Ein Hund, der gelernt hat, nicht warnen zu "dürfen", wird unter Umständen sofort zubeißen.
Dann ist mir ein Knurren als Warnung viel lieber.
Denn, darauf kann ich ja noch angemessen reagieren.Gruß
SheltiePower - Vor einem Moment
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