viele kleine und mittelschwere Probleme und Fragen... :-/

  • Die TS hat doch auch davon erzählt, dass sie ihrem Hund nichts abnehmen kann, weil er es verteidigt... ich hatte eigentlich vor allem darauf angespielt :O
    achso, und klar gehören Aus und Nein dazu, aber ich finde man sollte trotzdem auch seinem Hund was aus dem Maul nehmen dürfen (ungefährliches wie gefährliches). genauso wie ich ihm auch jederzeit bedenkenlos ins Futter fassen können möchte.

    SheltiePower:
    und wie zeigst du deinem Hund nun, dass du deinen Willen durchsetzt, auch wenn es Hundi gerade nicht in den Kram passt? also bei o.g. Beispiel, dass der Hund weiß, er darf's nicht, aber eben gerade testet und sich ohne "äußere Einwirkung" partout nicht vom Sofa runterbewegt...

  • Schnell sein und ihn stoppen bevor er auf die Couch hüpft.

    Dieses "ich find es ja eigentlich süß, wenn er auf der Couch sitzt, aber andererseits mag ichs ja dann doch nicht, weil er könnte ja irgendwann später dreckig sein und deshalb sollte ich ihn jetzt dann doch mal so laangsam von der Couch"....... ist doch das Problem.

    nicht das: "auf meine hochheilige Couch hab ich ein wachsames Auge, da kommste erst gar nicht drauf mein Freund.."

  • Ich lese irgendwie vom Knurren nur im Zusammenhang mit Hochheben und/oder wegheben. Vielleicht magst du mir die Stelle noch mal genauer zitieren.

    Wie gesagt: Durchs Nein oder Aus bist du in der Lage einem Hund jederzeit alles weg zunehmen, was du wegnehmen musst. Warum man seinen Hund jetzt unbedingt beim Fressen stören muss oder möchte, ist mir ehrlich gesagt schon immer schleierhaft gewesen. :ka:

    Nehmen wir dein Beispiel mit dem Sofa: Ich persönlich habe meinen Hunden wie das Nein auch das Kommando Runter! beigebracht. Ich musste bisher noch nie einen davon irgendwie vom Sofa werfen oder runterziehen.

    Es geht im Eingangspost um einen 9 Wochen alten Welpen, der noch gar nicht weiß das er mit seinen Zähnchen weh tut und er muss noch lernen wo seine Grenzen sind. Es ist jetzt die Phase wo man ihm diese Dinge positiv beibringen kann und es ist schon entscheident für sein weiteres Leben wie man die Dinge händelt. Er will jetzt noch keine Weltherrschaft an sich reißen. Ich bin dafür der TE da keine Panik einzureden von potentiellen Beissern und sonstigen Katastrophen. Ein kleines Kind das mal seine Eltern anmeckert wird im Alter auch nicht gleich zum Massenmörder, oder? ;)

  • Zitat


    SheltiePower:
    und wie zeigst du deinem Hund nun, dass du deinen Willen durchsetzt, auch wenn es Hundi gerade nicht in den Kram passt? also bei o.g. Beispiel, dass der Hund weiß, er darf's nicht, aber eben gerade testet und sich ohne "äußere Einwirkung" partout nicht vom Sofa runterbewegt...

    Nun,
    beide Hunde durften als Welpe nicht springen.
    Also habe ich entweder auf dem Boden gesessen, so daß sie mir auf dem Schoß krabbeln konnten.
    Oder ich habe sie zu mir auf die Couch hochgehoben.
    Wollte ich, daß sie wieder runter gingen, habe ich sie sanft wieder angehoben, neben mich abgesetzt, bzw. vor der Couch auf den Boden gesetzt. Dabei habe ich fast zeitgleich das Wort "Runter" gesagt.
    So haben sie gelernt, was "Runter" bedeutet. Ganz ohne Streß.


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

  • Hallo,

    Deine Probleme kennen fast alle Welpenbesitzer.
    Aber keine Sorge, dein Kleiner wird das alles schon lernen. Als erstes brauchst du viel Geduld und noch mehr gute Nerven.

    Aus meiner Erfahrung kann ich dir folgende Tipps geben:

    Hochheben: finden Hunde generell doof, die einen mehr die anderen weniger. Bei mir hat es immer gut geholfen, wenn ich mir ein wenig Leberwurst in die Armbeuge gepinselt habe. Okay, ist gewöhnungsbedürftig, aber mein Labbi-Monster war viel zu sehr mit abschlecken beschäftigt um auf dumme Ideen zu kommen. Hochheben wurde dadurch zum Juchu-event.

    Beißen: Hunde in dem Alter müssen auf etwas herumkauen, da das Zahnfleisch juckt und der Zahnwechsel zudem Schmerzen verursacht. Gib ihm am Besten etwas als Alternative zu deinen Sachen, das er nach belieben bearbeiten darf. Das kann ein Kauknochen sein oder eine Torgas-Wurzel oder auch ein Stofftier oder anderes Spielzeug. Geht er an deine Sachen, sag ein deutliches Nein und biete ihm die alternative an. Wenn er es nimmt dann kräftig loben. Er wird mit der Zeit registrieren, das es nicht gewünscht ist, wenn er deine Sachen nimmt. Du musst nur immer sehr aufpassen und auf keinen Fall wütend werden. Dadurch werden die verbotenen Dinge nur interessant.
    Wenn er in eure Gliedmaßen beißt, das gleiche Spiel. Oder laut aua schreien, umdrehen und gehen. Aber unbedingt wieder auf ihn zugehen und zum Spielen animieren, sonst fühlt er sich schnell ausgeschlossen und wird versuchen Aufmerksamkeit durch noch mehr beißen zu bekommen.

    Knurren: ob man das nun als notwendig ansieht oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden. Meiner darf nicht knurren, es sei denn er maßregelt andere Hunde, dann ist das durchaus in der normalen Kommunikation. Menschen anknurren ist absolutes no-go. Nur weil ihm was nicht passt, hat er das nicht selbst zu regeln. Er geht auch nicht in die nächste Stufe, das machen Hunde nur dann, wenn sie im Vorfeld bereits Erfolge mit knurren hatten. Das kann man schön am Briefträger erklären. Wenn der kommt, knurrt Hund, Briefträger geht (das er nur Post abliefert weiß Hund ja nicht) Hund denkt er hatte Erfolg, weil der Eindringling ja weg ist. Der kommt aber immer wieder. Also fängt Hund an zu bellen, wieder Erfolg - Briefträger verschwindet. Beim nächsten Mal ist der aufdringliche Typ wieder da, Hund geht zum beißen über usw.
    Die Theorie das ein Hund knurren darf um sich mitzuteilen halte ich insofern für gefährlich. Wenn er Erfolg mit Knurren hatte, und beim nächsten Mal es nicht funktioniert, weil es vielleicht ein nicht so ängstlicher Mensch ist der ihn anfasst oder so, dann wird er es mit heftigeren Mittel versuchen.

    Das gilt allerdings nur für Hunde die sich normal verhalten, bei ängstlichen Hunden wäre das was anderes.

    Mein Hund hat gelernt, das ich ihm helfe, wenn ihm was nicht gefällt. Er wendet sich dann an mich indem er aktiv bei mir Schutz sucht.
    Aber wie gesagt ist nur meine Meinung dazu, jeder kann das für sich am besten beurteilen, wie sein Hund "tickt".


    Allgemein ist es auch besser, wenn du kein riesen Zirkus um ihn machst, er muss Ruhe erst lernen. Eine Schlafkiste ist da nicht schlecht ( ein großer Karton tuts auch). Da kannst du ihn reinlegen , in eurer Nähe wäre es am besten. Er wird schnell lernen das er nicht herauskommt und sich schlafen legen. Ich hatte immer ein Meerschweinchengitter (so eins für draussen, das oben offen ist) im Wohnzimmer aufgebaut. Dort war sein Körbchen drin und das war absolute Ruhezone.

    Und ganz, ganz wichtig ist es einen Hund in dem Alter immer und ständig zu loben wenn er richtiges Verhalten zeigt. Er muss ja erst lernen was ihr mögt und was nicht. Möglichst nie wütend werden oder hektisch - auch wenn es manchmal schwer fällt.

    Also, ganz viel Spaß, gute Nerven und immer daran denken......du bist nicht alleine. :D

    LG
    Andrea

  • Ich bin euch sehr dankbar für eure Kommentare! :gut: Mit so vielen habe ich gar nicht gerechnet :rollsmile:
    Das einzige was mich jetzt noch beschäftigt ist: Wie setz ich das ganze jetzt um?
    Das ich allgemein ruhiger werden muss und das wir weniger toben dürfen habe ich jetzt verstanden und setze das jetzt fleißig oder eben gerade nicht fleißig um :D Aber was soll ich denn nun machen wenn er mich anknurrt? Das macht er zB wenn er schon leicht aufgedreht ist und spielen will. Wenn ich dann weggehen will beißt er mir nämlich recht kräftig in die Füße... Und wenn er etwas nicht loslassen will lässt er sich davon nicht von einem schnöden Leckerchen abhalten :headbash:

  • huhu,

    ich habe das auch mit meiner lena .... wenn sie knurrt lege ich sie immer wieder in ihren korb zurück. ist sie lieb und kommt kuscheln lobe ich sie - wird sie wiederknurrig .... wieder ab in den korb ....(gefühlte 150mal muss das schon machen )

    wenn sie pieselt(am liebsten ins bett ) ...kommt ein lautes nein das ist pfui und wieder raus ....

    schrieb eben in lenas thread... das ist der welpenwahnsinn....

    lass uns zusammen die nerven behalten


    lena+ lenasmummy

  • Zitat

    Ich bin euch sehr dankbar für eure Kommentare! :gut: Mit so vielen habe ich gar nicht gerechnet :rollsmile:
    Das einzige was mich jetzt noch beschäftigt ist: Wie setz ich das ganze jetzt um?
    Das ich allgemein ruhiger werden muss und das wir weniger toben dürfen habe ich jetzt verstanden und setze das jetzt fleißig oder eben gerade nicht fleißig um :D Aber was soll ich denn nun machen wenn er mich anknurrt? Das macht er zB wenn er schon leicht aufgedreht ist und spielen will.
    Dann setz dich auf die Couch oder noch besser an den Küchentisch,nimm dir ne Zeitung und lese.Wenn er immer noch versucht zu zwicken,verlass kurz ohne Hundi den Raum.
    Wenn ich dann weggehen will beißt er mir nämlich recht kräftig in die Füße...Kenn ich.Quietsch kurz und setz dich an den Küchentisch und les was,macht er weiter verlässt du ohne Hundi kurz den Raum.Kommst du nach ner Minute (oder weniger) wieder rein und macht das gleiche Spiel,quiescht du wieder (kannst dabei auch aua sagen) und verlässt wieder den Raum
    Und wenn er etwas nicht loslassen will lässt er sich davon nicht von einem schnöden Leckerchen abhalten :headbash:

    Je nach dem was er hat,mach dich interessant,nimm dir ein Spielzeug was er darf und beschäftige dich damit,tu als ob das gerade der ober Knaller ist was du da hast oder du nimmst Superleckerchen (bisschen Wurst oder Käse,irgendwas was es sonst nie gibt) und versuchst zu tauschen.

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