Reicht das, was ich meinen Hunden biete, aus?

  • Zitat


    Trennen geht ja noch nicht.


    Wieso, dann bleiben doch drei immer zusammen. Und der einzelne Hund wird gearbeitet bzw. ist abgelenkt durch den Spaziergang.
    Wenn die Hunde in 2er-Kombi bleiben, glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass sie die Leinenpöbelei aufhören - weil sie zu zweit immer noch "Gruppe" sind.

    Habt ihr schon mal Fahrradfahren probiert, speziell für die Großen? Es gibt Hunde, die am Rad weniger in der Leine hängen als wenn man mit ihnen zu Fuß geht (gab's hier mal einen Thread zu, indem überlegt wurde, wie das sein kann, ob's zB an der Geschwindigkeit liegt).

    Und Stichwort Kopfarbeit. Du könntest sie ihr Futter erarbeiten lassen (suchen, rausfummeln, Hütchenspiel usw.) Könnest du auch parallel machen/versuchen, mit allen Hunden.

  • Nur mit einem Hund zu gehen, ist auch nicht so einfach....denn die Hündin und die beiden Kleinen hängen total aneinander, nehme ich nur die Hündin, kläffen die Kleinen in einer Tour, nehme ich einen von den Kleinen, jault die Hündin...lediglich unseren Großen kann ich einzeln raus nehmen, weil er erst letzten Sommer zu uns gekommen ist, die anderen sind mehr oder weniger miteinandern aufgewachsen....

    Ich mache im Garten ja auch Übungen, Suchspiele usw. und zumindest unsere beiden Großen spielen immer so schön zusammen, die beiden Kleinen sind schon etwas ruhiger geworden ;-)

    Jetzt über die Ostertage ist mein Mann ja auch da, da gehen wir dann eh jeden Tag und dann werde ich ab nächster Woche konsequent das Trennen des Rudels üben...wenn da jemand noch nützliche Tipps hat oder noch weitere Anregungen für Spiele usw., dann immer her damit...

    Fahrradfahren haben wir bisher noch nicht gemacht, weil die Hunde an der Leine halt immer so pöbeln und ich Angst habe, dass ich mich dann direkt lang lege und die mich vom Rad holen :-(

    Ich würde es auch generell bevorzugen, in Zweiergruppen zu gehen, weil ich halt immer zum nächsten Waldgebiet fahren muss um eine vernünftige und schöne Runde gehen zu können und das ist, wenn ich mit jedem Hund einzeln gehen würde, ein Riesenaufwand...

    LG

  • Kannst du nicht abends mit deinem Mann zusammen ne Runde gehen? Wenn sie vorher im Garten schon getobt haben reichen evtl. schon 30 Minuten. Dann könnt ihr euch die Hunde aufteilen und man muss nicht mit 4 kläffenden Kötern rumhantieren...
    Und geh doch mal mit deinem Großen ne Runde extra, er darf ja nicht mit dem Nachbarshund spielen, sollte also find ich ein anderes "Goodie" bekommen :-)

    Ansonsten würde mir zum Trennen vom Rudel noch einfallen:
    Erstmal: Gehts mit dem Gekläffe und Gejaule sofort los, wenn du sie trennst, oder hast du einige minuten?
    Kannst du sie im Haus trennen? Wenn das noch nichtmal geht: 3 Hunden was leckeres ins Maul stopfen (was zum Kauen, dass sie etwas länger beschäftigt sind), 4. Hund ins Nebenzimmer und da was kleines Üben mit fetter Leckerlieparty dazu. Dass sie eben lernen, dass es TOLL ist, alleine mit dir zu sein, und dass es TOLL ist, wenn das Rudel mal nicht komplett ist.
    Und so dann eben weiter ausbauen.

  • Könntest du dir nicht in deiner Nachbarschaft jemanden suchen, der dich wenigstens alle zwei Tage auf einen Spaziergang am Tag begleitet? Parallel dazu natürlich trotzdem das Trennen üben, aber das würde dir vielleicht ein bisschen den Druck nehmen und den Hunden ein bisschen mehr Abwechslung verschaffen.

  • Also mein Ziel wäre nicht getrennt gehen zu können, sondern mit allen vier!
    Welche Probleme gibt es denn da bei Fremdhundkontakten? Leinenaggressionen?
    Lässt sich doch trainieren und wenn du sowieso in einem relativ engen Kontakt zu einem Trainer stehst...umso besser!

  • Ist doch eigentlich egal ob in einer 1er-,2er-,3er- oder 4er-Konstellation...die Hunde müssen raus...was erleben, andere Umgebungen kennenlernen, andere Hunde, andere Menschen etc.
    Machen wir doch mit unseren Hunden auch...egal wieviele es sind...
    Um mich nicht falsch zu verstehen...Leinenaggressivität ist ein komplexes, meist langwieriges Thema, bei mehreren Hunden schlägt dann noch die Gruppendynamik zu...das ist definitiv nicht einfach...aber das ist doch trainierbar...und vier Hunde fallen doch nicht vom Himmel und sind plötzlich leinenaggressiv...da gab es doch ne Vorgeschichte... schon bei 1,2 oder 3 Hunden, oder nicht?

  • Hallo,
    ich würde mir um die fehlenden Spaziergänge erst mal keinen so großen Kopf machen, zumal ihr ja am Wochenende mit den Hunden geht. Und da die Hunde nicht einfach nur im Garten geparkt werden, sondern du auch aktiv mit ihnen arbeitest/spielst. Und es ist wirklich nicht zu unterschätzen, wie sehr sich Hunde miteinander beschäftigen und auslasten können.
    Dann finde ich die Aussage von flying paws, dass Hunde die Umgebung erkunden müssen, zu pauschal. Es gibt definitiv Hunde, die völlig zufrieden damit sind, ihr Revier abzuschreiten und zu bewachen. Und es gibt auch Hunde, die durch Spaziergänge extrem gestresst werden und für die es auch besser ist, wenn sie nicht ständig neuen Reizen ausgesetzt werden.
    Also meiner Meinung nach brauchst du kein schlechtes Gewissen zu haben. Du hast ja diesen Zustand auch nicht als Endlösung im Sinn, sondern möchtest daran etwas ändern.
    Ich finde Sleipnirs Einwand gut, dass dein Ziel sein sollte, mit allen vier Hunden gleichzeitig zu gehen. Sie leben, fressen, spielen, schlafen zusammen, dann sollten sie auch zusammen ihre Welt entdecken dürfen.
    Aber ich finde es genauso wichtig mit jedem Hund einzeln gehen zu können. Erstens ist das für eure Bindung förderlich (meine Hunde saugen "Einzelzeit und -zuwendung" geradezu auf), zweitens kannst du dich dann eher auf die individuellen Baustellen konzentrieren und drittens kann es immer mal sein, dass du einen Hund allein lassen musst, bzw mit ihm gehen musst, z.B bei Krankheit oder einer Verletzung.

    Deinen Ansatz zum Trennen finde ich gut. Könnte funktionieren. Ich wünsche dir jedenfalls viel Erfolg. Würde mich freuen, wenn du hier ab und zu von euren Fortschritten berichten würdest!

    Ganz liebe Grüße
    Nele

  • Zitat

    Und es ist wirklich nicht zu unterschätzen, wie sehr sich Hunde miteinander beschäftigen und auslasten können.


    Da geb ich dir erstmal völlig Recht!

    Zitat

    Es gibt definitiv Hunde, die völlig zufrieden damit sind, ihr Revier abzuschreiten und zu bewachen. Und es gibt auch Hunde, die durch Spaziergänge extrem gestresst werden und für die es auch besser ist, wenn sie nicht ständig neuen Reizen ausgesetzt werden.

    Da fallen mir jetzt spontan nur Herdenschutzhunde ein oder völlig unsozialisierte Hunde.

    Zitat

    Also meiner Meinung nach brauchst du kein schlechtes Gewissen zu haben.


    Schlimmer geht ja immer...
    Aber jetzt doch mal ganz ehrlich...Gärten sind toll für Hunde...mit mehreren wird durchaus auch mal gerannt und getobt, beschäftigt sich der Besitzer noch intensiv mit den Hunden im Garten umso besser...aber welchen Spaziergang soll das denn ersetzen?
    Wir haben nen Gemeinschaftshof von nem knappen Hektar und einen eingezäunten Privatgarten. Da liegen die Hunde eigentlich nur rum und beobachten die Umgebung...
    Klar, die sind ausgelastet...die marschieren ja auch jeden Tag zwei bis drei Stunden...
    Unser Nachbar geht kaum spazieren...Hof ist ja groß genug!
    Der Hund nutzt jede Gelegenheit, macht sich selbstständig und geht alleine spazieren!
    Und das ist schon der zweite HUnd, der unter diesen Haltungsbedingungen dieses Verhalten zeigt!

  • So Leute kenne ich aus der Nachbarschaft auch, die mit ihren Hunden nie spazieren gehen und auch sonst nichts mit ihnen machen. Manchmal glaube ich, die Leute sind nur zu faul ihre Tiere ins Tierheim zu bringen....

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