3 Rüden, 1 Hündin Aggressionen und Angst

  • Heute wende ich mich mal wieder an euch, diesmal mit 2 Problemen!
    Zum 1. Problem:
    Seit unsere kleine Cashira das erste mal läufig ist, sieht Blacky sie als sein eigen!
    Sobald sich unser ältester Rüde ihr nähert um auch mal zu schnuppern fängt Blacky schon aus 5 Metern entfernung an zu knurren!
    Das ist ein erstes knurren und er zeigt dabei auch mal gerne die Zähne, des öfteren hat er sich auch schon dazwischen geworfen und Luke vertrieben oder es gab eine Rangelei, dieses wirklich schlechte Klima kennen wir sonst nicht! Sie sind sonst ein Herz und eine Seele!
    Kann das nach der Läufigkeit wieder besser werden oder wird das nun evtl. dauerhaft so sein? :/
    Wir überlegen echt schon eine Kastration da das wirklich sehr Nervenaufreibend ist und auch wenn wir kein Fan von "Grundloser" Kastration sind!
    Blacky ist auch so wenn es um Knochen geht, jeder Mensch darf ihm seinen Knochen abnehmen egal ob Kind oder Erwachsener aber kein Hund darf ran!
    So extrem war es aber nie!
    Unser 3. Rüde der kastrierte und auch deutlich kleinere Rüde interessiert sich kein bischen für die kleine aber sie liebt ihn abgöttisch :hust:


    Und nun zum 2. Problem, das betrifft nur unsere Hündin!
    Sie ist im Umgang mit fremden Personen und vorallem Männern sehr unsicher und ängstlich!
    Wenn wir draussen unterwegs sind und sie sieht von weitem schon jemanden der auch nur da steht, dann fängt sie an zu bellen und knurren, das geht dann auch soweit das sie zu den Leuten hinflitzt und diese sozusagen verbellt sie steht dann wirklich ca. 1 meter davor und ist überhaupt nicht mehr ansprechbar obwohl sie sonst super hört!
    Den Leuten macht es wenig aus da keiner so einen Winzling ernst nimmt aber trotzdem kann es so nicht bleiben, auch ein kleiner Hund muss sich benehmen!
    Bei anderen Hunden ist es ähnlich aber lang nicht so extrem!
    Wie soll ich mich da verhalten? Weglaufen?
    Oder ihr zeigen das es nicht schlimm ist? Hab ich auch schon versucht aber sie war trotzdem noch der Meinung das Menschen alle doof sind :headbash:
    Ich hoffe es finden sich Leute die mir weiterhelfen können!

  • Ich muss das Thema nochmal hocholen.
    Momentan ist die Situation nicht auszuhalten!
    Es gab nun in 5 Tagen 14 ernste Beissereien die wir nur mit Gartenschlauch und Duschstrahl unterbinden konnten.
    Das ganze geht meist so: Luke nähert sich der kleinen und Blacky schnappt sofort nach ihm, bleckt die Zähne und knurrt/fletscht und droht mit allem was er hat, er hat auch schonmal richtig zugebissen.
    Nun seit 5 Tagen nimmt Luke das nicht mehr einfach hin was an sich auch nichts verwerfliches ist aber daraus entsteht dann immer eine Beisserei und die kleine steht mitten drin und muss dann irgendwie rausflüchten.
    Durch schreien und mit Gegenständen werfen wie Leinen ect. gehen sie nicht mehr auseinander da muss wirklich ein harter!! Wasserstrahl her.
    Die ganze Situation macht uns alle total fertig, nichts ist mehr entspannt und gestern haben sie sogar unterm Esstisch angefangen und dabei haben sie mich am Bein erwischt :verzweifelt:
    War zum Glück nicht schlimm, schmerzhaft aber nicht offen wohl ein "Streifbiß".
    Wir kennen die beiden so nicht udn so kann es auch nicht weitergehen.
    Denkt ihr das wäre ein Grund für eine Kastra?
    Oder was würdet ihr dagegen machen?

  • Warum lasst ihr das denn alles zu? Man greift doch nicht erst ein, wenn sie sich schon prügeln, sondern schon vorher!

    Jetzt ist das Kind wohl in den Brunnen gefallen und beste Freunde werden die beiden nicht mehr werden. Entweder lernen sie, dass sie die Nähe des jeweils anderen dulden (und müssen dafür immer im Auge behalten werden und wenn das nicht möglich ist, getrennt gehalten werden) oder wenn es hart auf hart kommt, muss einer gehen.

    Du kannst ja mal den Kastrationschip einsetzen lassen, dann wirst du sehen, ob es was bringt. Wenn die sich weiter bekriegen, wird eine Kastration auch keine Abhilfe schaffen.

  • Wir haben es nie zugelassen! Sobald Blacky wieder geschnappt hat wurde das mit einem "nein" und wegschicken getadelt.
    Wenn du aber auf dem Sofa sitzt und plötzlich springt er wieder aus Meter weiter entfernung nach vorne und Luke schnappt zurück dann eskaliert das so schnell, da bist du noch gar nicht da! Momentan
    Momentan darf immer nur einer im Haus sein.
    Wenn sie alleine unter sich sind oder mit mir dann verstehen sie sich gut, toben auch miteinander aber sobald die kleine dabei ist beschützt Blacky sie wie nichts anderes!
    Die Läufigkeit an sich streßt alle beiteiligten ungemein daher war auch die Kastration der Hündin eher geplant.
    Da die Rüden bisher auch unkastriert gut funktioniert haben seit über 4 Jahren nun schon.

  • Warum habt ihr euch denn in so eine Gruppe überhaupt eine Hündin geholt? Da war ja Stress fast vorprogrammiert.

    Meines Erachtens wäre es für die Entwicklung der Hündin eher schlecht, sie kastrieren zu lassen, gerade jetzt.

    In Moment könnt ihr eh nichts machen, ausser managen. Pauschal irgendeinen Rüden kastrieren würde ich aber auch nicht, das kann ganz böse nach hinten losgehen.

    ...vom Handy getippt

  • Zitat

    Sobald Blacky wieder geschnappt hat wurde das mit einem "nein" und wegschicken getadelt.


    Zu spät. Hier geht es um eine unnötige Ressourcenverteidigung. Das ist ähnlich wie bei Spielzeug oder wenn der Mensch verteidigt wird. Da gilt es schon im Ansatz zu unterbinden. Das heißt wenn es schon zu körpersprachlichen Einschränkversuchen kommt. Noch vor Knurren und noch lange vor dem Zuschnappen. Sicher, man übersieht diese Anzeichen, weil man einfach nicht damit rechnet. Aber spätestens nach dem ersten offensichtlichen Knurren muss man den Aggressor im Auge behalten. :)

    Zitat

    Die Läufigkeit an sich streßt alle beiteiligten ungemein daher war auch die Kastration der Hündin eher geplant.


    Ja, die nächste Läufigkeit der Hündin wird das ganze zusätzlich anheizen. Nur wird die Kastration der Hündin nicht unbedingt die Situation zwischen den Rüden wenn sie dabei ist entspannen. :ka:

    Ist eine blöde Situation die ihr jetzt dort bei euch habt. Ich denke auch, dass es eine schlechte Idee wäre nur einen Rüden hormontechnisch "still zu legen" (wie auch immer ob mit Chip oder Entbömmelung), falls dies überlegt wurde.

    Das Ding ist auch, dass sich solche Sachen gern und schnell ritualisieren. Und wenn es soweit kommt, wird kein Eingriff mehr nutzen. Also schön Augen auf und reagieren, sobald einer der Rüden sich auch nur zum Stunk entscheidet!

  • Ähm, mal kurze Zwischnfrage, du schreibst, dass der eine unkastrierte Rüde deine unkastrierte Hündin gegen den anderen unkastrierten Rüden verteidigt und sie am liebsten mit dem dritten schmust und das ganze läufig? :???:

    Hab ich das richtig verstanden?

    Ich hoffe der nächste Thread geht nicht um ungewollte Trächtigkeit.....

  • Ja das hast du richtig verstanden.
    Sie schmust mit dem 3. Rüden, zwischen den beiden kann aber zu 100% nix passieren.
    Die anderen beiden unkastrierten hat sie sogar nun in den Stehtagen nicht hingelassen, trotzdem waren sie nie alleine denn die kleine weicht mir nicht von der Seite, wenn ich in die Küche gehe obwohl sie mich noch sehen könnte vom Sofa läuft sie mir nach.
    In den Garten kommt sie nur wenn die anderen im Haus sind und auch nur mit Begleitung.
    Sie ist also immer nur mit Rüde Nummer 3 (Fips) alleine die beiden großen sind nichtmal alleine in einem Raum mit ihr und es hat nichtmal in den Stehtagen einer versucht zu bestiegen ect.
    Es ging nur durm "meine Hündin, finger weg!"

    Zitat


    Zu spät. Hier geht es um eine unnötige Ressourcenverteidigung. Das ist ähnlich wie bei Spielzeug oder wenn der Mensch verteidigt wird. Da gilt es schon im Ansatz zu unterbinden. Das heißt wenn es schon zu körpersprachlichen Einschränkversuchen kommt. Noch vor Knurren und noch lange vor dem Zuschnappen. Sicher, man übersieht diese Anzeichen, weil man einfach nicht damit rechnet. Aber spätestens nach dem ersten offensichtlichen Knurren muss man den Aggressor im Auge behalten. :)

    Ok, dann hast du jetzt schon mehr raus als wir, momentan sind wir schon dabei Blacky auf seinen Korb zu schicken wenn er zu Luke rüberschaut, mit leichtem Fixieren. Er geht dann aber nur wiederwillig.
    Gegenüber uns verteidigt er sie überhaupt nicht, Gott sei Dank!

    Momentan ist sie ja noch läufig, daher haben wir ja noch die Hoffnung, dass es danach wieder aufhört müsste nun auch bald zuende sein.
    Danke für deine schnelle Hilfe, gibt es hier im DF nen Preis für die besten Helfer? :gut:
    *danke Button such*

  • Hallo,

    wir haben auch die Konstellation 3 Rüden, 1 Hündin, ABER bei uns waren von Anfang an alle Rüden kastriert.
    Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt Prügel beziehe von den Leuten, die gegen eine unnötige Kastration sind, habe ich immer meine Rüden alle kastrieren lassen, weil ich persönlich damit die besten Erfahrungen gemacht habe, sowohl was das Verhalten untereinander im Rudel angeht, als auch das Verhalten anderen Hunden gegenüber und man hat nicht das Theater, dass die Jungs hinter jeder läufigen Hündin her sind.....unsere Hündin war die ersten 2,5 Jahre nicht kastriert und wir hatten nur Stress mit der Situation, die Hündin war während der Läufigkeiten immer extrem durch den Wind, war jedesmal schlimm scheinträchtig und selbst unter den kastrierten Rüden gab es immer nur Streit um die Hündin, so dass wir die Jungs ständig trennen mussten während der Läufigkeiten....wir haben unsere Maus im Februar kastrieren lassen und ich bin sehr froh, dass wir das gemacht haben und würde es in so einer Rudelkonstellation immer wieder machen, deshalb mein Tipp: entweder alle Hunde kastrieren lassen oder zumindest die Hündin.
    Ich kann ja nur von meinem Rudel berichten, aber ich kann bei keinem meiner Hunde durch die Kastration bedingten negativen Auswirkungen feststellen, ganz im Gegenteil, ich sehe in meinem Fall nur positive Aspekte.

    LG
    Tina

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