Der Aussie-Klönschnack Thread - Teil 2
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Ich möchte hier auch überhaupt nichts ausreden.
Natürlich bekommt man solche Hunde hin, ganz sicher. Aber es gibt auch Hunde, die sind so festgefahren, dass es einfach verdammt schwierig ist. An Taxi haben sich manche Hundetrainer schon die Zähne ausgebissen und jetzt mit 6 Jahren habe ich das Gefühl, dass er endlich wieder sozial wird. Es gibt jedoch viele Momente, da würde ich ihn mir sehr viel problemloser wünschen. Da würde ich gern Gassi gehen und nicht die Umgebung im Auge halten müssen... .
Ehrlich? ICH würde mir so einen Hund nicht freiwillig "antun", außer es sei denn ich hab den ganzen Tag nichts anderes zu tun als mich um meine Hunde zu kümmern und/oder ich bin wirklich so hundeerfahren, dass ich so einen Hund durchgängig händeln kann.
Ich hatte für 4 Monate die sehr komplizierte Border Hündin meiner Schwester zu Taxi und Pika. Drunter gelitten hat Pika, weil sie einfach nur noch nebenbei lief. Ich hatte für sie kein Auge mehr, der BC hat alles gejagt, was sich schneller als Schritt bewegt hat. Ich bekam das einigermaßen in den Griff, aber im Endeffekt hab ich für uns alle einsehen müssen, dass es nicht funktioniert und die Hündin ist wieder zurück in ihr altes Zuhause gegangen. - Vor einem Moment
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Hi,
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Zitat
Es ist interessant zu wissen, dass gerade dieses Verhalten bei Hunden, die an der Herde oder aber im Sport arbeiten, häufiger auftritt als bei anderen! Je häufiger die Hunde andere Tiere hüten, desto intensiver zeigen sie Zwicken und Beißen auch in Alltagssituationen. Dies mag eventuell eine Folge des ausgesprochen harschen Trainings bei der Hütearbeit sein.
Einiges im Text ist sicher nicht verkehrt, wobei ich es verrückt finde das ganze als "Rasseporträit" zu deklarieren.
Zumal die Damen als Trainer arbeiten, da liegt es in der Natur der Sache, dass sie Hunde treffen und kennenlernen, die ein Problem haben bzw. mit denen die Besitzer ein Problem haben, das verzerrt die Wahrnehmung ungemein.Obiger Satz alleine zeigt, wie schlecht recherchiert wurde.
Hütearbeit und Sport ist für sich genommen schon ein Gegensatz, wird aber in einen Top geworfen.
Harsches Training bei der Hütearbeit? Bei wem haben die Damen sich denn bitte richtige und ordentliche Hütearbeit angesehen?Häufiges Hüten=häufiges zwicken/beißen? Da frage ich mich aus welchen Ü-Ei diese Weisheit kommt. Bei meinem Hund trifft das absolut nicht zu und bei den Aussies, die ich kenne und die arbeiten, trifft das ebenso wenig zu....und ich kenne praktisch nur Aussies, die tatsächlich arbeiten (kein "Show-Hüten" a la "ich latsche mal ein bissel hinter Schafen her") und auch bei denen kommt das nicht vor.
Insofern ist fraglich, woher solche Infos kommen.
Kinder, besonders Kleine sind ja immer DER Aufhänger für seltsame Bewegungsmuster
....stimmt ja auch, meine -kleinen- Kids sind immer noch am Stück und unversehrt, obwohl ich sie oft genug zum Hüten mitschleppe, auch familienfremde Aussies haben kein Problem mit ihnen. Für einen Zufall sind das "ein paar" zuviele Hunde.Teile des Textes sind als Erfahrungsbericht sicher ganz nützlich, aber wer sich vor Anschaffung auch nur ein bißchen informiert, wird sowieso auf versch. Aspekte treffen.
Der Text hat begeisterte Fans und ein paar Kritiker, so ist das eben.skadi
Du musst das sowieso für Dich entscheiden. Schau ihn Dir erstmal an, rede mit den Leuten und überlge Dir das einfach gut.
Ich muss ja gestehen, dass sich das für mich nicht sooo dramatisch liest
aber das ist natürlich ebenso eine Sache der Wahrnehmung, ich habe schon (Pflege)Hunde gehabt, die klangen (und waren) viel schlimmer und ich wohne für solche "Experimente" optimal.Ich kenne Dich zuwenig, um Dich einschätzen zu können. Ob Du das schaffst, Dir das antun willst
musst Du selber wissen. Frage ansonsten Leute aus Deinem direkten Umfeld, ehrliche Leute, die kennen Dich doch...hoffentlich. 
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Die Nathy ist wieder da :)
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ZitatAlles anzeigen
Einiges im Text ist sicher nicht verkehrt, wobei ich es verrückt finde das ganze als "Rasseporträit" zu deklarieren.
Zumal die Damen als Trainer arbeiten, da liegt es in der Natur der Sache, dass sie Hunde treffen und kennenlernen, die ein Problem haben bzw. mit denen die Besitzer ein Problem haben, das verzerrt die Wahrnehmung ungemein.Obiger Satz alleine zeigt, wie schlecht recherchiert wurde.
Hütearbeit und Sport ist für sich genommen schon ein Gegensatz, wird aber in einen Top geworfen.
Harsches Training bei der Hütearbeit? Bei wem haben die Damen sich denn bitte richtige und ordentliche Hütearbeit angesehen?Häufiges Hüten=häufiges zwicken/beißen? Da frage ich mich aus welchen Ü-Ei diese Weisheit kommt. Bei meinem Hund trifft das absolut nicht zu und bei den Aussies, die ich kenne und die arbeiten, trifft das ebenso wenig zu....und ich kenne praktisch nur Aussies, die tatsächlich arbeiten (kein "Show-Hüten" a la "ich latsche mal ein bissel hinter Schafen her") und auch bei denen kommt das nicht vor.
Insofern ist fraglich, woher solche Infos kommen.
Kinder, besonders Kleine sind ja immer DER Aufhänger für seltsame Bewegungsmuster
....stimmt ja auch, meine -kleinen- Kids sind immer noch am Stück und unversehrt, obwohl ich sie oft genug zum Hüten mitschleppe, auch familienfremde Aussies haben kein Problem mit ihnen. Für einen Zufall sind das "ein paar" zuviele Hunde.Teile des Textes sind als Erfahrungsbericht sicher ganz nützlich, aber wer sich vor Anschaffung auch nur ein bißchen informiert, wird sowieso auf versch. Aspekte treffen.
Der Text hat begeisterte Fans und ein paar Kritiker, so ist das eben.skadi
Du musst das sowieso für Dich entscheiden. Schau ihn Dir erstmal an, rede mit den Leuten und überlge Dir das einfach gut.
Ich muss ja gestehen, dass sich das für mich nicht sooo dramatisch liest
aber das ist natürlich ebenso eine Sache der Wahrnehmung, ich habe schon (Pflege)Hunde gehabt, die klangen (und waren) viel schlimmer und ich wohne für solche "Experimente" optimal.Ich kenne Dich zuwenig, um Dich einschätzen zu können. Ob Du das schaffst, Dir das antun willst
musst Du selber wissen. Frage ansonsten Leute aus Deinem direkten Umfeld, ehrliche Leute, die kennen Dich doch...hoffentlich. 
Bei den meisten Dingen stimme ich dir absolut zu, nur in einer Sache nicht - für mich ist reines Trialhüten Sporthüten. Eigentlich sollte doch der Hund ausgebildet werden, um am Vieh eingesetzt zu werden und kommen dann Trials dazu, sollten sie dazu dienen, zu zeigen, was ein guter Hund kann oder welche Anlagen ein Hund mitbringt. Dazu braucht man Vergleichbarkeit und die hat man nur bei einem gleichen Setting.
Dennoch habe ich schon so oft festgestellt, dass die Hunde aufs Trialn hintrainiert werden und nicht für den Alltag. So mancher Trialhundbesitzer hat nicht mal Vieh oder bewegt es nicht mit dem Hund. Besonders Rinder kann man als arbeitender Teil der Bevölkerung ja auch schlecht nebenbei noch halten. Sofern ein Hund unter solchen Bedingungen trainiert und im Trial geführt wird, ist das für mich reiner Sport. Bei einem vernünftigen Umgang mit allen Beteiligten, finde ich es auch in Ordnung, aber es bleibt Sport.
Dagegen wird so manch guter Hund bei der Arbteit daheim nebenher mit ausgebildet - mitunter nicht auf den Punkt exakt und auch nicht für alle möglichen Szenarien, sondern eben die, für die man ihn braucht. Solche Hunde müssen im Trial nicht erfolgreich sein - werden vielleicht auch nie auf einem Trial gezeigt und das ist auch in Ordnung.
Harrsche Trainingsmethoden gibt es beim Hüten schon - nicht bei jedermann und sie sollten nicht sein, aber es gibt sie quer durch alle Rassefraktionen. Was man als harrsch empfindet, hängt dabei natürlich auch immer vom Hund und Trainer und Halter ab. Der eine zieht die Grenze beim Schlagen, der nächste beim Anschreien und wieder andere bei zu hohem Druck. Letzteres ist für mich am schwierigsten einzuschätzen. Einen gewissen Hund muss der Hund ertragen (Stichwort Kritikfähigkeit), aber ab wann kann er das und von wem? Es ist durchaus so, dass gute Hunde nicht in jeder Trainerhand ihr Potential entfalten, sondern sogar kaputt trainiert werden und davor sind auch namhafte Trainer nicht gefeit. Man sollte sich dessen bewusst sein und sich und seinen Hund - egal ob für die Heimarbeit oder das Trialn - gut im Auge behalten, sich nicht beeinflussen lassen und manchmal die eigene Sichtweise überprüfen.
Falls die Damen ein Gespann gesehen haben, bei dem das Training über einen gewissen Zeitraum schlecht lief, kann ich mir sogar vorstellen, dass die das Knapsen oder gar Beißen wirklich gesehen haben und es sehr verfestigt war. Frust wird ja doch von manchem Aussie so geäußert und weitergegeben. Nur sollten sich die Damen der Tatsache bewusst sein, dass ihr Blickwinkel ein verzerrter Ausschnitt aus der Realität ist.
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Meine Fresse, hier ist es aber ruhig geworden (im Forum allgemein)
Gehts euch allen gut? Wie ich den Beiträgen entnehmen kann siehts ganz so aus, wa? :) -
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Zitat
Bei den meisten Dingen stimme ich dir absolut zu, nur in einer Sache nicht - für mich ist reines Trialhüten Sporthüten. ..........Dennoch habe ich schon so oft festgestellt, dass die Hunde aufs Trialn hintrainiert werden und nicht für den Alltag. So mancher Trialhundbesitzer hat nicht mal Vieh oder bewegt es nicht mit dem Hund. Besonders Rinder kann man als arbeitender Teil der Bevölkerung ja auch schlecht nebenbei noch halten. Sofern ein Hund unter solchen Bedingungen trainiert und im Trial geführt wird, ist das für mich reiner Sport. Bei einem vernünftigen Umgang mit allen Beteiligten, finde ich es auch in Ordnung, aber es bleibt Sport.
Ja ja ja ...... !!!!
Nur sollten sich die Damen der Tatsache bewusst sein, dass ihr Blickwinkel ein verzerrter Ausschnitt aus der Realität ist.
Das widerrum sehe ich anders - resultierend gerade aus o.g. "Problematik".
Viele "hüten" bzw. trialen eben nur mal so zum Spaß und weil sie meinen, es gehöre zum Aussie bzw. der artgerechten Auslastung dazu. Dass man mit einem nicht sachgerecht ausgeführtem Sport aber oft mehr kaputt macht, bzw. in die falsche Richtung bewegt, sieht man leider nicht selten.
Und die "Not-Organisationen" singen ebenfalls ein Lied davon, indem es immer wieder die gleichen Probleme sind, wegen der Aussies abgegeben werden - und dazu gehört vorrangig auch Knapsen und Beißen (insbes. von Kindern). Weiteres Extrembeispiel sind die überdrehten Hunde beim Agility, Flyball, Ballspiel allgemein (Balljunkies) - und dazu neigen Ausisies, Border und Co. aufgrund ihrer schnellen Aktivierbarkeit nun mal besonders. Insofern sehe ich den Blickwinkel nicht verzerrt, sondern durschaus realistisch. -
Zitat
Nein, wir sehen das schon gleich. Ich meine damit, dass die Damen eben bevorzugt den Teil der Aussiepopulation zu Gesicht bekommen, bei denen das zu Problemen geführt hat. Die Veranlagung haben die meisten ganz sicher. Meiner ist da keine Ausnahme. In den richtigen Händen und mit dem Bewusstsein dafür, welches Potential so ein Hund nun mal hat, kann man das aber bei entsprechendem Einsatz und Willen lenken.
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Jaaaa....ich lebe noch.
Wir bekommen unser "Date" hoffentlich mal bald hin.
"Deine" Kleinigkeit staubt hier lustig vor sich hin.
Solch eine ausdauernde Krankenwelle hatten wir noch nie, kaum Zeit für Extras.
Und seit Anfang des Jahres rennt die Zeit, wo ist sie nur hin? .....schon Mai....unglaublich! Solche Sprüche ist man von Omas gewohnt, dabei bin ich noch gar nicht so alt. *grins*Bin in den letzten Wochen zweimal "durch" Köln gefahren und habe immerhin jedes Mal an Dich gedacht....wir kriegen das hoffentlich bald hin.
Ich wälze mal meinen Kalender und maile Dir ne "Auswahl". :-))Jo, stimmt, daran habe ich nicht gedacht, manche betreiben Hüten tatsächlich als reinen Sport.
Damit kann ich nix anfangen, wenn es schafschonend und ordentlich gemacht wird, meinetwegen....meine Welt ist das aber nicht und deswegen vergesse ich den Aspekt schonmal. Hast also natürlich Recht.Schließt zwar nicht unbedingt aus, dass wir ggf. irgendwann mal nen Trial mitlaufen, aber das gehört so gar nicht zu meinen erklärten Zielen. Vielleicht mal, wenn ich mich langweile. *grins* Ich lerne das, damit ich daheim zurecht komme. (Übrigens hole ich am zweiten Mai-WE endlich meine ersten Schafe! *yeah* Ich freue mich so!) Hundilein soll arbeiten, mir ne Hilfe sein und nicht "rumsporteln".
Ein bissel verrückt ist das schon, also Hüten als Sport zu nutzen, zu sehen....was auch immer.Das man Druck usw. beim Hüten an sich und beim Training nicht komplett vermeiden kann, ist natürlich logisch, wie allerdings bei jeder Art von Training, egal welcher Bereich. Mich stört an der Aussage, dass sie suggeriert, es muss zwingend so sein bzw. dass Hüten generell eine harsche Angelegenheit wäre und grundsätzlich nicht ohne "böse und gemein" geht.
Zumal ich es abgedreht finde, dass offenbar nicht mal drüber nachgedacht wird, dass je nach Hundetyp natürlich mal ne klare Ansage gemacht werden muss, sind ja andere Lebewesen beteiligt, die selbstverständlich nicht als Spielzeug für den Hund zur Verfügung stehen.
An sich ist es ja keine Freizeitvergnügen ( a la Frisbee werfen), sondern eben Arbeit, was den Spaß an der Sache nicht ausschließt. Unsere Firma ist auch Arbeit (für uns), macht trotzdem Spaß....und bringt sogar Geld. *grins*
Das wird mit unseren Schafen eher nicht passieren. *hust*
...also dass sie massenhaft Geld abwerfen, aber naja....Sowieso fand ich, dafür dass es ein "Rasseporträit" über eine Hütehundrasse ist, erschreckend wenig Informationen über Hütearbeit...degradiert zum Sporthund.
Natürlich ist der Aussie an sich sicherlich ebenso gut als Begleiter bei Sport, Spiel und Spaß...ich finde es aber doof, dass er darauf begrenzt wird.
Meiner arbeitet nu auch nicht gerade täglich, in den letzten Wochen nicht mal regelmäßig, also oft, eher selten, trotzdem dreht er nicht durch und wird depressiv oder so. Der ist immer ein lustiges, nettes Kerlchen.Da muss ich immer daran denken, wie verächtlich mich ne Dame angesehen (und angesprochen) hat, weil ich mit meinem Aussie keinen richtigen Hundesport mache, der arme Hund, darf nur Hüten....wieder ein Aussie in den falschen Händen. *kicher*
Aber ich werde das noch "lernen", spätestens, wenn er die Kinder "frisst"....habe ich ihm aufm Zettel geschrieben: "Dinge, die noch zu erledigen sind".Das es Probleme geben kann, bestreite ich gar nicht, egal, was Hundilein macht oder auch nicht macht. Aber wenn man schon solch einen Artikel verfasst, sollte man objektiver ran gehen. Selbst ich weiß ja schließlich, was es für Probleme geben kann, was für ein "Schwierigkeitspotenziel" der Aussie mitbringt bzw. mitbringen kann, obwohl ich zu 99% nette, unaufällige Vertreter kenne/treffe, meinen eingeschlossen.
Solche Hunde scheinen die Damen aber kaum zu kennen oder sie erwähnen es absichtlich nicht, wieso auch immer.
Ach, herrje, ich schwafel schon wieder.
Jedenfalls sind wir gar nicht soo weit vonaneinder entfernt, gedanklich meine ich.
Und selbst wenn, kontroverse Diskussionen sind doch toll, ich mag das...und stößt immer wieder den eigenen Denkapparat an, ist nie verkehrt. -
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Nun bin ich doch ein bißchen erstaunt.....
Meist wurde doch - u.a. auch gerade hier - der Aussie in "realistischen", d.h. gerade den problembesetzten Farben gezeichnet und nun nimmt sich eine Autorin dieser Statements an und beleuchtet diese kritisch, bzw. rückt daran auch einiges gerade (ins positive) und nun wird dies kritisiert....??
Ich habe den Artikel gerade noch mal gelesen und verstehe ihn offensichtlich ganz anders - und mehr in die Richtung, die ich halt auch vertrete - dass nämlich jeder Hund diese Problempotentiale mitbringen kann, der Aussie manche davon (je nach Exemplar) auch besonders, bzw. übersteigert, wenn man nicht rechtzeitig gegenlenkt.
Ich hatte ja für mich wichtige Sätze weiter vorn schon rausgepickt, finde aber es wird doch ganz deutlich folgendes rübergebracht und explizit erwähnt:
ZitatAus der Perspektive der Trainerin mit den Schwerpunkten Angst- und Aggressionsverhalten würde ein düsteres und mit Sicherheit stark verzerrtes Rasseportät des Aussies gezeichnet werden. Nein, dies ist nicht die Perspektive, die den Hunden gerecht wird. Aber auch das Gegenteil, die Perspektive des Züchters liefert ein stark verzerrtes Bild. Schließlich möchte ein Züchter seine Welpen auch verkaufen können – natürlich nur in beste Hände.
Gerecht wird der bunten Vielfalt des Australian Shepherds eine ebenso vielfältige Betrachtung aus verschiedenen Perspektiven. Bunte Vielfalt? Ja! Denn Aussies sind nicht nur von außen bunt, sondern überraschen durch sehr unterschiedliche PersönlichkeitenDas ist einer der einleitenden Sätze und dann folgen die Hauptstatements, die "man" dem Aussie nachsagt bzw. über ihn hört:
ZitatAlles anzeigen
1. Der Aussie ist ein Hund für Menschen, die sich einen Border Collie nicht zutrauen.
2. Der Aussie ist ein Hund, der gerne mit seinen Menschen aktiv ist. Der Aussie möchte überall mit hingehen
3. Der Aussie ist ein sehr intelligenter Hund
4. Der Aussie ist ein selbstständig denkender Hund.
5. Der Aussie zeigt häufig territoriales Verhalten
6. Der Aussie ist sehr bellfreudig.
7. Ein Aussie, der nicht hüten kann, wird Verhaltensstörungen entwickelnRESUMEE:
Auch im Paradies gibt es Schatten
Ein Australian Shepherd kann ein wunderbarer Begleiter im Alltag, im Sport und bei vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten sein. Verfolgen von Wild und leichte Auslösbarkeit von Bellverhalten gehören zum Australian Shepherd .....
Ich würde nicht viel Zeit damit verbringen, über die Unterschiede zwischen Show- und Arbeitslinien nachzudenken. Wichtiger sind Informationen über die Elterntiere und ihrer direkten Verwandtschaft.Also ich finde, damit hat sie sich doch die "wichtigsten" Eigenschaften (7 Punkte oben), die dem Aussie nachgesagt werden, rausgepickt und beleuchtet bzw. widerlegt diese in den jeweilig folgenden Texten doch durchaus.
Auch das Resumee finde ich nicht untreffend (und müsste den "Stammbaum"freunden unter euch doch entgegen kommen...?? )Die elf Punkte, die anschließend folgen und die man bei der Haltung eines Aussies (aber generell auch eines Hundes) beachten sollte, sind meiner Meinung nach gute Punkte, die auch mal aus einem anderen Blickwinkel, als sonst allgemein üblich, beleuchtet werden.
Insbesondere diese finde ich bemerkens-/überdenkenswert:
- Lauerübungen zur Kanalisierung und Verarbeitung von (ungewünschten) Blickfixierungen(selten umgesetzt - meist wird Fixieren umgelenkt oder unterbrochen - mach ich selber teilweise so und
werde das jetzt auch mal anders probieren)
- "Ersatz" des Hüteverhaltens ist durchaus möglich
(war schon immer meine Meinung und habe auch diese Erfahrung selber gemacht - muss aber gut gelenkt
sein, sonst Gefahr der Generalisierung - was beim Hüten "echter" Tiere sicher auch auftreten kann - das kann
ich aber mangels Erfahrung nicht beurteilen)
- Angstverhalten sollte nicht ignoriert werden, sondern durch Alternativverhalten ersetzt werden. Die Alternativen werden am effektivsten mit Distanz zur Bedrohung belohnt
(wichtig - und selten beherzigt !! wobei ich aber zusätzlich eine kontrollierte, gerade noch geduldete und
dann anderweitig belohnte Angstauslöserkonfrontation in unserer Umwelt ebenso wichtig finde)
- Besser ist es, die Elemente des Jagdverhaltens zu kanalisieren. Daraus resultiert eine hervorragende
Impulskontrolle bei weniger Frustration.
(wird leider auch viel zu selten gemacht - meist kommt die Schlepp dran, damit wird ein bißchen "Rückruf"
trainiert - und fertig.... oder...??
)Anschließend folgen im Artikel weitere Tipps zum Umgang/Erziehung des Aussies, die ich ebenfalls wichtig (und noch nicht allgemein bekannt) finde:
Zitat
Aussies sind leicht erregbare Hunde. Das Gegenstück zur Erregung ist Entspannung! Anstatt also erregende Aktivitäten wie Ballspielen oder Agility prinzipiell zu vermeiden, sollten solche Aktivitäten dosiert und in Verbindung mit Entspannungstraining angeboten werden.
Wichtig !! Und leider viel zu selten umgesetzt. Die meisten gehen nur zum Training auf den Platz bzw. zu Turnieren und man sieht dort hibbelige, quietschende, schreiende Aussies am Rand und auf dem Feld.
Leider wird dies immer mit "guter Triebigkeit" verwechselt und die Hunde sogar noch gepusht.Gerade am letzten Wochenende schilderte ein junges Mädel bei einem Seminar, dass ihr junger Aussie, mit dem sie gerade das Agility-Training in einem Verein anfängt, zunehmend aufgedreht wird, sobald sie auf bzw. in die Nähe des Platzes kommt. Dort sei er - in ihren Augen überdreht und kaum noch auf sie fixiert, solange andere Hunde im Parcours sind - sie fand das selber nicht schön - alle im Verein reden ihr aber ein, das müsse so sein und ihr Hund sei ein wunderbar begabter "Crack", der Großes vor sich habe...
Ihre (ältere) Hündin dagegen, die ruhig am Rand lag, beachtete niemand bzw. hielten sie für eine "Schlaftablette" und nicht geeignet - sie war völlig verunsichert, weil sie gerne Agility machen würde - aber nicht mit den beobachteten Veränderungen ihres Hundes leben möchte (Hut ab übrigens für diese gute Beobachtungs- und Einfühlungsgabe) - in diesem Verein aber nur mit pushenden Mitteln arbeiten/Trainieren "darf" - andernfalls müsse sie woanders trainieren - schlimm, oder....???Interessant finde ich auch diesen Satz:
ZitatJe mehr aktivierenden Reizen ein Aussie ausgesetzt wird, desto frustrierter wird er werden, wenn das ausgelöste Verhalten verhindert wird: Leine, Abbruchsignale, Strafen und häufiges Abfragen anderer Verhaltensreaktionen....
Das hier z.B. könnte auch ein Aspekt der Probleme sein, die einige hier schildern (Im Freilauf "normal", an der Leine "aggro" bzw. generell leicht "aufgeplustert" ggü. anderen Hunden z.B.
Deswegen auch häufig meine Empfehlung bzw. Erfahrung mit leineziehenden, - quietschenden und -"aggressiven" Hunden:
nicht (immer) von anderen Hunden abhalten - sondern viel, häufig und reichlich Kontakt zu anderen Hunden zulassen - damit werden die Hunde sicherer im Kontakt, die anderen Hunde uninteressanter und im Zusammenspiel mit Aufmerksamkeitsübungen und Belohnung beim Menschen werden sie auch im Freilauf mit anderen Hunden leicht lenkbar.
Dies ist dann später auch ohne Probleme auf Situationen an der Leine umzusetzen.
Die Leine ist doch nur eine Sicherungseinrichtung und sollte nicht als Hilfsmittel zum Halten, Ziehen und Lenken des Hundes dienen. Das alles sollte ohne Leine funktionieren, die "Strippe" sollte nur als "Zierde" verstanden werden - dann klappen auch die "prekären" Situationen bzw. entstehen erst gar nicht.ZitatDie Balance zwischen Erregung und Entspannung, Reduktion von Angst und Frustration, Abfragen der Elemente des Hüteverhaltens, moderate und vor allem sorgfältig aufgebaute Trennungszeiten, positive Kontakte zu anderen Hunden und vielfältige Belohnung erwünschten Verhaltens tragen dazu bei, aggressives Verhalten und schwerwiegende Verhaltensstörungen zu verhindern.
Das trifft natürlich auf alle Hunde zu - ich finde aber, der Satz fasst ganz wunderbar die Quintessenz der
(Aussie-)Hunde-Haltung zusammen.Ich mag den Artikel immer noch - auch wenn er vielleicht zu wenig Aussie-lastig erscheint.
Da der Aussie aber schlussendlich eben auch nur ein Hund (mit vielen Facetten, je nach Individuum) ist, finde ich den Artikel trotzdem sehr passend.Ich persönlich finde auch, dass genügend auf den Hüteaspekt eingegangen wurde bzw. dieser gar nicht so sehr herausgestellt werden muss - denn die Hunde werden halt nunmal nur noch äußerst selten für diese Zwecke genutzt - und auch wenn ich jetzt wieder gesteinigt werde - die Rassen müssen und sollten sich nunmal der heutigen Nutzung anpassen und die liegt hauptsächlich im Alltagsbereich.
Es nutzt nichts, die Rassen weiterhin auf alte Gebrauchseigenschaften zu selektieren, wenn halt gar nicht mehr der Lebensraum zur Auslebung dieser Eigenschaften bzw. Rassen vorhanden ist.
Das ist das Gleiche, wie mit Zootieren - und da wollen wir den Aussie mit einem Festhalten an nicht alltagstauglichen Eigenschaften doch nicht sehen...??Also warum die Eigenschaften genetisch, züchterisch nicht in Richtung Familien- und Alltagstauglichkeit modifizieren, wenn doch klar ist, dass der Hund/die Rasse nunmal vornehmlich in diesem Umfeld gehalten wird.
Die paar wenigen, die tatsächlich ernsthaft hüten wollen, können sich doch geeignete Exemplare aussuchen und diese weiter vermehren (so, wie es halt schon immer praktiziert wurde).Deswegen gefallen mir auch diese Sätze aus dem Artikel sehr gut:
ZitatDie Geschichte einer Rasse beschreibt die Selektion auf bestimmte Eigenschaften in einer bestimmten Umwelt; beide sind bereits Vergangenheit
Und genau das wird oft zum Problem. In der Zucht wird nicht darauf hin gearbeitet, dass die Hunde dieses Interesse gut vertragen. Für Hunde, die auf Fremde mit Zurückhaltung reagieren, wird Interesse in Form von langem Blickkontakt sehr schnell zur Bedrohung.
Zur Erziehung eines Aussie gehört deswegen unbedingt der Aufbau einer festen Verhaltensstrategie: Menschen, die glotzen, bedeuten etwas Gutes von, mit und bei der Bezugsperson. Geschichte hin, Geschichte her, jeder einzelne Hund muss im Hier und Heute zurechtkommen können. Der Rückgriff auf die Geschichte der Rasse zur Erklärung unliebsamen Verhaltens ist natürlich bequem, denn wer kann schon Geschichte verändern?! Aus dem Fokus geraten dabei diejenigen, die für das Erscheinungsbild der Hunde im Hier und Jetzt verantwortlich sind: Zuchtverbände und jeder einzelne ZüchterUnd mit diesen fettgedruckten Sätzen spricht sie mir aus der Seele - hier muss ein Umdenken und eine Anpassung an unsere jetzige !! Umwelt und Anforderungen erfolgen - mit allem anderen tut man dem Aussie bzw. auch anderen spezialisierten Rassen keinen Gefallen.
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Das sehe ich zum Beispiel anders..
Sicher leben die Autralian Shepherds nicht mehr nur in den Umgebungen, in denen sie gezüchtet wurden.
Auf bestimmte Eigenschaften selektiert werden die Hunde trotzdem (bei gute Züchtern) immer noch.
Und eigentlich ist es doch das, was man vom Australian Shepherd möchte oder nicht?
Einen Hund, der dem Standard entspricht - charakterlich und optisch.Momentan geht man aber doch eher zu etwas anderem über - so zu züchten, dass der Hund weder charakterlich noch vom optischen her in den Standard passt.
Riesige, breite, kurzbeinige, plüschige Hunde, die möglichst familiengerecht, ruhig und alltagstauglich sind - hat doch mit dem Standard nix mehr zu tun..Es stimmt natürlich, dass der Hund im hier und jetzt klarkommen muss. ich bin aber der festen Überzeugung das es dafür kein Umdenken in der Zucht bedarf, sondern ein Umdenken jener, die einen Aussie halten..
Auch mit einem Hund, der Menschen reserviert gegenüber ist, der keinen Wert darauf legt, Kontakt zu jenen aufzubauen, auch ein Hund mit viel Schutz- und Wachtrieb, ein Hund mit starkem Beutetrieb, mit Ressourcenverteidigung...mit der richtigen Führung können diese Hunde perfekt damit leben.Warum holt man sich einen Aussie, wenn man die dazu gehörigen Eigenschaften nicht haben will?
Warum sind dort zwingend die Zuchtstätten gefragt? Warum um alles in der Welt greift man, wenn man nur einen Begleiter will, nicht auf einen FCI 9er zurück? Warum muss es dann der Aussie sein? - Vor einem Moment
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