Ein paar Erziehungsfragen

  • Nun, das mag Ansichtssache sein, aber ich empfinde einen Hund in eine verschlossene Box sperren oder mit der Leine fixieren, als Strafe. Bei mir gibt es weder das eine noch das andere Mittel.

    Ich halte es wie Cerri und ich weiß wovon ich spreche, denn ich bin aktuell gefordert :D

    Otto ist jetzt 6 Monate alt und bekommt ab und an seine 5 Minuten. Na und, er ist ein junger Hund, er zeigt mir seine Lebensfreude. Ich gehe darauf ein, spiele ein paar Minuten mit, wechsele ins ruhige Spiel und beende das Ganze.

    So verfahren übrigens eine beiden erwachsenen "Brüder" auch. Kurzes heftiges Spiel, dann wird im Liegen Schnauzgerangelt und anschließend ist Ruhe.

    Ich denke kein HH vergibt sich etwas, wenn er auf den Junghund oder Welpen eingeht, auch ab und zu zum Spielen auffordern läßt. Dabei kann man dann wunderbar, jetzt ist Schluß und später das jetzt nicht üben.

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • "Strafe" steht mit gutem Grund in ""....

    Für den Menschen ist es subjektiv, für den Hund können wir in dem Moment nicht sprechen, ob der es angenehm empfindet oder nicht.

    Eine gute Gewöhnung macht einiges aus, aber einfach mal um einem 10 Wochen alten Hundekind Ruhe bei zubringen eine Box zu stecken - was lernt dieses daraus? Nichts, es ist nur für das Seelenheil des Besitzers und dafür hätte sich dieser keinen Welpen anschaffen müssen.
    Das Welpen nun mal ihre 5 Minuten haben ist bekannt. Das es ganz normales Verhalten ist, ist auch bekannt denke ich. Was soll der Welpe lernen, wenn ich ihn in diesen 5 Minuten in die Box stecke? Die einfachste Methode ist es doch in dem Alter zu warten bis der Welpe sich beruhigt - Zeitung lesen oder Fernsehn schauen kann da helfen - und den Knopf dann zu fragen: na fertig?
    Jeder meiner Hunde hat Ruhe halten gelernt und das ohne Box, auch wenn wir eine Box haben und ohne das sich sie irgendwo im Haus angebunden hätte.
    Will ich einen Welpen der schon alles kann und mit einem Verhalten eines erwachsenen Hundes ins Haus kommt, dann sollte ich mir keinen Welpen holen....

  • Ich glaub, ich hab Wahrnehmungsstörungen.

    Wo habe ich geschrieben, dass der Hund für fünf Minuten in eine Box gesperrt werden soll?

    Meine Hunde lernen eben frühzeitig, dass es Grenzen gibt, dass ich nicht deren Frustbeißkissen bin und dass das Leben verdammt viele Dinge beinhaltet, die nicht nach ihrer Schnauze laufen. Ich bin einfach ein Fan davon, dass Hunde Selbstberherrschung lernen.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Ich bin und war nie das Frustbeißkissen für meine Hunde. Ich finde und fand auch nicht, daß meine Welpen und Junghunde "Frust" hatten. Sie wollten spielen. Ein Hund hat keine Hand, mit der er mich festhalten kann, also nimmt er seinen Fang dazu. Das in geregelte Bahnen lenken, ihm beibringen, sanft "anzufassen" und wilde Zerrspiele nicht an mir, sondern am Zerrstrick auszuüben, ist meine Aufgabe und des Junghundes Lernziel.

    Was lernt er eingesperrt oder angebunden? Ich würde eher denken, daß baut Frust auf.

    Meine Hunde kennen auch ihre Grenzen, daß ist für mich bei der Größe meiner Hunde, sehr wichtig, aber ich habe andere Wege, die mich zum Ziel führen.

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • Zitat

    Meine Hunde lernen eben frühzeitig, dass es Grenzen gibt, dass ich nicht deren Frustbeißkissen bin und dass das Leben verdammt viele Dinge beinhaltet, die nicht nach ihrer Schnauze laufen. Ich bin einfach ein Fan davon, dass Hunde Selbstberherrschung lernen.

    Meine auch, aber im gemeinsamen Spiel und nicht über anbinden oder Box, ganz egal ob 10 Sekunden oder 20 Minuten oder bis zur Aufgabe des Hundes.
    Jedes Spiel hat doch schon mal Regeln, Gewinner und Verlierer. Geschummelt wird nicht und mal gewinnt man und mal eben nicht. Die Regeln werden dem Alter und dem Können des Hundes angepasst und es macht allen Spaß.
    !0 Wochen ist ein sensibles Alter, jetzt legt man die Weichen und da will ich persönlich in keinen "Kampf" mit einem Hund treten, sondern ein Gefährte werden, auf den man sich verlassen kann und mit dem man Spaß haben kann, der aber trotzdem weiß, wo es lang geht.

  • Lernziele sind so individuell, wie es Erziehungsmethoden gibt.
    Aber man nehme sich das Ziel und zerlege das in viele kleine Schritte, die der Hund im Alter x bewältigen kann und lenke ihn dahin.

    Beispiel der Hund knabbert an meiner Hand, dann nehme ich einen Gegenstand an dem Kauen erlaubt ist und fange damit ein Spiel an und belohne den Hund sozusagen mit dem Spielzeug und einem Spiel mit mir. Das Spiel habe ich begonnen und kann es auch beenden, in dem ich das Spielzeug wegräume oder einfach liegen lasse.
    Vielleicht sollte man sich also erst einmal überlegen, was mein Hund machen kann, anstelle auf mir rumkauen.

    Ähnlich geht es dann mit allen Verhaltensweisen weiter. Manche Hunde brauchen etwas länger, andere sind ganz fix und haben es nach 3x raus und bringen dann zum Beispiel das Spielzeug direkt mit.

  • Als der Hund von meiner Mum noch ein Welpe war, musste wir ihn auch in eine Box packen. Wobei diese eher ein Laufstall war, also oben offen, aber so, dass er nicht weg konnte.
    Wenn er nicht drin lag (und eigentlich richtig müde war), ist er voll aufgedreht und durch nix zu beruhigen, kein spielen, kein kuscheln (war eh beides doof). Wenn er dann da aber drin lag, hat er sich beruht und geschlafen, dann hab ich ihn wieder rausgeholt. was will man denn dann sonst mit dem Hund machen? :???:

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