Ein paar Erziehungsfragen

  • Vielleicht hätte man darauf achten sollen, das der Welpe nicht übermüdet wird? Welpen sind wie kleine Kinder, wenn sie übermüdet sind.

    Ich hatte in der ersten Januarwoche einen Junghund im Haus, der nie gelernt hat ruhe zu halten und immer an springen und flitschen war. Ja ich hätte den Springfloh in die Box packen können - es war sogar Wunsch der Besitzer den Hund an eine Box zu gewöhnen, aber ich habe den Youngster flitschen lassen. Die Kröte ist irgendwann von allein umgefallen und eingeschlafen und das ging sehr schnell, wenn sie keinerlei Aufmerksamkeit für ihr Verhalten bekam. Am Ende hüpfte der Springfloh zu mir auf die Couch und rums war ruhig.
    Also die Besitzer den Hund aus der Urlaubsbetreuung abholten, waren sie überrascht, das der Hund so ruhig und entspannt war. Ja er hatte gelernt, das man hier im Haus Ruhe hält und nicht tobt und das draußen genügend Zeit zum spielen, springen und kaspern ist.

    In die Box oder in einen Laufstall tun, ist ein herrliches Management für den Besitzer, aus den Augen, sicher untergebracht und aus dem Sinn. Ist aber nicht Sinn und Zweck für den Hund und schon gar nicht für die Erziehung.

  • Ich mach hier einfach mal weiter mit meinen Fragen:

    Folgendes:

    Ich schlaf im Wohnzimmer einfach scheixxxx Nachts.
    Sofa ist unbequem und ständig kratzt ne Katze an der Terassentür und will rein.
    Ich glaub Carla würde auch woanders besser schlafen.

    Unser schlafzimmer liegt aber im zweiten Stock, offene Holztreppen.

    Wenn wir Carla nun doch mit hochnehmen können wir sie noch ein paar Wochen tragen, (im Moment 10kg), dann ist Schluß.

    Fragen:

    Kann ich sie trotzdem später wieder nach unten gewöhnen ?
    Hatte jemand eine ähnliche Situation ?
    Oder läuft auch ein großer Schweizer irgendwann einmal am Tag diese Treppen und das ist ok ?

    Merci :-)

  • Soll denn Der Hund später unten schlafen? Wenn nicht, dann kleb doch Fliesen auf die Treppe, dann hat der Hund zumindest Halt wenn er seine ersten Gehversuche macht - was irgendwann ganz von selbst passieren wird.

    Meine Maus hat irgendwann selber mit den Treppen angefangen - ich glaube in Monat 3 oder 4. Runter geht es erst seit kurzem (sie ist jetzt 5,5 Monate), fing mit zwei, drei Stufen draußen an. Sie ist allerdings ein Kleinhund - also wachstumstechnisch schon fast fertig.

    Wie man einen Hund daran gewöhnt nicht im Schalfzimmer zu schalfen? Ich muss gestehen, ich habe nicht die leisete ahnung werde aber andere antworten gespannt lesen :-)

    Zu Deinem Ursprungstext: die anderen die hier geschrieben habe haben alle viiiiel mehr knowhow als ich (obwohl ich kein Gegner der Box bin. mein Hund hat keine aber das ist eher Zufall und alle Hunde, die ich kenne, die eine haben finden die PAUSE wirklich gut), ich kann nur von meinem ersten Hund, den ich seit 3,5 Monaten habe berichten.
    Meine Maus hat relativ viel 'will to please' und anders als Deine eine recht hohe Frustrationsgrenze (kommt mir zumindest so vor), wir hatten aber auch ein paar Situationen ganz am Anfang, wo ich klar gemacht habe NEIN (='Da nicht knabbern') und sie hat die ersten Male ordentlich gekeift. Ich erinnere mich dass ich auf sie gezeigt habe (wahrscheinlich war ich auch echt vorgebeugt) und ihr in die augen geschaut hat, streng Nein! gesagt habe, zweimal Bellen und sie hat weggeschaut. Dann habe ich sie mit Spielen abgelenkt (=alles wieder gut)
    Da kolldierten einfach zwei Meinungen. Das passiert auch heute immer mal wieder. Gestern bekam sie ihren ersten rohen Hühnerflügel und klebte mir danach bettelnd an der Seite. Als ich in der Küche stand hat sie mich tatsächlich angebellt und sogar ganz leicht geknurrt, das freche Biest. Sie wollt mehr, stattdessen gab es 'in den Korb' und Tür zu.
    Wie gesagt, meine Maus ist kein Terrier, sie fordert mich nicht oft heraus, aber egal wie wild es wurde (und bei mancher Beisserei habe ich sie auch mal weggeschubst) den Welpen in irgendeiner Form ignorieren (ob mit oder ohne Tür zu) hat eigentlich immer funktioniert. In der Wohnung sitze ich immer am längeren Hebel. Draußen im Freilauf ist das schon eine ganz andere Sache =)

  • Danke schonmal, werde mir was für die Treppe überlegen !

    Zur Rüpelphase:

    Wenn sie Aufmerksamkeit will wenn wir z.B. am Tisch sitzen und essen hat sie da so ihre Tricks: Entweder sie knabbert den Kindern an den Füssen / Hausschuhen oder sie bearbeitet die Holztischbeine.

    Schiebe ich sie weg mit einem Nein oder Schluß schnappt sie nach und dreht erst Recht auf.
    So ähnlich wie LabradorLina im anderen Thread.

    Bei uns hilft dann nur die Box, auch wenns nicht schön ist (Box steht aber neben unserem Tisch, sie sieht uns also).
    Da motzt sie zwar kurz, aber wenn ich die Box öffne sobald sie sich eben beruhigt hat gibt sie dann doch eher Ruhe und legt sich ab.
    Manchmal muss man das auch 2 Mal machen.

    Uffz.

  • Ich persönlich frage mich immer wieder, warum der Hund woanders schlafen soll, als ich. Meine Hunde können sich aussuchen wo sie schlafen möchten und sie nächtigen da, wo wir auch sind. Sie suchen die Nähe des "Rudels" und so gibt es doch viel mehr "Schutz". Zudem schlafen sie viel ruhiger, wenn alle zusammen sind.

    Warum hätte man den Hund nicht vor dem Essen mit einem Kauteil auf eine Decke bringen können? Da gibt es eine wunderschöne Verknüpfung: Essen wird aufgetragen --> ich gehe auf die Decke und bekomme was zum Knabbern.

  • Hallo,

    zum Schlafen:

    Wir haben sie seit 2 Nächten oben bei uns im Schlafzimmer und es geht deutlich besser :-)

    Sie war ja auch früher nicht allein, aber nach 3 Wochen wollte ich doch gerne mal wieder neben meinem Mann einschlafen....

    Unsere Treppen sind aus Holz und rutschig, es sind viele ... mal sehen wann sie lernt die dann zu laufen, im Moment tragen wir 10 Kg rauf und runter *stöhn.

    zum Kauzeug:

    Die Idee hatte ich auch schon, aber als ich ihr einmal was gegeben hatte ging so so dermaßen ab daß sie wie von der Tranantel gestochen durchs Wohnzimmer raste .... sie war nur noch am Hecheln.
    War ein Ochsenziemer ...

    Frage: Was gibts großes (da großes Maul !) nicht so aufpushendes und leicht veträgliches an dem sie lange zu knabbern hat ?

    Heute war insgesamt ein besserer Tag :-)

    LG

  • Hallo,

    noch ne Frage:

    Carla winselt bei Spaziergängen in unbekanntem Terrain noch ganz furchtbar.

    Sie ist ja schon 3 1/2 Woche bei uns, aber ich dachte ausser der bekannten Gassirunden ist es wichtig ihr alle 2-3 Tage mal ne neue Wiese, wald, nen Park etc. zu zeigen.

    Wir sind da immer nur so 15 Minuten ... ich lasse sie frei laufen ... dachte auch das ist ne gute Übung fürs HIER HER wenn sie wann immer ich die Richtung wechsel auf mich zurast, ich freu mich dann auch immer und animier sie ... ABER: sie ist da sichtlich gestresst, rennt zwar auf mich zu, aber auch fast immer an mir vorbei ... aber Jammert und winselt in einem fort, will oft nicht mal ein Leckerlie ...
    Dabei bestärke und tröste ich da nichts !

    Sie stresst das irgendwie mehr als daß es ihr gefällt, hab das gefühl sie speichert die neuen Orte nicht als positiv sondern irgendwie unter "Streß" - oder ist das Quatsch und es ist trotzdem wichtig daß sie das alles jetzt kennenlernt ?


    So langsam bin ich verunsichert: weitermachen, jammern ignorieren, ihr in der Prägephase trotzdem immer wieder was neues zeigen oder erstmal bei den Gassirunden bleiben und Stück für Stück neue Wege erkunden ?

    Hatte noch jemand so eine Heulsuse ?

    Tips ?

  • Wenn ein Hund gestresst ist von einer neuen Umgebung, würde ich nicht noch eine Übung einbauen... bzw. nur eine, die machbar ist, wie z.B. "Wir stehen hier einfach rum und gehen erst, wenn Du Dich entspannt hast." Noch besser: Sich auf eine Bank setzen, Hund an die Leine und nix weiter tun außer warten bis der Hund sich entspannt.

  • Gut, werd ich so machen !

    Allerdings jammert sie wenn ich stehe /sitze trotzdem in einem fort und setzt sich dann neben mich und jammert eben weiter ...

    am liebsten würd ich mich immer zu ihr runter hocken, aber man soll das ja nicht bestärken. mach ich also nicht und rede auch nicht groß mit ihr.

    wird schon werden ... ich dachte nach fast 4 wochen wäre es jetzt mal gut mit dem gejammer ... so langsam mach ich mir halt irgendwie sorgen :-(

  • Hi,

    es wurde ja schon viel geschrieben...

    Was das Rumgezwicke, Gebelle usw. betrifft wenn Ihr irgendwo sitzt: Wir haben die besten Erfahrungen damit gemacht, einfach gar nichts zu tun. Wegschieben, bzw. Körperkontakt mit dem Hund generell stachelte ihn nur weiter auf. Wir haben wir 2 Könige auf der Couch gesessen und arrogant an die Decke geguckt. ;-) Hund war Luft. Setzte dieser sich dann ruhig hin und war brav "Feeeeeeiiiin". Vielleicht kannst Du zeitgleich damit anfangen den Hundeplatz schmackhaft zu machen.
    Teilweise musste wir auch echt lachen, weil der Hund sich aufführte wie ein trotziges Kind.
    Klar, wenn er schnappt solltest Du das nicht ignorieren. Ein ordentliches Quietschen und gehen. Egal was Ihr gerade macht.

    Ich kann Dir sagen, Lilly war ähnlich drauf! Wir dachten, das wird niemals was. Mittlerweile ist sie knapp 10 Monate alt, bellt uns nicht an, schnappt nicht nach uns und liegt brav neben der Couch - selbst wenn da Fleischwurst drauf liegt (alles schon ausprobiert ;-)). Also nicht den Mut verlieren und dranbleiben. Ich hatte mal einen Abend wo ich alleine mit ihr war und sie ungelogen bestimmt 150 Mal auf ihren Platz zurückgeschickt habe. Mann, was war ich genervt - aber etwa 2-3 Tage später hat es langsam gefruchtet. Es lohnt sich also. :-)

    Liebe Grüße,
    Chrisi

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