Genervt....von Menschen?

  • Ich habe eigentlich kein Problem mit meiner Sally (1 Jahr und 3 Monate alt).

    Wir gehen nach wie vor in die Hundeschule und sie hört sehr gut.

    Das einzige ist, dass sie Fremden gegenüber sehr schüchtern ist. Sie bellt nicht und beißen tut sie schon garnicht. Aber wenn jemand Fremdes ihr die Hand zum Schnuppern hinhält macht sie halt ein paar Schritte rückwärts und sucht Schutz bei mir. Das Gleiche tut sie wenn ihr große Hunde zu forsch entgegenkommen.
    Nach einer Zeit taut sie aber auf und verhält sich normal. Mehr als ein paar Mal musste ich mir anhören, ob mein Hund denn aus Südeuropa kommt oder wahlweise auch was sie denn für schlechte Erfahrungen gemacht hat.

    Sally ist weder aus Südeuropa, noch hat sie jemals irgendwelche Traumata gehabt. Sie ist ganz normal in einem gut behüteten Wurf mit 9 Geschwisterwelpen aufgewachsen. Und wir haben sie auch von Anfang mit Hunden spielen lassen, überall mit hingenommen, sind mit 10 Wochen in die Hundeschule gegangen.

    Ist es schlimm, dass mein Hund sich nicht von jedem fremden Menschen anfassen lässt?
    Ist es ein Anzeichen von mangelnder Erziehung oder Sozialisation wenn mein Hund sich eben nicht jedem in die Arme schmeißt, den sie nicht kennt?
    Sollte ich dieses Verhalten in irgendeiner Weise unterbinden oder versuchen zu ändern?

  • Wenn du ein Problem damit hast solltest du daran arbeiten :) Ansonsten nicht.
    Woran du auf jeden Fall arbeiten solltest, falls das noch nicht passiert ist, ist dass sie viele Menschen(arten), also mit Hut, ohne Hut, groß und bullig, klein und zierlich, mit Sportgeräten usw. kennenlernt und sie als normal empfindet. Sie muss sich aber von niemandem anfassen lassen. Es ist deine Aufgabe sie vor aufdringlichen Menschen zu bewahren.
    Üben solltest du auch, dass dein Hund auf dein Zeichen hin sich von anderen anfassen lässt (Tierarztbesuche und je nach dem, ob du was im Hundesport vor hast auch dafür). Ohne dass du es ausdrücklich verlangst ist es aber doch wunderbar, dass dein Hund zurückweicht und nicht nach vorne geht, wenn sie nicht mag.

  • das find ich gar nicht schlimm,
    und habe hier auch so ein Exemplar sitzen- das sich nur langsam die Bellerei bei Besuch abgewöhnt :roll:

    Ich musste mich erst daran gewöhnen, dass einer unserer zwei Hunde erst mal ganz lange wartet, bis er sich Besuch nähert.
    Die andere Hündin ist auch vorsichtig, wird aber schneller zutraulich.

    Sie sind eben alle unterschiedlich und haben ihren eigenen Charakter, an dem man nichts ändern kann und sollte- find ich inzwischen. Ist ihr gutes Recht.
    Irgendein falsches Verhalten- eben übermäßiges Bellen oder ähnliches- versuchen wir schon in den Griff zu bekommen.
    Aber distanziert zu sein, ist ja an und für sich nichts schlechtes, oder?

    lg
    Kathrin

  • lemming

    Danke für deine Antwort. Sie kennt sehr viele Arten von Menschen und hat auch kein Problem damit daran vorbeizugehen oder in der Nähe zu stehen. Aber wenn jemand sie anfassen will, dann mag sie das eben nicht haben und weicht zurück. In der Hundeschule sagte man mir, sie ist eben nicht der selbstsicherste Hund vom Charakter her.

    Wie könnte ich ihr auf Kommando beibringen sich zum Beispiel beim Tierarzt anfassen zu lassen? Das mag sie nämlich auch nicht wirklich gerne.

    @ teifel61

    Ja das Besuchsproblem haben wir auch. Sie geht erst nach 10 Minuten zum Besuch und lässt sich von sich aus streicheln.

  • Zitat

    Ich habe eigentlich kein Problem mit meiner Sally (1 Jahr und 3 Monate alt).

    Wir gehen nach wie vor in die Hundeschule und sie hört sehr gut.

    Das einzige ist, dass sie Fremden gegenüber sehr schüchtern ist. Sie bellt nicht und beißen tut sie schon garnicht. Aber wenn jemand Fremdes ihr die Hand zum Schnuppern hinhält macht sie halt ein paar Schritte rückwärts und sucht Schutz bei mir. Das Gleiche tut sie wenn ihr große Hunde zu forsch entgegenkommen.
    Nach einer Zeit taut sie aber auf und verhält sich normal. Mehr als ein paar Mal musste ich mir anhören, ob mein Hund denn aus Südeuropa kommt oder wahlweise auch was sie denn für schlechte Erfahrungen gemacht hat.

    Sally ist weder aus Südeuropa, noch hat sie jemals irgendwelche Traumata gehabt. Sie ist ganz normal in einem gut behüteten Wurf mit 9 Geschwisterwelpen aufgewachsen. Und wir haben sie auch von Anfang mit Hunden spielen lassen, überall mit hingenommen, sind mit 10 Wochen in die Hundeschule gegangen.

    Ist es schlimm, dass mein Hund sich nicht von jedem fremden Menschen anfassen lässt?
    Ist es ein Anzeichen von mangelnder Erziehung oder Sozialisation wenn mein Hund sich eben nicht jedem in die Arme schmeißt, den sie nicht kennt?
    Sollte ich dieses Verhalten in irgendeiner Weise unterbinden oder versuchen zu ändern?

    Absolut nicht, nein :D
    Im Gegenteil, bei Mina habe ich mir oft gewünscht, sie würde nicht jeden Menschen gleich lieben ... und habe noch die Hoffnung, dass Niva Fremden gegenüber reservierter ist. Ich empfinde das als gute und wünschenswerte Eigenschaft, genau wie "keine Leckerlis von Fremden nehmen". Lass dich nicht nerven :gut:

  • Mach Dir doch nicht so einen Kopf.

    Es gibt so viele andere Leute mit anderen Problemen z.B. Hund springt vor Freude an jedem hoch oder Hund verbellt Fremde oder greift sie sogar an.

    Ich würde alles lassen, so wie es ist. Mach nicht den Fehler, dass sie trotzdem noch bedrängt wird wenn sie bei Dir Schutz sucht.

    Wenn Dich jemand fragt, sag einfach Dein Hund sei schüchtern und braucht seine Zeit zum Auftauen..... - und beobachte über einen längeren Zeitraum, ob die Zeit insgesamt kürzer wird und Dein Hund selbstsicherer.

    Das wird schon, wirst sehen :gut:

  • nach 10 Minuten- das hätte ich ja schon gerne,
    daisylein,

    aber unsere kleine Hündin mags eben nicht und dann zwing ich sie auch nicht.
    Warum auch. Sie beobachtet, und wenn sie wen mag, kommt sie irgendwann, ganz vorsichtig.

    Warum sollte ich daran was ändern wollen- da hat sie ihren eigenen Kopf, schon ok.

    Anspringen oder schnappen kommt hier einfach nicht vor, da bin ich ganz froh, denn nicht alle unsere vielen Besucher mögen Hunde so sehr..

    also, entspann Dich. Es gibt wirklich größere Probleme... ;)
    lg,
    Kathrin

  • Zum Tierarztbesuch: du kannst die verschiedenen Handgriffe erstmal selber üben, bis sie dabei ganz entspannt ist. (Ohren angucken, mit "seltsamen" Gegenständen über ihren Körper, Zähne angucken etc. Evtl. auch noch auf einen Tisch heben und dann los. Und dir dann Menschen einladen, die mit euch üben. Alles in ganz kleinen Schritten und mit viel Lob und (wenn du und dein Hund das gern nutzt) Leckerli.
    Im besten Fall hast du dann noch einen geduldigen netten Tierarzt, der insofern mitmacht, als dass du sagen kannst: mein Hund braucht ne kurze Entspannungspause - dann gehts weiter.

    Als Kommando würde ich einfach sowas wie ein "bleib" benutzen, dass der Hund weiß, er soll in der Situation trotzdem bleiben wo er ist. Dann musst du es aber auch wirklich kleinschrittig aufbauen und den Hund "entlassen"/den Helfer wegschicken wenn du siehst, dass es zu viel wird, damit sich dein Hund nicht in einem absoluten Konflikt befindet - zwischen deinem Kommando und dem Impuls auszuweichen.

    Falls du soweit Englisch kannst, hier ein Trainerin, die (mit Clickertraining) ganz toll an "handling exercises" arbeitet: http://www.youtube.com/watch?v=AElTVoIPlOw&feature=channel
    Das ganze kannst du dann eben auch mit "halbfremden" und ganz fremden üben.

  • Ich kann dir ja mal meinen leihen, der findet JEDEN Menschen absolut klasse, einzigartig und bemerkenswert. :cooler: :bussi:

    D.h. Ich muss ihn oft im Gehorsam halten, damit er seine Liebe nicht an jeden weitergibt...ist nicht wirklich besser, oder =)

    Akzeptie und respektier das Wesen deines Hundes.

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