Wie dem Hund mehr Selbstbewusstsein beibringen?

  • @Najira: na, da haste mir jetzt aber mal die Meinung gesagt. Und Du meinst, das aus der Ferne beurteilen zu können, ohne mich und meinen Hund zu kennen? Biste Dir da sicher? Hast du mit so kleinen Hunden überhaupt Erfahrung?

    Hmm..ich denk, ich kann auf diese Art Rat"schläge" verzichten ;) Freundlich und wohlwollend höre ich hingegen gerne zu.

    Falbala, ohne Armkläffer, mit friedlicher Fusshupe :D

  • falballa,

    ich denke auch, dass du das Bestätigen weglassen solltest. DAmit kriegen Hundebegegnungen was besonderes. Soll doch aber der Normalfall sein.
    Die Hunde brauchen soziale Kontakte und lernen sehr schnell voneinander. Einfach mal machen lassen...

    Wenn man ängstliche Kandidaten hat, sich erstmal Hunde aussuchen, die eher die geborenen "Charmebolzen" sind. Gibt solche..


    Wir hatten auf unserem Hundepaziergang als Forentreffen 10 bis 15 sehr, sehr unterschiedliche Hunde dabei (auch von der Größe) . Eine kleine Hündin lief anfangs auch nur mit eingekniffenem Schwanz rum. Wir haben das nicht weiter beachtet. Sascha hat es dann geschafft, das Mädel aufzutauen: Die Kleeene hat dann den riesigen Sascha gejagt und die Besitzerin konnte es nicht fassen, wie sich ihr "Angsthund" mit einem Mal mauserte... ("das hat sie ja noch nie gemacht!") :lol:

  • Zitat

    Sascha hat es dann geschafft, das Mädel aufzutauen: Die Kleeene hat dann den riesigen Sascha gejagt und die Besitzerin konnte es nicht fassen, wie sich ihr "Angsthund" mit einem Mal mauserte...

    Ja auf so einen "Glücksfall" warte ich noch, aber da die Hundebesitzer ihre Hunde immer abrufen, wenn sie mit Emma spielen und sie Angst hat, wird sie da nicht auftauen. Wir sind ja neu in der Stadt und kennen noch keinen.

  • Sooo,

    ich hab das ganze hier jetzt auch mal sehr interessiert verfolgt..
    Ich selber bin von Haus aus eher der Typ der sagt, "Hunde regeln das unter sich". Was wie ich finde dazu führt das sie, wenn es angebracht ist, mal austeilen aber auch mal einstecken.
    Ist halt wie bei den Menschen.. Mal gewinnen wir, mal verliert der andere.. :-D

    Ne mal im erst, auch eine "niederlange" muss nicht unbedingt negativ sein. Das gesunde Mittelmaß macht den Erfolg aus. Kleine Kinder bekommen in etwa gleich viel "Nein" zu hören wie Hunde und das verunsichert. Somit ist es bis zu einem gewissen Maß unabdinglich das sie ihre Erfahrungen selber machen ohne Eingriffe von außen.

    Allerdings spielt die Größe des gegenüber natürlich eine große Rolle. Ich kann keinen Yorky und nen DSH zusammen tun und warten was passiert. Sowohl in die eine als auch die andere Richtung. Denn ein Yorky der die ganze Zeit nen verängstigten DSH anbellt/fiepst bewirkt sicher auch nichts positives.

    Allerdings ist es doch leider auch so dass es viele HH gibt die bei dem kleinsten zwick, tacker usw. gleich die Welle des rechtsschaffenden lostreten.

    Mir bleibt somit leider momentan, aufgrund der "Auflagen" nichts anderes übrig als ihre Ängstlichkeit bzw. fehlende Sozialisierung bei positiven verhalten über Bestätigung, feinste Leckerchen auf Entfernung aber zumindest mit Leine usw. zu bestätigen was echt gut klappt.

    Auch lässt sich viel über Spiel und Spaß regeln... Den Hund beim spielen "gewinnen" lassen, bei Angstsituationen ein positives Feuerwerk veranstalten, bei Stadtängstlichen Hunden z.B. sich halt selber auch mal in der Stadt zum "Affen" machen und nicht selber den Schwanz einkneifen. Denn die eigene Unsicherheit überträgt sich automatisch auf den Hund.

    Halt "ganz einfach" Angstsituationen zum positiven machen auch wenn es manchmal echt verdammt schwer ist. In Angstsituationen immer verinnerlichen, hey cool da freu ich mich jetzt drauf, alles ist toll alles ist cool, ich hab den tollsten Hund der Welt. Und vor allem, solange alles "cool" iss und er sich toll verhält, den Hund das auch merken lassen (Lob, Leckerchen, Feuerwerk).

    LG Honey

  • Zitat

    falballa,

    ich denke auch, dass du das Bestätigen weglassen solltest. DAmit kriegen Hundebegegnungen was besonderes. Soll doch aber der Normalfall sein.
    Die Hunde brauchen soziale Kontakte und lernen sehr schnell voneinander. Einfach mal machen lassen...

    Wenn man ängstliche Kandidaten hat, sich erstmal Hunde aussuchen, die eher die geborenen "Charmebolzen" sind. Gibt solche..

    Bungee, was meinst Du denn mit Bestätigen?

    Das versteh ich nicht - davon hatte ich doch gar nichts geschrieben. Ich meinte in meinem Beitrag, dass ZOS für das Selbstbewusstsein von meiner Kleinen gut ist, denn dabei lernt sie, selbst zu entscheiden, und die Problemlösung einer Sache und natürlich Lob und Bestätigung. Körperkontakt spricht für sich, dass er gut ist. Das ist das, was ich geben kann, und ansonsten "cool" sein, wenn sie andere Hunde trifft.

    Ich mache es genau so wie Du schreibst und hoffe immer auf Charmebolzen - egal, welcher Grösse (wenn sie mit Kleinen können - das allerdings muss ich abklären, denn es gibt Grobmotoriker, die das nicht gelernt haben). Nichts besseres kann meiner Kleinen passieren - ich weiss das :smile: . Zookie kann dafür mit wirklich jedem Hund, auch mit solchen, die sich bei anderen Hunden in die Seile hängen. Sie hat was Deeskalierendes und wird auch nie angegriffen (GsD). Ich glaube, sie beherrrscht die Hundesprache gut, ist sich aber ihrer Grösse und Empfindlichkeit bewusst. Irgendwie so....

  • Edit: ach, jetzt hab ich verstanden! Ihr habt das mit dem Körperkontakt so verstanden, dass ich sie hochnehme bei Hundebegegnungen oder sie anfasse, zu mir nehme. Nein, das hab ich damit nicht gemeint - sondern generell glaub ich, dass eine Aufgabe für den Hund und Körperkontakt gut für's Selbstbewusstsein ist.

    Hochnehmen tu ich sie in absoluten Ausnahmefällen. Wenn ich sehe, dass der andere sich beispielsweise hinlegt und ansetzt zum Sprung, wenn wir ankommen, mach ich mich bereit zum Blocken oder, wenn ich das Gefühl habe, das reicht nicht, schnapp ich sie hoch. Ansonsten kann sie besonders bei gleichgrossen Hunden die Sache selbst lösen. Und wenn einer überhaupt nicht ablässt von ihr, und sie will es nicht, kann sie auch mal zuschnappen. Auch dabei lasse ich sie. Sie ist vom Typ her halt nicht Everybodies Darling, sondern recht wählerisch, mit wem sie sich auf der Wiese rumkugelt.

  • So wie ich Sine verstanden habe geht es aber nicht unbedingt um einen ängstlichen Hund (in ihrem Beitrag kein einziges Mal erwähnt), sondern um einen unsicheren, der dann nach vorne geht.
    Wie gesagt, Janosch ist genauso. Der typische Angsthund, der abhaut wenn andere Hunde kommen oder defensiv schnappen sieht anders aus.
    Trotzdem liegt es am fehlenden Selbstbewusstsein.
    Besonders schwierig finde ich bei meinem, wenn ich ihn beschütze, andere Hunde abdränge, will er mir helfen. Der lehnt sich nicht entspannt zurück.
    Er war immer auf sich selbst angewiesen und niemand hat ihm geholfen, seit Welpe an.

    Zitat


    Echtes Selbstbewusstsein wächst durch selbständige Problembewältigung. Dazu muss der HH aber erstmal einen Teil seines Kontrollwahns ablegen, und selbständige Problembewältigung als erfreulich ansehen. Was nicht zur aktuellen Ich-regle-alles-Mentalität passt. Hund mal probieren lassen, nicht helfen und nicht regeln. Wobei man bei Hunden, die zur Unselbständigkeit erzogen wurden, natürlich kleinschrittig vorgehen muss. Clickertraining kann da nützlich sein, man darf die Krücke allerdings nur vorübergehend anwenden, der Hund soll ja selbständig Probleme lösen. Aber verunsicherte Kandidaten brauchen da schon das Feedback vom Menschen, um überhaupt nach Lösungen zu suchen.

    Den Ansatz find ich schonmal gut, aber wie ich oben geschrieben habe, liegt es nicht daran, dass er unselbständig wäre.
    Kannst du konkrete Beispiele für eine selbständige Problembewältigung nennen?
    Wie du schon sagst muss der Hund andere Methoden lernen um Konfliktsituationen zu umgehen oder zu deeskalieren. Aber wie genau das gehen soll, da fällt mir nix ein :???:

  • Amy ist nicht ängstlich, sie ist bei vielen Hunden (auch nicht bei allen) recht unsicher. Sie macht sich z.B. steif, setzt sich hin oder kriecht bei einem auch auf dem Boden rum :roll: Manchmal schreit sie richtig wenn´s ihr zuviel wird oder schnappt halt, sie lässt sich oft nicht hinten beschnüffeln sondern springt dann weg damit die anderen da nicht rankommen. An ihrer Körpersprache und ihrer Mimik nach zu Urteilen ist sie unsicher und weiß nicht wie sie sich jetzt genau verhalten soll.

    Sie will aber IMMER zu JEDEM Hund hin, auch zu Hunden wo sie Angst vor hat.. Sie geht dann nicht langsam hin sondern rennt richtig hin. Wieso macht sie das? Wenn ich vor wem Angst habe mache ich doch lieber einen Bogen? Oder signalisiert der andere Hund ihr schon vorher das er keine bösen Absichten hat, er aber doch sehr "Dominant" ist und das sagen bei der Begegnung haben will?! Ich habe neulich im Krankenhaus das Buch "Calming Signals - Beschwichtigungssignale" gelesen und habe Amy da auch oft wiedererkannt.

    Natürlich bin auch ich unsicher, ist auch kein Wunder nach den vielen Kloppereien :sad2: Ich versuche aber mein bestes ruhig und cool zu bleiben, denn ich weiß das es das A und O ist :smile: Ich muss zugeben ich bin auch oft sehr übervorsichtig und versuche brenzliche Situationen schon im Voraus zu vermeiden oder kriege schon "Angst" wenn Amy mal nur ein bisschen zickt, weil ich Angst habe das die Situation eskalieren könnte, denn ich glaube wenn Amy mal gebissen wird, wird sie wieder wie früher und das möchte ich auf keinen Fall.

    Amy hat keine böse Verletzungsabsicht und sie hört auch sofort wieder auf zu Kloppen wenn man brüllt oder oft auch gleich von alleine wieder.

    Sollte ich sie einfach mehr "machen lassen" und ihr selbst mehr zutrauen/vertrauen? Klar schicke ich sie nicht zu nem Yorkie und sage "Du machst schon das Richtige" aber bei Hunden die ihr was entgegen zu setzen haben. Ich denke Amy beherrscht die Hundesprache eig sehr gut und ist auch selbst sehr deutlich :)

    Soll ich Hundekontakt nun belohnen oder nicht???

    Also wie gesagt, Amy ist nicht aggressiv sondern nur unsicher und außer dem einen Vorfall früher hat sie keinen Hund verletzt (das ist über 2 Jahre her) ;)

  • Zitat

    Amy ist nicht ängstlich, sie ist bei vielen Hunden (auch nicht bei allen) recht unsicher. Sie macht sich z.B. steif, setzt sich hin oder kriecht bei einem auch auf dem Boden rum :roll: Manchmal schreit sie richtig wenn´s ihr zuviel wird oder schnappt halt, sie lässt sich oft nicht hinten beschnüffeln sondern springt dann weg damit die anderen da nicht rankommen. An ihrer Körpersprache und ihrer Mimik nach zu Urteilen ist sie unsicher und weiß nicht wie sie sich jetzt genau verhalten soll.

    Hallo, leider habe ich keine Tips, da ich das gleiche Problem mit meiner Luna habe. Sie macht von weitem schon ein riesiges Fass auf. Macht sich steif, hüpft wie ein Kaninchen und zeigt ihre Zähne. Dann schnell Schwanz einklemmen, am Gegenüber vorbei und von hinten nochmal schnell hinterher und schnüffeln. Aber bei ihr darf kaum einer schnuppern. Dann zieht sie die Futt weg oder wird böse. Aber auch sie macht das nicht bei jedem Hund - Kleinere lässt sie meistens in Ruhe. An der Leine ist sie eine prollige Pöblerin und knurrt alles und jeden an...:sad2:

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