Begrüßen, oder nicht begrüßen - das ist hier die Frage?

  • Hallo ihr Lieben!

    "Ein langer Arbeitstag, man ist gestresst, ausgelaugt und will sich nur einmal ein paar Minuten hinsetzen. Daheim angekommen, man steckt den Schlüssen ins Schloss, dreht in um und in dem Moment, als man die Türschnalle einen cm. nach unten bewegt, nimmt man vom anderen Seite der Türe bereits hektische Bewegungen wahr. Die Türe ist erst einen Spalt weit offen, schon wird man von seinem vierpfötigem Artgenossen aufgeregt begrüßt. Mit weit aufgerissenen Augen, einem hechelnden Maul und wendelndem Schwanz, welcher beinahe den ganzen Hund zum erbeben bringt, wird die Türe dem Herrchen beinahe aus der Hand gerissen. Mit überschwänglicher Freude, mit Springen, Hupfen, Bellen und Jaulen wird das zurückkommen kommentiert und Herrchen freut sich. 'Ja, hasst du mich vermisst. Jaaaa, du hast mich mich vermisst', ertönt es aus dem Mund des Besitzers während dem Hund über der Bauch gekrault wird."

    Ich war noch ein Kind und ungefähr so habe ich es noch in Erinnerung, wenn meine Mutter von der Arbeit nach Hause kam und unsere Deutsche Schäferhündin sie begrüßte.

    Eine riesen Freude für den Menschen - wem gefällt es denn auch nicht, wenn man mit so viel Liebe, Zutrauen und Freude willkommen geheißen wird. Das ganze Verhalten wird dann natürlich auch noch durch Lobpreisungen, Leckerlis, beim Ankommen und beim Verabschieden (Irgendwie muss man ja auch sein schlechtes Gewissen beruhigen :D ) verstärkt und unterstützt.

    Doch Frage ich mich, ist das sinnvoll? Mir wurde einmal gesagt, dass ein Hund mit dem Verhalten eigentlich ausdrückt:

    'Es war schrecklich, dass du so lange fort warst. Warum hast du mich alleine gelassen? Geh bitte nicht wieder weg!'

    Dann ist es doch wohl wesentlich besser, man verzichtet auf die Streicheleinheiten des eigenen Egos und versucht dem Lebensbegleiter Hund zu signalisieren

    'Du, es ist nichts besonderes, wenn ich weg gehe, du brauchst dir auch gar keine Sorgen darüber zu machen'

    Ich wollte von euch mal wissen, wie ihr das nach Hause kommen handhabt, wenn ihr eure Lieblinge mal alleine lassen müsst, was bei einem geregelten Berufsalltag leider doch häufiger vorkommt :hust:


    Werdet ihr stürmisch begrüßt? Oder reagieren eure Hunde eher teilnahmslos?

    Welches Verhalten ist eurer Meinung nach am wünschenswertesten?

    Wie lange müssen eure Lieben am Tag durchschnittlich alleine verbringen?

    Wie habt ihr sie an an das alleine sein gewöhnt?


    Zum Schluss noch ein passendes Video ;)
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    Mit freundlichem Gruß
    Tschondou

  • boah ne da steh ich überhaupt nicht drauf, besonders wenn der tag echt stressig war, man 2 volle einkaufstüten bei sich hat und dann einen noch so ein kreischendes etwas in der haustür entgegen geschossen kommt und mir ins gesicht springen will und nen kreisch und fiepkonzert von sich gibt.mein hund bleibt im körbchen liegen wenn ich komme weil sie genau weiss dass ich sie dann sofort beachte (wenn sie sich lieb und ruhig verhalten hat in körbchen) wenn sie kreischend durch die bude hüpft ist sie luft für mich aus den gründen die du schon genannt hast es eben eine art ist sich aufzuregen weil man weg war!
    davon mal ab war es eh ein kampf meinen hund das alleinesein beizubringen, es hat über 8 monate gedauert bis sie eine stunden akzeptiert hat und noch länger bis wir uns auf 5 hingearbeitet haben, ich habe von anfang an keinen hehl daraus gemacht wenn ich gegangen bin und wiederkam und wenn ich mir überlege dass ich dies getan hätte la :,,jaaa feeeeiniiii caniiii die mama geht jetzt!" "tatsch tascht" und beim reingehen:,,ooooochhh babbyyyyyy jaaa hasse mich vermisst du guteeeeee, och nicht aufregen ich hab dich doch auch lieb!" "kuschelkuschelknutscheraufdiestirn" dann könnte sie heute bestimmt immernoch nicht alleine sein :lachtot:

  • Ich bin stolz und zufrieden, wenn meine Hunde genau das eben nicht machen. Alles andere zeugt für mich nur von viel Stress und Angespanntheit, oder eben Respektlosigkeit dem Halter gegenüber. Leider interpretieren Menschen viele Dinge in das Verhalten von Hunden, dass eventuell genau das Gegenteil von dem bedeutet, was der Mensch hineininterpretiert.

    Wenn mein Hund an mir hochspringt, kann es eine Maßregelung sein dafür, dass man ohne ihn das Haus verlassen hat und er die Kontrolle über seinen Menschen verloren hat. Aber da wir als Menschen solche Verhaltensweisen auch gern noch positiv unterstützen, trainieren wir dem Hund ein Verhalten an, dass gar nichts mit Freude zu tun hat.

    Meine Hunde sind weit davon entfernt müde den Kopf zu heben, wenn ich heim komme. Mein Rüde ist nämlich alles andere als entspannt, wenn er alleine bleiben muss. Früher hat er mich auch gemaßregelt in dem er an mir hochgesprungen ist. Macht er nicht mehr. Aber sie kommen halt beide angelaufen, trollen sich aber gleich wieder, wenn sie merken, dass nichts weiter passiert und sie eh Luft für mich sind, weil ich in den Momenten besseres zu tun habe (Kater begrüßen. ;) ).

  • Werdet ihr stürmisch begrüßt?
    Wenn ich SEHR lange weg war, ja. Da kommt auch schonmal ein nicht mehr zu unterdrückenden leises gurrendes Fiepen aus dem Hund raus :lol: Aber Ansprache bekommt er nur, wenn er ruhig sitzt und mich erstmal ankommen lässt.

    Oder reagieren eure Hunde eher teilnahmslos?
    Wenn ich mehrmals am Tag weg gehe "freut" sich der Hund immer weniger und kommt irgendwann gar nicht mehr gucken, was los ist.

    Welches Verhalten ist eurer Meinung nach am wünschenswertesten?
    Gucken kommen, am Boden der Tatsachen bleiben, nach dem Jacke ausziehen etc. einmal einen Streichler abgreifen und dann kommentarlos wieder ins Körbchen verschwinden :D

    Wie lange müssen eure Lieben am Tag durchschnittlich alleine verbringen?
    Durchschnittlich 10 Minuten vielleicht :D Ansonsten auch schon mal 4, 5 Stunden wenn ich shoppen gehe oder mich mit Freunden treff.

    Wie habt ihr sie an an das alleine sein gewöhnt?
    Zimmer verlassen, Wohnung verlassen, Hund wo angebunden, ausser Sichtweite gegangen ... sowas halt. EXPLIZIT geübt haben wir das nicht. Bokey hat in MEINER Wohnung kein Problem mit dem Alleinsein oder mit dem Alleinlassen, wenn ich ihn mal vor einem Laden oder so anbinde.

  • Zitat

    boah ne da steh ich überhaupt nicht drauf, besonders wenn der tag echt stressig war, man 2 volle einkaufstüten bei sich hat und dann einen noch so ein kreischendes etwas in der haustür entgegen geschossen kommt und mir ins gesicht springen will und nen kreisch und fiepkonzert von sich gibt.mein hund bleibt im körbchen liegen wenn ich komme weil sie genau weiss dass ich sie dann sofort beachte (wenn sie sich lieb und ruhig verhalten hat in körbchen) wenn sie kreischend durch die bude hüpft ist sie luft für mich aus den gründen die du schon genannt hast es eben eine art ist sich aufzuregen weil man weg war!


    sehe ich auch so :D

  • Das Video ist sooooo toll


    Also wenn ich weggehe, gibt es...nein, gab es bisher immer irgendwas zur Beschäftigung. Schweineohr oder sowas. Einfach als Verknüpfung: Juhuu, wenn Frauchen geht gibt es was Feines.
    Aufgrund unserer aktuellen Situation zu Hause musste ich das jedoch abstellen.

    Wenn ich nach Hause komme, begrüße ich die Meute nicht sofort. Erstmal werden Schuhe ausgezogen, Jacke beiseite gelegt und DANN sind die Hunde dran. Vorher werden sie ignoriert. Dann wird aber auch nur mal kurz getätschelt und das wars. Is ja nix Besonderes, dass ich nach Hause komme. Wieso deshalb nen Aufriss machen?
    Die Hunde sind dann schon relativ stürmisch. Merken jedoch dann ganz schnell: Okay, noch haben wir zu warten. Finde das aber völlig normal. Schau Dir mal junge Wölfe an, wie die die Alten begrüßen, wenn diese von der Jagd zurück kommen ;-) Solangs kein Gekläffe oder Gejaule gibt, ist das für mich völlig okay

    Alleine bleiben hab ich ganz einfach aufgebaut. Am Anfang nur kurz vor die Tür, dann mal zum Briefkasten etc.
    Wenn ich zwischendrin dann doch mal nen großen Schritt machen musste (TA-Besuch mit den anderen etc) dann gabs n Spielzeug oder Kauknochen, der die ersten Minuten überbrückt hat.

    Ich bin 4 Tage die Woche 8-9std aus dem Haus, 1 Tag in der Woche 6-7std. Meine Schwester lässt die Bande dann meist, wenns bei ihr schichttechnisch passt, einmal zwischendurch raus zum pullern.

  • mein besuch weiss im übrigen auch dass der hund wenn er sich vordrängelt nicht beachtet wird bis sie sich wieder ins körbchen fletzt und sich ruhig verhält, musste denen auch erklären dass das nichts mit "hallo ich bin cani und finde dich ganz toll!" zu tun hat sondern eine dreiste kontrolle ihrerseits ist, ich muss mir halt immer wieder vor augen halten dass sie nunmal ein halber herdenschutzhund ist und sie nichts an der haustür verloren hat wenn es klingelt weil es mir aus ihrer sicht vorkommt als würde sie kontrollieren und abchecken wer da grade meine wohnung betritt und dass ist irgenwie meine aufgabe und nicht ihre! :pfeif:

  • Nö, mich störts nicht wenn die Hunde ausflippen. Wobei man sagen muss das sie bei mir generell etwas ruhiger reagieren wie wenn mein Mann nach Hause kommt.

    Ich hab das Verhalten auch nie unterbunden, einzig Anspringen ist nicht erlaubt. Da wird der Hund konsequent ignoriert bzw. gibts auch mal nen "Rüffel" denn das wissen sie dass das nicht erwünscht ist.

    Wenn ich nun aber Hunde hätte die mit dem alleine sein eh schon ein Problem haben dann würde ich sie beim nach Hause kommen ignorieren.

  • Werdet ihr stürmisch begrüßt?

    Ich werde nie stürmisch begrüßt, das habe ich sehr früh trainiert und ist mir wichtig.
    Oder reagieren eure Hunde eher teilnahmslos?

    Teilnahmslos nicht, sondern abwartend

    Welches Verhalten ist eurer Meinung nach am wünschenswertesten?
    Gucken kommen, am Boden der Tatsachen bleiben, nach dem Jacke ausziehen etc. einmal einen Streichler abgreifen und dann kommentarlos wieder ins Körbchen verschwinden
    unterschreibe ich so :D

    Wie lange müssen eure Lieben am Tag durchschnittlich alleine verbringen?

    4-5 x tägl. ca 30 min. Wenn ich mit den Sitterhunden Gassi gehe. Für alles andere muss ich Milow mit nehmen. Ist eben ein Wolfshund Mix :headbash:

    Wie habt ihr sie an an das alleine sein gewöhnt?

    Wir haben nicht wirklich geübt, sondern sind einfach gegangen

  • Unsere bleiben gern mal alleine- sind zu zweit, sie müssen nicht länger als mal 1-2 Stunden warten, ganz selten länger.

    Wenn wir wiederkommen, wird das freundlich hingenommen- mehr nicht.
    Anfangs war ich etwas enttäuscht- so gar keine Freude? :roll:

    Inzwischen ist mir klar, dass das genau so laufen sollte und auch gut ist.

    Kleine Belohnung fürs ruhige Warten gibts dann gleich darauf- aber erst, wenn die Menschen wieder im Haus sind.
    Aufbauen mussten wir das nicht. Ich schiebe es auf die Zweisamkeit- der Hunde.
    Zu Besuchern sind sie sowieso zurückhaltend, selbst bei guten Freunden- mit zwei Ausnahmen- Mutter mit den Käsestückchen und eine sehr gute Freundin, die immer mit 2 Hunden kommt...wen wunderts.

    lg
    Kathrin

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