Begrüßen, oder nicht begrüßen - das ist hier die Frage?

  • Als ich damals meinen Rüden eine zeitlang bei meinen Eltern geparkt habe und ihn abholen bin, hat er sich schon warm gefreut, als er wohl mein Auto kommen hörte. Meine Eltern haben mir das nachher erzählt. Als ich die Tür vom Auto zu schlug habe ich ihn schon kreischen hören. :lol: Und als ich dann geklingelt habe, gab es kein Halten mehr für ihn. Er kam einen ganzen Treppenabsatz runter geflogen und ist richtig ausgerastet als er mich sah. Er konnte sich erst nicht richtig einkriegen und hat sich dann auf meine Füße gelegt, als ob er nicht verpassen wollte, wenn ich wieder gehe und ihn bloß nicht vergesse. Er hatte es bei meinen Eltern sehr gut, aber trotzdem...

    Aber beim täglichen Heimkommen möchte ich das Theater nicht haben, ehrlich gesagt. :)

  • Werdet ihr stürmisch begrüßt? Oder reagieren eure Hunde eher teilnahmslos?
    Stürmisch nicht. Teilweise bleibt sie komplett auf einem ihrer Schlafplätze liegen, teilweise kommt sie angeschlendert, begrüßt mich dezent wedelnd und haut sich dann wieder hin.

    Welches Verhalten ist eurer Meinung nach am wünschenswertesten?
    Solange sie keinen riesigen Aufriss macht und akzeptiert, wenn ich sie ignoriere oder wegschicke, weil ich sie grad nciht brauchen kann, ist mir das eigentlich egal.

    Wie lange müssen eure Lieben am Tag durchschnittlich alleine verbringen?
    Immer unterschiedlich. Ca. 2-5 Stunden. Gibt aber auch Tage, an denen sie gar nicht alleine bleibt oder auch mal etwas länger...

    Wie habt ihr sie an an das alleine sein gewöhnt?
    Begrenzt auf einen Raum und halt immer mal wieder die Tür zugemacht, wenn ich aus dem Zimmer gegangen bin. Es war einfach selbstverständlich, dass ich auch mal weg bin, von Anfang an. NAtürlich nicht über mehrere Stunden direkt, aber es kam seit dem Welpenalter vor. Ich geh aus dem Raum und Hund bleibt da. Ohne groß Drama drum zu machen. Und genauso bin ich halt auch wiedergekommen, ich muss nicht für jedes Glas Wasser, für jedes Paket Taschentücher, für jede genommene Dusche den Hund beim Reinkommen begrüßen. Ab und an wurde sie halt kurz gestreichelt, wie sie immer mal wieder kurz gestreichelt wird, aber ab und an hatte ich z.B. auch einfach grad einen Teller dampfende Suppe in der Hand - da begrüß ich keinen Hund :D

  • Zitat

    Ich finde das Video nur schön. :smile:

    Meine Hunde würden mich ähnlich stürmisch begrüssen, dass wird in gesittetere Bahnen gelenkt durch kleine Rituale, aber es käme mir nie in den Sinn, dem Hund seine Freude abzuerziehen, oder ihn auf die Strafbank zu schicken. Ich spreche sie auch kurz an, wenn ich reinkomme, erinnere sie allenfalls an die Rituale, sortiere mich erst mal. Dann dürfen sie richtig begrüssen, durchaus auch enthusiastisch. Wenn ich mich dann ins Büro setze, rollen sie sich zufrieden ein in meiner Nähe - die Hundewelt ist wieder perfekt! :D


    ich finde diese Wortjonglierereien klasse

    hm, meine Hunde haben zu warten, bis ich mich ihnen zuwende, bleiben meist daher in der Kudde und warten

    ist das nun die Strafbank? oder unser Ritual, bei dem ich mich ihnen zuwende, nach dem sie mich haben Jacke und Schuhe ausziehen lassen? :D

  • Wenn ich weg gehe, dann ohne Verabschieden und Worte. Einfach Tür zu und fertig.
    Aber wenn ich wiederkomme, darf sich Mozart ruhig freuen :) Ja, mit hochspringen, gurren, Schwanz- (oder eher Hintern-)wackeln und allem. Weil ichs schön finde. Ich setze mich jedes Mal gut 5 Minuten auf den Boden und begrüße ihn. Nach gut 2-3 Minuten hole ich ihn dann wieder runter, indem ich ganz leise und tief mit ihm rede... dann legt er sich schlafen und alles ist wieder gut.

  • Louis hört wenn ds Garagentor hochgeht und guckt manchmal dabei aus dem Fenster in der Tür. Er kommt dann schon angelaufen, wenn ich reinkomme, aber springt mich nicht an...denn darauf reagiere ich ganz dolle allergisch...ich hasse anspringende hunde wie die pest :D Gibt meiner meinung nach nix ungezogeneres und frecheres als wenn ein Hund jemanden anspringt! Das habe ich vom Welpenalter an gleich erzogen, dass anspringen ein no go ist. und wenn ich bei Fremden bin und deren Hund mich anspringt, dann könnte ich auch der Haut fahren ;) Hab da ein kleines Anspringtrauma :D ALso Louis kommt dann Schwanzwedelnd an und dreht sich immer im Kreis vor mir, während ich erstmal in Ruhe meine Sachen ablege und ihn dann auch streichel. Er schleicht dann um mein Bein wie eine Katze und gibt dann auch Ruhe. Ich mag überschwängliches Gefiepe und so weiter nicht. Ein kurzes Streicheln und Hallo ist da angenehmer!

  • Tammy bleibt um die 6 Stunden 2-3 mal die Woche alleine.Wenn ich dann wieder komme,steht sie völlig zerzaust und verpennt oben an der Schlafzimmertür. Richtig durchdrehen tut sie nicht.

    Joke ist gestern das erste mal mit Tammy zusammen 2 Stunden alleine geblieben. Die hat sich natürlich wie blöd gefreut.Ich ignoriere es aber,ziehe erst Schuhe,Jack aus etc.wasch mir die Hände,trink ein Glas Wasser und wenn sie sich dann beruhigt hat wird sie gelobt. (habe das im Aufbau auch immer so gemacht)

    Mit Tammy habe ich es auch so von anfang an gemacht.

  • Zitat


    ich finde diese Wortjonglierereien klasse

    hm, meine Hunde haben zu warten, bis ich mich ihnen zuwende, bleiben meist daher in der Kudde und warten

    ist das nun die Strafbank? oder unser Ritual, bei dem ich mich ihnen zuwende, nach dem sie mich haben Jacke und Schuhe ausziehen lassen? :D


    Sieh es wie du willst, warum fühlst du dich angesprochen?

    Es gibt die Möglichkeit, die Begrüssung in nach menschlicher Knigge geordnete Bahnen zu lenken, und es gibt die Möglichkeit, durch längeres Ignorieren, Wegschicken, usw die Begrüssung quasi abzustellen, ausfallen zu lassen. Und natürlich die Möglichkeit, die Begrüssung auf Hundeart zuzulassen. Muss jeder selber wissen, was er will. Ich wäre nicht glücklich mit einem Ignorieren meiner sich freuenden Hunde, aber das sieht nicht jeder HH so.

  • Erst mal, das Video, echt klasse!
    So muß das sein, Mann kommt aus dem Einsatz aus dem Krisengebiet zurück und begrüßt erst mal den Hund- jawoll!! :roll:

    Bei uns ist das so, dass der Hund ohne Worte und großes Getue in die Küche kommt, wenn wir weggehen.
    Wenn wir zurückkommen, dann möchte ich erst einmal meine Jacke ausziehen dürfen und Taschen etc. wegräumen, ohne dass der Hund die ganze Zeit an mir hängt.
    Ich ignoriere ihn dann, auch wenn er austitscht, zur Not wehre ich ihn ab.
    Erst, wenn ich soweit bin, dann ist er dran.

  • Das Video zeigt ein Verhalten, das Lees Verhalten sehr nahe kommt. Wobei sie bei mir nicht ganz so flippt. Meine Tante z.B. geht aber darauf ein und fährt Lee immer weiter hoch *sfz*

    Wenn man den Hund nach Monaten zum 1x wieder sieht, finde ich so ein Verhalten ok. Im Alltag will ich es nicht!

  • Zitat

    Wenn ich weg gehe, dann ohne Verabschieden und Worte. Einfach Tür zu und fertig.
    Aber wenn ich wiederkomme, darf sich Mozart ruhig freuen :) Ja, mit hochspringen, gurren, Schwanz- (oder eher Hintern-)wackeln und allem. Weil ichs schön finde. Ich setze mich jedes Mal gut 5 Minuten auf den Boden und begrüße ihn. Nach gut 2-3 Minuten hole ich ihn dann wieder runter, indem ich ganz leise und tief mit ihm rede... dann legt er sich schlafen und alles ist wieder gut.

    So ist das bei uns auch. Ich freu mich, wenn mein Hund mich begrüßt.

    Manchmal liegt er aber auch auf seinem Platz, wenn ich komme und er wedelt dann nur leicht mit dem Schwanz. In dem Fall spreche ich ihn nicht an und die überschwängliche Begrüßung fällt aus. Manchmal hab ich aber auch keine Lust auf eine Begrüßungsparty, dann fällt die Begrüßung weniger "doll" aus.

    Mein Hund ist nur selten allein, wenn dann ein paar Stündchen. Nie mehr als fünf, wenn ich eigenen Aktivitäten nachgehe, bei denen der Hund unerwünscht wäre...

    Trainiert haben wir das Alleinbleiben nicht, der konnte das irgendwie von Anfang an. :???:

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