Angsthund Raffi - hat gestern zugeschnappt

  • Angstgefühle kann man nicht bestätigen, da sie unabhängig von bewussten Denkprozessen generiert werden. Man kann sie nur durch klassische, unbewusste Konditionierung modifizieren.

  • Soweit ich weiß, lassen sich Ängste nicht durch das Zufügen von etwas positivem "bestätigen" (wohl aber durch unsicheres Verhalten vom HH verstärken) :???: , das was da von der Trainerin empfohlen wird, scheint mir ganz normale Gegenkonditionierung (und eventuell gleichzeitige Desensibilierung) zu sein.

    EDIT:
    Ups, da war noch jemand schneller ;)

  • Ich kann deine Bedenken gut verstehen. Du hast deinen Hund ja noch nicht so lange, gell.

    Schara war anfangs genauso. Uns entgegen kommende Männer wurden immer taksiert und gegebenfalls angegangen. Ich habe Schara schon immer geblockt, wenn uns jemand entgegen kam. Ganz schlimm waren Männer auf dem Fahrrad, mit Hut oder Mantel.
    Zweimal hat sie auch jemand von hinten in die Beine gezwickt. :verzweifelt:
    Bei uns hat nur die Routine und die Zeit geholfen. Ich habe Schara bei Begegnungen auch immer kurz genommen, auf der anderen Seite geführt und möglichst mit ihr Kontakt aufgenommen und abgelenkt.
    Schara weiss jetzt, dass ihr niemand was böses will und begegnet jedem routiniert. Auch wenn uns jemand an einer Ecke z.B. plötzlich gegenüber steht, oder im Parkhaus auf einmal aus der Tür kommt, oder uns im Dunkeln begegnet.

    Ich glaube die Hunde müssen erst lernen, dass jetzt alles gut ist.

    Wenn die HuTa das Ganze so lässig sieht würde ich mir auch nicht allzuviel Gedanken machen. Es passierte ja während sie die Aufsichtspflicht hatten.
    Aber ich weiss, dass sagt man leicht. Gedanken macht man sich um so etwas immer. Laß aber erstmal etwas Zeit verstreichen. Wobei ein Jahr da nicht viel ist. Du wirst sehen danach ist dein Hund auch routinierter.

  • Zitat

    Daß sie den Hund aus der Situation nehmen wollte, da hat sie ja schon richtig gedacht - nur halt das falsche Mittel gewählt. Besser gewesen wäre, den Mann etwas auf die Seite zu schicken, zu erklären, der Hund fühlt sich bedrängt, und dann dem Hund den Weg zu zeigen, wo er hingehen kann, ohne bedrängt zu werden, z.B. mit der Hand in die freie Richtung zeigen (bloß eben nicht auf den Hund zu mit der Hand). Aber das macht sie sicherlich beim nächsten Mal. in der huta gibt es extra räume, wo der hund separiert wird, sie sagt auch, dass sie auch keine leute mehr direkt reinlässt, und wenn es doch mal so ist, kommt raffi in den innenbereich ( dort sind auch immer andere hunde, die mal ein nickerchen machen etc.)

    Allerdings wäre ich künftig bei Spaziergängen mit Begegnungen mit anderen Leuten extrem vorsichtig und würde evl. einen Maulkorb verwenden, wenns denn unbedingt der Spaziergang in der Fußgängerzone sein muß.... nur, um sicherzugehen, daß nichts passiert. Wichtig ist aber, den Hund trotzdem vor Belästigung/Bedrängung durch andere zu schützen, damit er nicht lernt, daß er hilflos ist in solchen Situationen, es soll ja bei ihm die Info "ankommen", daß er sich irgendwann auf Euch verläßt, und sich nicht mehr selbst verteidigen muß. Also, Maulkorb drauf und jeder darf ihn antatschen, wäre kontraproduktiv. wenn wir mit dem hund unterwegs sind, ist er eher schüchtern bis unsicher...und geht eben seinen bogen oder wartet hinter uns....einen maulkorb aufgrund des ersten vorfalles finde ich zu drastisch...da sein verhalten draußen mit uns ja wiederum ganz anders ist...er zieht seinen bogen....und wenn die fremden vorbei gelaufen sind, dann läuft er hinterher und schnüffelt interessiert...

    Für Dich: falls Du noch keine Haftpflicht-Versicherung hast - sofort zulegen, und zwar eine, die auch für Schäden beim Fremd-Gassigänger aufkommt. Wobei ein professioneller Hundesitter mit angemeldetem Gewerbe immer auch eine Versicherung haben muß, denn beim gewerblichen Sitter greift die eigene nicht. raffi hat einen haftpflicht, auch mit hütebiss und co...das ist in jeder ordentlichen huta ja voraussetzung


    PS: lese grad die Kommentare, die in der Zwischenzeit reingekommen sind. Was Staffy sagt, erscheint mir durchaus logisch - Du weißt nicht, was Du in dem Moment bestätigst..... Wenn Du das mit einem pöbelnden Hund machst und den beim Spazierengehen bestätigst, solange der noch ruhig ist, ist ganz klar, WAS bestätigt wird. Aber die Gedanken, die der Hund in dem Moment hat (zB Angstgefühle, die Du damit bestätigst), kannst Du ja nicht sehen.

    das habe ich nun verstanden, aber wie soll ich dann gegenkonditionieren....drinnen klappt es ja gut...aber draußen sieht das wieder ganz anders aus...und ich möchte ja das ziel erreichen, dass er keine angst mehr zeigt...aber wie???

  • [i]

    Zitat

    Ich kann deine Bedenken gut verstehen. Du hast deinen Hund ja noch nicht so lange, gell.

    Schara war anfangs genauso. Uns entgegen kommende Männer wurden immer taksiert und gegebenfalls angegangen. Ich habe Schara schon immer geblockt, wenn uns jemand entgegen kam. Ganz schlimm waren Männer auf dem Fahrrad, mit Hut oder Mantel.
    Zweimal hat sie auch jemand von hinten in die Beine gezwickt. :verzweifelt:
    Bei uns hat nur die Routine und die Zeit geholfen. Ich habe Schara bei Begegnungen auch immer kurz genommen, auf der anderen Seite geführt und möglichst mit ihr Kontakt aufgenommen und abgelenkt.
    Schara weiss jetzt, dass ihr niemand was böses will und begegnet jedem routiniert. Auch wenn uns jemand an einer Ecke z.B. plötzlich gegenüber steht, oder im Parkhaus auf einmal aus der Tür kommt, oder uns im Dunkeln begegnet.

    Ich glaube die Hunde müssen erst lernen, dass jetzt alles gut ist.

    Wenn die HuTa das Ganze so lässig sieht würde ich mir auch nicht allzuviel Gedanken machen. Es passierte ja während sie die Aufsichtspflicht hatten.
    Aber ich weiss, dass sagt man leicht. Gedanken macht man sich um so etwas immer. Laß aber erstmal etwas Zeit verstreichen. Wobei ein Jahr da nicht viel ist. Du wirst sehen danach ist dein Hund auch routinierter.

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    du gibts mir mut...danke
    wir wollen ja daran arbeiten und machen alles mögliche...daher hoffe ich das es sich gibt...und er später keine unsicherheit mehr zeigt....und da wir ihnen erst seit dem 11.11. haben....brauchts ein bissl...

  • sooo...
    hundetrainerin ist informiert und will sich nächste woche mal die situation in der huta in live anschauen....da raffi nun um einiges mutiger geworden ist....und sich dort langsam zum pöbelheini entwickelt...wollen wir nun konstruktiv in zusammenarbeit mit der huta daran arbeiten, solche situationen zukünftig für beide seiten besser zu händeln....ich bin mal gespannt was dabei raus kommt, bzw. was die hundetrainerin für tipps allen beteiligten dort geben kann...die huta freut sich schon auf das treffen und möchte auch gemeinsam mit uns an dieser problematik arbeiten...finde dies sehr positiv und hoffe das was bei rum kommt....

    wollte das nur mal hier los werden... ;)

  • Zitat

    Das klingt gut. Wäre schön wenn du uns weiterhin davon berichtest. Ich wünsche euch schon mal gute Erfolge! :gut:


    ich werde auf jedenfall hier weiter berichten...kann ja auch für den einen oder anderen HH von nützen sein... ;)

  • Zitat

    sooo...
    hundetrainerin ist informiert und will sich nächste woche mal die situation in der huta in live anschauen....da raffi nun um einiges mutiger geworden ist....und sich dort langsam zum pöbelheini entwickelt...wollen wir nun konstruktiv in zusammenarbeit mit der huta daran arbeiten, solche situationen zukünftig für beide seiten besser zu händeln....ich bin mal gespannt was dabei raus kommt, bzw. was die hundetrainerin für tipps allen beteiligten dort geben kann...die huta freut sich schon auf das treffen und möchte auch gemeinsam mit uns an dieser problematik arbeiten...finde dies sehr positiv und hoffe das was bei rum kommt....
    wollte das nur mal hier los werden... ;)

    das ist auf jeden Fall positiv und auch ein sehr vernünftiger Weg, vor allem wenn die huta bereit ist, mit euch zu arbeiten.
    Lass den Kopf auf jeden Fall nicht hängen, die Angst loszuwerden kann sehr lange dauern, da braucht man eine mächtige Portion Ausdauer und Geduld :-) Mein Hund hatte auch Angst vor fremden Menschen und auch heute gibt es noch bestimmte Situationen, in denen er in sein altes Muster zurückfällt. Aber auch diese Rückschläge gehören leider dazu.
    Es ist nur wichtig solche Situationen in Zukunft zu vermeiden, aber ich denke das wird deine Trainerin bestimmt mit der huta besprechen.
    Habt ihr die Möglichkeit diesen Mann gezielt zum Hundetraining einzuladen? Er scheint ja in ihr "Angstschema" zu passen, vielleicht wäre er auch bei der Desensibilisierung und Gegenkonditionierung behilflich?

    Ich wünsche euch auf alle Fälle viel Erfolg beim weiteren Training!

    lg

  • Zitat

    ....da raffi nun um einiges mutiger geworden ist....und sich dort langsam zum pöbelheini entwickelt...

    Das liest sich doch schon anders !
    Scheint der Klassiker zu sein ... Hundchen ist unsicher, wird beim Blickkontakt bestätigt und alles wird fern gehalten (der muß sich ja nicht antatschen lassen !). Hat dann oft zur Folge, daß aus dem "Oh je, tu mir bitte nix !" ein "Nimm die Pfoten weg oder du hast ein Loch drin !" wird.

    Ich hoffe, die Trainerin ist dort kompetenter und zeigt euch den richtigen Weg.
    Schön, daß du daran arbeiten willst und es nicht als Ausrutscher hinnimmst.

    Gruß, staffy

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