Verliert ihr nie die Beherrschung?

  • Zitat


    das ist mir zu ungenau um ehrlich zu sein.
    für manche menschen zählt ein lautes kommando schon als beherrschung verlieren, für manche eben nicht.
    das ist eben das problem.


    Das ist doch aber eben auch individuell, mit welchem Symptom jemand seine verlorene Beherrschung kund tut.

    Ich bin mit meinen Hunden normalerweise extrem ruhig und gelassen - auch, wenn das mal nicht so gut laeuft. Ich muss auch, weil Geordy und Eddie eh schon eher Hektiker sind. Wenn ich da auch noch mitmache, bringt das genau nix.
    Wenn ich aus der Situation und dem Bauch heraus mal ehrlich los blaffe, hat mir das bisher nicht mal Sensibelchen Geordy uebel genommen. Hunde wissen schon genau, wann etwas ehrlich und angemessen ist.
    Wenn ich aber merke, dass ich einen schlechten Tag habe (wer den nie hat, der luegt), wo mich schon die Fliege an der Wand frech angrinst... dann stell ich alles ein :D, nehm das Fahrrad und verschaff den Hunden schlichte Bewegung ohne Anspruch.

  • mh, viel grund zu explodieren, hab ich bei lotta gott sei dank nicht. sie ist nicht so ein schlimmer lausbub.

    zwei situationen fallen mir ein:

    1. sie hat beim spaziergang ihr gehör zu hause gelassen. geht ihrer wege, fröhnt dem äpfelfressen und derlei dinge, "provoziert" mich mit absichtlich langsamer reaktion auf kommandos und solche sachen. da sieht ein beherrschung-verlieren dann so aus, dass frauchen mal mit dem fuß aufstampft, gepaart mit nem unfreundlichen verdammte-axt-jetzt-IST-feierabend-madame---SITZ! z.b.
    das reicht, um eindruck zu hinterlassen bzw. ihr zu vermitteln, jetzt ist langsam zappenduster.

    2. türklingeln. sie weiß, dass sie auf ihrem platz in der küche warten muss, bis sie das kommando bekommt, den besuch begrüßen zu dürfen. das bellen konnte ich damit in 4 jahren zwar trotzdem nicht abstellen (vermutlich ist es mir auch zu unwichtig :D ), aber rumschlawänzeln und an der tür kläffen und am besten noch gleich in den hausflur drängeln sobald die tür aufgeht gibts nicht. nur dass die madame sich daran nicht immer hält... wenn jetzt also z.b. der briefträger klingelt und man an tür vielleicht noch ne minute braucht, um zu unterzeichnen, und der hund dann doch wieder bellend ankommt... es eine ähnliche situation vielleicht schon 2 mal an dem morgen gab... uuuuh... da steigt mein puls dann schon, und da kann es auch vorkommen, dass ich mir die madame am schlawittchen pack und zurück auf ihren platz bucksier.

    mehr explosion gibts aber nicht. hier wie gesagt kein anlass dazu, und bei den yorkies bringt es nichts, ich habe sogar das gefühl, dass die terriertierchen einen noch viel weniger ernst nehmen bzw. sich regelrecht eins grinsen, wenn man am kochen ist. wenns da beim spaziergang mal ganz schlimm ist mitm hören, hilft nur nüchterne konsequenz - leine dran und fertig. dafür kann ich dann motzen und 15min nur stur laufen, ohne ihnen einen blick oder irgendwas zu schenken :D

  • Zitat

    innerlich
    ich könnte manchmal implodieren
    am schlimmsten ist es, wenn sie nicht kommt
    oder aber
    wenn sie sich etwas schnappt und dann trotz freundlichem aber bestimmten "aus" einfach vor mir wegläuft, weil sie nämlich genau weiss,dass sie das was sie sich geschnappt hat nicht haben darf

    ich frage, weil ich manchmal so beim lesen eurer posts das gefühl habe, ihr ruht alle so in euch, und seid so geduldig
    ind immer denke, ich bin die einzige die innerlich ausrastet


    Noe, du bist nicht allein. Ich boelke auch schonmal wenns mich extrem nervt. ;) Nicht oft aber es passiert. Ist menschlich. ;)

  • was meine hunde betrifft, verlier ich "die beherrschung" eher nicht.

    läuft was schief, dann hab ich selber was falsch gemacht - ergo könnt ich mich selber in den popo treten - was aber energieverschwendung wäre.

    meine allererste reitlehrerin hat mir gleich zum anfang "beigebracht" dass niemals das pferd schuld ist, sondern immer der reiter (der alte spruch: "es ist schon so mancher esel auf einem pferd geritten, aber niemals ein pferd auf einem esel..." hat was ;) ) und da später meine eigenen pferde immer eher von der sorte "hirntragender dickschädel" waren, wo ich, wäre ich ausgerastet eh den kürzeren gezogen hätte (und ab und an auch mal habe :D ) hab ich das wohl irgendwann verinnerlicht.

    (dumme) menschen können mich hochschiessen, jo, aber meine hunde eher nicht.

  • Zitat

    Ich kenne das. :D Manchmal würde ich die Leine von Keaton auch dem nächsten Menschen der mir über den Weg läuft in die Hand drücken und gehen. :ops:

    :lachtot: Genau diesen Gedanken hatte ich heute morgen als Emily mal wieder keinen Schritt laufen wollte und ich nicht wusste ob es nu der Regen ist oder ob der geklaute Hühnerknochen von gestern ihr zu schaffen macht....

    Im Moment ist sie friedlich und pennt. Mindestens 45 Minuten ohne das sie was anstellt :rollsmile:

  • Die Beherrschung verliere ich eher gegenüber Sachen wie zum Beispiel Computer oder wenn ich irgendetwas sehe/lese, was mich tierisch aufregt. Das lasse ich dann auch raus, was Satoo eher verschreckt.

    Es gab bei Hundebegegnungen schon mal Situationen (GsD war das bis jetzt auch nur 2mal) wo ich die Beherrschung verloren habe, weil nix half was sonst immer half, er an der Hündin schon zig mal ohne Murren vorbeigelaufen ist aber jetzt auf Glatteis in die Leine sprang ... War natürlich nicht hilfreich, hat es einfach gezeigt, dass das Thema leider noch nicht durch ist.
    Ich hatte allerdings schon Phasen, wo ich keinen Bock mehr hatte und die Leine an den Nagel hängen wollte, weil nix klappte. Zum Glück sind wir hier zu zweit, so dass mein Mann dann das Training übernehmen und ich einfach Abstand haben konnte.
    Auch so Dinge wie Wut im Bauch oder Zorn kenne ich nur zu gut, wenn sitzende Kommandos nicht ausgeführt werden. Das zeige ich dann deutlich und seusel nicht rum. Hunde merken eh, wenn man sauer ist, wozu dann verstellen? Macht für mich keinen Sinn. Dann lieber deutlich sauer ne angebrachte Korrektur geben und ne Sekunde später wieder auf dem Boden sein. Machen Hunde untereinander ja auch nicht anders. Schlimm ist bei den meisten Menschen nur das Nachtragen über Stunden/Tage, damit können Tiere nix anfangen, aber situationsbezogen macht es vieles klarer, was man will und was nicht.

    Was die Lautstärke angeht: hängt auch viel von der Grundlautstärke der jeweiligen Menschen ab. Mein Mann zum Beispiel spricht eh lauter, würden viele schon als schreien bezeichnen, ist aber seine normale Lautstärke. Ich hingegen bin eher leise beim sprechen. Welcher Fremde will also beurteilen, wer seinen Hund anschreit und wer nicht?

  • Der Begrifflichkeit wegen : Bei mir ist "die Beherrschung verlieren" nicht pauschal zu sagen. Regt mich ein Mensch auf, bin ich anders, wie wenn mich eine Katze Nervt oder ich was nicht finde. Beim Thema Hund zeigt sich meine Beherrschungslose Wut folgendermassen : Ich versteife Innerlich und verspühre riesige Wut, könnte den Hund an die Wand klatschen. Das wiederum tue ich dann nicht, beherrschenderweise. Ich habe schon laut geschimpft, ich habe schon an einer Leine geruckelt, ich habe damals mal, aus Verzweiflung, Woody's Schnauze zugehalten, ganz zu Anfang. Leider musste ich schon wahnsinnig früh merken, als Woody so um di 6 Tage bei mir war, dass mir mein Verhalten sowas von NICHT hilft. Woody fand das, soweit das möglich ist, meines empfindens nach lustig, und ich wurde nach Strich und Faden veräppelt.

    Zu der Zeit lernte ich extrem viel über mich. Ich lernte, mich beherrschen zu MÜSSEN, dem Frieden halber, ich habe ganz deutlich gelernt, dass mir Ruhe und souveränität viel mehr zu erreichen ist.

    Das mir das nicht immer gelingt, und ich gelegentlich immernoch Innerlich (!) platze - naja, bin 24 vielleicht kommt das ja noch :lol:


    LG Nina

  • Zitat

    Wenn ich das so lese, frage ich mich was ihr in der Hundehaltung und Erziehung eigentlich so anstellt. Ich habe 5 Hunde zu Hause. Es kommt weder vor das ich brülle, noch das ich implodiere oder explodiere. Wer brüllt hat versagt. Das muß ich einfach mal in aller Deutlichkeit sagen. Auch wenn es sicher so manchem nicht passt. Gut erzogene Hunde laufen nebenher ohne das man immer auf 180 sein muß. Meine machen einfach keinen Mist. Sie werden körperlich, sowie vom Kopf her voll ausgelastet und sind im Haus einfach glücklich und zufrieden. Ich kenne auch nicht das sie auf rufen nicht kommen. Wenn das so ist und das wurde von einigen hier ja so beschrieben, sollte man die Mensch-Hundebeziehung mal überdenken. Ich bin Chef und ich führe. Das mache ich souverän und leise. Da muß ich nicht an die Decke gehen damit sie mich wahrnehmen. Leider werden viel zu viele Hunde zu 4 beinigen Menschen gemacht. Ich habe keine Maschinen neben mir die funktionieren aber Hunde die mir vertrauen und zwar in jeder Situation. Das heißt aber auch das sie vom ersten Tag an bei mir angeleitet und ausgebildet werden.

    Wenn man als unerfahrenes Hundeliebhaberchen, einen Psychohund bekommst, ihn Jahre pflegst, mit im mehr Zeit verbringst wegen Training als mit dem Freund, es einfach nie besser wird... Ich glaube, da darf man schon behaupten man ist oft am Ende, schlägt aber nicht eine drein. Von sich auf andere zu schliessen, weils bei einem selber toll läuft... Klingt für mich als könntest du kaum glauben, das es Hunde gibt, die schwieriger sind o_O

  • Bevor ich die Beherrschung verliere, stampfe ich auf den Boden auf. Keine Ahnung, warum, irgendwie hat Frau Hund überrissen: "hoppala, jetzt ist es fünf vor zwölf, da wird jemand gleich stinkig". Die eigentliche "Strafe" bisher war sie direkt anzuleinen, zu ignorieren und nach Hause zu führen.

    Dann leidet sie regelrecht und fährt alles an Schleimerei auf, was geht....

    Manchmal "bedrohe" ich meinen Hund mit freundlich säuselnder Stimme. Wenn ich sie so übersch**** freundlich beschimpfe, weiß sie genauso, dass was nicht stimmt, denn normalerweise säusel ich nicht.
    In der Umwelt kommt das auf jeden Fall super an: "Wenn Du meinst, du musst jetzt einen auf Pöbeltöle machen, dann schubs ich Dich aus Deinem Fell und dreh Dir den Kragen um"....

    Sowas löst meist ein Lächeln beim Gegenüber aus. Ist auf jeden Fall viel cooler als herumplärrende Hundehalter....
    Joah, das krieg ich hin.....

    Seit geraumer Zeit übe ich das superfreundlich intensiv, gerade bei miesmuscheligen Mitmenschen. Neulich hat mich und ne Bekannte ein junger Mann angeranzt: "Meint Ihr, der Weg ist für Euch alleine da, oder was??". Auf meine Antwort: "Ich dachte, so ein junger, athletischer Typ kommt da locker vorbei" ist ihm nix mehr eingefallen....

    das funzt ganz gut....

  • Zitat


    das ist mir zu ungenau um ehrlich zu sein.
    für manche menschen zählt ein lautes kommando schon als beherrschung verlieren, für manche eben nicht.
    das ist eben das problem.


    dannsollte jeder für sich definieren, was beherrschung verlieren heisst und antworten.... wenn er mag
    ganz einfach
    ich brauchte einfach eine überschrift fürs thema

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