Wolfshund mit 6 Wochen abgegeben

  • Zitat

    Keiner kann mit einem solchen Zwerg so punktgenau und sauber Frustrationstoleranz beibringen wie die eigene Hundemutter. DAS allein ist es mir schon wert die Zwerge lieber etwas länger dort zu lassen...

    :gut: sehe ich ganz genau so.

    Viele Grüße
    Frank

  • Zitat

    :gut: sehe ich ganz genau so.

    Viele Grüße
    Frank

    Frustrationstoleranz beginnt doch schon früher mit Hilfe der Geschwister, nämlich beim Kampf um die besten Plätze an der Milchbar. da wird geschubst und gedrängelt.

  • Ja, aber so richtig frustig wird es erst, wenn Mama sagt: '"Jetzt ist die Milchbar geschlossen. Du kommst auch mit Drängeln nicht ans Ziel! Und, wenn Du jetzt frech wirst, bekommst Du eine aufs Dach!" Keiner kann die Drohsignale und Konsequenzen bei Nichtbeachtung den Zwergen so gut beibringen wie die Mutter. Sie macht die Grundlagen dafür. Und der Zeitraum ist auch festgelegt, in dem das passiert. Die Zwerge lernen das in dieser Zeit besonders gut.

    ...und ehrlich: Ich muss schon immer Schmunzeln, wenn die kleinen Dinger dann vor sich hinzetern, ihren Frust an was anderem auslassen und es gar nicht fassen können. Hach, das ist alles so spannend - ich freu mich schon auf meinem nächsten Wurf =)

  • Wir haben unsere Wolfshündin erst mit 3,5 Monaten von der Züchterin abgeholt und ich muss sagen, dass das (bis auf ein paar Lücken in der Sozialisation) kein Nachteil war.
    Wir hatten (an der Rasse gemessen) unterdurchschnittlich wenig Probleme mit ihrem "ruppigen" Spiel- und Kommunikationsverhalten, offensichtlich haben die Eltern und Geschwister da schon ganze Arbeit geleistet.
    Außerdem war sie innerhalb kürzester Zeit stubenrein, was ja sonst bei TWH überdurchschnittlich lange dauern kann.
    Was die Bindung angeht, können wir auch nicht meckern, sie hat sich uns sofort angeschlossen (war schon bei der ersten Pipipause auf der Heimfahrt offensichtlich), denn klar: Ein Welpe braucht ein Rudel zum Überleben.
    Außerdem ist sie einfach super mit anderen Hunden, eben gerade hat sie erst wieder sehr vorbildlich mit einem fremden Welpen gespielt, bei ihren Altersgenossen (die mit 8 Wochen abgegeben wurden) gibt es hier teilweise deutliche Probleme, wobei das natürlich auch andere Gründe hat und sich bei unserer auch noch ändern kann.

    Ich finde die Argumente, mit denen so eine frühe Abgabe begründet wird, sind absolut unsinnig und letztendlich sind es die Tiere, die den Schaden davon tragen.

  • Milow ist auch erst mit 12 Wochen zu uns gekommen und er ist super sozialisiert, war fast stubenrein und mich fand er immer toll. Das einzige was Milow nicht konnte war mit Umweltreizen umgehen.

  • ich erinnere mich noch daran, als die Welpen fast 2 Monate alt waren und der Hundepapa - wenn sie ihm zu frech geworden sind - sie mit der Pfote weggeschleudert hat (der hat sich sonst echt viel von den Kindern gefallen lassen).. oder wenn die Mama geschnappt hat, sah das auch schon manchmal böse aus.. aber es war wichtig..

  • hallo
    wir haben einen hund aus dem "tierschutz"(wir wollten ganz bewußt keinen hund aus dem ausland,gibt es doch auch hier genug leid)
    er sollte laut orga,8 wo alt sein.
    da er am tag der abholung bei der pflegefamilie, nur galle gespuckt hat,war unser erster weg mit hund zu unserer tierärztin.
    diese stellte dann fest das der knirps mindestens 2 wo. jünger wäre,also gerade mal 6 wo.
    wie lange er da aber schon von mutter und geschwister getrennt war,wußten wir nicht.vermutet wird im nachhinein welpenhandel
    (wir haben uns an die behörde u. andere "fachleute" gewandt.leider kam da nichts nach,die halten sich bedeckt,wollen da nichts mit zu tun haben,bzw sehen keinen handlungsbedarf.eine angebliche tierschützerin,sie kümmert sich hauptsächlich um ausländische hunde,verwies sogar an tasso(?) )

    dem hund ist die frühe trennung von seinem familienrudel nicht grad gut bekommen.
    die erste woche wurde so gut wie garnicht gefressen und nur geschlafen.heute wissen wir das er wohl noch eine weile wepenmilch hätte haben sollen.gassigänge waren nicht möglich,der kleine lief gerade mal ein paar schritte...

    er ist laut tierarzt mit fachrichtung verhaltenstherapie,mehr auf menschen geprägt als auf artgenossen.ihm fehlen wertvolle wochen um die richtige kommunikation mit seines gleichen zu lernen.probleme waren also vorprogrammiert.frusttationtoleranz,wie es hier so schön geschrieben wurde,war gleich null.

    dazu kommen
    herzklappenfehler,schilddrüsen unterfunktion,lungenschädigung,kreuzbandschwäche....
    bei einer so frühen sdu,so sagte man uns.läge ein trauma,entweder im mutterleib o.im frühen welpenalter vor

    heute nach drei jahren voller bemühungen,oft am rande der verzweiflung,vielen vielen tierarztbesuchen,unzählicher versuche eine passende hundeschule zu finden... haben wir unseren weg gefunden.
    wir sind glücklich mit diesem hund.

    geblieben ist eine große enttäuschung was den tierschutz betrifft.


    lg kirsten

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