Ständiges, penetrantes Anspringen

  • hier was zum Auflösungskommando:


    http://www.dogspot.de/benutzer/blubb…esungskommando/


    im Gegensatz zum Platz und Sitz, wo sie IN GENAU dieser Position verharren sollen, verwende ich "bleib", so:
    der Hund soll sich nur an Ort und Stelle aufhalten... dabei ist mir egal ob im Sitz oder im Platz -

  • Ein Auflösungskommando kennt Scarlett schon, bei uns ist es das "ok".
    Und Platz kann sie ja eigentlich auch. Also sie weiß schon, was das bedeutet uns was ich dann von ihr will. Aber manchmal interessiert's sie halt nicht und sie macht's einfach nicht. Sitz funktioniert immer, auch in den Situationen in denen sie kein Platz machen möchte. :???:

    Aber ich danke dir für deine Hilfe =)

  • ok, dann wär es doch gut, wenn du das Platz ab sofort jetzt konsequent mit ihr übst... :)
    und dann nach und nach sie immer länger im Platz halten :)


    ggf. - damit sie ein wenig motivierter ist - ein paar Tage lang auf Handfütterung umstellen?


    Gibt es ein Spiel/ eine Beschäftigung, das sie besonders gerne hat?

  • Latebrae: wenn sie das Sitz in vielen Situationen so gut kann, dann nutze das für alles mögliche. Platz ist für einige Hunde schwierig, vor allem in Situationen, in denen sie eigentlich lieber "herumwuseln" würden.
    Da ich weiss wie schwierig das Platz für meinen Hund in hochfahrenden Situationen ist, wende ich das dann bestimmt nicht an. Ich will ja zügig was sehen, einen Erfolg, eine andere Handlung, was auch immer. Also wähle ich das, was der Hund in der Situation auch sicher leisten kann.

  • Kathrin,

    geht nicht um ANWENDUNG, sondern um den Auf- und Ausbau des Kommandos.


    Man kann natürlich auch erstmal mit dem Ausharren im Sitz anfangen, um das Ausharren im Kommando (darum geht es ja in erster Linie) zu üben. Aber Platz ist durchaus ein Kommando, dass ich, wenn der Hund es nicht sauber befolgt, auch weiterhin trainieren würde.

  • Zitat

    Wir machen mehrere Übungen. Scarlett fängt immer an zu fiepen und manchmal auch zu bellen, wenn's los geht zum spazieren gehen. Ich brauche ihr dann immer zu lange. Also nehme ich mir auch manchmal die Leine (oder mache ihr sogar erst das Geschirr um) und gehe dann einfach ohne Scarlett raus. Das hasst sie, da wird ganz schön Radau gemacht. Das hat sich auch noch nicht wirklich verbessert, das findet sie einfach zu blöde.

    Wundert mich nicht, denn damit das wirklich besser wird, müsstest Du zu 90% dieses "Szenario" Vorbereitung machen und dürftest dann den Rest mal tatsächlich real mit ihr gehen... und das müsstest Du immer so durchziehen. Und Frustrationstoleranz übt man damit auch nicht. Das ist nämlich das Prinzip der Gewöhnung an einen Reiz, der keine Bedeitung mehr haben soll. Frustrationstoleranz üben bedeutet, dass man den Hund in die frustige Situation bringt und er lernt sich zu beherrschen!

    Zitat

    Außerdem leine ich sie draußen einfach mal irgendwo an und gehe weg. Mache irgendwas interessantes oder lass sie einfach stehen. Fand' sie am Anfang auch blöd, inzwischen kommt kein einziges Geräusch mehr von ihr.

    Kann man als Übungsschritt machen. Allerdings frage ich mich, wo da die Belohnung ist? Du willst doch üben, dass sie sich selbst beherrscht. Das erledigt ja die Leine in dem Fall. Daher würde ich mir noch überlegen, was ich sehen möchte an Verhalten, das ich belohne.

    Frustrationstolernaz üben heißt, dass ich den Hund in die stressige Situaton bringe und dies ihn gerade so sehr stresst, dass er noch fähig ist alternative Handlungsweisen anzubieten bzw. ich rufe vorher gut trainierte Alternativhandlungen, die unter Signal stehen, ab. Und diese belohne ich dann! Solange Du den Hund ins Leere laufen lässt, wird sich nichts bessern... denn Stress bedeutet, dass der Hund nicht nichts tun kann. Das heißt, Du musst ihm beibringen, was er tun soll!

    Viele Grüße
    Corinna

  • Also ich habe auch so einen Oft-aufgeregt-Stresskeks mit geringer Frustrationstoleranz. Und ich hab das auch einige Monate ähnlich wie du üben wollen mit dem Gedanken, irgendwann würde es besser. Wird es aber so wie von dir beschrieben nicht. Der Schlüssel zum Erfolg ist nicht, zu gehen bis sie tobt. Sondern das wichtigste ist, nur solange zu gehen, wie sie ruhig bleibt, und rechtzeitig zurückzukommen und zu belohnen. Und dann die Zeit sekundenweise ausdehnen, bis es irgendwann eine ganze Weile wird. Du sagtest ja selbst, dass z.B. ihre Unruhe noch nicht besser geworden ist, wenn du vom Platz gehst. Meine frühere Trainerin sagte das auch so, dass Hundi sich dann irgendwann einkriegen würde. Einmal hab ich's probiert...mein Armer Hund hing sage und schreibe 5 Stunden(!) kläffend und zeternd am Baum, bis ich voll frustriert wegen nahender Dunkelheit hin bin. Also mit einem hartnäckigen Hund kann sowas schlicht Unsinn sein.

    Ich habe auch so einen Bewegungsjunkie...und ich habe sie auch an einen Baum gebunden, mit Sitz und bleib, und dann einen Ball gezückt. ABER: Dann nicht gleich spielen und flitzen, bis Hundi fiepsend in der Leine hängt. Sondern in dem Fall mit ruhigen und bedächtigen Bewegungen den Ball rollen/werfen, und nur ganz kurz. So, dass hundi dann auch wirklich noch ruhig im Sitz und Bleib neben dem Baum sitzt. Dann zurück und PARTY fürs ruhig bleiben. Und halt immer weiter steigern.

    Wir machen auf diesem Weg der langsamen Steigerung konstant Fortschritte, inzwischen kann sie warten, während ich einen Dummy/Ball/Kong/Leckerlis werfe. Sie bleibt zwar aufmerksam, aber ruhig sitzen, wenn ich mich 1-2 Minuten von ihr entferne usw.

    Zum Anspringen: Also ich kann Happy inzwischen regelrecht ansehen, wenn sie vor hat, jemanden gleich anzuspringen. Ich kanns nicht beschreiben, man sieht es in ihrem Gesichtsausdruck. In genau diesem Moment Rufe ich energisch Sitz oder Platz, was sie dann auch tut, belohne sie und beschäftige sie zur Ablenkung von diesem "Gedanken", z.b. mit Leckerlis in Gras werfen und Suchen lassen. Erwischt man diesen Moment, kann man die Situation gut vermeiden.

    Ich ab deiner Stelle würde tatsächlich über einen verbesserten Grundgehorsam gehen. Stimmt der, wird sie irgendwann in der Situation auf ein energisches aber ruhiges Kommando von dir eben doch reagieren, anstatt dich zu ignorieren. Bei uns hat das Wunder bewirkt, im Laufe der Monate.

    LG Lily und Happy

  • Ich habe hier auch einen Frustrationshüpfer sitzen, und kann Lilyana und wildsurf nur zustimmen. Ich nutze das Sitz, wenn ich die Intention rechtzeitig sehe, oder er noch nicht überdreht. Anbinden mache ich auch ab und an, da beruhigt er sich recht schnell, springt mich dafür beim Zurückkommen umso heftiger an. Da habe ich in winzigen Schritten geübt, Hund ins Sitz, Leine um Pfosten und gleich wieder abmachen, ich stehe ruhig daneben. Ruhiges Verhalten natürlich immer belohnt. Bis ich ihn anleinen konnte ohne Terror, weggehen konnte. Mache ich das anlbinden zu schnell, wenn er in Erwartung von arbeit ist, flippt er aber immer noch.

    Viel wichtiger für die Frustrationsgrenze waren aber all die Übungen zum Warten ohne anbinden. Von Welpenbein an, erst nur einen Schritt weg, zurück, loben. Sitz und warten vor der Futterschüssel (wobei ich das nie lang einfordere). Warten, wenn er abgeleint wird zum Freilauf. Warten, wenn wir zur Tür raus gehen, ohne Befehl. Warten, während ich einen Dummy hinlege, und oft auch selber hole. Dabei zeigte sich, dass er, wenn er einen Sinn drin sieht, erstaunlich gut warten kann. Bloss mit dem generalisieren auf Situaltionen, wo es für ihn keinen Sinn macht, da tut er sich schwer. Da kommt der Fortschritt nur in kleinsten Schritten, und nur, wenn ich selber sehr ruhig, aber bestimmt bleibe.

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