SINN oder UNSINN? Bei Hundebegnungen stehen bleiben!

  • Es ist bei Maja sogar situationsabhängig. Grundsätzlich kann sie besser sitzenbleiben als weiterlaufen, so rein von der Impulskontrolle her. Um es dem entgegenkommenden Halter nicht schwerer zu machen und weil sie es eben dennoch können soll, gehen wir dennoch häufig vorbei und sie muss im "Bei mir" bleiben. Erkenne ich aber vorher, dass dieser eine Hund nun - aus welchem Grund auch immer - ganz besonders spannend ist, so dass sie nicht cool dran vorbeigehen könnte, setze ich sie ab.

    Vorbeigehen klappt aber in ca. 95% aller Fälle, ohne dass sie meint, sie müsse da nun noch hin.
    Bleibt der andere HH stehen und wartet, dass wir vorbeigehen, ist das aber auch kein Problem, wenn das ein Hund ist, bei dem es ihr schwerfiele, lenke ich dann auch durchaus schonmal ab. Nicht, weil ich mir davon einen LErneffekt erhoffe, sondern weil ich nicht will, dass sie mit dem Schema "in die Leine hängen und aus dem 'Bei mir' ausbrechen ERfolgserlebnisse hat.

  • Also ich habe auch beide Methoden ausgiebig ausprobiert und auch in Hundezeitschriften oder Büchern wird propagiert zügig mit seinem Hund weiter zu gehen falls fixiert wird o.ä. Leider ist das in der Praxis nicht immer einfach umzusetzen, denn hier in meiner Region bleiben über 80% der Leute stehen und warten was passiert. Ich kann mit meinem Hund zwar stehenbleiben auf ihn einreden, aber irgendwann wenns hart auf hart kommt und ich an einem pöbelnden Hund vorbei komme ist es vorbei mit der guten Erziehung ;-) Also ich bin für zügiges weiterlaufen mit Konzentration auf sein Ziel in der Ferne, weder der eigene noch der fremde Hund werden beachten.

    Bei Hunden die Cora sowieso nicht leiden kann und ich weiß wie sie reagiert hilft auch nur absitzen aus mind. 10m Entfernung.

  • Was natürlich noch dazu gehört - ich versuch schon, den anderen HH nicht in Schwulitäten zu bringen, indem Harley dessen Hund fixieren dürfte oder so. Wenn denn dann, möchte ich von meinem Hund in dem Moment nur, dass er sich kontrollieren kann und nicht mit mir als Anhängsel auf den anderen zustürmt. Irgendwann kommen wir auch mal dahin, dass wir einfach ruhig weiter gehen können.

    LG, Chris

  • Ich denke auch, dass das von Hund zu Hund ganz verschieden ist. Ich lasse Sunny auch sitzen, denn komischerweise lässt sie sich dann von mir ablenken (ohne Lekerchen) und meistert die SItaution zwar nicht entspannt aber dennoch ruhig.
    Allerdings haben wir auch dran gearbeitet und mittlerweile lässt sie sich zumindest an Hunden die selber ruhig bleiben auch ohne Theater vorbei führen. Wenn ich seh das der andere Hund selber auch Theater macht, dann lass ich sie immernoch am Wegrand absitzen.

  • Wir machen das oft auch so, nicht weil ich es für hilfreich und sinnvoll erachte, sondern einfach, um zu vermeiden, dass mein Hund möglicherweise an engen Stellen an den passierenden Hund rankommt.

    Ich habe auch das Gefühl, dass es gerade mein Leinenpöbler dadurch angepannter wird, aber wenn man keinen Platz zwischen sich und den anderen beim Passieren hat und dabei noch auf 2 Hunde achten muss, ist es mir so manchmal lieber und sicherer.
    Mal abgesehen davon, ist es für mich schwierig wirklich entspannt zu bleiben, wenn ich weiß, dass mein Hund gleich wieder Theater macht, obwohl ich genau weiß, dass sich meine Anspannung auf den Hund überträgt. Es ist einfach nicht so leicht abzustellen.
    Aber wir arbeiten an dem Problem.

  • Zitat

    Ich halte es unterschiedlich.

    Henry ist nun nicht mit jedem unverträglich, im Gegenteil, aber so ein paar Kandidaten (Rüden) gibt es, das geht einfach gar nicht.

    Wenn die uns begegnen und ich habe an der Stelle die Möglichkeit, einen großen Bogen zu laufen, tu ich das.
    Ist es aber eng und wir müssten dicht aneinander vorbei, suche ich mir auch lieber eine Stelle am Wegesrand, wo ich Henry absitzen lasse.

    Wenn der andere dann zügig vorbei geht, ist auch nix großartig los, aber wenn ich an so engen Stellen versuchen würde , mit Henry an dem anderen Hund vorbeizugehen, würde er im letzten Moment rüberschießen, mir vor die Füße und pöbeln... :ops:

    Bei fremden Hunden, die ich nicht einschätzen kann (und wo ich eben nicht weiß, ob Männlein oder Weiblein) weiche ich auch möglichst aus oder gehe auf die Seite und notfalls bleibe ich eben auch stehen, bevor ich mich da irgendwo vorbeiquetsche :ka:

    ..... genau so mach ich es auch. Gerade weil ich mir auch leichter tue, wenn so 35kg Hund erst gar nicht in Schwung kommen :headbash:
    Aber es stimmt schon - ich glaube manche Leute versuchen ihren Hund bei so was zu "hypnotisieren" durch andauerndes murmeln von bleeeeiiiiib schöööön :D

  • Also ich find die Leute am witzigsten, die ihren Hunden, egal ob sitzend oder laufend, bei Begegnungen mit Fremdhunden ein Leckerchen vor die Nase halten.
    Ich frag mich da immer zweierlei:
    1.) Was soll der Hund dadurch lernen?
    2.) was hat der Hund tolles vollbracht?

  • Ich glaub das größte Problem hierbei ist nach wie vor das andere Ende der Leine - Der HH - Ich merke immer wieder wenn ich selber angespannt bin klappt einfach gar nix gut. Ich beobachte gerne solche Situationen anderer HH und auch bei mir. Habe ich es z.B. eilig und habe NUR mein Ziel vor Augen klappt das ganze schon wesentlicher besser und entspannter. :D

  • Ich mache das auch von der Situation abhängig.
    Wird der Weg weiter vorne schmäler und ich hätte nicht genug Möglichkeiten auszuweichen, dann lasse ich Fini absitzen und warte bis der andere Hund vorbei ist. Merke ich, dass sie zu angespannt wird, dann wird sie auch mit Leckerli abgelenkt, damit sie nicht wie ein Pulverfass explodiert, wenn der Hund doch zu nahe kommen sollte.
    Ist genug Platz da, dann weichen wir gehend aus. Ich sehe keinen Grund da stehen zu bleiben, das pusht Fini ja eigentlich nur hoch. Das muss ich uns nicht antun, wenns auch anders geht.

    Was ich aber nervig finde, sind die Leute, die extra stehen bleiben und ihren Hund gucken lassen, obwohl sie sehen, dass ich mir schon Mühe gebe, dass wir ohne Tamtam an dem anderen Hund vorbei kommen.
    Ich rede nicht von Leuten, die aus anderem Grund zufällig stehen bleiben, sondern die bleiben teilweise wirklich gezielt stehen und glotzen dann mit ihrem Hund rüber oder warten drauf, dass ihrer dann mitbellt und dann freuen sie sich auch noch :ugly:

    @ Sleipnir
    Was mein Hund da tolles vollbracht hat? Zum Beispiel, dass sie brav neben mir geblieben ist, dass sie nicht gebellt oder geknurrt hat, dass sie nicht in Richtung des anderen Hundes gesprungen ist. Das hat vor einigen Wochen noch ganz anders ausgesehen. Da gibt es in für sie schwierigen Situationen Leckerli und die verdient sie dann auch.

  • Zitat

    Also ich find die Leute am witzigsten, die ihren Hunden, egal ob sitzend oder laufend, bei Begegnungen mit Fremdhunden ein Leckerchen vor die Nase halten.
    Ich frag mich da immer zweierlei:
    1.) Was soll der Hund dadurch lernen?

    Fremde Hunde sind nicht zum Fressen da, sondern deren Auftauchen verspricht etwas Positives: Leckerchen :smile:

    Stichwort: Schönfüttern ;)

    Zitat


    2.) was hat der Hund tolles vollbracht?

    Bestenfalls den anderen nicht angepöbelt, das ist doch prima und gehört belohnt :D

    (Ich geb's zu, ich arbeite auch mit Leckerchen und neuerdings auch noch mit Clicker :smile: )

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!