SINN oder UNSINN? Bei Hundebegnungen stehen bleiben!

  • Normalerweise gehen wir auch einfach an anderen Hunden vorbei. Es gibt aber so ein paar Erzfeinde, wo er mehr als nur zurück grummelt, sondern ziemlich in die Leine geht, der andere Hund genauso. In solchen Situationen ist es für mich leichter, die Situation zu überschauen und mir fällt es auch deutlich leichter, den Hund zu halten, wenn ich stehen bleibe.
    Grundsätzlich ist es bei den meisten Hunden warscheinlich bekloppt, ihn bei jeder Begegnung absitzen zu lassen, bei uns vereinfacht es die Sache aber in gewissen Situationen.

  • Wir haben alle bisher aufgezählten Methoden durch. Ich bin das Paradebeispiel für "ich erziehe meinen Hund zum Leinenpöbler": Lola ist von ihrer 9. Lebenswoche an bei uns. Am Anfang war alles schön, dann kam die erste Hitze, Madam beschloss, alles was 4 Beine hat ist gaaaanz schrecklich und muss vertrieben werden - sowohl on- als auch offline. Wie habe ich reagiert? Hund in Sicht - Leine auf Minimum gekürzt - Spannung drauf - Hund hochgegangen (und ich konnte sie wirklich nur mit Körperkraft halten - weil ansprechbar gleich Null).
    I-wann fängt man dann an, dagegen zu arbeiten:
    1. Ablenken mit Lecker vor die Nase und versuchen weiterzugehen - Keine Chance.
    2. Absitzen lassen, mit Lecker vor Nase Blickkontakt verhindert - War schon viel besser, und habe ich auch lange praktiziert. Aber mein Ziel, an anderen Hunden vorbeizugehen konnte ich so nicht erreichen, wenn ich immer stehenbleibe.

    UND DANN habe ich in diesem wunderbaren Forum den Z+B-Thread entdeckt: Es klappt hervorragend! Wir können an 95% der Hunde vorbeigehen - wobei sie, wenn wir auf einer Höhe sind, den Blick lieber mir zuwendet. Auge in Auge an dem anderen vorbeigehen geht nicht. Die 5%, die noch nicht funktionieren sind selber pöbelig und Lola lässt sich nunmal nicht anmachen. Aber auch hier geht sie teilweise dran vorbei, wenn ich rechtzeitig was sage.
    Stehenbleiben muss ich nur noch ganz selten, und das sind Hunde, wo ich schon vorhersagen kann, dass es kracht, wenn ich weitergehe. Da lasse ich sie dann absitzen, versperre ihr die Sicht und lassen den anderen vorbei.
    Und Hunde, die sie schon vom sehen kennt, sind überhaupt kein Prob mehr - heute hat sie sogar mit einem geschnuffelt - allerdings war sie an der SL, an der normalen Leine lasse ich sowas nicht zu.

    Ich weiß, es ist gehässig, aber heute merke ich, dass ich nie allein mit dem Problem war: Ganz oft begegnen mir Leute mit ihren Hundis, die stehenbleiben, Leine extrem verkürzen, sich hinter Büschen verstecken, kilometerweit über Feld und Wiese ausweichen etc pp. DAS habe ich auch mal gemacht - ist vielleicht ein halbes Jahr her - und ich muss schmunzeln. Heute begegnen mir HH's, die mir sagen, wie toll sie es finden, dass man jetzt ohne Theater aneinander vorbeikommt und wie schön wir an dem Problem gearbeitet und es fast gelöst haben.

    Ich bin schon sehr stolz auf uns. Wobei ich ihr die Leinenaggro ja quasi durch Verhaltensfehler meinerseits anerzogen habe. Jaja, Probleme rein in den Hund geht schnell, aber wieder raus - dauert Jahre.

    LG Marion

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