• Zitat

    Warum kann man das mit kleinen Hunden nicht machen? Ein kleiner Hund kommt doch mit Futterentzug genauso klar wie ein Bernhardinder, denn bezogen auf das Körpergewicht nehme ich doch beiden genau dasselbe. Und das hilft wirklich!
    Sollte sie jedoch häufiger in diesem Ausmaß scheinschwanger sein wäre das für mich einer der wenigen Gründe warum ich eine Hündin kastrieren lassen würde.

    Danke für die Info, Björn.

    Ich habe gelesen, dass derart kleine Hunde (nicht JRT, aber so klein wie meine) recht schnell an Unterzucker leiden und sowieso hat meine Kleine mit dem Magen zu tun - d.h. sie spuckt schnell Galle, wenn sie den Magen leer hat und sie neigt zu Magenentzündung. Passt nicht für sie...

  • Ok, Zwieback.

    Zookie ist übrigens auch sehr wuschig, wenn sie läufig ist - ähnlich wie bei der Scheinschwangerschaft.

    Was mach ich denn jetzt? :???: Könnt Ihr noch mehr zur Kastration sagen? (ich warte auf jeden Fall die nächste Scheinschwangerschaft ab)

  • Was dir deine Bekannte da erzählt hat, ist natürlich Schwachsinn hoch vier, aber ich denke, das weißt du selbst. *g*
    Scheinschwangerschaft ist für jede Hündin erstmal völlig normal, egal, ob sie mit Halbgöttern oder dem ganz irdischen Durchschnittsbesitzer lebt. Vielleicht hat sie - ich meine die Bekannte - doch ein paar Do it yourself-Psychologie-Ratgeber zu viel gelesen und dabei irgendwie noch die für Hund & Mensch durcheinandergeschmissen...?

    Zu heftige Scheinschwangerschaften sind allerdings absolut fies. Ich hatte eine Hündin die dann jedes Mal tagelang kaum noch ansprechbar war. Im Rückblick hätte die Ärmste kastriert gehört, aber damals machten die TÄ das bei einer gesunden Hündin noch nicht. Das einzige, wirklich das einzige, was überhaupt geholfen hat, war auch bei uns die bewährte Kombination aus sehr knapper Fütterung plus viel Bewegung. Dazu kalte Umschläge auf den Bauch, entweder mit Quark oder mit essigsauerer Tonerde. Das liebte sie übrigens sehr und legte sich dafür eifrig in Positur.

    Und einen Punkt hat deine Bekannte natürlich doch: Wenn du dich selbst zu sehr ins Mitleiden reinsteigerst, zieht die Hündin mit. Ein ebenfalls schwangeres "Rudel" scheint die Hormone mächtig anzukurbeln. Also laßt sie zwar gern weiter auf dem Schoß sitzen, wenn sie eure Nähe sucht, aber "jammert" bloß nicht mit ihr und behandelt die Arme erst recht nicht wie ein rohes Ei. Geht stattdessen lieber eine Runde mehr spazieren, damit sie auf andere Gedanken kommt.

    Viel Glück, und denk dran: Es geht vorbei!

  • Hach, was für erfrischende Worte :gut: Danke sehr! :D

    Die Bekannte hat es echt erst mal geschafft, mich zu verunsichern :headbash:

    Danke auch für Deine Ratschläge - tut gut, sowas pragmatisches!

    Gerne mehr Meinungen zur Kastration. :smile:

    LG

  • Da wär noch was: Das Spielzeug-Wegnehmen ist umstritten, viele Hündinnen reagieren wohl darauf mit so gesteigerter Unruhe, daß es eher kontraproduktiv sein kann. Irgendwas Quietschendes dürfen sie natürlich keinesfalls in der Nähe haben! Selbst habe ich da keine Erfahrungen, meine Hündin stand nicht auf Spielzeug, nicht mal scheinschwanger.

    Bei dem, was du bis jetzt beschreibst, würde ich sicher nicht gleich kastrieren lassen, sondern es wirklich erst konsequent mit Diät & Ablenken versuchen. Bestimmt wäre es auch sinnvoll, sich mal beim TA zu erkundigen, ob man Zookie medikamentös unterstützen kann. Der kann dir vielleicht auch gleich sagen, wie du sie jetzt am besten fütterst, um sie zwar an exzessiver Milchbildung zu hindern, aber dabei nicht in andere Probleme zu drücken.

    Nur den Psycho-Ratgeber von deiner Bekannten, den würd ich mir eher nicht ausleihen...*ggg*

  • Meine Maus wird auch immer nach jeder Läufigkeit heftig scheinträchtig, inklusive Milchfluß. :sad2:
    Sie bekommt dann immer von unserer Tierärztin das Medikament "Galastop", habt ihr das vorhin gemeint?

    Jetzt gerade ist meine Lexa wieder läufig, und das auch heftiger als bisher (winseln, durch die Wohnung wandern, jammern, draußen markieren wie ein Weltmeister, kaum ansprechbar, die Nase nur noch auf dem Boden usw.)
    Außerdem hatte sich ihre Läufigkeit diesmal auch verschoben.

    Meine TÄ riet uns schon mal zur Kastration, weil das ganze Hormonchaos für Lexa natürlich auch nicht so toll ist und die heftigen Scheinträchtigkeiten mit Milch usw., auch nicht so gesund.

    Der einzige Grund, warum wir es bis jetzt noch nicht haben machen lassen, ist zum einen wegen der Narkose, zum anderen weil wir Angst haben, dass sie dann zu dick wird (okay, das haben wir ja im Prinzip selber in der Hand mit Füttern und Bewegung) und auch weil es vorkommen kann, dass Lexa danach vielleicht weniger verträglich ist mit anderen Hündinen.

    Nach dieser jetzigen Läufigkeit wird sie vermutlich wieder scheinträchtig werden, braucht dann wieder das Medi Galastop und wieder werden wir diskutieren, ob wir sie doch besser kastrieren lassen sollten.
    :/

  • Also, meine Madame wurde wohl früher häufiger gedeckt, kam damals läufig zu uns, hatte ihre Stehtage gleich am Anfang bei uns und anschließend eine Scheinschwangerschaft, die sich gewaschen hatte.

    Inchen war so vollgepumpt mit Hormonen, es ging gar nichts mehr. In ihren Stehtagen hat sie sich allem angeboten, was vier Beine hatte (ja, auch Katzen waren nicht sicher :roll: ) und dann kam die Scheinschwangerschaft. Angeschwollene Milchleiste, Milchfluss, Übellaunig, Zickig, entweder nur kuscheln oder so tief wie möglich in ihre Höhle verkriechen.
    Wir haben ihr ihre Höhle so gemütlich gemacht, wie möglich, ihre Decke hat noch eine Zusatzkuscheldecke bekommen, aber es gab KEIN Spielzeug. Das Gesäuge habe ich mit Essigumschlägen gekühlt, das hat Inchen total genossen. Futtermenge haben wir auch reduziert, obwohl sie damals noch zu wenig auf den Rippen hatte und draußen die Spaziergänge habe ich so abwechslungsreich wie möglich gestaltet. Aber eine Milderung der Symptome war nicht zu verzeichnen.

    So bin ich mit ihr nach einer Woche zum TA gegangen, weil ich wusste, wie schwer das gerade für ihren Körper und ihre Psyche war. Inchen hatte ein Medikament bekommen, damit wurden die Symptome nach und nach besser, aber wirklich vorbei war die Scheinschwangerschaft erst nach weiteren rund drei Wochen. Da Madame extrem war, wurde sie zeitnah kastriert, einfach um ihr das noch einmal zu ersparen und weil bei ihr die Gefahr von Tumoren schon recht groß war.

    Dadurch dass sie ja eh verhaltensauffällig war, als sie bei uns ankam, kann ich dir leider keine Angaben darüber machen, ob es sich bei ihr im Verhalten gezeigt hat. Sie war nicht nervöser, aggressiver, unsicherer oder so, bei ihr habe ich aber nicht das Gefühl, dass ihr etwas fehlt. Ganz im Gegenteil - die Läufigkeit und die Scheinschwangerschaft waren eine so hohe Belastung für sie, dass ich für mich sagen kann, dass ich froh bin, ihr davon jedes weitere Mal erspart zu haben und sie jetzt die restlichen Jahre "frei" leben kann, ohne Hormonschwankungen, schmerzenden Gesäuge etc. Dafür hat die Maus einfach genug durchgemacht.

    Versteh mich nicht falsch, unter normalen Bedingungen hätte ich es mir wohl mit der Kastration überlegt, aber wenn ein Hund so dermaßen unter dem natürlichen Lauf der Dinge leiden muss, dann denke ich durchaus, dass ich einem Hund damit einen Gefallen tue.

  • schnauzermädel hatte mal geschrieben, dass ihre Hündin so lange Milch hatte, wie sie ihren Sohn, also den Menschensohn, gestillt hat. Sobald das Galastop abgesetzt wurde, kam die Milch zurück. Das war auch ein Fall von klassichem Rudelschwangersein :lol:

    Sie hätte sich ja beim Stillen mit der Hundedame abwechseln können :lachtot:

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