• Zitat

    Was kastrierte Hündinnen angeht: Von meinen - bisher - zwei Kastratinnen erkrankte die eine an einer once in a million-Nebenwirkung der Kastration und starb daran.

    :verzweifelt: Was war das, wenn ich fragen darf?

    Zitat

    Die andere, meine jetzige Hündin, mußte mit 10 Monaten kastriert werden. Seitdem neigt sie zur Inkontinenz, ist bei täglicher Kürbiskern-Fütterung aber - bisher - dicht. Außerdem hat ihr Fell ziemlich gelitten, unterseits ist sie seitdem ziemlich nackt, und auch der schöne drahtige Fellpanzer,den sie vorher hatte, ist insgesamt deutlich weicher geworden. Zunehmen tut sie auch schneller, das läßt sich aber gut im Griff behalten.

    Das Verhalten hat sich, soweit ich das beurteilen kann, nicht groß verändert: Sie wird ebenso weiter erwachsen wie die intakten Hündinnen, die ich vor ihr hatte, interessanterweise sogar in diesen Sechsmonatsschüben, also ob sie nach wie vor läufig würde.

    Hmmm....ich denke, ich muss mich da noch erkundigen bei Pudelleuten, wie es da so verlaufen ist mit dem Fell ... :???:

    Ausserdem scheint es etwas anderes zu sein, erwachsene Hündinnen zu kastrieren, oder? Zookie wird im Februar 3.

    Welche Arten der Kastration empfehlt Ihr denn?

  • Klar darfst du fragen: Der Hündin, die übrigens achtjährig wg. Gebärmutterentzündung kastriert werden mußte, stürzte danach erst der Hormonstoffwechsel ab, dann folgte der Fettstoffwechsel, das Ergebnis war SARDS. Ein sehr seltener Krankheitskomplex, aber als Folge einer Kastration schon mehrfach beschrieben.

    Dabei wird das Streßhormon Cortisol überproduziert, und der Hund erblindet in kurzer Zeit (bei meiner Hündin waren's 4 Wochen) und hat auch sonst noch einiges an Problemen. Wir haben es zwar geschafft, sie mit Leberdiät und regelmäßiger Blutbildkontrolle ganz gut einzuregulieren, aber nach fast zwei Jahren starb sie an einem rasant wachsenden Tumor. Wohl das übliche Ende, falls so ein Hund es überhaupt so weit schafft, die meisten sterben eher.

    War schon furchtbar traurig, aber wie gesagt: Sowas passiert SEHR selten.

  • Mir fällt jetzt ein, dass ich den TA schon mal gefragt habe, wegen Zookies starker Sexualität, was man da machen kann. Ist schon ne Weile her und ich habe es dann ad acta gelegt, deshalb fällt es mir erst jetzt ein.

    Er meinte: erst mal chemische Kastration - wenn sich dadurch was ändert - dann richtige Kastration. Aber die chemische Kastration kann man wohl nur zu bestimmten Zeiten zwischen der Läufigkeit machen, was ich mich erinnere... :???: Wisst Ihr da was? Ist das zu empfehlen/vertretbar?

  • Zitat

    Wir haben auch Terrys Scheinschwangerschaft durch. Nächsten Monat kann sie endlich kastriert werden.


    Sorry, habe jetzt nur die erste Seite gelesen und weiß nicht, ob es schon jemand geschrieben hat - aber eine Kastration schützt nicht vor Scheinschwangerschaft.
    Das hat etwas mit dem Elternhormon Prolaktin zu tun, welches über die Hirnanhangdrüse ausgeschüttet wird.
    Das kann z. B. passieren, wenn die Hundehalterin selbst schwanger ist oder ein zweiter Hund im gleichen Haushalt Welpen hat.
    Zur Scheinschwangerschaft ist nicht unbedingt eine vorangegangene Läufigkeit notwendig.

    L.G., Claudia

  • So, jetzt habe ich doch alles gelesen.

    Jemand hat was von Kastration im 10. Lebensmonat geschrieben und ich weiß, dass viele Tierärzte inzwischen dazu raten.

    Zunächst sei dabei erwähnt, dass es nicht erlaubt ist, ein gesundes Organ zu entfernen (Tierschutzgesetz § 6) und sich die Tierärzte eigentlich strafbar machen (das komische ist, dass sich darüber keiner aufregt- aber wehe es wird ein Zughalsband etc. benutzt).

    Eine Frühkastration ist aus folgenden Gründen abzulehnen, insofern es sich um ein gesundes Organ handelt:

    Betroffene Tiere werden oft aggressiver gegenüber gleichgeschl. Artgenossen u. insgesamt unsicherer, nicht nur gegenüber anderen Hunden.
    Sie bleiben in ihrer körperl. Entwicklung zurück u. werden nie richtig "erwachsen", da ihre geistige Leistungsfähigkeit nicht voll ausgereift ist. Das liegt daran, dass sich das Gehirn unter dem Einfluss der Sexualhormone in der Pubertät nochmals weiterentwickelt.

  • Mal eine kleine Erklärung, irgendwie scheint da auch bei Tierärzten bei dem Thema einiges verbummelt zu werden.


    Ersteinmal wird jede!!! Hündin nach einer Läufigkeit scheinschwanger. Jede!
    Der Unterschied ist nur, dass sie unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

    Es handelt sich hierbei um ein Relikt, welches das überleben des Rudels sichern sollte. Wildtiere pflanzen sich, im Gegensatz zu den Haustieren, nurmehr in bestimmten Jahreszeiten fort. Trotzdem wird nun nicht jede Hündin erfolgreich gedeckt. Hormonell ist sie aber trotzdem schwanger und kann so im Fall der Fälle die wirklich tragende Hündin unterstützen.


    Bei manchen Hündinnen ist dieses Verhalten nun stärker ausgeprägt, bei anderen weniger und es kann sich auch im Verlauf des Lebens ändern. Es gibt durchaus Hündinnen, die z.B. im Züchterhaushalt leben, die nach der Geburt einer anderen Hündin Milch geben.

    An meinen beiden aktuellen Hündinnen ist übrigens auch eine Scheinschwangerschaft festzustellen - allerdings merke das eigentlich nur ich und es ist unterschiedlich ausgeprägt. Die ältere schleppte nach ihren ersten Läufigkeiten mehr Dinge rum als gewöhnlich und war schläfriger. Das Schläfrige (sie wird nur einmal im Jahr heiss) ist geblieben, das Bemuttern hat sie abgelegt.
    Die junge wird nach der Läufigkeit (mit der sie mich 4 mal im Jahr beehrt.... jemand scheint sich hier an ausgleichender Gerechtigkeit versuchen zu wollen) kurzzeitig noch anhänglicher als sonst schon, reagiert etwas empfindlicher auf psychische Belastung im Training. Ansonsten gleich.


    Natürlich kann extreme Scheinschwangerschaft ein Grund sein, irgendwann über eine Kastration nachzudenken. Allerdings besteht, wenn sie derartig "stark" das erste Mal mit 3 Jahren auftritt, eine große Chance, dass sich das wieder einpendelt. Ich würde mich daran mal homöopathisch versuchen (ist eine relativ gängige, einfachere Behandlung, findet man auch im Netz..), bevor ich über weitere Schritte nachdenke.
    Kastrieren kann man im Zweifel immernoch, aber rückgängig machen, wenn doch Wirkungen auftreten die noch deutlich nerviger sind als leichte Scheinschwangerschaft (Inkontinenz und Osteoporose z.B.), geht eben nicht mehr.


    Interessieren würde mich allerdings auch mal, wo nochmal das hochgefährliche an Scheinschwangerschaften ist, vor dem viele Tierärzte immer warnen um direkt mal auszuräumen..
    Sicher, wenn Milcheinschuss besteht und hier nicht direkt gekühlt/etc wird, dann kann sich das Gesäuge entzünden. Aber bitte, Tumore aufgrund einer Scheinschwangerschaft? Die wissenschaftliche Grundlage hierfür fehlt mir noch und dieses Argument hört sich bis auf weiteres auch für mich noch eher an wie eine Fortführung der Reihe "wenn eine Hündin mit einem Jahr nicht kastriert ist, fällt sie sicher bald tot um..".

  • Huhu,

    kann man denn vorbeugend etwas tun? Damit die Symptome eben nicht so stark werden?

    Liebe Grüße Ina

  • http://www.tierhomoeopathie.biz/scheintraechtigkeit-huendin.htm


    Ganz unten unter "Behandlung" stehen einige gute Mittel, die auch auf das jeweilige Verhalten der Hündin abgestimmt sind. Hiermit würde ich, wenn eine Hündin regelmäßig derart starke Symptome zeigt schon während der Läufigkeit anfangen.


    Nochetwas was ich vergessen habe:

    Ich weiß ja nicht, was hier nun mit "Masturbieren" gemeint war im Anfangspost - aber sollte es irgendetwas damit zu tun haben, dass die Hündin im Bauchbereich leckt oder sich reibt, so würde ich das unterbinden, weil es den Milchfluss eventuell noch anregt (kommt den Leck-Milchtrittbewegungen der Welpen gleich).


    Und wie gesagt... natürlich kann es eine Option sein zu kastrieren - aber zuvor würde ich es erstmal anders probieren, Kastration lässt sich halt nicht rückgängig machen.

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