Kleiner Vorfall... abwarten?

  • Zitat


    Es hat ihn ja keiner geschlagen oder sonst Schmerzen zugefügt... Meine Mutter hat ihn lediglich vom Teppich und aus dem Schlafzimmer bugsiert...

    Konfrontation hat nichts mit schlagen oder Schmerzen zu tun. Deine Mutter hat ein Knurren überlaufen und einen Schnapper kassiert und das ist in dem Fall Konfrontation.

    sei nicht böse, aber das find ich nun ein bisschen sehr übertrieben. Das hört sich so an als würde hier alles aus dem Ruder laufen... ;) Mozart kennt seine Grenzen und Regeln bereits sehr gut, und das NEIN kennt er ganz genau und weiß was das bedeutet. Das war eines der ersten Dinge die er gelernt hat. [/quote]

    Scheinbar nicht, sonst hätte der Hund auch bei deiner Mutter auf das Nein reagiert. Entsprechend hat er das Signal vielleicht mit dir generalisiert, aber nicht mit deiner Mutter und wenn ihr alle in einem Haushalt lebt. dann sollte das schon so sein, die Signale von allen Bewohnern des Haushaltes gegeben und eingehalten werden können.

    Zitat


    Da bin ich deiner Meinung. Nein heißt Nein, und nicht "Du kaust auf dem Teppich? Schau mal hier hast du ein Lecki/Knochen/Schweineohr dafür".


    Ich wollt auch keine Patentlösung oder so :D
    Ich bin ehrlich gesagt einfach erschrocken, als ich heim kam und Muttern mir das erzählt hat.

    Vergiss darüber hinaus nicht den Zwischenschritt, den es zwischen Teppichkauen und der Alternative gibt.

  • Zitat

    Konfrontation hat nichts mit schlagen oder Schmerzen zu tun. Deine Mutter hat ein Knurren überlaufen und einen Schnapper kassiert und das ist in dem Fall Konfrontation.

    sei nicht böse, aber das find ich nun ein bisschen sehr übertrieben. Das hört sich so an als würde hier alles aus dem Ruder laufen... ;) Mozart kennt seine Grenzen und Regeln bereits sehr gut, und das NEIN kennt er ganz genau und weiß was das bedeutet. Das war eines der ersten Dinge die er gelernt hat.

    Scheinbar nicht, sonst hätte der Hund auch bei deiner Mutter auf das Nein reagiert. Entsprechend hat er das Signal vielleicht mit dir generalisiert, aber nicht mit deiner Mutter und wenn ihr alle in einem Haushalt lebt. dann sollte das schon so sein, die Signale von allen Bewohnern des Haushaltes gegeben und eingehalten werden können.

    Zitat


    Da bin ich deiner Meinung. Nein heißt Nein, und nicht "Du kaust auf dem Teppich? Schau mal hier hast du ein Lecki/Knochen/Schweineohr dafür".


    Ich wollt auch keine Patentlösung oder so :D
    Ich bin ehrlich gesagt einfach erschrocken, als ich heim kam und Muttern mir das erzählt hat.

    Vergiss darüber hinaus nicht den Zwischenschritt, den es zwischen Teppichkauen und der Alternative gibt.[/quote]

    Hast du dich schon mal mit dem Verhalten von Junghunden tatsächlich auseinandergesetzt? Die setzen einfach vieles in Frage, werden schwerhörig und ignorieren... Hatte es schon mal geschrieben, gutes Buch "Mein Hund im Flegelalter!"

  • Zitat


    Hatte es schon mal geschrieben, gutes Buch "Mein Hund im Flegelalter!"

    Gutes Buch für wen?

    Hübsche Fotos, lustige Beschreibung des Junghundverhaltens, aber nichts von irgend einer Anleitung, wie geht man mit dem aufmüpfigen Jungspund um. Amüsant wie Rütter bei seiner Bühnenschau, mehr nicht.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Zitat


    Hast du dich schon mal mit dem Verhalten von Junghunden tatsächlich auseinandergesetzt? Die setzen einfach vieles in Frage, werden schwerhörig und ignorieren... Hatte es schon mal geschrieben, gutes Buch "Mein Hund im Flegelalter!"

    Och gibt noch viel schönere Bücher zu dem Thema und wie man es ohne positive Strafe und negative Verstärkung geregelt bekommt und das ohne das der Hund in die Situation getrieben wird, sich bedroht zu fühlen, zu knurren und gar zu schnappen.

  • egal wie sehr man meint einen beeindruckt kein hund, wenn da 70kg und mehr kläffend auf die zugerannt kommen, dann rutscht dir das herz kurzzeitig in die hose.

    ist mir so ergangen als ich das erste mal auf meinen sitterhund traff.

    meine hündin würd ich als z.b traumatisiert beschreiben, trotz allem hat sie vom ersten tag gelernt was nein bedeutet und hört sehr zuverlässig drauf. ohne das ich ihr körperlich weh tun musste.
    angeknurrt wurde ich auch noch nie von ihr.

    sie ist zwar kein junghund gewesen, aber ich glaub vom verhalten machte es da keinen unterschied, denn sie kannte nichts.

    und ob man bei einem 5 monaten alten hund schon von pubertät sprechen kann, ist fraglich.

    ansonsten haben hier schon leo, gaby und cerri genug gesagt, wie sie eben solche situationen meistern würden. kann ich nur zustimmen.

  • Hallo ihr Lieben,

    ich möchte auch noch meinen Senf dazu geben und zwar:

    ich geb beiden Parteien je nach Motivation des Hundes recht!

    Es gibt Junghunde die nicht testen und alles immer sofort und ohne nachzufragen ausführen, oder sein lassen.

    Es gibt aber auch die anderen Junghunde die mal testen und das lass ich nicht durchgehen.
    Wenn ich mir sicher bin, dass mein 21 Wochen alter Hund genau weiss, dass er das nicht soll, dann lass ich mich auch durch sein Knurren nicht beeindrucken.
    Er bekommt genau ein Alternativverhalten und das ist "AB" (verschwinde hier) wenn er das NEIN ignoriert und knurrt.
    Räumt er nicht den Platz, dann räum ich den Platz.

    Sollte er nach mir schnappen, weil er mir zeigt, dass ich SEINE Grenze überschritten habe, dann zeig ich ihm sehr deutlich, dass er gerade eben MEINE Grenze überschritten hat.

    So was geht gar nicht...

    Hätte ich einen Rottweiler von Welpenbeinen an und der würde dann so ein Verhalten zeigen, würde ich auch nicht anders reagieren als bei einem Yorki. Nur wäre meine Reaktion der Größe des Hundes angepasst.

    Ein Junghund der schnappt weil er seinen Willen durchsetzen will, beisst nicht mit Beschädigungsabsicht wenn vorher alles normal gelaufen ist.
    Nur meine Reaktion muss schnell, verständlich und gewollt (also nicht halbherzig und nicht nach einer halben Stunde überlegen) kommen, sprich sofort!

    Die selbe Situation hatte ich mit Ronja als sie 5 Monate alt war.
    Sie kaute auch an einem Fransenteppich den sie sich geholt hatte. Sie wusste ganz genau, dass dieser Teppich TABU ist.
    Ich habe vorher viel und oft getauscht und sie hatte viele Sachen zum kauen. Die Teppichaktion hatten wir auch schon einige Male durch, doch dieses Mal war es anders. Sie wollte keinen Strick und auch sonst nichts, sondern den Teppich.
    Sie schaute auch anders als sie knurrte. So ganz wohl war ihr zwar nicht in ihrer Haut, aber sie wollte mal schauen ob sie den Teppich nicht doch für sich beanspruchen kann.

    Als ich ihr den Teppich dann wegnehmen wollte (war nur so ein kleiner wo ein Blumentopf drauf Platz findet) weil ich mich nicht durch das Knurren hab beeindrucken lassen, versuchte sie zu schnappen. Es war ein Warnschnappen und ging an meiner Hand vorbei.
    Meine Hand griff blitzschnell ins Nackenfell, ich zog sie zu mir ran und sie bekam den Anpfiff ihres Lebens. Sichtlich beeindruckt fing sie an zu jaulen und damit war die Sache für mich auch erledigt.

    Wir haben danach ganz normal gespielt und ein NEIN von mir war dann auch ein NEIN. Das hielt bis heute, 13 Jahre später, an.

    Sie war nicht traumatisiert, oder irgendwie verängstigt.
    Sie hatte nur eines gelernt:
    Es gibt Grenzen und mich anzuknurren weil man seinen Willen durchsetzen möchte, wird unangenehm.

    Das andere Beispiel ist Filou:
    Auslandshund...
    Mit diesem hab ich so eine Aktion nicht durchgezogen als er knurrte, sondern anders gearbeitet. Hier war aber die Motivation des Knurrens eine andere. Er hatte schlicht und ergreifend Angst ums Überleben. Er wusste, dass er gewinnen oder auch verlieren konnte und er drohte nicht einfach so zum Test, sondern er meinte es ernst! Er hatte schon um sein Überleben kämpfen müssen und er wusste was er tat!

    Sein Knurren hatte einen anderen Hintergrund als damals bei Ronja und da hätte ich mit Sicherheit einige tiefe Bissverletzungen in Kauf nehmen müssen wenn ich es auf diese Tour gemacht hätte.
    Zudem hätte ich sein komplettes Vertrauen verloren was noch viel schlimmer gewesen wäre.

    Meiner Meinung nach kommt es immer auf den Hund an und ich finde es auch nicht verwerflich wenn ein Junghund testen möchte ob er nicht doch etwas behalten darf was nicht für ihn bestimmt ist.
    Das gehört für mich zur normalen Entwicklung dazu und darauf bin ich auch eingestellt!

    Hat einer zufällig denn Herrn R letzte oder vorletzte Woche gesehen?
    Da ging es um einen Hund der sein Spielzeug und auch seine Kausachen vehement verteidigt hat.
    Mich hat eine Frage von ihm doch sehr zum Nachdenken gebracht:
    Er fragte den Jungen ob er denn das Bedürfniss hätte dem Hund mal ordentlich eine zu knallen!

    Diese Frage kam nach einiger Zeit des Trainings, also schon nachdem mit dem Hund ordentlich gearbeitet wurde und der Hund dann plötzlich doch mal wieder den Jungen anknurrte.

    Ich war echt überrascht über die Frage denn ich hätte nie damit gerechnet.

    Es gibt wirklich Hunde die lernen, dass sie mit Knurren ihren Willen bekommen und das weiter ausbauen.
    Da muss ich Schopenhauer recht geben.

    Die Reaktion der Mutter fand ich jetzt nicht tragisch, noch traumatisierend, noch verwerflich.
    Ich fand sie angepasst in dieser Situation.
    Mozart hat eben gelernt, dass es so nicht geht und ich glaube auch nicht, dass er nun sofort zubeisst ohne zu warnen.

    Liebe Grüße

    Steffi (die je nach Motivation des Knurrens so oder so handelt)

  • Danke Steffi für die lange Antwort, du hast mir von der Seele geschrieben :)
    Genauso handle ich auch. Und meine Mutter hat die gleichen Anweisungen.

  • Zitat

    Gutes Buch für wen?

    Hübsche Fotos, lustige Beschreibung des Junghundverhaltens, aber nichts von irgend einer Anleitung, wie geht man mit dem aufmüpfigen Jungspund um. Amüsant wie Rütter bei seiner Bühnenschau, mehr nicht.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Bist du dir sicher, dass du es gelesen hast?

  • Zitat

    6 Seiten weil n 21 Wochen alter Rotzlöffel mal NÄ gesagt hat :D

    Gut ich habe keine Fransenteppiche ... Is ned so meins ^^ aber wenn meine Kumpels hier was angenagt haben, reichte ein "BAH" ( mit Körperspannung und so lustigkeiten) ne Ablenkungsrunde und erst wenn das ignoriert worden WÄRE ( bis jetzt konnte mich keiner wiederstehen) dann häts was auf die Mütze gegeben
    Aber hey... Frau mit mittlerer bis keiner Hundeerfahrung legt sich mit nem Fransenkauenden Rotzlöffel an ... Ich würd das jetzt nicht überbewerten und nach Hundepsychologe oä schreien

    :D :gut:

    Buddy, ich mag Deinen lustigen und pragmatischen Schreibstil und mit meinem Fussel - obwohl ganz anders als Deine - hätte ich's genauso gemacht. Das "auf die Mütze" wäre (bei mir) nicht wörtlich zu nehmen, aber sehr wohl im übertragenen Sinne.

    Zitat

    Der hat einfach ma geschaut ob er die Fransen ned DOCH haben darf

    Das probiert ein Pudelsche des Öfteren - damit muss man leben und umgehen können. ;) Ich denke schon, dass Hunde - die Gescheiteren unter ihnen - sowas wie eine Kausalkette Wenn-Dann kennen und Grenzen ausprobieren....

    Mein Zwerg knurrt sehr gerne und in verschiedenen Tonlagen (seeehr beeindruckend :hust: ) - mich oder meinen Mann hat er noch nie angeknurrt.

  • Zitat

    Buddy, ich mag Deinen lustigen und pragmatischen Schreibstil und mit meinem Fussel - obwohl ganz anders als Deine - hätte ich's genauso gemacht. Das "auf die Mütze" wäre (bei mir) nicht wörtlich zu nehmen, aber sehr wohl im übertragenen Sinne.


    Das probiert ein Pudelsche des Öfteren - damit muss man leben und umgehen können. Ich denke schon, dass Hunde - die Gescheiteren unter ihnen - sowas wie eine Kausalkette Wenn-Dann kennen und Grenzen ausprobieren....

    Mein Zwerg knurrt sehr gerne und in verschiedenen Tonlagen (seeehr beeindruckend :hust: ) - mich oder meinen Mann hat er noch nie angeknurrt.

    Danke... :) solche Antworten von euch beiden find ich toll ;) ich geb zu, das ich dem "Vorfall" im ersten Moment einfach ZU wichtig genommen habe... :hust:

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