Angstaggression bei Junghund
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Hallo Steffi,
ja, den Fehler hab ich auch gesehen. Der Besuch war einige Stunden da und nach ner Stunde Ruhe auf seinem Platz, dachte ich, dass sich jetzt alles entspannt hat und es ok ist, wenn er sich woanders hinlegt. Passiert mir aber nicht wieder.
Für sein Alter und die relativ kurze Zeit seit wir das trainieren, finde ich, dass er schon ziemlich gut auf seinem Platz bleibt. Aber das können wir noch steigern :) er versucht immer wieder Mal aufzustehen und ich muss ihn zurück schicken, aber die Phasen dazwischen werden immer länger. Ansonsten muss ich noch immer mit zu seinem Platz gehen, auf Entfernung schicken klappt noch nicht.
Die Trainerin hat gesagt, dass Campino grundsätzlich auf seinem Platz liegen soll. Er darf sich natürlich in der Wohnung frei bewegen, aber er soll sich nicht irgendwo in den Raum legen. Wenn er schlafen will, soll er auf seinen Platz gehen. Nun liegt er manchmal beim Frühstück unter dem Tisch oder abends beim Fernsehen direkt vor dem Sofa. Diese Situationen meine ich. Laut Trainerin sind das strategisch günstige Plätze in Bezug auf das Bewachen und Kontrollieren. Also meinst du auch, dass das etwas zu extrem ist? Beim Essen schick ich ihn jetzt auf seinen Platz, weil er das für die Arbeit auch können muss. Aber abends beim Fernsehen hab ichs ganz gern, wenn er sich zu mir legt.
Insgesamt läuft es gerade sehr gut. Wir hatten noch einmal Besuch. Campino blieb komplett auf seinem Platz, mit ein paar kleinen Korrigierungen. Er knurrte am Anfang etwas vor dort aus, dann war er durchgehend ruhig und brav. Ganz am Ende als der Besuch mit seinen Schlüsseln rumfummelte und die Jacke anzog, knurrte er wieder leise. Ansonsten konnte der Besuch unkommentiert reden und sich bewegen. Für seine Verhältnisse war das echt super :)
Das Verhältnis zu meinen Eltern hat sich wieder entspannt. Kurzfristig haben sie ihn auch wieder genommen, aber nachdem Campino noch einmal geknurrt hat, haben sie sich nun wieder dagegen entschieden. Trotzdem lässt meine Mutter mich nicht allein mit ihm stehen und geht mit ihm raus, wenn er allein zuhause bleiben muss. Das macht er sehr ruhig und problemlos mit. Ich hab ihn heute aber auch das erste Mal wieder bei der Arbeit gehabt und er hat sich vorbildlich benommen. Auch dort hatte er seinen Platz im Büro und ist sehr gut darauf geblieben und auch manchmal allein im Büro geblieben. Er lief aber auch in der Gruppe mit oder draußen auf dem Hof und hörte sehr gut. Wenige Male hat er leise geknurrt, wegen Geräuschen aus dem Haus und einmal als mein Kollege (nach dem er damals auch geschnappt hat) recht nah bei seinem Platz herumstand. Ansonsten hatte er überhaupt keine Probleme mit den männlichen Kollegen, wenn er zwischen denen herumlief oder als er mit einem anderen Kollegen allein im Büro war. Es haben aber auch alle die Anweisung von mir ihn komplett zu ignorieren - keiner versucht ihn zu streicheln oder was auch immer. Mit den Kindern ist er ja eh super. Ich bin sehr, sehr stolz auf ihn! :)
Wenn das so weitergeht, habe ich ja doch ruck-zuck einen perfekten Hund

Liebe Grüße, Marike
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7. November 2011 um 23:56
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Angstaggression bei Junghund - Vor einem Moment
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Hallo Marike,
meiner war ja früher auch so ein Kontrolletti und bei mir ist es so, dass wenn er mit Privilegien (vor der Couch liegen z.B. rumlaufen wenn Besuch da ist) nicht umgehen kann, dann streich ich diese Plätze/Privilegien.
Was Du tun kannst ist:
ihn immer aufstehen lassen wenn Du von der Couch aufstehst, also ihn nicht liegen lassen und irgendwie um ihn rum gehen, sondern ihn wirklich aufstehen lassen damit er Dir Platz machen muss.
Auch wenn er im Weg rum liegt würde ich nicht um ihn herumlaufen sondern ihn wegschicken.Wenn man so einen Kontrolletti hat, dann ist es sehr wichtig, dass der Hund merkt, dass er nicht der Nabel der Welt ist, sondern Du selbst die Sache in die Hand nehmen kannst.
Filou musste zum Beispiel immer auf seinem Platz bleiben wenn Besuch kam. Das klappte dann auch irgendwann sehr gut und er war ruhig.
Irgendwann wenn die Menschen öfter da waren hab ich ihn laufen lassen. So lange er sich benommen hat war das absolut ok und er konnte seine Freiheit genießen.
Hat er gemeint er müsse knurren wenn jemand aufstand um aufs Klo zu gehen, musste er wieder auf seinen Platz. Das Priveleg sich frei zu bewegen wurde ihm wieder entzogen.Genau so war es mit der Couch.
Hier meinte er ab und an mal meine Hündin oder eine Katze angehen zu müssen die in die Nähe der Couch kam. Daraufhin war dieser Platz für Wochen Tabu für ihn.Heute (er ist mittlerweile 4) ist es kein Problem mehr und er kann liegen wo er will, dennoch erwarte ich von ihm, dass er mir Platz macht wenn er im Wege liegt und fordere das auch ein.
Stört ihn das, dann soll er in seinen Korb gehen, denn dort hat er seine Ruhe.Manche Hunde brauchen feste Regeln und diese müssen dann auch eingehalten werden. Lockert man sie weil es gut läuft, dann können sie wieder in alte Verhaltensmuster fallen, da ihnen die Regeln Sicherheit vermittelt haben und sie diese Sicherheit dann nicht mehr haben.
Ich würde am Anfang auch sehr streng mit ihm sein und mich an die Regeln der Trainerin halten. Wenn Du ihn bei Dir haben möchtest, dann spricht nichts dagegen wenn Du ihn zu Dir rufst. Dann geht es aber von Dir aus und nicht von ihm.
Heißt: Du rufst ihn zu Dir zum knuddeln und schickst ihn dann aber auch wieder weg.Irgendwann kannst Du auch wieder lockerer werden und sehen ob er jetzt besser damit umgehen kann. Wenn nicht, dann weist Du ja was Du zu tun hast.
Liebe Grüße
Steffi
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Hallo,
danke für deine Erklärung. Finde ich sehr schlüssig. Wenn es bei dir funktioniert hat, wird das bei uns auf Dauer hoffentlich auch fruchten.
Wie trainiert man das Kommando "ab", also wenn es nur ums entfernen geht und nicht unbedingt auf den Platz schicken?
Ruck-Zuck einen perfekten Hund habe ich natürlich nicht bekommen. Er hat inzwischen mal wieder meinen Vater angeknurrt und gestern bei der Arbeit hat er zum ersten Mal Frauen angeknurrt. Mittags kam eine fremde Frau ohne zu klopfen durch die Hintertür. Er stellte sich oben (kleiner Treppenaufgang) hin und knurrte. Als ich dazu kam, blieb er zwar schräg hinter mir, knurrte aber weiter, wenn die Frau ihn ansah. Diese Situation kann ich eigentlich auch nachvollziehen. Fremde Leute sollten sich auch nicht durch die Hintertür reinschleichen. Zum Glück war das jemand vom Tierschutz (hat uns ein Pferd verkauft) und hatte keine Angst und Verständnis. Eine Stunde später jedoch kam unsere Praktikantin (hat er 1 - 2 Mal gesehen und kein Problem gehabt), sie konnte unkommentiert ins Büro gehen, Jacke ausziehen und alles und plötzlich springt er bei einer Bewegung vor ihr knurrend in ihre Richtung. Da hab ich ihn auch ziemlich harsch auf seinen Platz befördert. Den Rest des Arbeitstages musste er größtenteils auf seinem Platz bleiben und hat noch zweimal von dort leise geknurrt, wenn weniger bekannte Personen das Büro betraten. Sein Platz ist aber in der letzten Ecke, die Personen bemerken ihn oft erst, wenn er dort rumgrummelt. Der große Unterschied zwischen Montag und gestern ist, dass die ältere Hündin meiner Kollegin nicht da war. Ich glaube fast, dass er Montag ihr die Kontrolle überlassen hat, weil sie ranghöher und erfahrener ist. Sie kontrolliert auch Besuch - bellt aber nur und behält die Leute im Blick.
Ich hab Anfang der Woche einen DNA - Rassentest losgeschickt. Ich weiß, dass die Ergebnisse nicht so sicher sind, bin aber trotzdem neugierig. Ich rechne ja fest mit irgendwelchen Schutz- oder Wachhunden.
LG, Marike
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Hallo,
ich trainiere das Kommando AB indem ich den Hund mit AB wegschicke und dabei auf ihn zugehe, ihn also wegdränge.
Weicht der Hund zurück, dann lobe ich ihn.Bei mir wird das noch mit ausgestrecktem Arm unterstrichen.
Dieses nach vorne springen bei Besuchern im Büro finde ich schon sehr bedenklich bei einem so jungen Hund.
Du hast ihn aber auf seinem Platz angebunden, oder?Wie verhälst Du Dich wenn er knurrt?
Liebe Grüße
Steffi
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Hallo,
wenn er auf seinem Platz rumgrummelt, reagiere ich nicht. Ich hab nur im Blick, dass er auf seinem Platz bleibt. Wenn er außerhalb des Platzes knurrt, kriegt er ein böses NEIN mit teils hartem Griff ans Halsband (damit er nicht vorspringen kann) und wenn er nicht aufhört, muss er wieder auf seinen Platz. Normalerweise! Bei der Frau vom Tierschutz hab ichs wieder Mal vermasselt. Ich hätte ihn ins Büro bringen sollen.
Bisher habe ich ihn nicht auf seinem Platz angebunden. Wenn er auf seinem Platz liegt, springt er nicht vor. Er mag auch nicht angebunden sein und zerrt an der Leine herum und tut sich dabei weh. Als er wegen der Praktikantin vorgesprungen ist, lief er gerade frei im Büro herum. Bis dato hatte er ja noch nie Probleme mit Frauen und eben auch nicht mit der Praktikantin, deshalb hatte ich gar nicht darüber nachgedacht ihn auf den Platz zu schicken. Den Rest des Tages musste er dann ja auch auf seinem Platz bleiben. Na ja, jetzt hab ich erstmal Urlaub. Anschließend werde ich ihn nicht immer mit zur Arbeit nehmen - er bleibt ja auch brav zuhause. Vielleicht hole ich ihn mir auch nur für die ruhigen Vormittage, wenn ich allein im Haus bin. Kommt auf sein weiteres Verhalten an. Aber ich will ja auch mit ihm weiterkommen. Wenn ich alle Situationen meide, lernt er ja nicht was er darf und was nicht.
Was meinst du mit bedenklich? Überforderung und deshalb Überreaktion? Oder womöglich, dass mit dem Hund was nicht stimmt? Die Frau vom Tierschutz, die er angeknurrt hat, meinte auch gleich, dass er ja furchtbares erlebt haben müsste. Ich denk zur Zeit wieder über eine gute Tierkommunikatorin nach. Wenn ich jemand wüsste, bei dem ich mir sicher wäre, dass er keinen Schwachsinn erzählt, würde ich es gern machen. Bei meinem Pferd hat es damals sehr, sehr viel gebracht.
LG, Marike
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Hallo,
für mich hat das nichts mit Unsicherheit zu tun, da er ja nicht bedrängt wurde, sondern von sich aus vorgegangen ist obwohl er hätte weggehen können. Er war ja nicht auf seinem Platz und wurde dort bedrängt.
Das meine ich mit bedenklich, vor allem weil es in einem Büro ist und dort Menschen verkehren.
Ich weiss auch nicht ob er etwas Schlimmes erlebt haben muss um so zu reagieren, oder ob er sich einfach nur rausnimmt zu entscheiden wer ihm passt und wer nicht!Für mich ist es hier sehr schwer zu sagen was es ist, daher war ja auch eine Trainerin bei Dir.
Wie hat sie ihn denn eingeschätzt? (hab ich das überlesen?)Mir wäre es zu gefährlich einen Hund, der so reagiert im Büro laufen zu lassen wenn jemand kommen könnte.
Bei mir wäre er in der Bürozeit auf seinem Platz.Es gibt Hunde, die bekommt man ganz gut in den Griff, aber 100%ig trauen kann man ihnen nicht. Ich würde meinen Rüden auf keinen Fall im Büro herumlaufen lassen, auch wenn er gelernt hat wegzugehen anstatt nach vorne. Sein Nervenkostüm wird nie so sein wie z.B. das meiner Bordercolliehündin, die unter den bestmöglichen Voraussetzungen (beim Züchter angefangen) aufgewachsen ist und keinerlei soziale Defizite hat.
Du wirst ihn in den Griff bekommen wenn Du hart daran arbeitest, aber ob er je so sein wird, dass er unter Menschen ohne großartige Aufsicht laufen kann, weiss ich nicht.
Ich hab da immer Angst, dass sich mal jemand bedroht fühlt und eine Anzeige macht. Wenn ich mit Filou zu einem Wesenstest müsste, dann würde er diesen wahrscheinlich nicht bestehen.
Von daher lass ich immer besondere Vorsicht walten, denn ich möchte kein Risiko eingehen.Liebe Grüße
Steffi
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Hallo,
auf der vorigen Seite den Beitrag vom 21.10. - da steht was die Trainerin gesagt hat. Mein Eindruck ist aktuell, dass er überhaupt keine Angst vor Menschen hat, solange sie ihn nicht anfassen wollen. Das möchte er nicht und duckt sich dann weg und knurrt manchmal. Es kommt aber auch fast gar nicht mehr vor, da ich den Leuten ja sag, dass er das nicht will und sie es lassen sollen. Wenn er Leute kennt und mag, lässt er sich aber auch richtig durchknuddeln. Kinder sind wohl die einzigen Menschen, die ihn sofort anfassen dürfen. Dieses knurrend Vorspringen oder sich in den Weg stellen, fällt eindeutig unters Bewachen und hat nichts mit Unsicherheit zu tun. Aber es ist eben denkbar, dass er das so massiv macht, weil er Fremden misstraut. Zumal alle die ihn auch streicheln dürfen, sich auch problemlos frei bewegen können. Er knurrt nur Menschen an, von denen er sich auch nicht anfassen lässt.
Bürozeiten gibt es nicht. Ich bin ja Sozialpädagogin und im Betreuungsdienst. Das Büro dient einfach nur als Aufenthaltsraum für Mitarbeiter und zur Dokumentation. Es gibt im Grunde keinen Verkehr von Menschen dort. Fremde werden an der Tür begrüßt und nur die Mitarbeiter können so ins Büro. Das sind insgesamt etwa 10 Personen, gleichzeitig sind aber maximal drei Mitarbeiter im Dienst. Den Großteil davon scheint er bereits als Mitglied des Rudels Wohngruppe zu verstehen und entsprechend normal zu behandeln. Mein Ziel ist es, dass er diesen Personenkreis auf Dauer komplett zu diesem Rudel zählt. Das ist jetzt mal meine hündische Interpretation - vielleicht lieg ich auch völlig daneben. An Tagen wo zum Beispiel das Jugendamt kommt oder andere Fremde ins Büro kommen werden, sind die Hunde grundsätzlich nicht in der Gruppe. Es gibt noch einen Verwaltungstrakt im Gebäude (wo er damals meinen Chef so angeknurrt hat), aber ich arbeitet dort nicht mehr und bin deshalb auch nie dort. Wenn es Fremdenverkehr gibt, dann eher dort.
Das ist traurig zu hören, dass ich Campino trotz Training nie 100%ig trauen kann. Das war natürlich mein Ziel für die ferne Zukunft. Bisher hat er ja zum Glück noch nie gebissen, auch beim Schnappen noch nie jemanden erwischt und seit wir trainieren hat er ja noch kein einziges Mal wieder geschnappt. Mit Anzeigen muss ich aus meinem Kollegium zum Glück nicht rechnen. Wir arbeiten tiergestützt und die allgemeine Meinung ist, dass ein Tier sich auch wehren darf, wenn es falsch behandelt wird. Wenn es zu einem Vorfall käme, könnte Campino nicht mehr mit zur Arbeit, aber eine Anzeige gäbe es sicher nicht. Unter den Kollegen besteht ein eher freundschaftliches Verhältnis, sonst hätte ich Campino auch niemals mitbringen können. Alle wissen ja über sein Problem Bescheid und nehmen Rücksicht. Zwei meiner Kolleginnen übernehmen auch meine Rolle, wenn ich grad mit den Kindern beschäftigt bin und verweisen Campino auf seinen Platz etc. Er hört auch auf sie.
LG, Marike
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Hallo,
ich würde jetzt einfach mal abwarten und schauen wie er sich entwickelt und wie weit Du mit Deinem Training kommst.
Du hast ja eine Trainerin an Deiner Seite und lenkst jetzt schon alles in die richtigen Bahnen.Für mich hört es sich auch ein bisschen so an als wüsste Campino nicht wo seine Grenzen sind und diese zeigst Du ihm ja jetzt auch auf.
Es kann sein, dass er in einem Jahr ein ganz anderer Hund ist, der relaxt auf alle möglichen Menschen reagiert.
Es kann aber auch sein, dass es eben nicht so ist. Manchmal bleibt ein Funken Misstrauen einfach übrig.Filou würde niemals ein Hund sein, den ich in so einem Beruf laufen lassen könnte. Das schafft er einfach nicht, es würde ihn überfordern. Ronja war schon immer ein Hund, den ich überall mithinnehmen und die ich jedem Menschen mitgeben konnte. Murphy, unser kleiner Amerikaner, ist auch ein Hund, der keinerlei Probleme mit Menschen hat und bei dem ich mir auch keine Sorgen machen müsste.
Deshalb ist mir aber Filou nicht weniger wichtig, oder ich hab ihn nicht weniger lieb, denn die Liebe die er mir entgegen bringt ist einzigartig und bedingungslos. Ich musste sie mir verdienen und mich als souveränen Führer beweisen, sie ist mir nicht zugeflogen.
Er ist einfach ganz und gar MEIN Hund, mit all seinen Ecken und Kanten... eine liebenswerte Knutschkugel.
Mir ist nur wichtig, dass Du weist, dass es Hunde gibt, die nicht so problemlos sind wie man sie gerne haben möchte.
Man kann sehr viel erreichen mit einem guten Training, aber eben das Wesen des Hunde nicht verändern, oder nur zum Teil.Ich wünsche mir für Dich und Deinen Campino, dass er so wird wie Du es Dir vorstellst und ihr einen gemeinsamen Weg findet, der für beide in Ordnung ist.
Liebe Grüße
Steffi
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darf ich mal fragen, was campino so alles rassetechnisch "intus" hat? hab mir kurz mal die fotos im rasse-rate-fred angeguckt...dass da ein herdi mitgemischt hat, kannst du ausschliessen??
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Hallo,
was für ein Mix Campino ist, weiß ich nicht. Seine Mama war eindeutig ein Labradormischling und der Vater unbekannt. Ich hab jetzt einen DNA-Test gemacht und warte auf das Ergebnis. Ich weiß, dass es nicht sicher ist - aber wenn bei den höheren Prozenten was rauskommt, hab ich zumindest einen Anhaltspunkt. Vom Verhalten hab ich auch schon sehr oft an einen Herdenschutzhund gedacht. Wobei er eher das Haus beschützt. Wenn jemand mich anfasst, den er nicht leiden kann, sagt er nix. Einzig eine gleichaltrige Hündin wollte er mal nicht an mich ran lassen.
Steffi, ich stelle mich schon darauf ein, dass er nicht mehr der perfekte Hund wird, der alle Menschen liebt. Wenn er Menschen aber neutral behandeln kann, bin ich schon 100%ig zufrieden. Anfassen lassen, muss er sich auch nicht. Er wäre auch nicht als Therapiehund geeignet, denke ich, obwohl er Kinder liebt und ihnen nichts krumm nimmt. Wenn er mich im Dienst begleitet, ist er entweder bei mir oder im Büro. Mit den Kindern ist er bisher nicht überfordert. Die kennen aber auch den richtigen Umgang mit Hunden und dürfen sie niemals bedrängen und müssen den Besitzer fragen, wenn sie mit ihnen spielen wollen. Da sein Platz im Büro ist, wo die Kinder nicht so hin dürfen, hat er dort auch komplett seine Ruhe. Sollte er das Bewachen des Büros/Hauses nicht mehr ablegen, werde ich ihn irgendwann auch nicht mehr mit zur Arbeit nehmen. Das wäre Schade, aber ich verdiene ja mein Geld nicht damit meinen Hund zu erziehen, sondern die Kinder. Noch möchte ich ihm/uns aber diese Chancen geben. Mit sechs Monaten kann man ja noch sehr, sehr viel lernen. Die Hoffnung stirbt zuletzt

Schön, dass Filou und du einander gefunden habt. Bei jemand anderem wäre es ihm mit seinem Charakter sicher nicht so gut gegangen. Ich finde es auch bewundernswert einen solchen Hund noch neben zwei anderen zu managen. Ich bin ja schon mit Campino allein manchmal überfordert. In einem Jahr lache ich hoffentlich darüber :)
LG, Marike
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