Richtiges Bewachen!

  • Ich brauche mal wieder eure Hilfe! :hilfe:

    Irgendwie bekommen wir das Bewachen unseres vorderen Grundstücks durch unsere Hunde nicht so richtig in den Griff. :ops:

    Unser Ziel ist es:
    - Beide Hunde dürfen Vorbeigehende und -fahrende durch Bellen anzeigen

    Sie sollten nicht:
    - die ganze Zaun-Weg-Länge bellend hinterher rennen
    - über den Zaun springen

    Momentane Situation:
    Aaron:
    - bellt und rennt die Zaunlänge hinterher

    Tasia:
    - bellt, rennt die Zaunlänge hinterher und hat versucht, über den Zaun zu springen

    Wobei ich sagen muss, dass immer Aaron der Auslöser ist und Tasia erst dazu kommt, wenn Aaron bellt.

    Was haben wir bisher unternommen:
    - Beide ein Abbruchsignal gegeben (wobei es bei Tasia klappt und bei Aaron nicht)
    - Vom Zaun weggeschickt bzw. Aaron auf das hintere Grundstück geschickt (da er eben nicht auf unser "Aus" reagiert)

    Wir haben jetzt überlegt, Beiden am Geschirr eine schlaufenlose Leine anzulegen, wo wir im Notfall drauf treten bzw. Aaron zurückziehen können.

    Da wir Beide nur mit vornehmen, wenn wir vorn Arbeit haben, ist es halt auch schwer, die ganze Zeit aufzupassen, ob Jemand vorbei kommt.

    Sicherheitshalber würden wir auch den Zaun (Holzzaun) gern erhöhen. Habt ihr da eventuell Vorschläge für mich?!

    Ich danke euch schon mal vorab! ;)

  • Mir persönlich fällt da als erstes: gezieltes clicker-Training ein. (geht auch ohne clicker, mit clicker ist einfacher, weil besseres timing, bei 2 Hunden vielleicht Markerwörter einsetzen).

    Jabba hat auf dem neuen Balkon gerne mal Richtung Nachbarhund gepöbelt. Wenn er gepöbelt hat, kam er SOFORT rein und mußte kurz drinnen bleiben. Hat er sich nur ansatzweise aufgeregt und dann selbständig zu mir umorientiert gab es Markerwort und Belohnung. Ein Zwischenschritt von Jabba war dann: Ich pöbel ansatzweise und gehe mir dann meine Belohnung abholen. Ich habe dann aber mehr verlangt, nämlich ganz ruhig bleiben und nur dann noch Belohnung. Das hat recht gut geklappt...

    Wenn Du das Anschlagen sofort markieren und hoch bestätigen würdest, dann denke ich, daß das gut klappen würde/könnte. Zumindestens meine Jungs würden sich ganz bald direkt nach dem Anschlagen zu mir orientieren, weil da ja jetzt was Gutes herkommt.

    War das irgendwie verständlich? :ops:

  • Aiko passt auch gerne auf unseren Garten auf. Anfänglich haben wir ihn jedes mal, wenn er kläffend zum Tor gerannt ist, wortlos reingebracht. Hat leider gar nichts gebracht. Sind dann auf eine andere Taktik umgestiegen. Wenn er bellend zum Tor gerannt ist, sind wir hinterher, haben ihn angesprochen und Leckerchen vor die Nase gehalten. Sobald er sich auf das Leckerchen konzentriert hat ein beruhigendes "Genug" und vom Zaun weggelockt und Leckerchen gegeben. Ist anfänglich wirklich nervig und viel Rennerei, aber bei uns hat es sich schon gelohnt. Mittlerweile brauche ich ihn meistens nur noch aus Entfernung ansprechen, dann kommt er angelaufen. Wenn einer seiner Todfeinde vorbeiläuft, gehe ich zu ihm hin und hol ihn ab.

    Letze Woche ist er gucken gekommen, wo ich bleibe, nachdem er im Garten angeschlagen hat. Ich war in der Küche und konnte in dem Moment nicht vom Herd weg. Na gut, lässt du den Hund halt mal bellen. Keine halbe Minute später kam er suchend zu mir und stand mit großen Augen und fragendem Blick vor mir. :fondof:

  • Tanja, das klingt echt super und euer Erfolg ist toll. :gut:
    Jetzt kommt das große "ABER", meine Hunde, insbesondere Aaron, lassen sich in so einer Situation nicht bestechen. Da könnte ich mit der leckersten Wurst ankommen. :roll:

    Fräuleinwolle, ich habs so einigermaßen verstanden. ;)
    Du meinst also, ich sollte das 1. Bellen belobigen. Aber dazu muss ich ihn erstmal aus seinem, ich spreche mal von Aaron, "Wahn" rausbringen, dem "Feind" hinterherlaufen zu wollen. =)

    Beide müssten verstehen, kurzes Bellen ist toll - hinterher rennen ist doof! Das muss ich ihnen irgendwie verklickern! :???:

  • Zitat

    Jetzt kommt das große "ABER", meine Hunde, insbesondere Aaron, lassen sich in so einer Situation nicht bestechen.

    Wenn der Hund nicht ansprechbar ist und sich in sein "eigenes Ding reinsteigert" würde ich alles nach dem 1. Bellen maßregeln und sobald Hundi aufnahmefähig ist das Alternativverhalten (durch den Clicker) einführen.

  • Mal kurz ein Tipp zum letzten Teil der Frage: Für vorübergehende Zaunerhöhungen eignet sich ein Weidezaun. Kostet wenig (ebay, 50m unter 100€) , ist schnell auf- und abgebaut und stört optisch nicht sehr.
    Die wackelige Bespannung und optisch nicht gut fixierbare Oberkante irritieren zudem Hunde auch dann, wenn sie eigentlich die Höhe noch schaffen würden.
    Unserer springt (leider...trotz seiner geringen Größe) locker über recht hohe feste Zäune, traut sich jedoch nicht, es beim gleich hohen Weidezaun zu probieren.

    Viele Grüße

    Ingo

  • Ich würde Schleppleine dran machen... die Belohnung nach dem Clicker/Markerwort kann man in anderen Situationen konditionieren... Shoppy hat da in zeigen und benennen einige mega-gute tips...

    Ich hätte bei Jabba auch nie gedacht, daß er auf Click/Markerwort reagiert, wenn er am Pöbeln ist, aber oh wunder, er reagiert super... es ist ja kein Bestechen, sondern ein bestätigen/gegenkonditionieren... so ungefähr beides zugleich.... guck doch mal in zeigen und benennen rein...

    Im Grunde soll Hund ja genau das machen: Anzeigen!!! Du variierst dann lediglich mit den letzten Schritten: Weiterhin zeigt Hund DIR an, wo was ist und zwar mit Bellen...

  • Bei uns ist bewachen auch durchaus erwünscht.

    Max ist kein großer Bewacher, wurde es erst wieder durch den Einzug von Mr. Big. Wir haben das so gemacht (Voraussetzung, dass beide Hunde gut im Grundgehorsam stehen, sprich trotz des Reizes kommen, wenn man sie ruft), dass wir nach 1-2 x bellen gesagt haben ist ok und sie dann abgerufen haben, dann gab es kurz verbale oder körperliche Zuwendung.

    Sollten deine nicht kommen, dann würde ich es genauso machen, wie beschrieben, wenn sie nicht hören, hingehen, sie kommentarlos einkassieren und neben mir abliegen lassen und für Ruhe belohnen.

    Ergebnis: Max hat das bewachen wieder komplett eingestellt (war zu erwarten, da in seiner rosa Welt andere Dinge wichtiger sind) und Big schlägt kurz an, schaut sich zu uns um und kommt zu uns gelaufen, erhält seine Streicheleinheit und zieht wieder freudig von dannen :) .

  • Ich missbrauche den Thread mal für eine Frage die gut hierhin passt.
    Generell bewachen die meisten Hunde ja ihr Grundstück.Wie kann ich das bei einem Hund der passioniert dafür ist, beibringen Menschen die ungefragt durch den Garten kommen,nicht rein zu lassen.
    Bei uns glauben die Menschen besonders im Sommer man kann einfach ohne vorher sich zu melden oder zu schellen hinten rum in den Garten kommen.Letztens stand in unserer Küche der Zeitungsjunge :pissed:
    Oder ist das ein zu radikaler Gedanke?

  • Fanta, deine Variante finde ich für uns sehr passend (Fräuleinwolle, das Klickern ist nix für uns, sorry ;) ).

    Dann werde ich beiden Hunden am WE, wo wir geplant haben, den ganzen Tag vorn zu verbringen, am Geschirr eine Leine befestigen und sie nach dem 1./2. Bellen "einfangen", ein Stück zurück aufs Grundstück gehen und sie neben mir ablegen. Dann gibts eine tolle Belohnung.
    Vielleicht ne doofe Frage, aber ich sollte sie sicherlich mit dem Blick auf die Straße ablegen, oder? :ops:

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