Mein Hund hat mich beim Gassi gehen gebissen

  • Guten Morgen, ich habe heute ein unschönes Erlebnis mit meinem Hund gehabt, er ist ein 4 Jahre alter Terrier.
    Seit er klein war, hat er ein Problem mit anderen Hunden draußen, vorallem mit schwarzen. Er bellt, fletscht und knurrt, und das so, dass er auf nur zwei Pfoten steht. Wir waren letztes Jahr auf dem Hundeplatz und haben dort gelernt damit umzugehen. Auf dem Hundeplatz ist er auch ganz lieb, aber sobald wir woanders sind, dann ist es nicht auszuhalten.

    Heute morgen waren wir Gassi und uns kam ein schwarzer Hund entgegen.
    Die gewohnte Situation, wie immer : Er bellt, fletscht und knurrt, auf zwei Pfoten, ich habe ihn ganz kurz genommen und ihn an die Gurgel genommen (als nichts mehr ging), aber so dass er noch genug Luft hat, aber sich nicht so gut bewegen und vorallem nicht beißen kann.
    Dann hat er mich zum ersten Mal gebissen, sowas tut er sonst nie !!
    Vor Schreck kamen mir Tränen in die Augen.
    Danach hat er sofort losgelassen, aber er wollte immer noch hinter dem anderen Hund her.
    Ich habe mir ihn geschnappt und auf dem Rücken gelegt und ihm in die Augen gesehen, bis er sich ergibt.
    (Meine Mutter hat er früher auch gebissen, in die Hand, ins Knie, in die Füße aber auch nur beim Gassi gehen.
    Zu Hause beißt er nicht.)
    Dann sind wir nach Hause gelaufen, er lief ganz brav neben mir her, er hatte mich immer angeschaut.
    Als wir zu Hause waren, wollte er zu mir kommen, aber ich habe ihm den Befehl gegeben, dass er verschwinden soll.
    Ab und zu kommt er um die Ecke und schaut.
    Ich möchte ihn erstmal nicht sehen, ich bin sowas von sauer.
    Ist das denn überhaupt gut, dass er das merken soll, dass ich sauer bin ??
    Habe ich mich richtig verhalten ?
    Ich habe nun vor, wieder zum Hundeplatz zu gehen, wir waren gestern dort und er kennt noch alles, auch die Trainer, dort war er so klein wie eine Maus, hat nichts gesagt, vielleicht hat er sich das gemerkt und hat mich deswegen gebissen ?

    Bitte um Hilfe. :-) Danke

  • Zu deinem vorgehen fällt mir außer Entsetzen nichts ein. Wenn du das bisher immer so gehandhabt hast wundert es mich das er nicht schon viel früher zugebissen hat.

    Den Hund an der Gurgel packen (für den Hund eine Todesdrohung, ihn auf den Rücken werfen, in die Augen starren.... Da hast du ja fast alles ausgeschöpft was für einen Hund Bedrohung ist...

    Sollte der Hundeplatz dir diese Tips gegeben haben dann wird dir ein Besuch dort nichts bringen. Suche dir bitte einen kompetenten Trainer der die Leinenaggression mit euch durchgeht und einen Trainingsplan erstellt. Ausserdem sollte er euch grundlegende Dinge beibringen, da dies scheinbar versäumt wurde.

    Den Hund zu ignorieren bringt rein gar nichts. Der bringt das schon ewig nicht mehr damit in Verbindung.

  • Was erwartest du denn von einem Hund, dem du mit Gewalt begegnest ? Du drückst ihm die Kehle zu und wunderst dich, daß er beißt :/
    Dann legst du ihn auf den Rücken, wo er Todesangst bekommt. Also bei soviel Unvernunft kann ich nur den Kopf schütteln.
    Und jetzt ignorierst du ihn, ja glaubst du denn wirklich, er wüßte noch, was er vor 2 Stunden gemacht hat ?
    Wo hast du diese Gewaltakte denn gelernt ? in der HS ?

  • Das ist nun eine knappe Stunde her.
    Ich habe das in der Hundeschule so gelernt, es hat sich dadurch ja auch gebessert, deshalb dachte ich, dass es nicht schaden kann.
    Ich denke, wenn mein Hund so in rage ist, spürt er nichts, außerdem drück ich ihm die Gurgel nicht zu sondern, verhindere nur dass er eine Bewegungsfreiheit hat, soll ihn etwa um sich beißen lassen ?

    Den Tipp, mit dem Hund auf dem Rücken legen, kam auch aus der HS.
    So solle der Hund lernen, wer der Rudeführer ist (Herrchen, bzw. Frauchen und nicht der Hund), wenn der Hund sich ergibt ( nicht mehr in die Augen sieht ), soll man aufhören, habe ich auch getan.

  • Hallo,

    hast du diese Maßnahmen auf dem Hundeplatz gelernt?

    Dass du ihn zu Hause weggeschickt hast, als er Kontakt zu dir suchte, hat er nicht verstanden.
    Der Biss war längst Vergangenheit für ihn und kein Hund bringt eine Strafe, die mehr als eine Sekunde nach der (verständlichen) Tat ausgeführt wird, in den Zusammenhang.

    Tja, zu deinen Maßnahmen hast du Antworten bekommen, die meine vollste Zustimmung haben.

    Suche dir einen Hundetrainer, der gewaltfrei arbeitet.

    Wenn du diese Strafmaßnahmen auf dem HuPla gelernt hast, solltest du dort nie, nie wieder hingehen.

    Gruß
    Leo

  • Danke für die Antworten.
    Ich bin auf diesem Hundeplatz gegangen, weil es mir einige Freunde empfohlen haben. Ich werde mir wohl doch etwas neues suchen müssen, danke :). Ich will ja schließlich auch, dass es meinem Hund gut geht.

  • Dann wechsele mal schnell die Hundeschule und geh in eine, wo ohne Gewalt gearbeitet wird, denn du siehst doch selbst das es nicht besser geworden ist.
    Das ist ja schrecklich, mit was für Methoden manche HS arbeiten :headbash:

  • Zitat

    Den Tipp, mit dem Hund auf dem Rücken legen, kam auch aus der HS.
    So solle der Hund lernen, wer der Rudeführer ist (Herrchen, bzw. Frauchen und nicht der Hund), wenn der Hund sich ergibt ( nicht mehr in die Augen sieht ), soll man aufhören, habe ich auch getan.

    So ein Schwachsinn :-/ Der arme Hund!!! Ich kann meinen Vorschreibern nur beipflichten: Du behandelst Deinen Hund in solchen Situationen absolut mies und ich finde es eher erstaunlich (gerade bei einem Terrier), dass er nicht viel früher und viel heftiger zugebissen hat.

    Such Dir gaaaaanz schnell eine Hundeschule, die mit modernen Erziehungsmethoden arbeitet und auf jegliche Gewalt gegenüber dem Tie verzichtet. Dazu gehört auch, dass nicht nur auf dem Hundeplatz gearbeitet wird, sondern dass der Trainier Dich im Alltag auch beim Spaziergang begleitet, um Dir zeigen zu können, wie Du in solchen Situationen besser reagieren kannst.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg, wobei Du und Deine Familie viel mehr lernen müsst als Euer Hund. Leicht wird das - gerade nach einem Biss - nicht, weil man danach erst mal sauer und wütend ist und auch Angst im Umgang mit dem Hund hat. Ich weiß das ;-), denn ich lebe seit 12,5 Jahren mit einem nunmehr 16,5 Jahre alten Terrier zusammen, der nicht immer einfach war und ist. Aber mit einem guten Trainer werdet Ihr es schaffen! Es kostet Geduld, Zeit und auch Geld. Doch nachdem, wie Ihr bislang mit dem Hund umgegangen seid, seid ihr ihm dieses Training schlicht schuldig. Meine Meinung!

    Liebe Grüße

    Doris

  • Danke schön, für die Tipps !

    Ich werde mir auf jeden Fall eine neue HS suchen.

    Aber bis es soweit ist, bin ich ja noch oft mit ihm Gassi, wie soll ich mich verhalten, wenn wir andere Hunde treffen ?
    Ich versuche meist, anderen Hunden aus dem Weg zu gehen, so dass mein Terrier noch nichteinmal in Versuchung kommt. Aber das klappt leider nicht immer.

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