Kastrieren oder abwarten?

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    Ich will dir ja keine Angst machen, aber es kann durchaus sein, dass du den Hund niemals sehr lange alleine lassen kannst ohne das so etwas passiert. Muss nicht sein, kann aber. Wurdet ihr nicht vom Züchter darüber aufgeklärt, dass solche Dinge bei der Rasse nunmal passieren können?

    Ich kann dir nur empfehlen, dich mit anderen Besitzern von TWHs kurz zu schließen. Es hilft echt, wenn man "Leidensgenossen" hat.

    Viele Grüße
    Frank, dem am Wochenende das Auto von seinem Hund umdekoriert wurde


    Oh ne TWH mit Zerstörungswut. Ich leide auch mit dir :D :D

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    Ich bin ein Er. Ein Er mit Mann. ;)

    Ja mit Hund, schriebst Du ja. Oder hast Du da etwa noch einen Vollrüden zuhause? ;) Also drei Rüden insgsamt? Anstrengend :D

    BTW, was für ein Wolfshund ist es denn? http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfshund
    Ich finde Wölfe ja wunderschön und wusste gar nicht, dass manche Hunderassen dem Wolf so ähnlich sehen.

    EDIT: Alles klar, Tschechoslowakischer Wolfhundrüde, schreibst Du in der Signatur. Schöne Hunde. Bin begeistert, also zumindest vom äußerlichen...

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    Beim spazieren gehen klappt es gut wenn mein Partner die Leine hält. Aber das ist ein Problem das ich bewältigen muss und mit dem Hund nichts zu tun hat. Die Trainerin hat mir gezeigt wie ich Tuyok abdränge und ihm so körperlich zu verstehen gebe, welche imaginäre Linie er nicht zu überschreiten hat, aber ich bin wohl noch zu zaghaft. Ich habe ihm einmal versehentlich auf die Pfote getreten und er hat aufgejault. Ich möchte ihm nicht weh tun und bin einfach zu vorsichtig mit ihm. Die Trainerin sagt, daß Tuyok kein Sensibelchen ist und ich bei ihm nicht weiter kommen werde, wenn ich ihn freundlich bitte, doch an meiner Seite zu laufen.
    Bei mir zeigt Tuyok auch viel mehr Frustverhalten als bei meinem Partner.
    Ich bin auch schon der Ansicht, daß Tuyok ein toller Hund ist und sich seiner Rasse entsprechend verhält. Es mag nach meinen Erzählungen vielleicht nicht so erscheinen, aber wir erleben auch viele sehr schöne Sachen mit ihm und ich möchte ihn nicht mehr missen. Es gibt kein Problem, an dem man nicht arbeiten könnte, das sagt auch die Trainerin. Er ist kein verhaltensgestörter Hund und zeigt nichts, was beunruhigend oder nicht zu lösen wäre. Das motiviert mich und natürlich auch meinen Mann, weiter mit dem Hund zu arbeiten.


    Ich denke, dass Du zu Deinem Wölfchen zu nett bist - so etwas dankt auch ein Hund, der kein Wolfshund ist, in der Regel mit LMAA-Verhalten ;)
    Vielleicht solltest Du Dir einmal Aufnahmen eines Wolfsrudeln und den Umgang der Tiere untereinander ansehen, besonders das Verhalten der Mutter ggü. den Jungtieren. Eine Ansage (und das nicht zu knapp) und dann geht´s neutral-freundlich weiter. Durch souveränes und berechenbares Verhalten lernt Dein Hund, Dir zu vertrauen, denn Du kannst führen und trägst dann die Verantwortung. Durch Deine Nettigkeit und Zögerlichkeit degradierst Du Dich in seinen Augen selbst.

    Auch wenn das jetzt doof klingt: Übe manche Dinge vorher ohne Hund (Deine Körpersprache, Deinen Ausdruck, Deine Stimme), dann fällt es nachher leichter. Je sicherer Du Dich fühlst, dest besser wird er reagieren, was Dich noch sicherer macht - ein positiver Teufelskreis.

    LG,

    Svenja

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    Frank, hmmm, einen Rat, wie der TS damit umgehen kann?

    Klingt so, als ob Du schon eine gewisse Erfahrung damit gemacht hast....

    Nun ja, den ultimativen Ratschlag gibt es wohl nicht. Ich habe mich zum Beispiel recht schnell davon verabschiedet zu glauben, dass ich meine kleine Pest jemals für eine längere Zeit alleine lassen kann. Es wird zwar seit der Welpenzeit vier bis fünfmal pro Tag mit Viertelstunden-Einheiten geübt. Aber ich habe keinerlei Erwartungshaltung oder Zielvorstellung.

    Ansonsten halte ich ein geräumiges und wirklich (!) ausbruchsicheres Außengehege noch für die beste Lösung, wenn es platztechnisch und finanziell machbar ist. Voraussetzung ist aber, dass er in Abwesenheit nicht anfängt sein "Rudel" zusammenzurufen ;) Die erste halbe Stunde mag das noch romantisch wirken, aber irgendwann werden euch zu Recht wenig begeisterte Nachbarn aus einem weiten Umfeld aufs Dach steigen.

    Zweite Möglichkeit wäre eine sehr stabile Gitterbox, wenn er da mitspielt. Ich kenne einige Wolfhundbesitzer, die es damit managen können. Aber man muss sich anschauen, wie der Hund in der Stresssituation des Alleinebleibens damit klar kommt. Bei uns geht das zum Beispiel nicht, weil mein kleiner Krawallo ohne Rücksicht auf körperliche Verluste versucht da rauszukommen.

    Das beste ist allerdings, wenn ich den Hund niemals ohne Aufsicht lassen muss. Man muss sich halt auch vor Augen halten, dass auch die oben genannten Lösungen lediglich Management-Maßnahmen sind, um die Einrichtung zu schonen. Der Hund kann aber trotzdem enormen Stress in den Situationen haben.

    Einen kleinen Lichtblick habe ich allerdings doch noch. Ich habe nun schon öfter gehört, dass die Zerstörungsorgien im Alter irgendwann nachlassen. Also nur noch ein paar Jährchen durchhalten :roll:

    Viele Grüße
    Frank

  • Sag mal Frank, wie gehst du Einkaufen? Oder einfach mal schick essen ohne Hund? Brauchst du da immer einen Sitter? Für mich persöhnlich wäre es unvorstellbar, meinen Hund nicht allein lassen zu können. Bzw. bei der Rückkehr Nachbarn mit Macheten in der Hand und ein Haus, das in den Boden gestampft wurde, vorzufinden.

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    Sag mal Frank, wie gehst du Einkaufen?

    Das geht, wenn ich sie im Auto lasse und ein bisschen Gas gebe. Ich glaube sogar, dass sie es mittlerweile zu Hause hinkriegen würde, aber da traue ich ihr noch nicht über den Weg. Rekord im Büro liegt bei sagenhaften 1,5 Stunden :gut: .

    Zitat

    Oder einfach mal schick essen ohne Hund? Brauchst du da immer einen Sitter?

    Ich bin nicht mehr sonderlich viel auf Achse von daher passt das bei mir recht gut ins Leben. Aber ja: wenn mal was ansteht brauche ich nen Sitter.

    Zitat

    Für mich persöhnlich wäre es unvorstellbar, meinen Hund nicht allein lassen zu können. Bzw. bei der Rückkehr Nachbarn mit Macheten in der Hand und ein Haus, das in den Boden gestampft wurde, vorzufinden.

    Vielleicht bin ich da auch zu übervorsichtig und male zu schwarz, kann ja sein. Aber ich bin einfach durch zu viele Fotos und Erzählungen (und eine eigene unschöne Erfahrung) geprägt. Meiner Meinung nach, muss es einem einfach klar sein, dass es passieren kann, dass man den Hund nie längere Zeit alleine lassen kann, wenn man sich für eine der beiden Wolfhund-Rassen entscheidet. Wie gesagt: muss nicht sein, kann aber sein. Bei den Züchtern, die ich kenne, werden da auch die Karten recht offen auf den Tisch gelegt. Die Entscheidung, ob das in mein Leben passt, muss ich dann aber alleine treffen.

    Viele Grüße
    Frank

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