Kastrieren oder abwarten?

  • Also ich würde bei so extremen Verhalten auch über eine Kastration nachdenken.
    Es gibt doch auch so eine Spritze wo man erst mal schauen kann ob eine Kastration überhaupt etwas bringen würde.
    Es kann gut sein das dann schon die nächste läufige Hündin irgendwo ist und das dann immer so weiter geht. Es kann sein das sein Verhalten irgendwann besser wird aber es kann auch sein das es so bleibt.
    Für den Hund ist das auch totaler Stress.

    Unser erster Rüde hat sich für eine läufige Hündin überhaupt nicht interessiert. Die konnte auch direkt vor oder neben ihm laufen, das war ihm total egal.

    Lg
    Sacco

  • Zitat

    Tuyok frisst wieder, allerdings nur wenig. Besonders nachts finde ich ihn momentan unerträglich weil er ständig heult. Ich hoffe, daß sich das bald gibt. So lang kann doch kein Liebeskummer dauern. Außerdem liefern er und mein 9 Jahre alter Mix sich immer gröbere Kämpfe. Tuyok wird mit Buster immer ruppiger. Heute musste ich sogar mal dazwischen gehen und sie trennen.
    Wir geben Tuyok nun Bachblüten und Mönchspfeffer in Form von Globuli. Eine richtige Besserung kann ich allerdings noch nicht feststellen. Mein Mann steht auf solche Kräutersachen und meint, ich müsse etwas geduldiger sein und abwarten. Ich wünschte, ich hätte seine Geduld. Aber er hat ja auch gut reden, er ist tagsüber bei der Arbeit und ich bin mit den Tieren allein zu Hause. :omg:

    LG Jo

    Jo, wie war das als Du in der Pubertät warst?

    Tuyok wird erwachsen, orientiert sich neu und die Sache mit den Bienchen und Blümchen hat er auch grad erst entdeckt. Lass ihm Zeit.

    Schau mal hier: http://docs.google.com/viewer?a=v&q=c…myd3Xmz4RDMCThQ

  • Natürlich würde man nicht wollen, dass sich ein Hund jahrelang so quält (samt Umfeld, das mitleidet). Es gibt sexuell hyperaktive Hunde, bei denen eine Indikation für Kastration vorliegt Aber: Das sind zahlenmäßig nur wenige, viel weniger, als tatsächlich kastriert werden.
    Was du jetzt erlebst, ist ein pubertierender Hund, der von seinen Hormonen überschwemmt wird. Eine Hypersexualität kann in diesem Stadium in meinen Augen nicht sachgemäß diagnostiziert werden.
    Selbst wenn der Jungrüde weniger frisst, dünner wird - erstmal ist von einem Übergangsverhalten auszugehen und nicht davon, dass es so bleibt.

  • Zitat

    Natürlich würde man nicht wollen, dass sich ein Hund jahrelang so quält (samt Umfeld, das mitleidet). Es gibt sexuell hyperaktive Hunde, bei denen eine Indikation für Kastration vorliegt Aber: Das sind zahlenmäßig nur wenige, viel weniger, als tatsächlich kastriert werden.
    Was du jetzt erlebst, ist ein pubertierender Hund, der von seinen Hormonen überschwemmt wird. Eine Hypersexualität kann in diesem Stadium in meinen Augen nicht sachgemäß diagnostiziert werden.
    Selbst wenn der Jungrüde weniger frisst, dünner wird - erstmal ist von einem Übergangsverhalten auszugehen und nicht davon, dass es so bleibt.


    Was bei Tieren in der Paarungszeit ein ganz normales Verhalten ist.

  • Ich würde auch erstmal abwarten bevor ich den Schritt zur Kastration gehen würde.

    Mein letzter rüde wurde kastriert da er die ganze Zeit meine kastrierte Hündin besprang. Erst habe ich die Spritze gewählt um zu sehen ob es hilft. Nach paar Tagen war Ruhe. Also hatte ich mich für die kastration entschieden. Aber Grund war dass meine Hündin nicht mehr aufstehen konnte und beide dadurch wochenlang totalen Stress hatten.

    Ich bin nicht für die Kastration um angeblich verhaltensstörungungen (Aggressionen etc) wegzubekommen, aber hat ein Hund durchgehend hormonell bedingten Stress wie bei dir, und der Stress wäre für den Hund nicht mehr tragbar würde auch ich den Schritt wählen.

  • Hallo Jo,

    Ihr habt einen Superrüden !
    Wölfe können Hormone bis zu 10 km weit riechen. Mit 10 Monaten war dieser Geruch für den Jungen einfach nur aufregend und neu. Versuche das für Euch auszunutzen. Biete ihm die Möglichkeit, viel Neues zu erriechen. Und gehe gemeinsam mit ihm auf Suche. Füttern aus dem geworfenen Fütterbeutel, evtl. mit Duftstoffen versehen. Mach Dich interessanter für ihn. Wenn ein Wolf in ihm steckt, braucht er einen klar zugeteilten Platz.
    Und bevor Ihr irgendwann über eine Kastration nachdenkt, sollte zuerst ein Chip eingesetzt werden, um zu sehen, wie der Rüde sich verändert.

    L:G:

  • Grins, dann muss in meinem Terriertier eine ganze Menge Wolf stecken...

    Ich hatte es damals so gehalten, dass ich das Terriertier auf Clickertraining in Verbindung mit Futterbeutelarbeit gesetzt habe, dazu gab es dann viel, womit der Kopf beschäftigt war und er sich geistig wirklich anstrengen musste.

    Funktionierte hervorragend.

  • Ich finde es vernünftig, dass Ihr erst einmal abwartet und mit natürlichen Mitteln versucht, sein momentanes "Leiden" ein wenig zu mildern. Ich kann Euch nur sagen, wie ich es machen würde, wenn mein Rüde sich so verhalten würde:

    1. Abwarten und versuchen, homöopatisch gegenzusteuern
    2. Wenn das auf Dauer nichts bringt und der Hund extremen Stress hat, einen Chip setzen lassen (dann seht Ihr, wie sich sein Verhalten entwickelt, wenn kein Testosteron mehr gebildet wird) nach RS mit TA
    3. Wenn der Chip etwas verändert hat und wenn sich sein Verhalten nach Wirkungsdauer des Chips wieder verschlimmert, ggf. kastrieren lassen.

    Und bei der Suche nach einer geeigneten Hundeschule wünsche ich Dir viel Glück. Ich weiss ja nicht, wo Du wohnst, aber guck doch mal hier: http://www.animal-learn.de.

  • Zitat

    1. Abwarten und versuchen, homöopatisch gegenzusteuern

    Wär ne gute Möglichkeit. Im Augenblick wird der Sexualtrieb durch die homöopathische Gabe von Mönchspfeffer gefördert. Das Mittel wird gegeben, wenn, sorry, sexuelle Unlust besteht.

    Aber ist ja ein sanftes Mittel :lol:

    Wer keine Probleme hat, schafft sich welche. Mir tut's nur für den Hund leid. Vielleicht wär der schon längst nicht mehr so gestresst, wenn er nicht was bekommen würde, was seine "Lust" fördert...

    Hier nochmal zum Weiterlesen: http://www.tremmener-archiv.de/archiv/naturhe…nus-castus.html

  • Was spricht denn genau gegen eine Kastration in diesem Ausnahmefall?
    Mein Rüde hatte nie so eine extreme Phase, es befindet sich eine unkastrierte Hündin in der Nachbarschaft, aber so hat er sich noch nie aufgeführt.
    Ist eine Kastration für den Hund in diesem Fall nicht auf Dauer streßfreier?
    Mal angenommen, es bessert sich auch trotz der Mittelchen und des Trainings nicht?
    Dann noch der Streß zwischen den eigenen Hunden.

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